Wirtschaft
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Historischer Moment: Bitcoins sind erstmals wertvoller als Gold

03.03.17, 10:48 03.03.17, 11:29


Die Digitalwährung Bitcoin hat am Donnerstag eine denkwürdige Marke geknackt: Zum ersten Mal war sie wertvoller als eine Feinunze Gold. Der Bitcoin-Kurs erreichte mit 1269 Dollar einen neuen Rekord, während der Goldpreis auf 1230 Dollar abrutschte.

Für Bitcoin-Fans ist dies ein historischer Moment. Sie vergleichen die Kryptowährung gerne mit dem gelben Metall. Beides muss «geschürft» werden, Gold in realen Minen, Bitcoins mit Computern. Und beides gilt als Zuflucht in unsicheren Zeiten.

FILE PHOTO - A Bitcoin (virtual currency) paper wallet with QR codes and a coin are seen in an illustration picture taken at La Maison du Bitcoin in Paris, France, May 27, 2015. To match Special Report BITCOIN-WRIGHT/PATENTS     REUTERS/Benoit Tessier/File Photo

Die Kryptowährung ist wertvoll wie nie zuvor. Bild: © Benoit Tessier / Reuters/REUTERS

Fachleute trauen virtuellen Bezahlsystemen wie Bitcoin grosses Zukunftspotenzial im Zahlungsverkehr zu. Da Bitcoins schnell und anonym rund um die Welt transferiert werden können, sind sie unter anderem für jene interessant, die sich Kapitalkontrollen entziehen wollen. Derzeit ist dies in China der Fall, was als Hauptgrund für das Nachfragehoch gilt.

Erster Bitcoin-Fonds

Und es könnte bald noch weiter aufwärts gehen. Anleger spekulierten, dass in den USA erstmals ein Indexfonds (ETF) in Bitcoin aufgelegt wird, was das Ansehen der Digitalwährung deutlich aufwerten würde. Die Börsenaufsicht SEC will bis zum 11. März entscheiden, ob sie einen Antrag auf einen Bitcoin-ETF genehmigt, der vor vier Jahren eingereicht wurde.

Allerdings ist die Währung sehr schwankungsanfällig. Mitte Januar erlebte sie innerhalb von einer Woche einen Kursrückgang um einen Drittel, weil die chinesische Regierung gegen die Kapitalflucht in den Bitcoin vorzugehen versuchte. Mit wenig Erfolg, wie der neue Rekordwert zeigt.

Für die seit 2009 existierende Währung steht keine Regierung oder Zentralbank ein, ihr Kurs wird allein durch Nachfrage und Angebot bestimmt. Alle zehn Minuten werden durch Computer 12,5 Bitcoins dem System zugeführt. Derzeit sind rund 15 Millionen Bitcoins im Umlauf. Die maximal mögliche Zahl ist auf 21 Millionen beschränkt. (pbl/sda)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MysticPhenix 04.03.2017 10:49
    Highlight Mein Vertrauen in Gold wird dennoch immer grösser sein als jenes in eine Kryptowährung des Internets...
    0 1 Melden
  • Spooky 04.03.2017 04:53
    Highlight Ob Geld oder Bitcoins.

    Wen kümmerts?

    Uns Anarchisten nicht.

    Wir Anarchisten werden euch eure doofen Bitcoins um die Ohren schlagen, sobald die Zeit gekommen ist.
    3 6 Melden
    • Tatwort 04.03.2017 15:45
      Highlight Öhm... wenn Du Dich mal ein wenig in anarchistische Wirtschaftstheorien einliest und anschliessend in die Thematik Bitcoin wirst Du verstehen, weshalb Du hier Quatsch von Dir gibst.
      Und: Bitcoin _kommen_ aus der anarchistischen Bewegung.
      6 0 Melden
    • Spooky 04.03.2017 17:57
      Highlight Ich weiss schon, dass die BitcoinTypen sich selber gerne als Kryptoanarchisten sehen. In Wirklichkeit handelt es sich aber nur um eine neue Form von elitärem Denken, zu dem nur gewisse Leute, einfach eine neue oder andere Elite, Zugang haben.

