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Hischier wird von den Teamkollegen gefeiert. Bislang läuft es dem Schweizer Rookie in der NHL prächtig.
Hischier wird von den Teamkollegen gefeiert. Bislang läuft es dem Schweizer Rookie in der NHL prächtig.Bild: AP

Nico Hischier ist in seiner ersten NHL-Saison besser unterwegs als Auston Matthews

Nico Hischier erobert die NHL von Spiel zu Spiel mehr. Nach einem Fünftel der Qualifikation hat der Schweizer Nummer-1-Draft mehr Punkte auf dem Konto als Superstar Auston Matthews in dessen Rookie-Saison.
13.11.2017, 14:03

Das Lob von Wayne Gretzky, dem Grössten aller Zeiten im Eishockey, scheint Nico Hischier beflügelt zu haben. Vergangene Nacht sammelte der Schweizer Rookie beim spektakulären 7:5-Sieg der New Jersey Devils gegen Chicago drei Skorerpunkte.

Der Auftritt des Wallisers sorgte für Furore. So hat er beispielsweise bei der ersten Rückkehr in die Arena, in der er vor einigen Monaten gedraftet wurde, gleich ein Tor erzielt. Der letzte Nummer-1-Draft, dem das gelang, war Hischiers Teamkollege Taylor Hall. 

Natürlich ist dieser Fakt nicht mehr als eine nette kleine Spielerei. Die nackten Zahlen sind aber ebenfalls beeindruckend. Hischier steht nach 17 Spielen, also ungefähr einem Fünftel der Regular Season, mit 14 Skorerpunkten da. Damit ist er gemeinsam mit Vancouvers Brock Boeser und Mathew Barzal von den New York Islanders auf dem zweiten Platz in der Rookie-Skorerwertung. Einzig Arizonas Clayton Keller (17 Punkte) steht noch besser da.

Die Skorerwertung der Rookies

Bild: nhl.com

In der NHL-Geschichte ist der Schweizer damit einer von nur neun 18-Jährigen, die zum Saisonstart auf 14 Skorerpunkte oder mehr kommen. Andere Spieler, die das geschafft haben, sind beispielsweise Patrick Kane, Sidney Crosby oder Patrik Laine – aber auch Alexandre Daigle.

Und, was für Schweizer Fans besonders interessant sein dürfte: Nico Hischier ist derzeit besser unterwegs, als es Auston Matthews vor einem Jahr in seiner Rookie-Saison war. Nach 17 Spielen hatte Matthews vergangenes Jahr 12 Punkte auf seinem Konto (6 Tore, 6 Assists) und damit zwei weniger als «N1co». 

Der Vergleich nach einem Fünftel der Rookie-Saison

quelle: hockey-reference.com; Bild: infogr.am, watson

Während sich bei Matthews Tore und Vorlagen ausgeglichen präsentierten, ist Hischier eher ein Assistkönig. Mit seinen elf Assists im ersten Saison-Fünftel reiht er sich in dieser ewigen Statistik nur knapp hinter illustren Namen wie Sidney Crosby und Patrick Kane ein.

Was bei Hischier besonders beeindruckt: Man hat trotz seiner respektablen Punkteausbeute das Gefühl, dass noch mehr möglich ist. Der Walliser hatte einige Spiele, in denen er grosse Chancen ausliess oder in denen diese vom gegnerischen Goalie mit spektakulären Paraden zunichte gemacht wurden. Man darf also höchst gespannt sein, wie er sich weiter entwickelt. 

Die aktuelle Bilanz der Schweizer

Die wichtigsten Advanced Stats
P/60 – Punkte pro 60 Minuten Eiszeit. Dieser Wert lässt die Punkteproduktion eines Spielers unabhängig von dessen Einsatzzeit mit anderen Spielern vergleichen.
Corsi (CF%) – Hier werden die Schussversuche (Schüsse aufs Tor, Schüsse neben das Tor, geblockte Schüsse) des eigenen Teams ins Verhältnis gesetzt mit den Schussversuchen des gegnerischen Teams, wenn der betreffende Spieler auf dem Eis steht. Die entstehende Prozentzahl gibt eine Einschätzung über den Spielanteil eines Teams. Ein Corsi-Wert von über 50 gilt als gut.
PDO – PDO ist die Addition von Schusseffizienz eines Spielers oder einer Mannschaft und der Fangquote des jeweiligen Torhüters. Da diese zwei Faktoren stark vom Glück beeinflusst werden, kann mit dem PDO beurteilt werden, ob ein Team/Spieler gerade eher glücklich oder eher mit Pech agiert. Ein PDO-Wert unter 100 gilt als Pech.
ixGF – Individual Expected Goals For. Diese Statistik bewertet das Schussvolumen und die Qualität der Schüsse (anhand der Abschlussposition) eines Spielers. So wird die Anzahl der zu erwartenden Tore berechnet.
iSF/60 – Diese Statistik zeigt, wie oft ein Spieler aufs Tor schiesst pro 60 Minuten Einsatzzeit.
Anmerkung: Diese Statistiken werden nur bei Spielsituationen von fünf gegen fünf Spielern erhoben, da Powerplay und Boxplay die Werte verfälschen würden.
micha hofer
Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn

Ob Hischier das auch einmal gelingt? Mark Streit präsentiert den Stanley Cup in Bern

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Mark Streit präsentiert den Stanley Cup in Bern
quelle: keystone / peter klaunzer
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