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epa06844225 Mesut Oezil of Germany (C) in action during the FIFA World Cup 2018 group F preliminary round soccer match between South Korea and Germany in Kazan, Russia, 27 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/DIEGO AZUBEL   EDITORIAL USE ONLY

Chancen kreieren und Vorlagen geben – dafür steht Mesut Özil. Bild: EPA/EPA

Özil ist gar nicht zurückgetreten – er spielt seine letzte geniale Vorlage

Arne Siegmund / watson.de



Im Mai hatte Sandro Wagner seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben: «Ich trete hiermit sofort aus der Nationalmannschaft zurück.» Deutlicher geht es nicht.

Seit Sonntagabend spielt auch Mesut Özil nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft. Aber hat er in seiner dreiteiligen Erklärung, die er in drei Akten veröffentlicht hat, wirklich seinen endgültigen Rücktritt bekanntgegeben? Nein!

Özil schreibt im dritten Teil seines Statements:

«It is with a heavy heart and after much consideration that because of recent events, I will no longer be playing for Germany at international level whilst I have this feeling of racism and disrespect.»

Mesut Özil twitter

Wurde Özil also zurückgetreten, weil dieser Satz nicht richtig übersetzt wurde? Und weil Nachrichtenagenturen den Rücktritt dann keine fünf Minuten nach Veröffentlichung seines Tweets «III / III» meldeten? 

Das Zauberwörtchen in Özils Erklärung lautet «whilst» – «solange». Bedeutet also: Solange er das Gefühl von Rassismus und Nichtachtung hat, wird er nicht mehr für Deutschland spielen.

Das Wort «Rücktritt» hat er gar nicht verwendet. Mesut Özil hat sich ein Hintertürchen offen gelassen. Ein Hintertürchen für eine Rückkehr unter anderen Umständen. 

Mesut Özil tritt wegen «Rassismus und Respektlosigkeit» zurück

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Video: srf

Kehrt er unter einem anderen DFB-Präsidenten als Reinhard Grindel zurück?

Denn besonders Grindel bekommt in Özils Statement sein Fett weg: «Ich werde nicht länger der Sündenbock sein für seine Inkompetenz und Unfähigkeit, seinen Job gut zu machen», teilte Özil mit: «Ich weiss, dass er mich nach dem Bild aus dem Team haben wollte. Reinhard Grindel, ich bin sehr enttäuscht, aber nicht überrascht von Ihrem Handeln.» Menschen «mit rassendiskriminierendem Hintergrund» sollten «nicht für den grössten Fussballverband der Welt arbeiten dürfen». Özil habe wegen Grindel das Gefühl gehabt, «dass ich nicht gewollt bin und vergessen wurde, was ich seit meinem Debüt 2009 geleistet habe».

Grindel forderte von Özil eine Stellungnahme nach dessen Urlaub, da viele deutsche Fans darauf warten würden. Jetzt spielt Özil den Ball gekonnt zurück. Und zwingt Grindel zu einer Stellungnahme – nach dessen Urlaub.

epa06900267 DFB President Reinhard Grindel gives a press statement after a meeting of DFB leaders with head coach Joachim Loew (not in picture) in Frankfurt, Germany, 20 July 2018  EPA/ALEXANDER BECHER

Reinhard Grindel, Jahrgang 1961, ist seit April 2016 DFB-Präsident. Bild: EPA/EPA

Präsident Grindel sagt bisher nichts zu den Vorwürfen – weil er im Urlaub ist. Der DFB brachte aber am Montagnachmittag eine Stellungnahme heraus. Der Verband weist darin zurück, «dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird». Manche «in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit» wolle der DFB unkommentiert lassen, heisst es.

«Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir.»

DFB

Wenn Grindel aus dem Urlaub zurückkehrt, wird er trotzdem weiter unter Druck geraten. Ist er dann überhaupt noch im Amt zu halten? Krisenmanagement, das haben die vergangenen Wochen gezeigt, ist ja nicht gerade Grindels Paradedisziplin. 

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Grindel ist nicht mehr haltbar

Özil wählte in seinem dreiteiligen Statement drastische Worte und bot eine perfekte Inszenierung. Spätestens jetzt ist klar: Der DFB braucht, um ein starkes Signal zu senden, einen Präsidenten, der Rassismus in die Schranken weisen kann. Einen Präsidenten, der Spieler in Schutz nimmt, die wie eine Sau durchs Dorf getrieben werden. Einen Präsidenten, der nicht Reinhard Grindel heisst, nicht rumeiert.

