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Frauen und Geld

Was ein Kind für eine Schweizer Familie finanziell bedeutet

Was passiert, wenn du Nachwuchs bekommst? Wie wirken sich Kinder auf Zeit, Beruf und auf dein Geld aus? 5 Punkte, die du bei den Finanzen beachten solltest.

Olga Miler
Olga Miler



Meine Jungs sind jetzt 11 und 13, ging rasend schnell. Ich weiss noch genau, wie sie ganz klein waren, beide Schreibabys, die wir im Fliegergriff stundenlang rumgetragen haben. 😉

Wir haben uns die Verantwortung für die Kinder und die Arbeit immer geteilt. Vor zehn Jahren kam «100% arbeitende Mutter» nicht immer gut an und ohne die grossartige Hilfe der Grosseltern wäre es wahrscheinlich nur schwer gegangen. Ich glaube, jetzt hat sich doch einiges verändert in Richtung Akzeptanz, Krippenplätze, Tagesschulen und neue Arbeitsmodelle.

Ganz einfach ist der Spagat zwischen Familie und Job sicher auch heute nicht. Im Austausch mit Frauen stelle ich immer wieder fest, dass es jede Menge Herausforderungen und oft viele Überraschungen gibt. Hier sind Fakten und Tipps für eure Finanzen mit Kind.

Kinder und Familie in der Schweiz in Zahlen

Das BfS hat jede Menge Daten zu Familien in der Schweiz:

Wunsch nach traditioneller Familie mit 2 Kindern

Beim Kinderwunsch gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern, gut 60% der (noch) kinderlosen Frauen und Männer im Alter von 20 bis 29 Jahren wünschen sich zwei Kinder, 26% drei oder mehr und nur ein Kind wollen 2,5% Frauen bzw. 5,2% der Männer.

Kinder machen zufrieden, aber vor allem gut ausgebildete Frauen erwarten negative Auswirkung auf das Berufsleben

53% der kinderlosen Frauen und 64% der Männer im Alter von 25 bis 39 Jahren glauben, dass Kinder die Freude und Zufriedenheit im Leben steigern. Vor allem gut ausgebildete Frauen befürchten, die Geburt eines Kindes würde sich negativ auf ihre berufliche Karriere auswirken (75% derjenigen mit Tertiärabschluss). Bei Männern haben nur 37% diese Befürchtung. So hat auch die Ausbildung einen Einfluss auf den Kinderwunsch der Frauen, 30% derjenigen mit Tertiärabschluss wollen keine Kinder.

Akzeptanz von arbeitenden Müttern steigt – langsam

1995 glaubten noch 48% der Frauen und 61% der Männer, dass Kinder im Vorschulalter durch die Erwerbstätigkeit von Müttern leiden würden. Heute haben noch 27% der Frauen und 36% der Männer diese Haltung, obwohl eine grosse Mehrheit der Mütter arbeitet.

Viele Frauen arbeiten Teilzeit, ein Pensum von 70-89% macht am meisten Stress

Rund 60% der 25- bis 54-jährigen erwerbstätigen Frauen arbeiten Teilzeit, bei den Männern arbeitet nur gut jeder achte (13%) Teilzeit. Der Anteil der Frauen, die sagen, sie hätten Mühe, die verschiedenen Aktivitäten unter einen Hut zu bringen, ist bei denjenigen mit einem Arbeitspensum von 70-89% am höchsten (rund 25%). Bei Frauen mit einer Vollzeitbeschäftigung ist es nur ein Sechstel (17%).

In 26% der Haushalte mit Kindern kümmern sich Männer und Frauen gemeinsam um die Hausarbeit – Tendenz steigend

Seit 2013 ist die Anzahl der Haushalte, in denen sich beide Partner gemeinsam um die Hausarbeit kümmern, um 5% gestiegen. Trotzdem wird bei fast sieben von zehn Paaren (69%) im Alter von 25 bis 54 Jahren mit Kindern die Hausarbeit hauptsächlich von der Frau erledigt. Wenn ein Kind krank ist, bleiben in ¾ der Fälle die Mütter zu Hause. Bei Paaren ohne Kinder kümmert sich etwa die Hälfte gemeinsam um die Hausarbeit.

Frauen sind weniger zufrieden mit der Aufteilung der Hausarbeit

Nur etwa jede zweite Frau (48%) mit Kindern im Haushalt ist sehr zufrieden mit der Aufteilung der Hausarbeit, bei den Männern sind es 69%.

