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Koscielny gibt bewegendes Interview: «Ich wollte, dass Frankreich an der WM verliert»



Bitterer geht es kaum! Einen Monat vor der WM in Russland riss bei Laurent Koscielny ohne gegnerische Einwirkung die Achillessehne. Der Innenverteidiger, der in der Qualifikation als einer der wenigen in der «Equipe tricolore» einen Stammplatz hatte, verpasste die Endrunde und somit auch den zweiten WM-Titel Frankreichs.

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Im Europa-League-Halbfinal gegen Atlético Madrid verletzt sich Koscielny schwer. Video: streamable

Drei Monate nach dem grossen Triumph der Kollegen ist für Koscielny das Kapitel «Les Bleus» abgeschlossen, der Teamkollege von Granit Xhaka bei Arsenal ist gestern endgültig aus der französischen Nationalmannschaft zurückgetreten. In einem bewegenden Interview auf Canal+ erklärte der 33-Jährige seine Beweggründe.

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Das Interview mit Koscielny (französisch). Video: YouTube/Le Sport avec CANAL

«Fühlte mich nicht als Weltmeister»

«Mit ‹Les Bleus› ist es vorbei. Viele Menschen, von denen ich dachte, sie stünden mir nahe, haben mich enttäuscht, nicht nur der Trainer», kritisierte der Routinier. Deschamps habe ihm zwar am 10. September zum Geburtstag eine Nachricht geschickt, sich ansonsten während der langen Verletzungspause aber kaum gemeldet, so Koscielny, der seine ganze Gefühlswelt offenbarte.

Im Interview gestand er, dass der Titelgewinn seiner Teamkollegen ihn «psychologisch viel härter getroffen» habe als die Verletzung selbst. «Während der ganzen WM hatte ich ein komisches Gefühl. Ich war glücklich für sie, aber auch verärgert, weil ich mich nicht wie die anderen 60 Millionen Franzosen als Weltmeister fühlen konnte. Ich wollte einerseits, dass sie gewinnen, aber irgendwie auch, dass sie verlieren», so der Abwehrchef unter Tränen.

Immerhin eine Hand am Pott:

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Die WM bleibe deshalb eine «dunkle Zeit» in seiner Karriere. «Die Verletzung war nur schwer zu akzeptieren, das Ergebnis war nach dem gewonnenen WM-Titel noch schlimmer», so Koscielny, der mit entwaffnender Ehrlichkeit hinzufügte: «Ich habe eben auch eine egoistische Seite.» Für ihn hätte die WM sein letztes grosses Turnier werden sollen, nur zu gern wäre er auf dem Höhepunkt als Weltmeister zurückgetreten. Doch zurück bleibt nur Verbitterung.

Koscielny will sich nun ganz auf seine Klubkarriere konzentrieren. Ende August stieg der Arsenal-Captain wieder mit den Kollegen ins Mannschaftstraining ein, noch in diesem Jahr will er sein Comeback geben. (pre)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
buehler11
15.10.2018 15:34registriert November 2014
Den ehrlichen Menschen soll die Welt gehören - starkes Interview!
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FCZBVB180
15.10.2018 16:21registriert March 2016
Seht starkes und ehrliches Interview! Ich denke, er und Reus würden sich, was dieses Thema betrifft, bestens verstehen...
Für mich irgndwie nachvollziehbar
1996
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Alex Vause
15.10.2018 15:58registriert July 2018
Ich verstehe ihn total. Habe selber einen Kreuzbandriss durchgemacht, bin bei jedem Spiel meiner Mannschaft anwesend gewesen um sie anzufeuern, doch der Schmerz dabei ist manchmal kaum auszuhalten gewesen. Die Verletzung selber ist nicht das schlimme, die Unfähigkeit nicht mitzuwirken und am Spielfeldrand zu stehen, ob bei Erfolgen oder Misserfolgen, das ist das schlimme...
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