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Enttaeuschte Zuercher beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions, am Samstag, 23. Februar 2019, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Betretene ZSC-Gesichter – auch nach der Regular Season? Bild: KEYSTONE

Wer schafft es in die Playoffs? watson tippt die letzten Quali-Runden der National League

Vier Runden dauert die Qualifikation in der National League noch. Und acht Teams haben noch Chancen, sich einen der verbliebenen sechs Playoff-Plätze zu schnappen. Wer sich am Ende durchsetzt, ist kaum vorauszusehen. Wir versuchen es trotzdem.



So spannend wie in diesem Jahr war der Kampf um die Playoff-Plätze noch selten. Vier Runden vor dem Ende der Qualifikation sind erst die zwei Topteams Bern und Zug sicher qualifiziert. Dahinter kämpfen die Teams auf den Plätzen 3 bis 10 noch um einen Platz in der heissen Phase der Meisterschaft.

Bild

Bild: srf

Von den (noch) nicht qualifizierten Teams hat Lausanne klar die besten Chancen. Die Reserve auf den Strich beträgt acht Punkte. Da müsste noch extrem viel schiefgehen, dass es nicht für die Playoffs reicht. Deshalb lassen wir die Waadtländer mal aussen vor.

Dafür werfen wir von den SCL Tigers bis Servette einen umso genaueren Blick auf die aktuelle Situation der Teams und die Schwierigkeit des Restprogramms.

4. SCL Tigers

Die SCL Tigers können sich glücklich schätzen, dass sie noch fünf Punkte Vorsprung auf den Strich haben, denn ihre Form war in den letzten Wochen nicht mehr bestechend. In den letzten fünf Spielen gab es nur zwei Siege, einen davon nach Verlängerung. Zuletzt gab es zwei Niederlagen in Folge.

Langnau hat das Glück, dass es noch auf Rapperswil trifft. Diese Saison haben sie alle fünf bisherigen Partien gegen die St.Galler gewonnen. (Ausgerechnet im Cup-Halbfinal gab's allerdings eine Niederlage.) Zudem trifft man auswärts auf die ZSC Lions, die im eigenen Hallenstadion eine schwache Ausbeute haben. Gegen Lausanne und das auch auswärts starke Bern wären Siege dagegen eine Überraschung. Man weiss allerdings nie, wie Teams, die die Qualifikation für die Playoffs bereits geschafft haben, noch auftreten.

Der watson-Tipp:

ZSC Lions SCL Tigers 1:3
SCRJ Lakers – SCL Tigers 2:4
SCL Tigers – SC Bern 2:4
SCL Tigers – Lausanne HC 2:3nV

Reicht das für die Playoffs? ✅

5. EHC Biel

Etwas weniger Vorsprung als Langnau nimmt der EHC Biel in die letzten vier Runden mit. Immerhin ist es doch noch ein Polster von vier Punkten. Doch auch bei den Seeländern darf man hinter die Form ein Fragezeichen setzen. Aus den letzten fünf Spielen resultierten drei Niederlagen. Immerhin: Zuletzt haben Jonas Hiller und Co. wieder zweimal in Serie gewonnen.

Biels Rajan Sataric. Mitte, jubelt nach seinem Tor (3-2) mit Biels Michael Huegli, links, und Biels Marc-Antoine Pouliot, rechts, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und den SCL Tigers, am Freitag, 22. Februar 2019, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bieler Jubel? Auch über die Playoff-Qualifikation? Bild: KEYSTONE

Das Restprogramm Biels ist tückisch. Man empfängt mit Zug noch die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Zudem muss man noch nach Davos reisen, wo Biel in der Vergangenheit oft Mühe hatte. Ausgerechnet jetzt zeigen die Bündner einen leichten Aufwärtstrend. Auch gegen das formstarke Lausanne wird es nicht einfach zu punkten. Immerhin hat man gegen Genf in dieser Saison bereits vier Mal gewinnen können.

Der watson-Tipp:

EHC Biel – EV Zug 1:3
EHC Biel – Lausanne HC 3:5
Genf-Servette – EHC Biel 1:3
HC Davos – EHC Biel 4:3​

Reicht das für die Playoffs? ✅

6. Fribourg-Gottéron

Vor kurzem lagen die Drachen noch unter dem Strich. Nun haben sie sich dank drei Siegen in Serie ein Polster von zwei Punkten erarbeitet. Aber Vorsicht: Als Gottéron zum letzten Mal drei Spiele in Folge gewonnen hatte, folgten danach zwei Niederlagen. Das können sie sich bei den nächsten kapitalen Spielen nicht erlauben.

Denn Fribourg trifft in den nächsten zwei Partien zuhause auf Lugano und Genf, also direkte Konkurrenten im Strichkampf. Die Westschweizer haben Glück, dass beide Gegner keine guten Auswärtsteams sind. Lugano haben sie daheim diese Saison schon bezwungen. Gegen Servette setzte es in fünf Spielen allerdings vier Niederlagen. Auch auswärts in Lausanne und Zug zu punkten dürfte schwierig werden.

Der watson-Tipp:

Fribourg-GottéronHC Lugano 3:1
Fribourg-Gottéron – Genf-Servette 3:4nV
Lausanne HC – Fribourg-Gottéron 6:2
EV Zug – Fribourg-Gottéron 3:2

Reicht das für die Playoffs? ✅

7. Ambri-Piotta

Mit drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen droht Ambri die Playoffs doch noch zu verpassen. Vor allem die letzten beiden Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten aus Freiburg und Biel schmerzen.