Das wirft Harald Stenger, der ehemalige Pressesprecher des DFB, Grindel vor. Bei «Sky» sagte Stenger, Grindel habe in der Affäre «immer nur rumgeeiert und wollte das alles aussitzen. Es war alles nur populistisch und so kann man einfach keinen Verband führen. Wenn er ehrlich ist, muss er sehen, dass seine Zeit als DFB-Präsident abgelaufen ist.»

Das Foto mit Recep Tayyip Erdogan war natürlich ein Fehler – keine Frage. Und es war naiv von Mesut Özil, zu glauben, es sei unpolitisch, wenn er als Person des öffentlichen Lebens mit einem Politiker posiert. Auch sein Statement wirft in Bezug auf das Erdogan-Foto noch immer Fragen auf. 

Wo Özil aber Recht hat: Das Verhalten der DFB-Spitze in dieser Angelegenheit ist ein mindestens genauso grosses Desaster.

Germany's Lukas Podolski, Jerome Boateng and Mesut Oezil (L-R) pose for a 'selfie' with the World Cup trophy during celebrations to mark the team's 2014 Brazil World Cup victory, at a 'fan mile' public viewing zone in Berlin July 15, 2014.  Germany's victorious soccer team led by coach Joachim Loew returned home on Tuesday after winning the 2014 Brazil World Cup. A triumphant Germany team landed in Berlin on Tuesday to a hero's welcome, greeted by hundreds of thousands of jubilant Germans waving flags and wearing the national colours, revelling in the nation's fourth World Cup victory on Sunday in Brazil.          REUTERSAlex Grimm/Pool (GERMANY - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP TPX IMAGES OF THE DAY)

Höhepunkt 2014: Mesut Özil (rechts) feiert den Gewinn der Weltmeisterschaft. Bild: X80003

Özil fordert einen neuen DFB

Aus Özils Statement kann man auch die Forderung nach einem neuen DFB herauslesen. Einem zeitgemässen, modernen DFB, den es dringend braucht – ohne Rassismus, ohne veraltete Strukturen, ohne Klüngel.

Fast jedes fünfte Mitglied im DFB hat Migrationshintergrund. In der Führungsetage sieht man aber nichts davon. Das 19-köpfige Präsidium des grössten nationalen Sport-Fachverbandes der Welt besteht aus einer Frau und 18 Männern. Die heissen Osnabrügge, Zimmermann oder Koch. Keiner von ihnen kann sich also voll und ganz in die Özils, Gündogans oder Boatengs hineinversetzen.

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Kritik kommt nicht erst von Özil

Dass im DFB vieles verkehrt laufe, sagt übrigens nicht erst Özil: In den vergangenen Tagen meldeten sich in dieser Sache auch Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern AG, und Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger zu Wort.

Rummenigge polterte: «Mir fehlt im Moment die klare professionelle Handhabe der Krisensituation. Es wundert mich aber auch nicht, der DFB ist nur noch durchsetzt von Amateuren. Mir fehlt da die Fussball-Kompetenz.» Der Bayern-Boss brachte dabei auch den ehemaligen Kapitän Philipp Lahm als DFB-Vize ins Gespräch.

Zwanziger, der in seiner Amtszeit das Thema Integration stark vorangetrieben hatte, sieht Versäumnisse beim DFB: «Durch Fehler in der Kommunikation ist etwas passiert, das bei Migranten nie passieren darf: Sie dürfen sich nie als Deutsche zweiter Klasse fühlen. Wenn dieser Eindruck entsteht, muss man gegensteuern», sagte er.

Der DFB muss in Sachen Integration wieder vorlegen, dann kann die Gesellschaft vielleicht nachziehen. Denn Integration und «Multikulti» sind eben immer wichtig – nicht nur, wenn es gerade als hipper Slogan taugt. 

Wenn es gerade passt, wirbt der DFB gerne mit Vielfalt ...

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Video: YouTube/HALBZEITWECHSEL

Mesut Özil ist ein verdienter Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Er ist Weltmeister geworden, hat über 90 Spiele im DFB-Dress gemacht. Er war das Aushängeschild der gelungenen Integration in Deutschland. Das war mal.

