Schweiz
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Am Sonntag winkt eine Rekord-Stimmbeteiligung von 70 Prozent – allerdings erreichte sie früher einmal 86 Prozent (!)



Wegen der Durchsetzungsinitiative erwarten einzelne Städte eine Stimmbeteiligung von bis zu 70 Prozent. Als hohe Stimmbeteiligung gilt in der Schweiz ein Wert ab 50 Prozent. Dieser wurde in jüngerer Zeit bei stark polarisierenden Vorlagen erreicht und teilweise auch deutlich überschritten. Eine Übersicht, einschliesslich zweier Rekordwerte:

36-Stunden-Woche (2002)

Stimmbeteiligung: 58,26 Prozent
Resultat: Mit 74,6 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Nationalraetin Christine Goll (ZH), Maria Roth (Gleichstellungsbuero Genf) und VPOD-Sekretaerin Doris Schuepp von links, setzen sich am Montag, 11. Februar 2002 in Bern fuer kuerzere Arbeitszeiten ein. Die Volksinitiative  fuer die 36 Stunden-Woche kommt am kommenden 3. Maerz zur Abstimmung. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Bild: KEYSTONE

Durchsetzungs-Initiative: Hast Du schon abgestimmt?

Bilaterale II/Schengen (2005)

Stimmbeteiligung: 56,63 Prozent
Resultat: Mit 54,6 Prozent Ja-Stimmen angenommen

SVP Parteipraesident Ueli Maurer, links und  Nationalrat Jean Fattebert, SVP-VD, rechts, praesentieren am Dienstag, 5. April 2005 den Medien in Bern das Plakat gegen den Schengen-/EU-Beitritt. Das Schweizer Volk wird am 5. Juni ueber die Vorlage abstimmen. (KEYSTONE /Monika Flueckiger)

Bild: KEYSTONE

Masseneinwanderung (2014)

Stimmbeteiligung: 56,57 Prozent
Resultat: Mit 50,3 Prozent Ja-Stimmen angenommen

Plakat der Befuerworter der SVP-Volksinitiative

Bild: KEYSTONE

Partnerschaftsgesetz (2005)

Stimmbeteiligung: 56,51 Prozent
Resultat: Mit 58 Prozent Ja-Stimmen angenommen

Une femme passe devant une affiche du groupement

Bild: KEYSTONE

Abtreibungsfinanzierung (2014)

Stimmbeteiligung: 56,42 Prozent
Resultat: Mit 69,8 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Passantinnen gehen an einem Plakat mit der Aufschrift

Bild: KEYSTONE

Mindestlohn (2014)

Stimmbeteiligung: 56,36 Prozent
Resultat: Mit 69,8 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Mitglieder des ueberparteilichen Komitees Zuerich

Bild: KEYSTONE

Gripen-Beschaffung (2013)

Stimmbeteiligung: 56,33 Prozent
Resultat: Mit 53,4 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Plakat der Befuerworter zum Gripen Kauf in Wohlen (AG) am Donnerstag, 24. April 2014. Am 18. Mai 2014 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten ab ueber das Bundesgesetz ueber den Fonds zur Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Pädophilen-Initiative (2014)

Stimmbeteiligung: 56,18 Prozent
Resultat: Mit 63,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen

SVP-Nationalraetin Natalie Rickli strahlt in Winterthur nach der klaren Annahme des der Paedophilen-Initiative bei den Eidg. Abstimmungen am Sonntag, 18. Mai 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)....

Bild: KEYSTONE

Personenfreizügigkeit (2005)

Stimmbeteiligung: 54,51 Prozent
Resultat: Mit 56 Prozent Ja-Stimmen angenommen

A woman passes by a poster of the rightwing Swiss People's Party (SVP/UDC) which shows hands taking Swiss passeports, in Geneva, Switzerland, Monday, April 28, 2008. The Swiss People's Party launched a proposal aimed at restoring ballots on citizenship applications. The initiative seeks to try to overturn an effective ban by the Federal Court five years ago. A nationwide vote is due to take place on June 1, 2008. Swiss Government rejects the naturalisation initiative. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Minarett-Initiative (2009)

Stimmbeteiligung: 53,76 Prozent
Resultat: Mit 57,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen

Une affiche de la campagne anti-minarets de l' Union Democratique du Centre, UDC, incitant a voter oui a l'interdiction des minarets est prise en photo ce lundi 9 novembre 2009 a Montreux. Le 29 novembre, le peuple Suisse vote sur une initiative populaire demandant que la construction de minarets soit desormais interdite en Suisse. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Bild: KEYSTONE

1:12 (2013)

Stimmbeteiligung: 53,63 Prozent
Resultat: Mit 65,3 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

A banner saying 1:12 hangs on a balcony in a neighborhood in Bern, Switzerland, September 15, 2013. The initiative by the political left wants to limit the salary structure at a ratio of 1:12 between top and bottom earners within a company. Swiss population will vote on the initiative in November 24, 2013. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)....Eine an einem Balkon montierte Flagge weist auf die 1:12 Initiative hin, in einem Wohnquartier in Bern, am 15. September 2013. Die Initiative

Bild: KEYSTONE

Verteuerung der Autobahnvignette (2013)

Stimmbeteiligung: 53,61 Prozent
Resultat: Mit 60,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Plakat zur Volksabstimmung vom 24. November 2013 zur Aenderung des Bundesgesetzes ueber die Abgabe fuer die Benuetzung von Nationalstrassen (Nationalstrassenabgabegesetz), aufgenommen in Dietikon am Mittwoch, 23. Oktober 2013. Die Aenderung des Nationalstrassenabgabegesetzes sieht vor, den Preis der Autobahnvignette von 40 auf 100 Franken pro Jahr zu erhoehen und eine Zweimonatsvignette für 40 Franken zu schaffen(KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Familieninitiative (2013)

