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Japanese, left, and Colombian fans pack the stands near the end of the group H match between Colombia and Japan at the 2018 soccer World Cup in the Mordavia Arena in Saransk, Russia, Tuesday, June 19, 2018. Japan won the match 2-1. (AP Photo/Natacha Pisarenko)

Erst feierten sie gemeinsam, danach räumten sie zusammen auf: Die Fans von Japan und Kolumbien. Bild: AP/AP

Die wahren Helden Russlands! Fussball-Fans räumen nach Spielende gemeinsam ihren Müll weg

Es ist die Szene abseits des Fussball-Platzes, die am Dienstag begeistert: Japanische Fussballfans räumen nach dem Sieg gegen Kolumbien ihren Dreck weg und stecken die gegnerischen Fans mit ihrer vorbildlichen Aktion noch an. Ganz grosser Sport – im Gegensatz zu den Schweizer Anhängern, die für Ärgernis sorgen.

20.06.18, 06:34 20.06.18, 08:42


Die japanischen Fans an der Fussball-WM in Russland machen vor, wie es gehen kann: 90 Minuten lang sorgen die Anhänger der «blauen Samurai» für beste Stimmung im Stadion. Und nach Spielende für beste Stimmung beim Putzpersonal.

Dutzende Zuschauer schnappten sich nach dem Abpfiff gegen Kolumbien Abfallsäcke und räumten ihren Fanblock im Stadion von Saransk selbstständig auf, anstatt ihren Sieg zu feiern und freudig abzuzotteln. Flaschen, Choreographien, Essensreste – alles wanderte in die blauen Säcke.

Video: streamable

Kolumbien und Senegal ziehen nach

Die Aktion machte auf Social Media sofort die Runde und erntete grössten Respekt. So meldete sich beispielsweise der deutsche Fussballspieler Kevin-Pronce Boateng auf Twitter zu Wort.

Schon bei der WM vor vier Jahren in Brasilien hatten die japanischen Fans mit ihren Aufräumaktionen nach Schlusspfiff für Aufsehen gesorgt. Die Japaner selbst bezeichneten ihre saubere Art als selbstverständlich.

In diesem Jahr steckte das Aufräum-Fieber sogar weitere Zuschauer an. Auch die Fans von Kolumbien, die nach der Niederlage gegen Japan einiges zu verdauen hatten, halfen bei der Aktion mit.

Und nach dem 17-Uhr-Spiel zwischen Senegal und Polen waren es die Senegalesen, welche sich an Japan ein Vorbild nahmen und ihren Müll fein säuberlich auf einen Haufen warfen und in die blauen Säcke versorgten.

Schweizer sorgen für Ärgernis

Ein ganz anderes Bild kursiert momentan von den Schweizer Anhängern. Ein Video auf Facebook machte die Runde, auf welchem Schweizer Nati-Fans zu sehen sind, die ihre Blase an einem Zaun in der freien Öffentlichkeit entleerten.

Schweiz-Fans pinkeln in der Öffentlichkeit. Hier geht's zum Video. screenshot: facebook

Die Aktion stiess auf viel Kritik, zumal sich die Fans nicht einmal die Mühe gegeben haben sollen, ein WC aufzusuchen.

Dafür bemühten sich ein anderes Schweizer Trüppchen darum, die Stimmung der Russen etwas aufzuheitern – weil es vor dem Brasilien-Spiel im falschen Rostow landete:

(qae)

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rumbel the Sumbel 20.06.2018 13:37
    Highlight Es braucht so wenig um sehr viel zu erreichen!
    4 1 Melden
  • Don Sinner 20.06.2018 11:45
    Highlight Titel: "Helden". Hmm, was mal ein Reflex war in gewissen Kulturen oder noch ist, wird 2018 als Heldentum gefeiert? Hmm...
    3 1 Melden
  • joe 20.06.2018 09:07
    Highlight Vor 2 Jahren an der EM haben die trinkfreudigen Iren freude gemacht. Im Dunkeln der Nacht noch den Park aufgeräumt in dem sie feiern waren.