Özils Abrechnung ebnet den Weg für seine Nachfolger

Der einst so glänzende Lack der vielfältigen, bunten Nationalelf hat heftige Kratzer bekommen. Insofern ist es verständlich, dass Mesut Özil erst mal keinen Bock mehr hat, in dieser Mannschaft Fussball zu spielen. Weil er sich im Jahr 2018 (!) wegen Rassismus nicht repräsentiert fühlt. 

Die Hoffnung bleibt bestehen, dass Mesut Özil durch das Hintertürchen, das er sich offen gelassen hat, irgendwann zurückkehrt. Unter anderen Umständen. Unter einem anderen DFB-Präsidenten. Unter einem anderen DFB.

Mesut Özil ist die Stimme von vielen. Und wenn es nicht Özils Hintertürchen ist, durch das er selbst zurückkehrt, dann ist es vielleicht das Hintertürchen für all die talentierten deutschen Spieler mit Migrationshintergrund der Zukunft. Ohne, dass wir es verstehen, hätte Özil mal wieder eine wichtige Chance kreiert – wie auf dem Platz.

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75
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    Alle Leser-Kommentare
  • Maliux 25.07.2018 00:00
    Highlight Highlight Von welchem diktator wird hier geredet?
  • Osti 24.07.2018 22:50
    Highlight Highlight Ist schon noch lustig dass sich hier gewisse aufregen und sagen nur weil er türke ist, rassismus, blablabla.

    ICH BIN SELBER TÜRKIN.
    Wir leiden mit den Menschen in der Türkei mit! Die Situation, Lebensstandart wird immer schlechter.
    Und ich habe auch jedes mal Angst wenn ich einreise. Werde auch immer ausgefragt. Und trotzdem unterstütze ich nicht so etwas. Punkt.

    Natürlich ist es nicht cool dass özil so beschimpft wurde von den deutschen.
    Macht man nicht. Aber mit Kritik muss er rechnen. Leider haben viele falsche worte gewählt in ihrer Kritik.
  • Nausicaä 24.07.2018 11:37
    Highlight Highlight Ich wäre an Özils Stelle auch zurückgetreten. Auch als Xhaka oder Shaquiri. Man kann sie kritisieren aber dieses tiefe Misstrauen und dieses totalitäre gleich die Solidarität gegenüber der neuen Heimat in Frage stellen und eine halbe Hexenjagd veranstalten ist nichts anderes als xenophobes Verhalten.

    Ich sehe das wie Jaqueline Fehr. AusländerInnen, Secondi und Terzi sollen alle mal streiken, damit man sieht, was die Schweiz ohne diese Leute ist. Würde ich zur genannten Gruppe gehören, ich hätte die Schnauze voll!

  • irgendwie so: 24.07.2018 10:51
    Highlight Highlight Özil hat ein Feuer entfacht, das man nicht einfach so wird löschen können - der DFB brennt scheinbar lichterloh und irgendwie auch das fragile Thema Integration. Da kann man nur hoffen, dass sich einPhönix eines Tages wieder aus der Asche erhebt - ob mit Özil ist dann noch eine weitere Frage... ich glaube nicht, dass er nochmal für Deutschland spielen wird, wohl auch nie mehr in einem deutschen Verein, dafür ist seine Hypothek nun zu hoch, resp. dafür müssten wahnsinnig tiefe Gräben zugeschüttet werden im DFB und in ganz Deutschland.

    Aber träumen darf man immer....