Ambri's player Samuel Guerra celebrate the victory at the end of the game game of National League Swiss Championship 2018/19 between HC Ambri Piotta and HC Lugano, at the ice stadium Valascia in Ambri, Switzerland, Friday, February 15, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Bild: TI-PRESS

Doch das Restprogramm könnte die Fans der Leventiner optimistisch stimmen. Neben Spitzenteam Zug trifft man auch noch auf die beiden Schlusslichter aus Davos und Rapperswil. Gegen beide hat Ambri in dieser Saison eine gute Bilanz. Dasselbe trifft auch auf Lausanne zu. Die sind momentan zwar gut in Form, doch Ambri hat in der aktuellen Spielzeit alle drei bisherigen Duelle für sich entschieden.

Der watson-Tipp:

Lausanne HC – Ambri-Piotta 2:3nV
Ambri-Piotta – HC Davos 4:1
EV Zug – Ambri-Piotta 5:2
Ambri-Piotta – SCRJ Lakers ​3:2nV

Reicht das für die Playoffs? ✅

8. ZSC Lions

Die ZSC Lions sind das Team, das wohl am schwierigsten einzuschätzen ist. Wenn man die Qualität des Kaders betrachtet, müssten sie eigentlich in der Lage sein, alle verbleibenden Spiele zu gewinnen. Doch sie spielen auch unter Arno Del Curto derart inkonstant, dass wir ihnen das nicht zutrauen.

Zudem bevorteilt das Programm die Löwen nicht wirklich. Gegen Langnau hat man in dieser Saison schon oft Mühe gehabt, gegen Bern und Servette gar keinen einzigen Sieg geholt. Und selbst gegen die Lakers waren die Spiele meist umkämpfter, als die Zürcher gehofft hätten.

Der watson-Tipp:

ZSC Lions – SCL Tigers 1:3
SC Bern – ZSC Lions 4:3nV
ZSC Lions – SCRJ Lakers 2:0
ZSC Lions – Genf-Servette 2:4

Reicht das für die Playoffs? ✅

9. HC Lugano

Auch Lugano ist – ähnlich wie der punktgleiche ZSC – eigentlich in der Lage, alle Teams zu schlagen. Doch genau wie die Zürcher haben auch die Tessiner ihre liebe Mühe mit der Konstanz. In den letzten fünf Spielen gab es zwei Niederlagen und drei Siege, einen davon nach Penaltyschiessen. Ausserdem sind Einsätze von Elvis Merzlikins fraglich. Der Torhüter leidet an muskulären Problemen.

Le Top Scorer luganais Gregory Hofmann celebre le 4eme but lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le Lausanne Hockey Club, LHC, et le HC Lugano mardi 19 fevrier 2019 a la patinoire de Malley 2.0 a Lausanne. (PPR/Laurent Gillieron)

Bild: PPR

Da hilft es sicher nicht, wenn man in den letzten vier Spielen noch gegen die zwei besten Teams der Liga, Bern und Zug, antreten muss. Gegen beide hat Lugano eine durchzogene Bilanz. Die Punkte gegen Davos sollten die «Bianconeri» eigentlich auf sicher haben, haben sie doch in dieser Saison alle Begegnungen gegen die Bündner gewonnen. Also dürfte das Auswärtsspiel in Fribourg für Lugano über die Playoffs entscheiden. Doch Gottéron ist ein durchschnittliches Heimteam, während Lugano ein schlechtes Auswärtsteam ist.

Der watson-Tipp:

Fribourg-Gottéron – HC Lugano 3:1
HC Lugano – EV Zug 1:3
HC Davos – HC Lugano 2:4
HC Lugano – SC Bern 3:4

Reicht das für die Playoffs? ❌

10. Genf-Servette

Den schwierigsten Stand der im Playoff-Rennen verbliebenen Teams hat Genf-Servette. Die Romands haben drei Punkte Rückstand auf den Strich und kein einfaches Restprogramm.

Das Team von Chris McSorley muss noch auswärts in Bern antreten. Für die Genfer ein schwieriges Pflaster, setzte es doch dort diese Saison schon eine 0:7-Klatsche ab. Gegen Biel hat man in dieser Saison bereits viermal verloren. Das Spiel gegen Fribourg kann auf beide Seite kippen. Immerhin: Gegen den ZSC hat Servette in dieser Saison noch kein Spiel verloren.

Der watson-Tipp:

SC Bern – Genf-Servette 4:1
Fribourg-Gottéron – Genf-Servette 3:4nV
Genf-Servette – EHC Biel 1:3
Genf-Servette – ZSC Lions 4:2

Reicht das für die Playoffs? ❌

Fazit

Die von uns getippten Resultate sorgen dafür, dass es nicht mehr zu grossen Veränderungen in der Tabelle kommt. Alle Teams, die jetzt auf einem Playoff-Platz liegen, können auch nach 50 Runden jubeln. Ambri gelingt dank einem für sie günstigen Restprogramm sogar noch der Sprung auf den fünften Platz.

Die Tabelle nach 50 Runden:

  1. SC Bern, 106 Punkte
  2. EV Zug, 105 Punkte
  3. Lausanne HC, 85 Punkte
  4. SCL Tigers, 81 Punkte
  5. Ambri-Piotta, 77 Punkte
  6. EHC Biel, 76 Punkte
  7. Fribourg-Gottéron, 75 Punkte
  8. ZSC Lions, 73 Punkte
  9. HC Lugano, 72 Punkte
  10. Genf-Servette, 71 Punkte
  11. HC Davos, 51 Punkte
  12. SCRJ Lakers, 30 Punkte.

Wie sieht deine Prognose für die restlichen Runden aus? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

22 HCD-Jahre unter Arno Del Curto

Video: srf

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