Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06842365 Argentinian soccer legend Diego Maradona before the FIFA World Cup 2018 group D preliminary round soccer match between Nigeria and Argentina in St.Petersburg, Russia, 26 June 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/GEORGI LICOVSKI   EDITORIAL USE ONLY

Auch Jahre nach seiner Aktivzeit, dreht sich in Argentinien alles um «die Hand Gottes». Bild: EPA/EPA

Das Drama um den Schwächeanfall von Diego Maradona in 5 Akten

Ausgelassene Jubel, ein Nickerchen vor der Pause, die totale Erschöpfung nach dem Spiel – Diego Maradona stiehlt mit seinem Auftritt den argentinischen Spielern auf dem Feld die Show. Doch nicht im positiven Sinne. Die Gerüchte, bei Maradona seien immer noch Drogen im Spiel, erleben ein Revival. Ein Drama in fünf Akten.



1. Akt – vor dem Spiel

abspielen

Ab Sekunde 40 der Tanz, der nicht bei allen gut ankam.

Auch viele Jahren nach seiner Profikarriere ist und bleibt Maradona ein argentinischer Nationalheld. Bereits vor dem Spiel wird der Superstar beinahe mehr im Fernsehen gezeigt, als seine Landsleute auf dem Platz. Fans schiessen Fotos mit ihrem Idol und feiern ihn ab.

Doch Maradona geniesst nicht nur das Bad in der argentinischen Menge. Als eine nigerianische Dame in der Nähe ist, bittet «die Hand Gottes» sie zum Tanz – und die beiden schwingen ihre Hüften, als wären sie im Musikklub. Der Tanz kommt nicht bei allen gut an. Maradona könne sich nicht alles leisten, nur weil er einmal ein Star war, heisst es vermehrt auf Twitter. Weil jedoch auch die Nigerianerin ein Lächeln auf dem Gesicht hat, darf man davon ausgehen, dass sie ebenfalls Freude am Tänzchen hatte.

Maradona hat sich inzwischen zu Wort gemeldet

Maradona hat sich inzwischen via Instagram an seine Fans gerichtet. Hätte er auf die Mediziner gehört, hätte er zur Pause die Partie verlassen müssen. Er habe in der ersten Halbzeit Nackenschmerzen gehabt und eine Dekompensation (Symptome einer Organstörung) erlitten, schrieb Maradona. Ein Arzt habe ihm empfohlen, ins Hotel zu gehen.

Für seinen Kreislauf war es etwas zu viel des Adrenalins. Maradona gab später selber Entwarnung. «Ich möchte Ihnen sagen, dass es mir gut geht», schrieb der 57-Jährige auf Instagram zum Foto, das ihn mit zwei Sanitätern zeigt. Er schicke allen einen Kuss und entschuldige sich für den Schock, den er ausgelöst habe. «Diego wird noch eine Weile da sein.» (zap/sda)

2. Akt – das Tor Messis

Bild

Maradona nach Messis 1:0. bild: twitter

Maradon on fire – oder on cocaine?

Die Reaktion des ehemaligen argentinischen Goalgetters auf das 1:0 von Messi gegen Nigeria fällt extrem aus. Die Kollegen müssen «el pibe de oro», den Goldjungen, zurückhalten, dass er nicht aus der Loge runterfällt.

Die Reaktion der Twitter-Gemeinde fällt ebenfalls extrem aus. Der Gesichtsausdruck des Mannes im Video links hinter Maradona spricht für sich. Sind da wirklich keine Drogen mehr im Spiel?

3. Akt – die wohlverdiente Pause

Bild

Maradona ist nach den ersten Minuten etwas erschöpft. bild: screenshot

Vor der Pause kommt Maradona wieder in die Fernsehbilder. Und siehe da: Das Tor von Messi hat ihn etwas mitgenommen. «Pelusa», wie er zu Beginn seiner Karriere wegen seiner Haarpracht genannt wurde, macht ein Nickerchen. 

4. Akt – das Tor Rojos

Bild

bild: twitter

Das Bild, das um die Welt geht: Maradona ist nach dem späten Siegestreffer von Marcos Rojo nicht zu bändigen. Mit ausgestreckten Mittelfingern lässt er seinen Emotionen freien Lauf. Wem die Geste galt, ist bisher nicht bekannt. Doch stärkt auch diese Szene die Gerüchte, dass etwas mehr im Spiel ist, als nur Emotionen.

5. Akt – nach dem Spiel

Was ist das auf dem Boden zwischen den Beinen des Sicherheitsmannes?

Kein gesundes Bild, das Maradona nach dem Schlusspfiff abgibt. Als hätte er gerade die Nacht seines Lebens hinter sich, torkelt der Weltstar an der Bande der Loge herum. Auf die Sprüche der Fans kann der sichtlich gezeichnete Maradona nicht mehr reagieren. Er muss gestützt werden.

Im Inneren des Stadions muss Maradona ärztlich behandelt werden. Der argentinische Sender TyCSports berichtet von einem Schwächeanfall, den der Argentinier wegen der Aufregung und eines plötzlichen Sinkens des Blutdrucks erlitt.

Die Meinung der Zuschauer ist klar: da müssen Drogen im Spiel sein.

Entwarnung von argentinischer Seite:

Journalist Arcucci gibt Entwarnung: Maradona gehe es gut, er werde bereits wieder stabilisiert.

Dieses Foto wurde nach der Partie gepostet: Maradona sitzt wieder im Flugzeug – und sieht ganz ok aus.

Was war der Auslöser für Maradonas Zustand während und nach des Spiels?

