DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Swisscom macht satte 839 Millionen Franken Gewinn im ersten Halbjahr



Die Swisscom hat im ersten Halbjahr weniger eingenommen, aber mehr verdient. Der Umsatz fiel zwar um 1.4 Prozent auf 5.69 Milliarden Franken. Der Reingewinn stieg indes um 6.5 Prozent auf 839 Millionen Franken.

Grund ist die italienische Tochter Fastweb. Diese habe aus Rechtsverfahren Entschädigungen von 95 Millionen Euro erhalten, gab die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué bekannt. Das drückte den Gewinn nach oben.

Weniger Festnetztelefonie

Der Betriebsgewinn der Swisscom vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) legte um 1.5 Prozent auf 2.26 Milliarden Franken zu. Während Fastweb in Italien den Betriebsgewinn dank der Sondereinnahmen um ein Fünftel steigern konnte, litt in der Schweiz das Telekomgeschäft dagegen unter dem härteren Wettbewerb.

Hierzulande sank der Umsatz um 2.4 Prozent. Neben dem intensiven Wettbewerb nage auch die zunehmende Marktsättigung am Ergebnis. Die Hälfte des Umsatzrückgangs sei auf die sinkende Kundenzahl in der Festnetztelefonie zurückzuführen.

Harter Konkurrenzkampf

Der Konkurrenzkampf mit Kabelnetzbetreibern und anderen Anbietern sei härter geworden, hiess es. Dennoch erfreue sich Swisscom weiterhin grosser Beliebtheit. Der Bestand an TV-Kunden habe innert Jahresfrist um 96'000 auf 1.45 Millionen zugenommen. Auch in vergangenen drei Monaten konnte die Swisscom 9000 Kunden gewinnen.

Bei den Firmenkunden machte dem Konzern die Preiserosion bei Telekomdiensten zu schaffen. Der Umsatz mit Firmenkunden sank um 2.2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Fastweb mit Schub

In Italien dagegen hat Fastweb kräftig Rückenwind. Der Umsatz stieg um 4.8 Prozent auf 923 Millionen Euro. Der EBITDA schoss um gut 20 Prozent auf 403 Millionen Euro in die Höhe. Auch ohne die Sondergewinne aus dem Rechtsverfahren wäre der EBITDA um 10 Prozent gestiegen, hiess es.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Umsatz erfüllt, beim Gewinn dank Fastweb indes deutlich übertroffen. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt mit einem Umsatz von 5.69 Milliarden, aber einem Rückgang des EBITDA auf 2.14 Milliarden und des Reingewinns auf 749 Millionen Franken gerechnet.

In der Folge legt die Swisscom die Latte höher. Fürs Gesamtjahr 2017 erwartet der Konzern nun einen EBITDA von rund 4.3 Milliarden Franken. Das sind 100 Millionen mehr als bisher. (whr/sda)

Handyaufladen mit dem Sonnenschirm

Video: reuters

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Kreml reagiert mit Ausweisungen auf Sanktionen

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Lockerungs-Powerplay: «Gastronomen fürchten, dass Beizen-Öffnungen sie in Krise stürzen»

Die Wirtschaftslobby fordert fast unisono rasche Öffnungen. Doch weder die Epidemiologin noch der Bar-Betreiber und der Ökonom unterstützen diese Strategie. In dieser Endphase der Pandemie sei besondere Vorsicht geboten.

Die SVP und die Wirtschaftsverbände steigen vor der Bundesratssitzung vom kommenden Mittwoch erneut ins Öffnungs-Powerplay: Gewerbeverband-Chef Hans-Ulrich Bigler fordert «die sofortige Beendigung des Lockdowns». Auch die SVP will unverzügliche Öffnungen ab dem 19. April für Restaurants und Betriebe in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit.

Mahnende Stimmen kommen längst nicht nur von Epidemiologinnen. Ob Bar-Betreiber Dirk Hany oder Taskforce-Ökonom Marius Brülhart: Sie sagen im Gespräch …

Artikel lesen
Link zum Artikel