Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Football Soccer - Newcastle United v Manchester United - Barclays Premier League - St James' Park - 12/1/16
Manchester United's Chris Smalling, Anthony Martial, Juan Mata and David De Gea look dejected at the end of the match
Reuters / Andrew Yates
Livepic
EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

David De Gea, Juan Mata, Anthony Martial und Chris Smalling: Drei der vier hätten nach Nicht-EU-Recht keine Lizenz bei Manchester United erhalten. Bild: Andrew Yates/REUTERS

Premier League zittert: Müssen jetzt zwei Drittel der EU-Fussballer die Liga verlassen?

Die Premier League fürchtet nach dem Brexit «verheerende Konsequenzen». Bis zu 330 Profis in den Profiligen Grossbritanniens wären nicht mehr spielberechtigt. England fürchtet um seinen Ruf als «beste und attraktivste Liga der Welt».



Der Brexit betrifft alle Lebensbereiche der Briten. Da macht er auch vor der Lieblingsbeschäftigung Fussball nicht Halt. Die Premier League kündigte während den letzten Monaten schon an, dass die Folgen verheerend sein könnten. Alle 20 Premier-League-Klubs waren gegen einen EU-Ausstieg. Doch soviel schon mal vorne weg: Momentan ist unklar, wie es weitergeht.

Eigentlich müsste die Liga jetzt «dichtmachen» und EU-Spieler wie Nicht-EU-Sportler behandeln. Das würde bedeuten, dass nur noch «wirklich grosse Kaliber» nach England dürften. Dies wären Spieler, welche in den letzten zwei Jahren mindestens 75 Prozent der Länderspiele bestritten (für Länder aus den Top 50 des FIFA-Rankings). 

Britain Soccer Football - Liverpool v Watford - Barclays Premier League - Anfield - 8/5/16
Watford's Almen Abdi in action with Liverpool's Joe Allen
Reuters / Phil Noble
Livepic
EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

Almen Abdi würde die Bedingungen für die Arbeitsgenehmigung nicht mehr erfüllen.
Bild: Phil Noble/REUTERS

Keine Spieler werden ausgewiesen

Mit anderen Worten: Aktuelle Spieler wie Dimitri Payet, David De Gea, Juan Mata, Anthony Martial, N'Golo Kanté, Robert Huth oder Almen Abdi hätten gar nie in die Premier League wechseln dürfen. Oder wenn wir noch etwas zurückblicken: Cristiano Ronaldo und Thierry Henry hätten nicht zu Manchester United respektive Arsenal dürfen. Wer weiss, wie ihre Karrieren verlaufen wären oder ob Arsenal je die Supersaison 2003/2004 hätte hinlegen können? Auch Philippe Senderos, Johan Djourou oder Shani Tarashaj wären nicht auf die Insel gekommen.

Wie die «BBC» schreibt, hätten zwei Drittel der 160 EU- und EWR-Spieler der Premier League gemäss dem Arbeitsrecht nach dem Brexit nicht wechseln dürfen. Allerdings werden diese jetzt kaum «ausgewiesen». Wie Immigrations-Expertin Maria Patsalos dem «Telegraph» sagt: «Das Innenministerium hat auch früher nie neue Gesetze rückwirkend verhängt.» Wozu der Brexit aber wohl wirklich führt: neue Verhandlungen mit Spielern, womöglich schon in diesem Sommer.

Manchester United's Wayne Rooney (C) celebrates his goal with Ruud Van Nistelrooy (L) and Cristiano Ronaldo (R) during their Champions League third qualifying round first leg football match  against Hungarian team Debrecen at Old Trafford, Manchester, Tuesday 09 August 2005.  (KEYSTONE/EPA/SIMON BELLIS) === UK AND IRELAND OUT ===

Cristiano Ronaldo hätte als 18-Jähriger nicht zu Manchester United dürfen. Hätte seine Karriere dann den gleichen Verlauf genommen?
Bild: EPA

332 Profis hätten keine Lizenz erhalten

Noch härter würde es die unteren Ligen Englands und die schottischen Teams treffen. In der Championship (2. Liga) würden 23 der 180 Nicht-Briten die Arbeitserlaubnis erhalten, in Schottlands Premier League keiner (!) der 53 «Europäer»! Insgesamt hätten aktuell 332 Fussball-Profis keine Lizenz erhalten.