  • sherpa 24.07.2018 09:59
    Highlight Highlight Wow, da löst ein Sportler beinahe eine Staatskrise aus, nur weil andere mit seinem Verhalten nicht einverstanden sind. Da fragt man sich schon mal, was die Politik in diesem Land denn für einen wirklichen Stellenwert genießt, sofern es den wirklich gibt.
    • Mguli 24.07.2018 10:38
      Highlight Highlight Genau so ist es!!!!!!!
  • felixJongleur 24.07.2018 09:46
    Highlight Highlight Erdi hat Deutschland die letzten Jahre immer wieder beleidigt und angegriffen, darum zeigst du dich nicht mit so einem, das ist doch das Problem!! Nicht Menschenrechte in der Türkei etc.
  • Mguli 24.07.2018 09:20
    Highlight Highlight Sicher darf sich Özil mit Erdogan treffen, es ist genaugleich ein vom Volk gewählter Staatschef wie Trump, Merkel, Macron usw. die einen sind verlogener und die andern weniger. Es darf doch keiner hier befehlen, was die andern zu wählen haben!!!
  • sgrandis 24.07.2018 09:18
    Highlight Highlight sorry, aber was wird hier alles auf Özil projiziert. Wieso ist er auch nur ansatzweise ein Massstab für Integration. Der lebt mit einem Millionengehalt seit mehreren Jahre in Madrid und London. Hat Deutschland wahrscheinlich mit 20 oder so verlassen. Und das, weil er gut Fussball spielen kann. In diesem Sinne hat er mit kaum jemanden in Deutschland etwas gemeinsam. Er ist vollkommen der falsche Fall um über Integration zu reden...
  • fandustic 24.07.2018 09:18
    Highlight Highlight "Weil er sich im Jahr 2018 (!) wegen Rassismus nicht repräsentiert fühlt"

    Vielleicht sollte man auch anders fragen: Fühlt sich den Deutschland durch einen Özil repräsentiert?
    • ponebone 24.07.2018 12:56
      Highlight Highlight Die allermeisten Deutschen sicher, sind wohl überall in Europa so zwischen 20-30 % welche latent fremdenfeindlich sind (wenn man sich als Deutscher nicht von Özil representiert fühlt, obwohl der nur in Deutschland aufgewachsen ist und nur den deutschen Pass besitzt, dann ist man fremdenfeindlich). Zum Glück immer noch die grosse Mehrheit.

    • fandustic 24.07.2018 14:48
      Highlight Highlight Fremdenfeindlich? Denke ich nicht, vor allem dann, wenn sich der Özil mit Erdogan ablichten lässt. Da kann ich jeden Deutschen verstehen, der sich da nicht repräsentiert fühlt. Kann man dann auch kritisieren und hat mit Rassismus nichts zu tun.
    • ponebone 24.07.2018 17:10
      Highlight Highlight So gesehen hast du natürlich vollkommen recht. Ich hatte dein Aussage so verstanden, dass man sich fragen sollte, ob sich die Deutschen von Özil representiert fühlen, weil er eben Özil heisst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 24.07.2018 08:47
    Highlight Highlight Özil hat zu viel flasch gemacht. Ein Auftritt mit einem Diktator welche die Menschenrechte mit Füssen tritt und dann behaubten es sei ihm nicht bewusst was er auslöst ist einfach nur eine dumme Ausrede. Er wusste genau was er auslösen wird. Jetzt die Rassimus Schiene zu fahren ist einfach nur billig. Aber vermutlich kommt er in Zeiten mit AfD usw. genau deshalb durch.
    • sgrandis 24.07.2018 09:21
      Highlight Highlight Die FIFA hat auch durch die WM Putins Regime legitimiert (und reden wir nicht über die Arbeiter auf den Baustellen in Qatar...) Trotzdem alle so: "oohhh... so ne schönen Stimmung... ich hab die Gulags garnicht gesehen"

      okee, die Stimmung wahr anscheinend wirklich gut. Aber vorauf ich hinaus will: das ganze Fussballtheater ist seehehr scheinheilig
  • Quacksalber 24.07.2018 08:41
    Highlight Highlight Ich frage mich immer noch wie es kommen konnte, dass 2/3 der Türken in Deutschland an den „guten Sultan“ glauben und einer Diktatur in ihrem Herkunftsland an die Macht geholfen haben.
    • Martello 24.07.2018 08:49
      Highlight Highlight Das ist eine gute Frage! Und es ist wirklich zum heulen.

      Aber sie wird nicht gelöst, wenn nun ein Fussballer fertig gemacht wird. Vielleicht im Gegenteil.
    • sgrandis 24.07.2018 09:21
      Highlight Highlight ob die mit ihrem deutschen Stimmrecht AFD wählen?🤔🤔🤔
    • Socceroo04 24.07.2018 10:07
      Highlight Highlight Die Antwort liegt ja wohl auf der Hand. Jeder türkische Wähler in Deutschland ist registriert und der grösste Teil davon hat gleichzeitig Angehörige in der Türkei. Den Rest erklärt die jüngste Geschichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 24.07.2018 08:36
    Highlight Highlight Ich tippe übrigens bei diesem „whilst“ auf schlechtes Englisch bzw. einen Germanismus.

