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Same same but different – der neue Arsenal-Trainer Unai Emery hadert mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Same same but different – der neue Arsenal-Trainer Unai Emery hadert mit dem Auftritt seiner Mannschaft.
Bild: EPA/EPA

5 Dinge, die uns beim Premier-League-Start aufgefallen sind

Am Wochenende ist die Premier League in die neue Saison gestartet. Vieles ist neu in der finanzkräftigsten Liga der Welt – und doch ist nach 90 gespielten Minuten vieles beim Alten geblieben.
13.08.2018, 13:3814.08.2018, 06:42

Bevor wir zu den wichtigsten Erkenntnissen des Spieltags kommen, hier der Überblick über die Geschehnisse am Wochenende:

Die Resultate des 1. Spieltags:

bild: premier League

Die noch wenig aussagende Tabelle:

bild: screenshot srf

Neuer Trainer, altes Arsenal

Arsenal gegen Manchester City – zum Auftakt gleich ein richtiges Topspiel ... dachten alle. Doch der erhoffte Knüller verlief dann ziemlich einseitig. Pep Guardiolas «Citizens» machten da weiter, wo sie letzte Saison aufgehört haben – aggressives Pressing, hohes Tempo bei Ballbesitz, eiskalt im Abschluss.

Die Highlights der Partie Arsenal vs. Manchester City.

Dem hatte Arsenal im ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Unai Emery kaum etwas entgegenzusetzen. Die «Gunners» konnten im heimischen Emirates Stadium zu keinem Zeitpunkt verbergen, dass sie sich noch mitten in der Findungsphase befinden. 

Spielgestalter Mesut Özil tauchte mal wieder völlig ab, Pierre-Emerick Aubameyang hatte wenig Bindung zum Spiel und die Doppelsechs mit Granit Xhaka und dem 19-jährigen Lorient-Neuzugang Matteo Guendouzi war gegen Citys Offensive total überfordert – obwohl Guardiola zunächst auf Kevin De Bruyne, Leroy Sané und Gabriel Jesus verzichtete.

Granit Xhaka sieht, wie Laporte Arsenal-Keeper Cech zu einer Glanzparade zwingt.
Granit Xhaka sieht, wie Laporte Arsenal-Keeper Cech zu einer Glanzparade zwingt.
Bild: AP/AP

Immerhin in Ansätzen war zu sehen, wie sich Emery die Spielweise seiner «Gunners» vorstellt: Frühes Gegenpressing und blitzschnelles Umschalten fordert der Wenger-Nachfolger von seiner Mannschaft. Gestern gab es allerdings nur eine Mannschaft, die das in Perfektion betrieb und das war nicht Arsenal, sondern Titelverteidiger Manchester City.

Pulverfass Pogba

Paul Pogba war an der WM einer der Schlüsselspieler bei Frankreichs Durchmarsch zum Titel. Nun soll er auch bei Manchester United endlich glänzen. Der Start in die neue Saison verlief schon mal verheissungsvoll: Gegen Leicester führte Pogba die United als Captain auf den Rasen und erzielte – nach einem kleinen Zwist mit Teamkollege Alexis Sanchez um die Ausführung – per Elfmeter früh das wegweisende erste Tor beim 2:1-Auftaktsieg.

Pogba und Sanchez werden sich nicht einig.
Pogba und Sanchez werden sich nicht einig.
bild: screenshot sky

Die Form und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, stimmen. Alles bestens also, wäre da nicht der dauernd schwelende Konflikt mit Trainer José Mourinho. Der portugiesische Zampano stört sich seit längerem an Pogbas Einstellung zu seinem Beruf. Vor dem Saisonstart hatte Mourinho behauptet, dass Pogba in der französischen Nationalmannschaft aufgeblüht sei, weil er sich ausschliesslich mit Fussball beschäftigt habe und er nicht durch seine Kumpels und kommerzielle Verpflichtungen abgelenkt worden sei.

Pogbas Penalty-Treffer gegen Leicester.
Video: streamable

Nach dem Sieg gegen Leicester folgte Pogbas Konter. «Ich bin derselbe wie bei der WM. Natürlich geht es um ein anderes Team. Ihr müsst eines wissen. Ein Spieler, der berücksichtigt wird und glücklich ist, fühlt sich immer wohler als wenn er unglücklich ist», so der Franzose. Auf die Frage, ob er sich bei ManUnited noch wohlfühle, antwortete Pogba: «Es gibt Dinge, die ich nicht sagen kann, sonst muss ich eine Geldstrafe zahlen.» Harmonie tönt definitiv anders.

Die Highlights der Partie Manchester United vs. Leicester.

Mourinho ging unterdessen einen Schritt auf seinen Superstar zu und bezeichnete ihn nach dem 2:1 gegen Leicester als «Monster». Doch das Verhältnis der beiden birgt weiterhin Explosionsgefahr – vor allem wenn Pogba Mourinhos Anforderungen mal wieder nicht genügen sollte.

