Schweiz
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ZUR HERBSTSESSION DER EIDGENOESSISCHEN RAETE VOM MONTAG, 12. SEPTEMBER, BIS FREITAG, 30. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Pine trees and a moor border the small lake

Der Étang de la Gruère im Jura: Bei den Schutzgebieten liegt die Schweiz am Schluss der Rangliste in ganz Europa. Bild: KEYSTONE

Wie die Schweiz beim Naturschutz vom Vorreiter zum Schlusslicht wurde

Das Massensterben der Tierarten beschleunigt sich weiter. Die Schweiz ist in Sachen Artenvielfalt kein Vorbild, im Gegenteil. Trotz klaren Zielen des Bundesrats schwindet die Biodiversität laufend.



Der Befund ist verheerend: Die Erde befinde sich in einem neuen Zeitalter der «biologischen Massenvernichtung», heisst es in einer Studie von US-amerikanischen und mexikanischen Forschern. Immer mehr Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht. Die Ursache dieses «sechsten grossen Artensterbens» der Erdgeschichte wird klar benannt: Es ist der Mensch.

Wie sieht es in der Schweiz aus? Wir rühmen uns gerne unserer wunderschönen Landschaft und vermarkten sie kräftig als Tourismusfaktor im Ausland. Bei näherer Betrachtung präsentiert sich das Bild aber kaum besser als auf globaler Ebene. Auch bei uns verarmt die Vielfalt. Immer mehr Arten befinden sich auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Tiere und Pflanzen.

Der Bundesrat hat das Problem erkannt und 2012 seine «Strategie Biodiversität» zur Rettung der bedrohten Artenvielfalt verabschiedet. Seither hat er jedes Jahr einen Aktionsplan angekündigt, der noch immer auf sich warten lässt. Ein Bericht der Umweltorganisationen BirdLife Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz zu den Aktivitäten in Sachen Biodiversität kommt zu einem verheerenden Befund: Das Ergebnis sei «sogar noch schlechter als erwartet».

Nur eines von 18 Zielen erreicht

«Die Strategie ist gut, sie enthält die richtigen Ziele», sagt Werner Müller, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz. «Aber es sind fünf Jahre vergangen, ohne dass viel geschehen ist.» Von den 18 strategischen Zielen des Bundesrats kann laut dem Bericht nur eines bis 2020 erreicht werden, eine nachhaltigere Nutzung der Wälder. Und nur bei 14 von 120 Teilzielen sei genug getan worden, um sie zu erreichen. Bei den übrigen 106 Teilzielen sei wenig bis gar nichts geschehen.

Dabei galt die Schweiz lange als Vorreiterin beim Natur- und Umweltschutz. Der 1914 eröffnete Nationalpark im Unterengadin war der erste in Mitteleuropa. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg schritt die Schweiz in manchen Bereichen voran, etwa beim Gewässerschutz. 1971 wurde der Umweltschutzartikel in der Bundesverfassung mit 93 Prozent Ja angenommen, obwohl das Thema damals noch nicht sehr präsent war.

1983 verabschiedete das Parlament das erste Umweltschutzgesetz. In jenem Jahrzehnt war das Waldsterben zu einem dominierenden Thema geworden, weshalb gerade im Bereich der Luftreinhaltung einiges geschah. Die Schweiz verabschiedete die schärfsten Abgasvorschriften in Europa und beschleunigte so die Einführung des Katalysators in Personenwagen.

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

«Wir sind die saubersten Autofahrer Europas!», jubelte der damals sehr autofreundliche «Blick» 1988. Der Elan erlahmte bald, während der Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren hatte der Umweltschutz keine Priorität mehr. Weshalb die «Berner Zeitung» 1996 mahnte, beim «einst in Umweltbelangen so fortschrittlichen Land» bestehe die Gefahr, «dass es auf den europäischen Durchschnitt zurückfällt».

Zu viel CO2-Ausstoss

Heute ist es in einigen Bereichen sogar zurückgefallen. Der CO2-Ausstoss der Neuwagenflotte lag 2016 laut dem Bundesamt für Energie bei durchschnittlich 134 Gramm pro Kilometer. Das ist deutlich mehr als im EU-Durchschnitt. Bis Ende 2015 hätte er auf 130 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt werden müssen, weshalb die Importeure eine Busse zahlen müssen.