Britain Soccer Football - West Ham United v Swansea City - Barclays Premier League - Upton Park - 7/5/16
West Ham's Dimitri Payet reacts
Action Images via Reuters / Tony O'Brien
Livepic
EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

Dimitri Payet: Der bisherige EM-Star hätte nach aktuellem Arbeitsrecht nach dem Brexit nicht nach England wechseln dürfen.
Bild: Tony O'Brien/REUTERS

Die Liga ist jetzt gefordert und muss eine Lösung präsentieren. Wird es Spezialregelungen geben? Klar scheint einzig: Es wird komplizierter. Diverse Exponenten fürchten, dass die «beste Liga der Welt» bald Vergangenheit sein wird. Aber wir wissen es ja aus anderen Bereichen: Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.

Andere Stimmen freuen sich, dass jetzt vielleicht endlich wieder einheimische Kicker eine Chance erhalten, was die Nationalmannschaft stärken würde. Sicher ist wie eingangs erwähnt jedoch nur eines: Die Langzeit-Auswirkungen auf die Premier League stehen noch in den Sternen. (fox)

Die wichtigsten Sommertransfers 2016

Du spielst selbst Fussball? Dann kennst du diese Dinge bestimmt.

«Bin bei der Freundin stecken geblieben» – die verrücktesten Ausreden im Regionalfussball

Link zum Artikel

Diese 11 Amateur-Fussballer triffst du in JEDEM Trainingslager

Link zum Artikel

Jeder Amateur-Fussballer kennt diese 14 Momente der Saisonvorbereitung genau

Link zum Artikel

Auch DU wirst dich ertappt fühlen: 13 Grafiken, die den Amateurfussball perfekt beschreiben

Link zum Artikel

Vom heulenden Schiri bis zum Spieler mit Durchfall: So schöne Geschichten kann nur der Provinz-Fussball schreiben

Link zum Artikel

12 Persönlichkeiten, die an keinem Grümpi (Grümpeli, Grümpeler, Grömpi) fehlen dürfen

Link zum Artikel

Nur wenn du dich auch an diese 25 Dinge erinnern kannst, warst du ein echtes Fussballkind

Link zum Artikel

Hier gibt's gleich eines der lustigsten Eigentore aller Zeiten zu sehen

Link zum Artikel

Wichtig für alle Amateur-Fussballer: Schaut das und ihr fühlt euch eine Zillion Mal besser

Link zum Artikel

12 Ausdrücke, die nur Fussballer verstehen – und die passende «Erklärung für Dummies» gleich dazu

Link zum Artikel

Diese 12 herrlichen Videos aus dem Amateur-Fussball zeigen perfekt, wie du dich im Ausgang verhältst

Link zum Artikel

Wegen diesen 11 Typen ist Fussballspielen auch in der zweiten (oder dritten) Mannschaft so herrlich

Link zum Artikel

Kein Bock auf Training? Mach es besser als diese 10 (fast echten) Super-League-Schwänzer

Link zum Artikel

12 (Not-)Lügen, die jeder Hobby-Fussballer kennt – und was man sich dabei denkt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
Error
Cannot GET /_watsui/filler/
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

23 kg Sprengstoff machen das legendäre Wankdorfstadion dem Erdboden gleich

3. August 2001: Unkraut, Moder und eine gemeingefährliche Elektrizitätsanlage. 47 Jahre nach dem Wunder von Bern hat das alte Wankdorfstadion seinen Dienst getan und wird gesprengt.

Um Punkt 15 Uhr ist es um das Wankdorfstadion geschehen. Fünf lange und drei kurze Hornstösse dröhnen als letztes Warnsignal über das Areal – dann zündet Sprengmeister Marco Zimmermann die 23-Kilogramm-Ladung des Sprengstoffs Gelamon. Rund viertausend Augenzeugen sehen, wie die ausgeweidete Fussballruine mit einem dumpfen Knall in sich zusammensackt.

Doch das Wankdorf wäre nicht das Wankdorf, wenn es sich widerstandslos ergeben würde. Trotz der akribischen Planung will sich einer der vier …

Artikel lesen
Link zum Artikel