    „Ich will nicht mehr länger [...], wenn [...]“

  • mrgoku 24.07.2018 08:30
    Highlight Highlight Özil zieht das Ganze nun ins Lächerliche... Rassismus hier Rassimus da... er hat einfach ein Fehler gemacht. Man kann auch einfach hinstehen und sagen "sorry Leute war unüberlegr"... dann wäre das schon längst aus der Welt
  • Snowy 24.07.2018 08:22
    Highlight Highlight „Ich würde Präsident Erdogan jederzeit wieder treffen! Ich bin mir überhaupt keiner Schuld bewusst!“

    Keine weiteren Fragen.
  • Ohniznachtisbett 24.07.2018 08:18
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, dass Özil vermutlich nicht unrecht hat. Nur bin ich weiterhin der Meinung, dass es mit einer frühen Entschuldigung gar nicht soweit gekommen wäre. Gündogan hat da einiges schlauer gemacht als Özil. Ich verstehe die deutsche Öffentlichkeit eben auch, dass diese es nicht goutiert, dass ein deutscher Nationalspieler einem Politiker, der deutsche Journalisten ohne Anklage einsperrt, wenn auch angeblich ungewollt im Wahlkampf hilft. Nicht der Türke Özil, sondern der Erdogan-Freund Özil ist das Problem. Aber lieber erstmal die Rassissmuskeule rausholen ist halt einfacher.
    • Chili5000 24.07.2018 08:34
      Highlight Highlight Aber der Rassismus ist da... mit oder ohne Erdogan... Wenn du es nicht sehen willst hast du ein Problem...
    • fandustic 24.07.2018 09:13
      Highlight Highlight @Chili5000: Dann klär uns doch mal auf, wo ist den der Rassismus genau?
    • Ohniznachtisbett 24.07.2018 09:23
      Highlight Highlight Wenn du die Nähe zum Neofaschisten Erdogan nicht sehen willst hast du ein Problem.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sharkdiver 24.07.2018 07:49
    Highlight Highlight Ein Profisportler der fängt bereits als Kind damit an. Sein ganzes Bewusstsein, sein Leben dreht sich 365 Tage voll Fokusiert um den Sport. Wenn überhaupt hat Frau und Freundin knapp daneben Platz. Da ist Politik möglicherweise ein Thema wie von einem anderen Planeten. Da fehlt die Weitsicht und Bewusstsein. Gut möglich dass er sich der Tragweite, Wahrnehmung und Reaktion nicht klar war und nie mit so einer Reaktion gerechnet hat.
    • Pisti 24.07.2018 11:08
      Highlight Highlight Ach hör auf. Beim Profisportler zeichnet es sich meist im Teenageralter ab ob es für eine Karriere reicht oder nicht, dann wenn andere eine Lehre beginnen oder anfangen zu studieren.
      Dazu trainiert er vielleicht 3 Stunden am Tag, er hat also wesentlich mehr Freizeit als normale Berufstätige Menschen. Er hat also genügend Zeit sich mit anderen Dingen als Fussball zu beschäftigen.
  • René Obi 24.07.2018 07:47
    Highlight Highlight Nochmals. Die Pfiffe gegen ihn und Gündogan hatten nichts mit Rassismus zu tun. Nichts damit, dass sie türkisch-stämmig sind. Das war nur wegen der Unterstützung für den Dikatatoren.
  • Nausicaä 24.07.2018 07:37
    Highlight Highlight "Wie eine Sau durchs Dorf getrieben". Wie wahr.

    Diejenigen, die von Özil Reuigkeit einfordern, sollen gefälligst sich selbst mal hinterfragen, welche Politik sie implizit unterstützen, wenn sie eine WM in Russland unter Putin schauen. Heuchelei!
  • Guzmaniac 24.07.2018 07:34
    Highlight Highlight In der Vorrunde ausscheiden ist kein internationales Niveau. Er spielt also weiter;-)
  • eBart! 24.07.2018 07:34
    Highlight Highlight Angenommen Özil hat nicht recht... Was ist mit Stenger, Rummenigge und Zwanziger? Die sind auch nicht gerade nett zum DFB. So falsch kann Özils Statement nicht sein.