Das im Mai vom Stimmvolk angenommene Energiegesetz fordert gar eine Senkung auf 95 Gramm pro Kilometer ab 2021. Angesichts der Vorliebe der Schweizer Autofahrer für schwere und PS-starke Fahrzeuge dürfte dies nur schwer zu erreichen sein. Denn auch bei den Elektroautos ist von der einstigen Vorreiterrolle der Schweiz beim Katalysator nichts mehr zu erkennen.

Noch übler präsentiert sich das Bild beim Luftverkehr. Zwischen 2010 und 2015 stieg die Zahl der Flugreisen pro Person um 43 Prozent auf 0,83 Reisen, teilte das Bundesamt für Statistik im Mai mit. Jede Person in der Schweiz legt jährlich 9000 Kilometer mit dem Flugzeug zurück.

Obwohl der Klimawandel und seine Folgen ein grosses Thema sind, hat der Umweltschutz auf der Sorgenliste der Schweizer Bevölkerung keinen hohen Stellenwert. Die Trödelei des Bundes bei der Biodiversität verwundert deshalb nur wenig. Eine Folge davon zeigt sich bei der Fläche und der Qualität der Schutzgebiete, wo die Schweiz zum Schlusslicht in Europa geworden ist.

Schutzgebietsziel wird verfehlt

Als einziges Land werde sie bis 2020 das vereinbarte Schutzgebietsziel der Biodiversitätskonvention nicht erreichen, heisst es in dem am Montag vorgestellten Bericht. Selbst Länder wie Russland oder Albanien sind besser unterwegs. Zwar hat der Bundesrat im Mai 2016 Sofortmassnahmen erlassen, doch das ist für die Umweltorganisationen nicht genug.

Ende Juni beschlossen sie einen «Rettungsplan für die Biodiversität». Damit wollen sie Druck ausüben auf den «überfälligen» Aktionsplan des Bundes. Eine Sprecherin des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) kündigte am Montag in der SRF-Tagesschau an, der Bundesrat werde «voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte» den Aktionsplan «beraten».

Rettungsplan für Leuthard

Das kann vieles heissen. Verschiedene Organisationen arbeiten deshalb an einem Aktionsplan, der auf einem 2013 von 250 Institutionen erarbeiteten Massnahmenplan beruht, wie Werner Müller von BirdLife erklärt. Die darin enthaltenen 110 Massnahmen sollten auf die 25 wichtigsten verdichtet und nach den Sommerferien Bundespräsidentin Doris Leuthard vorgelegt werden.

Auch der Bund ist alarmiert

Das ging schnell. Zwei Tage nach dem Biodiversitäts-Bericht der Umweltverbände publiziert der Bund eine Studie mit dem gleichen Fazit: Fast die Hälfte der Lebensräume und mehr als ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten seien bedroht. Als Grund für den Schwund der Biodiversität gibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) den wachsenden Flächenbedarf für Wohnraum an, aber auch die intensive Nutzung von Boden und Gewässern durch die Landwirtschaft. Zum anderen werde der Druck von invasiven Arten, Mikroverunreinigungen und die hohe Belastung durch Stickstoff durch die Klimaerwärmung immer grösser. Im Rahmen der Strategie Biodiversität des Bundesrates hätten Bund und Kantone zwar verschiedene Massnahmen ergriffen. Doch das BAFU muss zugeben, dass damit der Biodiversitätsverlust nicht gestoppt, sondern nur gebremst werden konnte. (sda)

Auch die Politik erwacht langsam. Mehrere Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben in der Sommersession im Juni Vorstösse zum Thema Biodiversität eingereicht. Vielleicht gelingt es ja noch, die zunehmende Verarmung der Artenvielfalt in der Schweiz zu stoppen.