(qae)

Maradona in seinem Element:

Maradona und Totti spielten gemeinsam für den Frieden

Unvergessene WM-Geschichten

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link zum Artikel

22.06.1986: Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

Link zum Artikel

16.06.1938: Was man hier nicht sieht: Dem Penalty-Schützen riss das Gummiband der Hose, der Goalie lachte sich krumm

Link zum Artikel

23.06.1990: Roger Milla gegen René Higuita – der Alte entzaubert den Irren

Link zum Artikel

17.07.1994: «Eine Wunde, die sich niemals schliesst» – Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn

Link zum Artikel

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

Link zum Artikel

31.05.1934: Goalie Zamora war Kettenraucher, sass im Knast und landet an der WM fast im Rollstuhl

Link zum Artikel

Aus «Dico» wird «Pelé» und dieser wird dank zwei WM-Finaltoren zum Weltstar

Link zum Artikel

09.07.2006: Weil Materazzi Zidanes Schwester beleidigt, kommt es zum berühmtesten Kopfstoss der Fussball-Geschichte

Link zum Artikel

07.06.1970: England-Goalie Gordon Banks wehrt mit der grössten Parade aller Zeiten den Kopfball von Pelé ab

Link zum Artikel

06.07.2010: «Ik probeer het maal», denkt sich Giovanni van Bronckhorst im WM-Halbfinal und erzielt aus 37 Metern dieses Traumtor

Link zum Artikel

16.07.1950: Ein Uru bringt das Maracanã zum Schweigen und sorgt dafür, dass Brasilien nie mehr in Weiss spielt

Link zum Artikel

25.06.1982: Die «Schande von Gijon» – Deutschland und Österreich schliessen einen Nichtangriffspakt

Link zum Artikel

05.07.1982: Italiens Rossi kehrt nach zweijähriger Sperre zurück und versenkt «unbesiegbare» Brasilianer im Alleingang

Link zum Artikel

15.06.1958: Von wegen krummbeinig – Garrincha dribbelt die Sowjets schwindlig und gelangt zu Weltruhm

Link zum Artikel

04.07.1954: «Aus, aus, aus, aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister …»

Link zum Artikel

20.06.1982: Schiedsrichter Lund-Sörensen gibt bei Spanien gegen Jugoslawien einen Penalty, der keiner ist, und lässt ihn auch noch wiederholen

Link zum Artikel

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

Link zum Artikel

03.07.1974: Ganz Polen gibt der deutschen Feuerwehr die Schuld für die Niederlage in der «Wasserschlacht von Frankfurt»

Link zum Artikel

30.06.2006: Jens Lehmann hext Deutschland gegen Argentinien in den WM-Halbfinal – dank einem unnützen Spickzettel im Stulpen

Link zum Artikel

30.06.1998: Mit einem Wundersolo geht Michael Owens Stern auf, der nur allzu schnell wieder verglüht

Link zum Artikel

28.06.1994: Der Russe Oleg Salenko erzielt als bisher einziger Spieler in einem WM-Spiel fünf Tore

Link zum Artikel

27.06.1994: Effenberg zeigt seinen berühmten Stinkefinger – leider hat ihn fast niemand gesehen

Link zum Artikel

12.07.1998: Ronaldo kämpft vor dem WM-Final mit dem Tod – warum er trotzdem spielt, bleibt bis heute ein Rätsel

Link zum Artikel

17.06.1970: Fehler über Fehler und Beckenbauers an den Körper geklebter Arm sorgen für das Jahrhundertspiel

Link zum Artikel

Ampel inspiriert Schiri zu Gelben und Roten Karten – ein Chilene spürt die Folgen zuerst

Link zum Artikel

19.06.1958: Just Fontaine schiesst im Viertelfinal zwei seiner total 13 Tore an einer WM – ein Rekord für die Ewigkeit

Link zum Artikel

11.07.1966: Die «Nacht von Sheffield», der grösste Skandal der Schweizer Fussballgeschichte

Link zum Artikel

08.07.1982: Das brutalste WM-Foul aller Zeiten: Toni Schumacher streckt Patrick Battiston nieder

Link zum Artikel

02.07.1994: Kolumbiens Andrés Escobar wird nach seinem Eigentor gegen die USA mit 12 Schüssen hingerichtet

Link zum Artikel

12.06.1998: José Luis Chilavert wird beinahe zum ersten Goalie, der an einer WM ein Tor erzielt

Link zum Artikel

01.07.1990: Unglaublich, aber wahr: Dank cleverer Taktik und zwei verwandelten Penaltys darf England vom WM-Titel träumen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

«Wieso könnt ihr Fussballfans nicht feiern wie Sexbesessene?»

Video: watson/Emily Engkent

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Dzemaili ist wieder zu Hause: «Mein 10. Titel mit dem FCZ wäre ein schöner Abschluss»

Nach 13,5 Jahren ist Blerim Dzemaili zurück beim FC Zürich. Seine Träume mit dem Stadtklub sind gross.

Auf einer alten Autogrammkiste im FCZ-Fanshop prangt ein Bild von Blerim Dzemaili. So wie er damals ausgesehen hat 2007, als er den FC Zürich in Richtung England verliess. Ein Jugendliches Lausbubengesicht mit Grübchen am Kinn.

Inzwischen trägt Dzemaili Bart und einzelne graue Haare. Schon 34 ist er – und ist zurück beim FCZ. Nach neun Stationen im Ausland möchte Blerim Dzemaili mit dem FC Zürich wieder an jenen Erfolgen anschliessen, die er vor seinem Abgang feierte. Dzemaili erinnert …

Artikel lesen
Link zum Artikel