    Eigentlich wäre es so einfach!
    37 0 Melden
  • Patho 20.06.2018 08:43
    Highlight Die Schweizer sind zwar Weltmeister im Ordnung halten im eigenen Land, aber sobald sie Ferien haben, insbesondere im Ausland, bergessen sie all dies und benehmen sich wie die grössten Idioten. Abfall wid lieen gelassen, es wird über alles gemeckert und die lokale Kultur nicht respektiert. Ich habe mich auf meinen Reisen schon des öfteren für die Schweizer geschämt und lieder ab und zu auch versucht mich nicht als einer von denen erkennen zu lassen!
    34 11 Melden
    • w'ever 20.06.2018 09:10
      Highlight naja. so sauber sind wir dann auch nicht. ziggistummel am boden werfen als wärs selbstverständlich, mcDo säcke und dosen am strassenrand, den müll und den grill dazu am see/fluss liegen lassen.
      aber gäll... yolo und firstworldproblems ;)
      31 5 Melden
    • Dynamischer-Muzzi 20.06.2018 10:17
      Highlight Ordnung halten im eigenen Land? Fährst Du blind durch die Gegend? Schau Dir mal die Strassengräben und angrenzenden Felder und Wälder an. Alles voller Dosen, Pet-Flaschen und Tüten von Fast-Food-Anbietern. Und warum? Weil der Mensch zu faul ist um seinen Müll ordentlich zu entsorgen. Von den Tieren, welche durch Metallsplitter im Futter jedes Jahr qualvoll sterben, weil eben diese Splitter ihnen den Magen/Bauch aufschlitzen.
      Das grösste Schwein auf dieser Erde, ist der Mensch, welcher seinen Müll überall liegen lässt und rum schmeisst.
      23 1 Melden
    • Patho 20.06.2018 11:01
      Highlight Klar gibts in der Schweiz auch Abfall, der achtlos weggeworfen wird und herum legt... Jedoch sind diese Zuständemin vielen Ländern erheblich schlimmer, selbst wenn sie viel dünner beseidelt sind als die Schweiz. Hierzulande sieht man aber auch sehr viele, die Ihren Abfall sauber entsorgen! Es geht darum, dass eine gute Anzahl Schweizer jeglichen Abstand verlieren, wenn sie in den Ferien sind, so ganz nach dem Motto, ich bezahlt hier, da kann ich auch machen was mir passt, ungeachtet irgendwelchen kulturellen Gegebenheiten...
      9 3 Melden
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  • Dynamischer-Muzzi 20.06.2018 08:39
    Highlight Die traurige Ironie dabei ist, dass zu gleicher Zeit gestern wieder unzählige Autofahrer auf schweizer Strassen ihren Müll einfach aus dem Fenster werfen, anstatt ihn im nächsten Kübel zu entsorgen.
    Diese Japaner und Kolumbianer machen es vor wie es geht! Meinen Respekt haben sie!
    52 1 Melden
  • leu84 20.06.2018 08:35
    Highlight Japanormal :) In Japan wird nach jeder Veranstaltung (Fussball, Konzert) schnell "gfötzlet".
    39 1 Melden
  • haegipesche 20.06.2018 08:16
    Highlight Die Finger zucken, aber ich versuche der Verlockung zu widerstehen, etwas über die Vorteile einer homogenen Gesellschaft zu schreiben...
    7 39 Melden
    • supremewash 20.06.2018 09:46
      Highlight Nur zu, es ist ja bekannt dass die Lust zur Abfallentsorgung proportional zum Ausländeranteil abnimmt.
      8 6 Melden
  • Schnuderbueb 20.06.2018 08:09
    Highlight Diese japanischen Videos, sollten in allen Stadien und Puplicvews vor und nach den Matches auf den Grossbildschirmen gezeigt werden. ARIGATOU NIPPON!!! 🙃
    30 1 Melden
  • El diablo 20.06.2018 08:02
    Highlight Es wäre schon genug, wenn alle Fussballfans ihr Zeugs einfach in einen Abfalleimer werfen würden. Dann gäbe es auch keinen Aufwand. Was die Japan Fans zeigten war aber ganz grosses Kino. Darum ist es "the beautiful game"
    30 0 Melden
  • lilie 20.06.2018 07:00
    Highlight Fantastisch! Vorbildlich! Das sollte Schule machen! 👍👌

    Wie schön wäre es, wenn sich einfach jeder bemühen würde, seinen Müll hinter sich aufzuräumen, wenn er geht. Wie uns das unser Mami beigebracht hat (oder auch nicht...).

    Und da das etwas illusorisch ist, wäre es wirklich fantastisch, würden einfach alle am Ende aufräumen helfen. (Kleiner Hinweis: Die Streetparade ist auch bald wieder 😉).

    108 4 Melden
    • Alex_Steiner 20.06.2018 13:09
      Highlight Klar - dann kann man das Reingungsteam entlassen oder verkleinern. Dann kann die FIFA endlich mal ein bisschen Geld machen mit dieser Veranstaltung.
      1 7 Melden
  • LupaLouu 20.06.2018 06:48
    Highlight Coole Aktion👍 Wenn hier schon jeder nach einem Spiel seinen eigenen Müll mitnehmen würde, wäre das fürs Putzpersonal eine Freude.
    127 4 Melden
    • River 20.06.2018 09:57
      Highlight Super! Dann könnte man diese Arbeitsplätze streichen!
      3 11 Melden
    • lilie 20.06.2018 13:47
      Highlight @River: Die Fans haben nur den Müll weggeräumt, putzen muss man immer noch...
      8 0 Melden
    • River 20.06.2018 14:47
      Highlight Lilieschaatz ich war sarkastisch! Oder wollte das Denken von Projektmanagern imitieren😜
      3 0 Melden
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Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

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