Liebe Schweiz, ich checke deine Begrüssungs-Rituale nicht

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Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 24.07.2017 07:16
    Highlight Highlight Es ist unsere Wachstumsgesellschaft mit ihrem ständigen Mehrverbrauch an Ressourcen aller Art (Energie, Rohstoffe, Kulturland, etc.), welche die Biodiversität in ihrem Fundament gefährdet. Was nützen Optimierungen in Teilbereichen, wenn bei Interessenabwägungen für grosse, für die Biodiversität relevante Entscheidungen (z. B. Personenfreizügigkeit, Bauzonenerweiterungen, Infrastrukturprojekte, Steuersystem) die Interessen der Biodiversität den wirtschaftlichen Interessen ständig unterliegen?
  • Töfflifahrer 19.07.2017 13:46
    Highlight Highlight Frage, gibt es eigentlich die Grünen noch?
    Ich hätte da einen Überschrift à la "Die Grünen laufen Sturm" oder "Die Grünen sehen sich im Untergansszenario bestätigt" erwartet.
    Aber anstelle dessen ist es Peter Blunschi, der die baren Fakten in einem Artikel präsentiert.
    Hallo ihr Grünen das draussen, wenn es euch noch gibt, Das wäre euer Kernthema!
    • äti 19.07.2017 14:27
      Highlight Highlight ... eigentlich das Kernthema aller, die etwas weiter denken.
  • Töfflifahrer 19.07.2017 13:17
    Highlight Highlight Bin ja gespannt, wie die in Bern das Problem endlich lösen wollen und dabei niemandem auf die Füsse treten will.
    • Posersalami 19.07.2017 17:31
      Highlight Highlight Das geht nicht, ohne Einschränkungen beim Verkehr, Hausbau, Konsum oder den Bauern. Man muss für echten Naturschutz auf ziemlich viele Füsse treten und jeder Einzelne hat 100 Gründe, wieso gerad er davon ausgenommen sein soll.

      In Zh gibts zB ein Merkblatt um Flachdächer für Insekten und Vögel attraktiv zu machen. Auf die Bausumme aufgerechnet ist die Investition lächerlich, dennoch bekommt man das bei keinem Bauhernn oder Investor durch..

      Denken in Zusammenhängen ist eben nicht gerade die Stärke der meisten.
  • fiodra 19.07.2017 10:37
    Highlight Highlight Die Aufgabe der Vorreiterrolle im Umweltschutz ging mit dem Aufstieg nationalkonservativer und angeblich heimatverliebter Kräfte einher. Zufall? Seither wird der Umweltschutz vernachlässigt, die Heimatidylle aber zelebriert.
    • Shin Kami 19.07.2017 11:57
      Highlight Highlight Lustig wie genau die die immer von Heimat reden die Natur vernachlässigen...
    • Shin Kami 19.07.2017 13:32
      Highlight Highlight Die SVP sollte sich ohnehin in SWP umbenennen, das W steht für Wirtschaft. Das wäre etwas näher an der Wahrheit dran, als "Volk".
  • LeMo 19.07.2017 10:02
    Highlight Highlight Die Biodiversität in der Schweiz ist sehr stark vom Menschen geprägt, vorallem der Landwirtschaft kommt dabei sehr grosse Bedeutung zu. Bei der früheren eher extensiven Landwirtschaft (u.a. Alpbewirtschaftung) wurden viele Nischen für die Tiere geschaffen. Man könnte die so entstande Artenvielfalt daher auch als künstlich bezeichnen. Durch den ganzen Wandel unserer Gesellschaft ist es daher nur logisch das die Vielfalt zurückgeht.
    • SindaJapan 19.07.2017 11:47
      Highlight Highlight "Bei der früheren eher extensiven Landwirtschaft (u.a. Alpbewirtschaftung) wurden viele Nischen für die Tiere geschaffen. "