Grosseltern leisten die Mehrheit der Kinderbetreuung – ca. 8 Mrd. Franken pro Jahr

64% der Kinder unter 13 Jahren werden familienergänzend betreut, am häufigsten von Grosseltern – geschätzter Wert der unbezahlten Betreuungsleistung der Grosseltern: ca. 8 Milliarden Franken pro Jahr (2018).

5 Punkte, auf die du bei den Finanzen achten solltest, wenn du ein Kind bekommst

Finanzplan erstellen / aktualisieren: Die Lebensziele und finanziellen Bedürfnisse verändern sich

Mit Familienzuwachs verändern sich die Ziele, vielleicht habt ihr vermehrt das Bedürfnis nach Sicherheit oder der Wunsch nach einem Eigenheim wird grösser. Die berufliche Situation verändert sich und es gibt jede Menge Entscheidungen zu treffen, z.B. wer welche Erwartungen hat, wer wie arbeiten möchte, welches Betreuungsmodell ihr für die Kinder braucht. Je nach Lebensmodell (verheiratet, Konkubinat, etc.) gibt es steuerliche Aspekte zu berücksichtigen. Neben euren eigenen Wünschen gehört in den Finanzplan auch die langfristige Planung für die Zukunft der Kinder. Wichtig ist, dass ihr zusammen darüber sprecht und neben der Anpassung von Zahlen festlegt, wie ihr mit unbezahlter Hausarbeit umgehen möchtet und Absicherung schafft für die Vorsorge des Partners.

Budget überarbeiten: die Kosten und das Einkommen verändern sich

Das Budget braucht Anpassung, damit die ganze Familie Platz hat, weil sich die Kosten- und Einkommensverhältnisse verändern: die direkten Kosten steigen, gleichzeitig fallen möglicherweise Einnahmen weg, z.B. wenn ein Erwerbseinkommen ganz oder teilweise wegfällt. Gemäss BfS gibt ein Paar für ein Kind bis zum 20. Lebensjahr im Schnitt ca. 819 CHF pro Monat aus, die Kosten pro Kind sinken mit mehreren Kindern.

Vorsorgen: (Alters-)armut ist weiblich

Arbeitest du Teilzeit oder gar nicht, dann kann dies deine Vorsorge im Alter empfindlich treffen. In der Schweiz sind fast doppelt so viele Frauen von Altersarmut betroffen wie Männer. Damit es nicht soweit kommt:

Berufsplanung: Arbeitsmodell, Weiterbildung, Berufs(wieder)einstieg

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt haben Mütter einen Mutterschutz, Details dazu hier. Der gesetzliche Mutterschaftsurlaub beträgt 14 Wochen und deckt 80% des Lohns. Für Väter gibt es (noch) keinen gesetzlichen Vaterschaftsurlaub.

Klar denkt man nicht zuerst an die Arbeit, wenn man ein Baby bekommt, aber es lohnt sich, einen Plan für die berufliche Zukunft zu machen, auch wenn man eine Pause einlegt oder in eine Teilzeitstelle wechselt. Fragen dazu sind z.B.

Ich treffe auch immer wieder Frauen, die beim Lohn für Teilzeitstellen oft nachgeben oder weniger verlangen, aus Angst, den Job sonst nicht zu bekommen – mutig sein und mit Fakten argumentieren!

Absicherung für Lebensereignisse

Zu den grössten Armutsrisiken zählen laut Studien fehlende Bildung, Verlust der Arbeitsstelle, kleine oder mehrere Kinder sowie Trennung und/oder Scheidung. Oft betroffen sind alleinerziehende Mütter. Um das zu vermeiden, brauchst du einen Notgroschen, Vorsorge und Absicherung, Details findest du hier:

Beim Familienzuwachs gibt es also allerhand zu planen, klingt jetzt aber komplizierter, als es ist. Am wichtigsten ist, zusammen darüber zu sprechen, die Eckpunkte zu regeln und Klarheit über die eigene Situation zu haben, damit Frau nicht plötzlich im Regen steht. Ganz im Detail planen kann man nicht, hat das Leben für uns alle doch immer wieder die eine oder andere Überraschung auf Lager. 😉

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bild: zvg

Olga Miler ...