Klopps Tormaschinerie läuft auch ohne Shaqiri

Es war gleich zu Saisonbeginn eine erste Machtdemonstration des FC Liverpool – die «Reds» zerpflückten West Ham mit 4:0 und der Sieg hätte gar noch höher ausfallen können. Der Dreizack mit Mohamed Salah (1 Tor), Roberto Firmino (1 Assist) und Sadio Mané (2 Tore) wirbelte nach Belieben. 

Liverpool gegen West Ham im 2-5-3-System. 
Liverpool gegen West Ham im 2-5-3-System. 
bild: Twitter
Die Highlights der Partie Liverpool vs. West Ham.

So stand es bereits 3:0, als aber der 82. Minute Xherdan Shaqiri zu seinen ersten 11 Pflichtspiel-Minuten für Liverpool kam. Natürlich war das Spiel da schon gelaufen, dennoch vermochte der Neuzugang noch einige Akzente zu setzen. Der Schweizer hatte viele Ballkontakte und fast hätte er noch seinen ersten Assist verbucht, doch Keita konnte Shaqiris Zuspiel nicht zum 4:0 verwerten.

Shaqiri setzt sich gegen Arthur Masuaku durch.
Shaqiri setzt sich gegen Arthur Masuaku durch.
Bild: EPA/EPA

Shaqiri hat bei seiner ersten kleinen Chance also bereits Werbung in eigener Sache gemacht. Die nächste Möglichkeit sich aufzudrängen wird kommen, denn Trainer Jürgen Klopp machte seinen Ersatzspielern schon nach dem ersten Saisonspiel Mut: «Die Rotation ist die Zukunft des Fussballs und wenn im September das dicht gedrängte Programm kommt, brauchen wir alle Spieler», erklärte der Deutsche nach dem Spiel. Gut möglich also, dass Shaqiri schon heute in einer Woche beim Duell mit Crystal Palace zum ersten Mal von Beginn an auflaufen darf.

Schweizer Bankdrücker

Nicht nur Shaqiri, sondern auch die anderen Schweizer Premier-League-Neuzugänge schmorten zunächst auf der Bank. Stephan Lichtsteiner wurde bei Arsenals 0:2 gegen ManCity in der 35. Minute für den verletzten Linksverteidiger Ainsley Maitland-Niles eingewechselt und zeigte auf ungewohnter Position ein gutes erstes Spiel für seinen neuen Klub. Fabian Schär musste bei Newcastles 1:2 gegen Tottenham seinen Konkurrenten Ciaran Clark und Jamaal Lascelles den Vortritt lassen, er kam 90 Minuten nicht zum Einsatz.

Stephan Lichsteiner zeigte nach seiner Einwechslung eine ansprechende Leistung.
Stephan Lichsteiner zeigte nach seiner Einwechslung eine ansprechende Leistung.
Bild: EPA/EPA

Von Anfang an spielten nur zwei Schweizer Söldner: Florent Hadergjonaj, der bei Huddersfields 0:3 gegen Chelsea durchspielte, und Granit Xhaka, der gegen ManCity nach 70 Minuten durch eine Verwarnung für ein taktisches Foul vorbelastet vom Platz musste.

Schon der 1. Spieltag hat gezeigt, dass die Schweizer in der besten Fussball-Liga der Welt hart um ihre Einsätze kämpfen müssen.

Die Entdeckung der Runde

Der auffälligste Spieler des Wochenendes? Das war Evertons neuer Stürmer Richarlison. Mit 40 Millionen Euro war der 21-jährige Brasilianer der sechstteuerste Premier-League-Neueinkauf des Sommers und er schlug bei seinem Debüt für die «Toffees» gleich ein wie eine Bombe. Beim 2:2 gegen Aufsteiger Wolverhampton erzielte Richarlison gleich einen Doppelpack.

Von Evertons neuem Trainer Marco Silva gab's dafür ein Sonderlob: «Er hat es heute sehr gut gemacht und hat hart gearbeitet, genau so wie ich das von ihm erwarte.» Silva hatte Richarlison vor einem Jahr von Fluminense zu seinem damaligen Klub Watford geholt und jetzt gleich zu Everton mitgenommen.

Die Highlights der Partie Wolverhampton vs. Everton.

Schon im letzten Jahr war der brasilianische U20-Nationalspieler stark in die Saison gestartet, traf nach fünf Toren in den ersten zwölf Spielen aber plötzlich gar nicht mehr. 53 Torschüsse, 0 Treffer so seine traurige Bilanz. Umso grösser die Erleichterung über den geglückten Saisonstart. «Ich werde diesen Tag mein Leben lang nicht vergessen und ich bin sehr glücklich. Das ist ein besonderer Tag für mich», so der überglückliche Youngster, von dem wir wohl noch mehr hören werden.

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