      Der ist mir also neu, dass duruch den Einfluss von Menschen, unteranderem durch zerstören von natürlichen Lebensräumen für Monokulturen (Wald auf den Bergen vs. Weide für die Kühe) die Biodiversität erhöht wurde...
    • trio 19.07.2017 12:50
      Highlight Highlight @SindaJapan
      LeMon hat schon recht. Natürlicherweise wäre der grösste Teil der Schweiz bewaldet, von gelegentlichen Erdrutschen und Überschwemmungen abgesehen. Die Magerwiesen gehört zu den artenreichsten Lebensräume in der Schweiz, die sind jedoch nicht natürlich und benötigen dauernden Unterhalt. Auch die unzähligen, künstlichen Trockenmauern bieten vielen Arten einen Teil-Lebensraum.
      Allerdings verstehe ich die Argumentation von LeMon nicht. Früher war es ein geben und nehmen mit der Natur. Heute nehmen wir eigentlich nur noch, da ist es nur logisch, dass die Rechnung am Ende nicht aufgeht
    • Toerpe Zwerg 19.07.2017 12:58
      Highlight Highlight Ohne den Menschen wäre hier nur Wald und Sumpf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 19.07.2017 10:00
    Highlight Highlight “When the last tree is cut, the last fish is caught, and the last river is polluted; when to breathe the air is sickening, you will realize, too late, that wealth is not in bank accounts and that you can’t eat money.”
    Alanis Obomsawin

    Die Schweiz müsste halt wieder Mut zum Alleingang finden anstatt immer auf die EU zuwarten, das geht den Cüpli-Sozialisten der SP ab nit i de Grind.

    Die Grünen sind auch eher Zahnlos konzentrieren sie sich doch lieber auf utopisch statt praktisch.

    Wir sollten Elektro attraktiv machen statt immer mehr Verbotsschilder aufstellen!
    • El Vals del Obrero 19.07.2017 10:09
      Highlight Highlight Weil die Schweiz zu sehr auf die EU hört, ist in der Schweiz die Situation schlechter als in der EU. Komische Logik.

      Aber egal. Heute morgen bin ich beim Aufstehen in einen Reissnagel gestanden. Das liegt nur an dieser EU! Jawohl!
    • Eskimo 19.07.2017 10:15
      Highlight Highlight Elektro ist aber auch nicht gerade förderlich für die Biodiversität. Durch Wasserkraftwerke werden Lebensräume für Fische und andere Wassertiere zerstört.
    • Firefly 19.07.2017 11:18
      Highlight Highlight Für die einen scheinen die Linken an allem Schuld zu sein, auch wenn "An den Haarn herbeigezogen" noch gelinde ausgedrükt ist.

      Die schweizer Regierung ist Bürgerlich dominiert und das schon sehr sehr lange.
    Weitere Antworten anzeigen
  • reaper54 19.07.2017 09:54
    Highlight Highlight Lustig wie jetzt über die Aussterbende Biodiversität berichtet wird. Logisch stirbt alles aus, wie überall existiert auch in der Schweiz eine Überbevölkerung. Solange die Bevölkerungszahl auf der Erde weiter wächst wird der Mensch alle anderen Lebewesen massiv verdrängen. Am Schluss will jeder ein Dach über dem Kopf eine moderne Infrastruktur, Strom, Essen damit wird der Lebensraum vieler wild lebender Arten immer kleiner.
    • Guetzli 19.07.2017 11:36
      Highlight Highlight ...... und am Schluss existiert nur noch der Mensch und ernährt sich von Seinesgleichen - das wird aber nur für ganz kurze Zeit sein!
      Und wie Str ant (Darkling) auch schon Alanis Obomsawin zitierte "You can't eat money".

      Und solange nur noch Ignoranz, Intoleranz und Arroganz das Leben 'bereichert' wird sich auch überhaupt nichts daran ändern.

      Money makes the world go down, the world go down, the world go down, money .......