    Ja, er hat ein Bild mit Erdi gemacht. Und?
    • SteveLaCroix 24.07.2018 08:08
      Highlight Highlight Özil hat so gut wie alles falsch gemacht. Das Bild mit "Erdi" wie du sagst war der Anfang, dann zuerst nichts sagen, dann katastrophal kicken an der WM und jetzt das Statement ohne jegliche Einsicht. Und trotzdem enthält sein Post (oder enthalten seine Posts) auch viel Wahres! Beim DFB und in Deutschland insgesamt läuft sicher nicht alles so, wie es laufen sollte, sei es punkto Rassismus oder auch in vielen anderen Belangen.
  • demian 24.07.2018 07:23
    Highlight Highlight Ob Özil wieder spielt hängt auch davon ab, ob ihn Jogi Löw wieder nominieren würde.
  • Snowy 24.07.2018 07:15
    Highlight Highlight Mal ganz abgesehen vom Drama ums Foto mit dem "Deutschland mit den Nazis" vergleichenden Diktator.

    Mesut Özil steht wie kein anderer Spieler für das frühe Ausscheiden an dieser WM.
    Er war schlicht der schlechteste Spieler auf dem Platz.

    So gesehen: Ziemlich mutig eine halbe Rücktrittsmeldung zu schreiben und zu hoffen, dass man ihn freundlich bittet wieder zurückzukommen.
    • SteveLaCroix 24.07.2018 08:05
      Highlight Highlight Dem entsprechend ist der Hauptschuldige für das Ausscheiden auch eindeutig Jogi Löw! Denn nach dem katastrophalen Startspiel hatte er eigentlich für das Spiel gegen Schweden die richtige Aufstellung gewählt. Gegen Südkorea hätte er diesen Weg weitergehen sollen und auf Brandt setzen müssen, aber er ging zurück und holte Özil und Khedira in die Startelf zurück. Das konnte nicht gut gehen! Das Krisenmanagement ist nicht nur bei Özil schwach, sondern im gesamten DFB!
    • banda69 24.07.2018 08:38
      Highlight Highlight @snowy

      Özil hat immer wieder Chancen für seine Mitspieler kreiert und war wohl der einzige Kreativspieler der Deutschen.