Stimmbeteiligung: 53,59 Prozent
Resultat: Mit 58,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Plakat zur Eidgenoessischen Vorlage vom 24. November 2013 «Familieninitiative: Steuerabzuege auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen», aufgenommen in Dietikon am Donnerstag, 24. Oktober 2013(KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Kriegsmaterial-Exporte (2009)

Stimmbeteiligung: 53,39 Prozent
Resultat: Mit 68,2 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Anhaengerinnen und Anhenger der Volksinitiative gegen Kriegsmaterial-Exporte ziehen in der Nacht vom 12. zum 13. November 2009 mit einem Papppanzer durch die Strassen von Zuerich. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

Und zum Schluss zwei Rekorde, einer aus jüngerer Zeit, der andere schon etwas älter, dafür mit dem absoluten Höchstwert seit Messung der Stimmbeteiligung:

EWR-Beitritt (1992)

Stimmbeteiligung: 78,73 Prozent
Resultat: Mit 50,3 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Ein Abstimmungstand und Plakate der Gegner der Abstimmungskampagne zum EWR-Beitritt, aufgenommen im November 1992. (KEYSTONE/Str)

Bild: KEYSTONE

Einmalige Vermögensabgabe (1922)

Stimmbeteiligung: 86,29 Prozent
Resultat: Mit 87 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt

Bild

Plakate von 1922 gegen die SP-Initiative für eine «einmalige Vermögensabgabe», die dem Sozialstaat zugute gekommen wäre.
bild via wikipedia

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Yelina 25.02.2016 13:25
    Highlight Highlight Selbst wenn 60% erreicht werden, frage ich mich, ob die anderen 40% wirklich keine Meinung dazu haben
  • de heinz 25.02.2016 13:06
    Highlight Highlight 1922 waren jedoch nur Männer stimmberechtigt.
  • DerRaucher 25.02.2016 12:38
    Highlight Highlight Also ich kenne viele die sonst nie abstimmen gehen aber diesmal ein Nein zur DSI geben werden. Ich hoffe das die hohe Wahlbeteiligung eher die mobilisierten Gegner sind. Trotz allem bin ich froh wenn es endlich Sonntag ist und sich hoffentlich alles zum guten wendet. Wurde einfach langsam zu viel wenn man jeden Tag etwas "neues" über die DSI lesen oder sehen muss.
  • URSS 25.02.2016 12:23
    Highlight Highlight Ich hoffe eine Rekordbeteiligung von NEIN stimmen bei dieser unsäglichen , undemokratischen und diktatorischen , meiner Meinung nach, Verfassungsfeindlichen DSI Vorlage...
    Das es Probleme mit kriminellen Ausländern gibt ist nicht zu leugnen. Aber unsere Verfassung sagt das jeder vor dem Gesetz gleich ist und jeder Fall einzeln nach Rechtsstaatlichen Grundsätzen bewertet werden muss.
    • Albi Gabriel 25.02.2016 13:22
      Highlight Highlight Vorab: Ich habe Nein gestimmt und finde die Inhalte der Initiative dumm.
      Aber den Begriff "verfassungsfeindlich" könnte man zumindest auf Bundesebene für jede Initiative verwenden, denn genau das ist ja der Sinn einer Initiative. Es geht um eine Änderung der Verfassung.
    • Toerpe Zwerg 25.02.2016 13:57
      Highlight Highlight Wir praesentieren: Die undemokratische und diktatorische direktdemokratische Abstimmung ueber eine Verfassungsinitiative.

      Ist ja ok sich zu enervieren. Muss doch aber nicht in Blödsprech münden ...
    • NWO Schwanzus Longus 25.02.2016 14:28
      Highlight Highlight Stimmt Albi, aus dieser Perspektive habe ich das auch noch nicht gesehen.
  • Bowell 25.02.2016 12:21
    Highlight Highlight Was passiert eigentlich mit den Stimmzetteln nach der Abstimmung? Müssen die für eine bestimmte Zeit aufbewahrt werden? Nachgezählt wurde zwar noch nie, oder?
    • scnoters 25.02.2016 12:45
      Highlight Highlight Ja werden aufbewahrt und bei Kontonswahlen wurde vor kurzem im Kanton Zug auch nachgezählt, da angeblich viele Wähler durch das neue Layout/System für Kantonsrat überfordert waren;) und sie wissen wollten ob es einen Unterschied ausgemacht hätte...
    • satyros 25.02.2016 13:32
      Highlight Highlight Im Kanton Bern hat das Bundesgericht mal entschieden, dass man nachzählen müsse. Leider hatten einige Gemeinden ihre Stimmzettel schon vernichtet. Dann musste man ein zweites Mal abstimmen.
  • seventhinkingsteps 25.02.2016 12:15
    Highlight Highlight Interessant mit was für Argumenten die SVP damals gegen den Schengenbeitritt geworben hat. Meines Wissens ist die Arbeitlosigkeit seit 2005 gesunken oder irre ich mich?
    • sheimers 25.02.2016 13:08
      Highlight Highlight Ja, das ist sie, aber seit der Abschottungsinitiative der rechtsextremen Partei steigt sie wieder deutlich.
    • NWO Schwanzus Longus 25.02.2016 14:30
      Highlight Highlight Schengen ist tot, und die MEI ist keine Abschottungsinitiative wie von vielen Ahnungslosen behauptet, sondern es gibt einfach Kontingente die Einwanderung wird ja nicht verboten.
  • G. Nötzli 25.02.2016 11:50
    Highlight Highlight Bei Nummer 3 hat sich ein Fehler eingeschlichen.
    Mit 50.3% Ja-Stimmen angenommen...Leider.

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