      Benutzer Bildabspielen
    • reaper54 19.07.2017 11:44
      Highlight Highlight Die Ursachen des Wachstums anschauen. In der Schweiz ist effektiv die Zuwanderung Schuld, also sollte der Hebel dort greifen. In anderen Ländern ist die Geburtenrate Schuld dies muss mit Geburtenkontrolle und einer restriktiven Politik (China hats vorgemacht) bekämpft werden. Das Problem ist Global nicht lokal.
    • aglio e olio 19.07.2017 12:42
      Highlight Highlight Das ist etwas schlicht gedacht. Weniger Menschen damit wir so weitermachen können wie bisher? Gefährlicher Denkansatz, wie ich finde.
      Man könnte ja auch das eigene Konsumverhalten ändern. Damit den Ressourcenverbrauch senken damit es auch für andere reicht. Jedoch muss man dann bei sich was ändern. Ist schon unbequemer als anderen die Daseinsberechtigung abzusprechen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinktank 19.07.2017 09:29
    Highlight Highlight In den letzten 40 Jahren hat die Bevölkerung um einen Drittel zugenommen. Dies wird von den Linken immer bewusst ausgeblendet, denn man nutzt die negativen Folgen davon lieber, um ihre Ideologien voranzutreiben, egal zu welchem Preis. Wenn man die Masseneinwanderung bei den Tieren auch zulassen würde, gäbe es in Kürze keine einheimischen Tiere mehr, alle würden von den Fremden verdrängt. Bei der Natur sind die Linksgrünen extrem konservativ, dabei wäre es unsere gut schweizerische humanitäre Tradition, dass wir den aussterbenden Elefanten und Nashörnern in unseren Wäldern Asyl gewähren.
    • Lumpirr01 19.07.2017 09:51
      Highlight Highlight Ja, unsere Grünen Spitzenpolitiker solidarisieren sich zu 100% mit unserer SP und kämpfen an ihrer Seite für die bekannten politischen Anliegen. Ausser Einsprachen gegen längst vom Volk angenommene Umfahrungsstrassen ist da bezüglich Natur - oder Landschaftsschutz leider viel zu wenig Aktivitäten erkennbar.....
    • El Vals del Obrero 19.07.2017 10:05
      Highlight Highlight Die Umwelt interessiert sich nicht für Landesgrenzen.
    • Sapere Aude 19.07.2017 10:36
      Highlight Highlight Hach wie Rechte auch alles immer mit Migration in Verbindung bringen können und die Linken die angeblichen Schuldigen seien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 19.07.2017 09:28
    Highlight Highlight Nun, der CO2 Ausstoss der Schweiz hat aber wirklich gar nichts mit der Biodiversität zu tun. Und wieso ist die CH nicht führend bei E-Autos? Oder gibts irgendwo mehr Teslas als bei uns?

    Des weiteren müsste man mal erwähnen, dass z.B. die Vögel durch die ach so herzigen Büsi ausgedünnt werden. Zugvögel kehren nicht von den Winterquartieren zurück, da kann die CH dann wieder nicht viel dafür.

    Wir haben bestimmt Probleme, dass Arten aussterben und man soll was dagegen tun, solche Artikel sind dafür bestimmt nicht förderlich.

    Neue Schutzgebiete in der engen CH, wird schwer, aber nicht unmöglich
    • W wie Wambo 19.07.2017 11:33
      Highlight Highlight Norwegen hat z.B. massiv mehr Elektrofahrzeuge als die Schweiz.

      Meiner Meinung sollten vor allem Programme zur Renaturierung von Binnengewässern vorangetrieben werden. Es besteht grosses Potenzial einst streng kanalisierte Flüsse attraktiver für Tiere und für die menschliche Naherholung zu gestalten. Doch muss dafür natürlich ein Teil des einst gewonnen Landes wieder zurückgenommen werden.
    • Ohniznachtisbett 19.07.2017 12:20
      Highlight Highlight Wambo: Stimmt, Norwegen ist in dieser Hinsicht deutlich weiter als wir. Angeblich mehr als 20%, war jetzt gerade in Norwegen aufgefallen wärs mir zwar nicht, aber ich weiss auch nicht ob z.B. Plugin-Hybride auch dazu zählen.

      Bin voll bei dir, dass Flüsse renaturiert werden sollten, dort wo dies möglich ist. Man muss aber natürlich immer sehr vieles beachten: Hochwasserschutz, Kulturland, Dörfer und Städte die an den begradigten Gewässer stehen, Kraftwerke in der Nähe usw. Das Thema ist sehr komplex. Immerhin ist die Waldfläche in der Schweiz gewachsen, Gewässer wurden und werden renauriert...
    • demokrit 19.07.2017 12:50
      Highlight Highlight Natürlich hat der CO2 Ausstoss (Klimaerwärmung) mit der Biodiversität zu tun, nicht alle Arten können sich in diesem kurzen Zeitraum anpassen. Teslas sind nicht umweltfreundlicher als normale Benziner. Hättest du den Artikel auch gelesen, wüsstest du, dass wir über dem durchschnittlichen Ausstoss von Europa liegen. Die Schweiz ist vermutlich auch Europameister in Sachen Zweitautos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 19.07.2017 09:19
    Highlight Highlight "Ach was, das kann doch gar nicht sein, wir Schweizer sind doch die besten! Jetzt sind mal die anderen dran! Jawohl!"

