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Freiburg: 24 Postfilialen könnten geschlossen werden und vier weitere befinden sich bereits im Schliessungsprozess. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Fast die Hälfte der Poststellen im Kanton Freiburg bedroht



Das Postnetz im Kanton Freiburg wird gestrafft: Die Post will die Schliessung von 24 von gesamthaft 56 Poststellen prüfen.

Wie die Post am Montag mitteilte, ist der Fortbestand von 32 Poststellen im Kanton Freiburg bis im Jahr 2020 garantiert. 24 Postfilialen könnten geschlossen werden und vier weitere befinden sich bereits im Schliessungsprozess. Gemäss der Post wurden dort Lösungen gefunden, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

Im Gegenzug möchte die Post bis zu 17 alternative Zugangsmöglichkeiten in Form von Aufgabe- und Abholstellen schaffen. Eine Möglichkeit sei beispielsweise die Bareinzahlung an der Haustür oder ein Postautomat. Ersatzlose Schliessungen von Poststellen wolle sie vermeiden, teilte die Post mit.

31 Angestellte betroffen

Die Freiburger Regierung hat sich nach eigenen Angaben bei der Post für den Zugang zu einer postalischen Grundversorgung eingesetzt und die Schliessung von einigen Poststellen verhindern können.

Die Regierung begrüsse die Schaffung der alternativen Postagenturen, teilte sie mit. Die Partnerfilialen böten den heimischen Händlern die Möglichkeit, durch die Übernahme von Postdienstleistungen ein zusätzliches Einkommen zu generieren.

Der Kanton bedauert jedoch den angekündigten Stellenabbau. Insgesamt sind 31 Personen von den Schliessungen betroffen. Die Post werde den Stellenabbau wenn möglich durch natürliche Abgänge vollziehen und den verbleibenden 31 Personen wenn möglich eine andere Tätigkeit anbieten, teilte der Kanton Freiburg mit.

Die Anpassung des Postnetzes wird auch im Grossen Rat thematisiert. Gegen das Vorhaben der Post seien schon diverse parlamentarische Vorstösse eingegangen, so die Kantonsregierung. Die Gemeindebehörden haben zudem die Möglichkeit, bei der Postkommission des Bundes Beschwerde gegen eine Poststellenschliessung einzureichen.

Syndicom ruft zum Boykott auf

Harsche Kritik kommt von der Gewerkschaft Syndicom. Die Ersatzstellen seien keine echten Alternativen, weil sie jeweils nur einen einzigen oder ganz wenige Services anböten, teilte Syndicom mit. Die Post betreibe mit der Auslagerung in Agenturen Lohndumping.

Sie wirft der Post zudem vor, die Entscheide der Politik zu ignorieren. Der Nationalrat habe sich klar gegen den aktuellen Abbau ausgesprochen. Die Gewerkschaft ruft auf, die Gespräche mit der Post zu boykottieren, bis das Postgesetz revidiert worden ist.

Bis 2020 will die Post rund 600 Poststellen schweizweit wegen rückläufiger Umsätze schliessen. Für 22 Kantone – inklusive Freiburg – hat sie bisher Angaben veröffentlicht: In diesen werden über 370 Stellen überprüft.

Besonders hart dürfte es die Kantone Uri, Jura und Solothurn treffen, in denen mehr als die Hälfte der Poststellen überprüft werden. In rund einem Dutzend Kantone sind über 40 Prozent der Poststellen gefährdet. (sda)

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