      Wie beurteilen Sie denn die Leistung von Thomas Müller?
    • STERNiiX 24.07.2018 10:41
      Highlight Highlight Nö, war er eben nicht. Das ist doch genau das peinliche an der Geschichte. Man will ihm das ganze Versagen in die Schuhe schieben, wie so oft in der Vergangenheit. Wegen seiner Körperhaltung, die wohl zu wenig deut.. ähm aufrecht ist. Statistisch war Özil, auch an dieser WM über jeden Zweifel erhaben. Dass können weder die neidischen ehemaligen von Basler bis Hoeneß bis Scholl noch die DFB-Riege von der Hand weisen.
      Warum muss sich denn ein Lothar Matthaeus nicht für seine Bilder mit Putin erklären? Ach stimmt, war halt gerade WM, da durfte jeder mal?
    Weitere Antworten anzeigen
  • So en Ueli 24.07.2018 06:48
    Highlight Highlight Soll er zurücktreten. Soll er auch mit Erdogan befreundet sein. Soll er doch machen was er möchte. Er als öffentliche Person soll einfach nicht meckern, wenn man seine Taten in der Öffentlichkeit nicht goutiert.
    • Osti 24.07.2018 22:44
      Highlight Highlight Oh yes ueli!
  • walsi 24.07.2018 05:48
    Highlight Highlight Wenn ein deutscher Spieler betreffend der deutschen Nationalmannschaft auf Englisch kommuniziert, darf er sich nicht wundern, wenn er falsch verstanden wird. Vielleicht war es aber auch Absicht, genau um solche Missverständnisse zu provozieren.
    • Stirber 24.07.2018 07:10
      Highlight Highlight Nun klar mutet es komisch an, aber Özil spielt nunmal bei Arsenal und hat dementsprechend auch viele englische Fans.. Er könnte das Statement natürlich zweisprachig machen, da haben sie recht..
    • FrancoL 24.07.2018 08:07
      Highlight Highlight Ohje, in einer Welt wo bereits das Klopapier englisch angeschrieben ist und man mit x Ausdrücke aus dem Englischen nimmt kann die englische Sprache wohl kaum zu Missverständnissen führen. Ist doch gut dass auch deutsche Spieler schnell andere Sprachen sich aneignen und damit über die Grenzen Deutschlands kommunizieren.
    • JonathanFrakes 24.07.2018 09:41
      Highlight Highlight @FrancoL: Da er für Deutschland spielte, kann man ja noch erwarten, dass es eine deutsche Version gibt.
  • TRL 24.07.2018 04:56
    Highlight Highlight Özil darf stolz sein auf seine türkische Heimat. Er darf sich auch als deutscher Nationalspieler mit türkischen Politikern fotografieren lassen. Aber wenn WM und türkische Wahlen zur selben Zeit sind, muss er sich nicht über die POLITISCHE Abneigung gegen den Politiker auf dem Foto wundern. Für Erdogan wars Wahlkampf, für Özil Heimatliebe. Was wars für die türkischen Wähler? Wir wünschen uns von Özil ein Eingeständnis, dass er mit diesem Foto auch Politik machte. Auch wenn er das gar nicht wollte. Rassisten gibt es leider. Aber nicht alle, die dieses Eingeständnis verlangen, sind welche.
    • Wilhelm Dingo 24.07.2018 06:03
      Highlight Highlight Was ist das für eine Heimatliebe für einen Despoten einzustehen?
    • kk12345 24.07.2018 08:55
      Highlight Highlight @tinted Emre Can hat die Einladung abgelehnt und ich habe bisher keine negativen Konsequenzen vernommen.
    • Clife 24.07.2018 10:08
      Highlight Highlight Ein Geständnis dafür, dass er Politik gemacht hat, weil er keine Politik gemacht hat? Fischers Fritze fischt frische fische...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Osti 24.07.2018 02:14
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht warum alle von Rassismus reden.

    Es ist einfach nicht ok wenn man sich mit einem Diktator trifft und ein süsses Foto mit ihm macht.
    Und die Menschen sagen das nun auch.
    Das hat doch nichts mit Rassismus zu tun.

    Und von anderen Gründen habe ich nie etwas gelesen.
    • Buff Rogene 24.07.2018 06:14
      Highlight Highlight Wie scheinheilig, Osti.

      Um was anderes geht es, als um die Frage, wie wir uns den Immigranten denn bitteschön wünschen, und wie mit ihm umgegangen wird, wenn er das nicht liefert, was erwartet wird.

      Frage: Würde die Diskussion wohl auch so hitzig bis primitiv geführt werden, wenn der in in Gelsenkirchen geborene Deutsche und Weltmeister kein Türke wäre?

      Anhang: X-beliebige Kommentare aus "t-online.de", gegenwärtiges Niveau des Diskurses.
      Benutzer Bild
    • Bienchen 24.07.2018 06:36
      Highlight Highlight Aber es ist ok, wenn es Videomaterial gibt von Infantini, der mit Putin chillt? Und es ist ok, dass „Die Mannschaft“ im autokratischen Staat Russland an der WM teilnimmt?
      Mir scheint, dass da mit unterschiedlichen Ellen gemessen wird und das dürfte sehr wohl damit zusammenhängen, dass Özil Türke ist.
    • derEchteElch 24.07.2018 06:52
      Highlight Highlight @Buff;
      „Frage: Würde die Diskussion wohl auch so hitzig bis primitiv geführt werden, wenn der in in Gelsenkirchen geborene Deutsche und Weltmeister kein Türke wäre?“

      Wäre er kein Türke, hätte er auch dieses politische Foto mit Erdogan nicht gemacht. Man sehe nur, wie bestimmt Erdogan ihm seine Hand reicht. Ergogan hat die Fäden in der Hand. Özil ist nur Marionette..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohmann94 24.07.2018 01:35
    Highlight Highlight WOW! Da haben die Leute aber lange gebraucht! *hand meets face*

    Das nervte mich schon die längste Zeit... Deutlicher kann er es eigentlich gar nicht mehr schreiben, aber dir sensationsgeilen Medien lesen einfach das, was sie lesen wollen.

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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