    Das ist halt psychologisch so ein verlockendes und bequemes Angebot und an National-Emotionenen appelieren funktioniert immer (in jedem Land). Und in Sachen Selbstzufriedenheit und Selbstgerechtigkeit sind wir Schweizer sowieso Spitze. ("reisen/telefonieren nach Europa" in der Werbung, wie wenn wir ein eigener Kontinent wären)
  • pwidmer 19.07.2017 08:54
    Highlight Highlight Wundert mich kaum, sogar ein bekannter Herrliberger rühmt seinen Garten als rein- und urschweizerisch, alles Fremde wird ausgerottet 😆 So muss Unkraut die Oberhand gewinnen...
    • Töfflifahrer 19.07.2017 13:31
      Highlight Highlight Erinnert mich als mir einer mal seinen Gemüsegarten als ausschliesslich Schweizer Gemüse gezeigt hat. Meine Fragen nach der Herkunft von Tomaten, Kartoffeln und einigen anderen Gemüsen/Früchten hat mich dann aber wohl disqualifiziert.
  • Anno1893 19.07.2017 08:53
    Highlight Highlight Es ist doch wie immer, um Umweltfreundlicher zu seine(weniger fliegen usw.) müssten wir au Luxus und Komfort verzichten was wir(mich einbezogen) nicht wollen.
    • draco volans 19.07.2017 09:57
      Highlight Highlight Eben genau nicht. Das ist so eine binsenwahrheit die immer hingestellt wird ohne belege.

      Es ist eben genau umgekehrt. Nicht jeder kann sich einen neuen tesla kaufen.
      Umweltschutz ist der luxus den sich viele nicht leisten können oder wollen.
    • Tikvaw 19.07.2017 11:45
      Highlight Highlight @draco volans:
      Wieso muss es immer ein Tesla sein?
      Mitsubishi, Citroen, Peugeot bieten alle, E-Autos zu Standard-Neuwagen-Preisen an.
      Und wem das immer noch zu teuer ist für den gäbe es auch noch den Renault Twizy.
  • Grundi72 19.07.2017 08:50
    Highlight Highlight Ich denke die Schweiz macht einen genug guten Job diesbezüglich! Man sollte nicht irgendwelchen Panikmachern auf den Leim kriechen.
    • Schne 19.07.2017 09:05
      Highlight Highlight Irgendwelche Argumente? Oder denken Sie nur so ein bisschen ins Blaue hinaus?
    • Makatitom 19.07.2017 11:34
      Highlight Highlight Wenn du nur auch so denken würdest bei den Panikmachern der SVP, die dir immer einreden, das die bösen Ausländer dir den Arbeitsplatz wegnehmen und dabei nur tarnen wollen, dass sie (die SVP-"Unternehmer") die Arbeitsplätze an die bösen Ausländer vergeben
    • aglio e olio 19.07.2017 13:17
      Highlight Highlight Manchmal reicht denken allein nicht aus. Das Berücksichtigen von vorliegenden Informationen erweist sich oft hilfreich.
      Z.B. http://homepages.eawag.ch/~altermfl/Publications_files/Fischer.et.al_ForumBiodiversita%CC%88t_2015_d.pdf
  • oXiVanisher 19.07.2017 08:44
    Highlight Highlight Wie sich alle über Bastien Girod lustig machten als er gegen die Offroader war. Und wie jetzt nichts wirklich passiert obwohl die Autoindustrie auf breiter Front dem totalen Beschiss in Sachen Abgasen überführt wurde.
    Wo sind die höheren Steuern auf den Dreckschleudern? Wo die hohen Bussen für die Autoindustrie?