      Von anarchistischem Denken keine Spur.
      5 3 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 04.03.2017 19:53
      Highlight Du magst ja recht haben, Spooky. Es liegt evtl. daran, dass den meisten Leuten diese ganzen Blockchain- und P2P-Technologien noch rätselhaft sind. Trotzdem würden diese Technologien herrschaftsfreie Systeme und somit Anarchie ermöglichen. Das hängt letztlich davon ab, was wir daraus machen. Man darf die starken reaktionären Kräfte nicht vernachlässigen, die zuerst überwunden werden müssen. Das sind wirklich keine einfachen Hindernisse.

      "Keine Spur" finde ich übertrieben und ungerecht. Es gibt viele Anarchisten in der Kryptoszene. Aber eben... nicht zu laut, denn es gab auch schon Tote. ;/
      2 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • He nu.. 03.03.2017 15:38
    Highlight ..ja die Chinesen, eben noch Mao und kalter Krieg. Wäre besser gewesen, alles wäre beim Alten geblieben.
    0 3 Melden
  • Döst 03.03.2017 12:11
    Highlight Tja, Bitcoin ist Morgen vielleicht Null Wert. Gold wird nie wertlos.
    Virtuelle Währungen wie Bitcoins sind in der Realwirtschaft nicht zu gebrauchen, weil viel zu extreme Schwankungen. Und dass man für Bitcoin in einer Krise einen Gegenwert erhält, "garantiert" keine Zentralbank oder ein Staat. Eine Währung beruht auf Vertrauen - und dies fehlt bei Bitcoin, weil keine Institution dahinter ist.
    Kann mir durchaus eine künstliche "Welt" Währung, welche einigermassen stabil ist, vorstellen, aber Bitcoin ist/wird es definitiv nicht.
    21 27 Melden
    • xHascox 03.03.2017 14:51
      Highlight Eine bank hat auch keine 100% ige sicherheit- wurde schon oft bewiesen dass Banken hopps gehen können
      12 4 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 03.03.2017 15:41
      Highlight Dast: Deine Behauptungen halten einer Überprüfung nicht stand.

      1. "Virtuelle Währungen wie Bitcoins sind in der Realwirtschaft nicht zu gebrauchen"

      Die Chinesen schürfen jährlich Bitcoins im Wert von >300 Mio €. Damit bauen sie REALE Kraftwerke, REALE Serverfarmen, REALE Ausbildungs- und Arbeitsplätze für ihre REALE Hackeravantgarde.

      2. "dass man für Bitcoin in einer Krise einen Gegenwert erhält, "garantiert" keine Zentralbank oder ein Staat."

      Die Leute vertrauen Bitcoin, gerade weil sie keiner Institution, Zentralbank oder gar den leeren Versprechen eines Staates vertrauen wollen.
      10 0 Melden
  • joe155 03.03.2017 11:05
    Highlight Cryptowährungen haben Zukunftspotential. Bitcoin nicht. Dies, da nicht genügend Transaktionen pro Sekunde abgearbeitet werden können. Visa berarbeitet 2000 Transaktionen pro Sekunde - Bitcoin aktuell jedoch nur (theoretisch) 7. Da es sich bei Bitcoin zusätzlich um eine Peer-to-Peer Lösung handelt, sind Veränderungen an der Logik relativ schwer zu bewerkstelligen.
    18 6 Melden
  • Deverol 03.03.2017 11:04
    Highlight Bitcoin misst man in Feinunzen? Ein Kilogramm Gold ist immer noch ein Bisschen wertvoller als ein Bitcoin und genau so "vergleichbar"...
    38 2 Melden
    • Tilman Fliegel 03.03.2017 14:20
      Highlight Ja, ich habe mich beim Lesen des Titels sofort gefragt, wieviel ein Bitcoin wohl wiegt.
      16 1 Melden

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