Unvergessen
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Petter Northug of Noway, left, stops near the finish line in front of Marcus Hellner of Sweden, center, and Tobias Angerer of Germany, right, during the men 4x10 km relay race at the Ski World Championships in Holmenkollen near Oslo, Norway, Friday, March 4, 2011. Norway won the competition, Sweden placed 2nd and Germany palced 3rd. (AP Photo/Jens Meyer)

Seitwärts zum Staffel-Gold

Unvergessen

04.03.2011: Northug vernascht die Schweden mit dem frechsten Zieleinlauf aller Zeiten

4. März 2011: Petter Northug übertrifft sich wieder einmal selbst. Mit einem fulminanten Schlussspurt lässt der Norweger an der Heim-WM in Oslo die gesamte Konkurrenz alt aussehen – und er zelebriert den Triumph in ziemlich frecher Manier.



Die Schweiz spielt an diesem Tag eine unbedeutende Rolle. Mit dem neunten Platz verpassen Cologna und Co. den Exploit klar. Und wenn es nicht Cologna ist, der für Furore sorgt, gehört die Show Petter Northug. Der Norweger hat es geschafft, aus einem Team-Event wie der Staffel eine One-Man-Show zu formen.

OSLO, NORWAY - MARCH 04:  (L to R) Eldar Roenning, Martin Johnsrud Sundby, Tord Asle Gjerdalen and Petter Northug of Norway pose with the gold medals won in the Men's Cross Country 4x10km Relay race during the FIS Nordic World Ski Championships at University Square on March 4, 2011 in Oslo, Norway.  (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Norwegens Nationalhelden von links nach rechts: Eldar Roenning, Martin Johnsrud Sundby, Tord Asle Gjerdalen und Petter Northug. Bild: Getty Images/Christof Koepsel

Der frechste Zieleinlauf aller Zeiten

Vor den letzten zwei Kurven des 4x10-Kilometer-Rennens liegen die drei führenden Nationen (Deutschland, Norwegen und Schweden) gleichauf, bis Norwegens Schlussläufer Petter Northug kurz vor Schluss zum Spurt ansetzt. Während Tobias Angerer nicht den Hauch einer Chance hat, kommt der Schwede Marcus Hellner bis zur Ziellinie tatsächlich noch auf 1,3 Sekunden ran. Aber nicht etwa, weil Hellner mithalten kann …

Noch vor dem eigentlichen Schlussspurt mahnt Northug mit einer Geste die Zuschauer zur Beruhigung, ehe er kurz vor dem Ziel seinen Antritt mit dem Stemmbogen abbricht. Durch eine 90-Grad-Drehung einen halben Meter vor der Ziellinie kommt er zum Stand und verweilt einen Augenblick auf der Stelle. Schon hoffen die Schweden auf einen norwegischen Gentleman, doch eben diese 1,3 Sekunden vor Hellner lupft Northug seinen Ski seitwärts über die Ziellinie.

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Northugs Angriff und sein spezieller Zieleinlauf. Video: Youtube/VsbBiking sin kanal

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Hauptsache besser als Schweden

Northugs Aktion kommt natürlich nicht bei allen gut an. Verhöhnung und Arroganz wird ihm vorgeworfen. Verständlich, obwohl es der Norweger als Ausdruck seiner Freude sah. Noch viel lieber hätte er eine 360-Grad-Wendung vollzogen, sagte er nach dem Rennen. Dazu wäre wohl die Zeit etwas knapp geworden.

Die Schweden lassen es gut sein, kritisieren Northugs Zieleinlauf nicht. Eine überraschende Reaktion, wenn man bedenkt, welch grosse Rivalität zwischen den beiden Ländern herrscht. Vergleichbar mit der zwischen Österreich und der Schweiz im alpinen Skisport. Der Sieg der Männer-Staffel gleicht in Norwegen einem Nationalfeiertag. Man holt nicht nur Gold, sondern lässt zugleich den Erzrivalen hinter sich. Was gibt es Schöneres?

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob eine hervorragende sportliche Leistung, ein bewegendes Drama oder eine witzige Anekdote – alles ist dabei.

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