    Das alles zeigt doch ganz klar: Des Schweizers moderner Traktor ist ein Heiligtum und wichtiger als unsere Umwelt und die ach so schöne Schweiz.

    Traurig, traurig, aber es war schon lange absehbar. Muss kein Grüner sein um das kommen gesehen zu haben... mir reicht halt ein Micra.
    • Lumpirr01 19.07.2017 09:56
      Highlight Highlight Ja, die Böcke (sorry Offroader) werden immer breiter, nur die dummen Parkplätze wachsen nicht mit! Aber bitte nicht verbreitern, sonst geht noch mehr Kulturland verloren....
    • Töfflifahrer 19.07.2017 13:36
      Highlight Highlight Die Steuern auf Dreckschleudern werden dem Kunden weitergegeben und dem scheint dies Wurst zu sein.
  • öpfeli 19.07.2017 08:43
    Highlight Highlight Erst wenn wir keine Insekten, Bienen, Pflanzen, .... mehr haben, wird uns bewusst werden was wir da zerstört haben.
    • h0nd 19.07.2017 09:25
      Highlight Highlight Kein Problem, wir haben ja den Wohlstand. Geld schmeckt auch im Mund.
    • öpfeli 19.07.2017 10:41
      Highlight Highlight Diese Ansicht widert mich an.
    • Töfflifahrer 19.07.2017 13:39
      Highlight Highlight @Balubeeri: Leider ist zu vielen der kurzfristige Erfolg und der eigene Luxus wichtiger, als die Zukunft unserer Kinder.
      Wenn die Bienen und Insekten weg sind. wird es uns auch nicht mehr lange geben. Ich vermute, die Biodiversität wird danach ins Ungeahnte steigen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 19.07.2017 08:40
    Highlight Highlight Leider mändriert der Artikel von Thema zu Thema, ohne auf den Punkt zu kommen, weshalb die Schweiz jetzt gerade ao schlecht sei im Umweltschutz. Das nur 14 Ziele erreicht wurden sagt mir als Leser wenig nicht zumindest beispielhaft auf erreichte und nicht erreichte Ziele eingegangen wird.
  • efrain 19.07.2017 08:39
    Highlight Highlight Was ist in diesem 12-Punke-Plan? Inwiefern ist die Schweiz nun genau das Schlusslicht?

    Ich lese hier nur eine Chronik politischer Ränkeleien, eine dumpfe Kritik am politischen Establishment, dass in dem Bereich zu wenig passiere. Aber ohne wirklich zu erläutern, worum es inhaltlich geht, oder woran dieses Desinteresse stammt, geschweige denn etwas sinnvolles, lösungsorientiertes zur Diskussion beizutragen.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 19.07.2017 08:31
    Highlight Highlight Was ist die Ursache?

    Ausserdem kann es doch nicht sein das Landwirte in Schutzzonen in den Bergen ihre Alpweiden nicht mehr nutzen können während im Flachland jeder Quadratmeter Land zersiedelt wird.
    • Tikvaw 19.07.2017 11:35
      Highlight Highlight Das ist relativ einfach.
      Die Bedingungen* in den Alpen führen dazu, dass eine riesige Artenvielfalt von Pflanzen entstanden ist, die nur dort vorkommt und durch Landwirtschaft besonders bedroht ist, da diese Pflanzenwelt nicht an andere Orte "umgesiedelt" werden kann. Was aber natürlich nicht bedeutet, dass man das Flachland zupflastern soll.

      *Partialdruck von Kohlendioxid und Sauerstoff, Wasserdampfgehalt, Strahlungsflussdichte des Sonnenlichts, Temperaturunterschiede von Karbonats- und Silikatböden. Schneeschutzschicht bei Frostwechselzeiten, weniger Bäume, Huminsäuren und so weiter,
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 19.07.2017 11:56
      Highlight Highlight Stimmt schon doch wenn die Alpen nicht mehr Bewirtschaftet werden dürfen und das Flachland zugepflastert ist wo dann noch Landwirtschaft betreiben?
  • aglio e olio 19.07.2017 08:28
    Highlight Highlight Ich bin da leider etwas pessimistisch.
    Die üblichen Verdächtigen werden sicher einen Menge Energie aufbringen um Umweltschutzanliegen im Namen der Wirtschaft zu verhindern und verweisen darauf, dass die Schweiz ja Recyclingweltmeister ist. Was allerdings nicht stimmt.
    • Carl Gustav 19.07.2017 09:12
      Highlight Highlight Ich bin auch sehr pessimistisch.
      Denn die Politiker die am lautesten nach Umweltschutz schreien werden auch in Zukunft nach Lösungen suchen, die dann " die Anderen" zahlen oder ausbaden müssen.
      Selber pendeln sie weiterhin per Jet zwischen den Hauptstädten, wohnen zu Zweit in grossen Häuser und schimpfen über die Zersiedelung.
      Kein Wunder ist auch beim Stimmvolk die Motivation klein sich wirklich einzuschränken...
    • Carl Gustav 19.07.2017 09:25
      Highlight Highlight Es war übrigens nicht die Absicht über grüne Politikerinnen zu schimpfen.Ich wähle selber auch ab und zu grün.
      Was ich eher sagen wollte: Solange sich der aufgeschlossene, urbane Teil der Bevölkerung sich nicht einschränkt bei Flugreisen, Appleprodukten oder Mobilität, kann man auch nicht von der anderen Seite erwarten, dass Treibstoff oder Fleisch verteufelt werden
    • Töfflifahrer 19.07.2017 13:43
      Highlight Highlight Ich schliesse mich der pessimistischen Einschätzung an. Es werden wohl wieder die Selbsteinschränkung der Wirtschaft beschworen, die aber nichts macht um dann in 10 Jahren festzustellen, dass auch nichts gemacht wurde.
      Man wird es dann bedauern, Studien in Auftrag geben und wieder nichts machen.
  • Gibaue 19.07.2017 08:28
    Highlight Highlight Man sehe sich nur einmal die Profile von SVP und FDP Parlamentariern auf Smartvote an, kein Wunder bewegt sich beim Natur- und Klimaschutz nichts.
    • Lumpirr01 19.07.2017 10:02
      Highlight Highlight Profile von Politikern ist das Eine, was sie tatsächlich bezüglich Naturschutz machen ist etwas ganz anderes, und da kannst Du alle anderen Parteien ohne wesentlichen Unterschied auch gleich dazuzählen.....
  • Wilhelm Dingo 19.07.2017 08:25
    Highlight Highlight Die erforderlichen Massnahmen passen halt vielen ewig gestrigen nicht. Weniger Herbizide & Insektizide auf schweizer Äckern: Fehlanzeige! Schutz der Gewässer vor hormonaktiven Substanzen: nicht zumutbar! Einfrieren der versiegelten Flächen: nicht erwünscht!...
  • Theor 19.07.2017 08:23
    Highlight Highlight Dass die Schweiz ziemlich rückständig geworden ist in den letzten Jahrzehnten, ist ja nichts neues. Der Wohlstand hat uns Träge und das viele Geld hat uns Argwöhnisch und Neidisch gemacht. Ausser unserem eigenen Portmonnaie-Rand sehen wir kaum mehr hinaus.

Nestlé will Wasser aus Naturparadies in Florida abpumpen – Umweltschützer laufen Sturm

Im Norden Floridas will Nestlé Wasser aus dem einzigartigen Ökosystems des Santa Fe River entnehmen und in Flaschen abfüllen. Umweltschützer laufen Sturm. Der Konzern betont, sich an die geltenden Gesetze halten zu wollen – doch die lokalen Behörden haben Fragen.

Die Ginnie Springs sind ein beliebter Ausflugsort entlang des Santa Fe Rivers. Familien verbringen hier ihre Tage mit Schnorcheln, Grillieren und Schwimmen und Instagramer posieren auf dem kristallklaren Wasser der kleinen Seen, die von unterirdischen Quellen gespeist werden.

Doch nun stehen die idyllischen Quellen im Zentrum einer Kontroverse. Ausgelöst wurde diese von Plänen des Schweizer Lebensmittel-Multis Nestlé. Dieser will das Quellwasser in PET-Flaschen abfüllen und an den Mann …

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