... war über zehn Jahre in verschiedenen Funktionen bei der UBS tätig, unter anderem hat sie dort das Frauenförderungsprogramm Unique aufgebaut. Jüngst gründete sie das Start-up SmartPurse, eine Plattform, auf der sie digitale Kurse, Workshops und Coachings zum Thema Finanzen für Frauen anbietet. Ab dem 27. Januar wird uns Miler im watson-Blog «Frauen und Geld» an ihrer Expertise teilhaben lassen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dubliner 04.09.2020 13:55
    Highlight Highlight Kinderlos. Falls sich das mal ändern sollte, würden meine Frau und ich uns das Arbeitspensum am liebsten 50/50 teilen. Leider wegen ihres klar tieferen Lohns unmöglich... Wo wir dann wieder bei den tieferen Löhnen in klassischen Frauenberufen wären.
    • Chris van Berg 04.09.2020 15:44
      Highlight Highlight Sorry Dubliner,

      Denke es ist nicht die Tatsache das ihr Lohn tiefer ist, der dich hindert an einem 50/50 Modell, sondern euer finanzieller Bedarf.
      Obwohl ich vor unserem ersten Kind doppelt so viel verdiente wie meine Frau, haben wir die Erziehung aufgeteilt und ich meine Karriere zurückgestellt.

      Tat etwas weh, würde ich aber jederzeit wieder so machen. Die Entscheidung liegt meisten bei einem selber, vieles anderes wird vorgeschoben
  • Max Demian 04.09.2020 12:59
    Highlight Highlight Guter Artikel. Was noch fehlt ist folgender Tipp:
    Umgebe dich mit Menschen, die dich in deiner Bestrebung (voll) berufstätig zu bleiben (gilt für Mama und Papa) bestärken. Denn, es ist immer noch (sehr) hart für voll berufstätige Mamas (genau, nur für die Mamas!). Du wirst tägliche Anfeindungen erleben, selbst von Freunden und Familie. Selbst in den Krippen wirst du (100% arbeitende Mama) eine Ausnahmeerscheinung bleiben, ausser du bist alleinerziehend. Dass du 100% arbeiten willst, wird dir (Mama) und nicht dem Papa übel genommen.

    Ausserdem:
    - lebe in der Stadt
    - suche dir richtigen Papa
    • OlgaMiler 04.09.2020 16:48
      Highlight Highlight Das ist sehr ehrlich formuliert Max, bei mir war das im Umfeld manchmal auch so. Aber vor allem hatten auch die Kinder Mühe da sie von anderen Kindern angesprochen wurden - "andere Mami's arbeiten auch nicht, oder nicht den ganzen Tag". Das fand ich dann schon hart.
  • Janis Joplin 04.09.2020 12:04
    Highlight Highlight Dieser Artikel sollte sich nicht nur an die Frauen, sondern an BEIDE Elternteile halten!
  • hairypoppins 04.09.2020 11:39
    Highlight Highlight Ist halt wie bei einem Hund: Muss man sich gut überlegen und verstehen, was es für das eigene Leben heisst :)
  • DocShi 04.09.2020 08:10
    Highlight Highlight Und wenn man sich scheiden lässt im Kanton Zürich mit zwei Kindern, dann kostet es 1300 Fr pro Kind für denjenigen, der nicht die Obhut hat. Auch bei geteiltem Sorgerecht!
    Falls es wen interessiert.
    • Gubbe 04.09.2020 08:37
      Highlight Highlight Falls es dich interessiert, das ist doch recht wenig. Mein Kollege im Kt. Bern, bezahlt 2'000 Fr. pro Kind. Er hat 2 davon!
    • Grubinski 04.09.2020 11:38
      Highlight Highlight @Gubbe
      Krass. In so einem Fall müsste ich dann wohl die Wohnung kündigen und ihm Büro schlafen. So kann ich nämlich auch den ÖV sparen.
    • Autokorrektur 04.09.2020 14:13
      Highlight Highlight Der Unterhalt ist Einkommensabhängig. Ich erhalte für ein Kind 750.- /Monat
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 04.09.2020 00:57
    Highlight Highlight Ja gut, was ich heutzutage so sehe, vor 10 Jahren war das zumindest mir noch nicht so omnipräsent, ist, dass Mütter und Väter so 100% arbeiten und wenn sie dann Zeit mit dem noch kleinen Kind verbringen, sind sie am Smartphone. Das Kind steht/geht/spielt irgendwie allein daneben. Ich schreibe nur gerade das, was ich so allgemein erlebe. Kann ja sein, dass das ausserhalb von Zürich schon keine Gültigkeit mehr hat.
    • Irene Adler 04.09.2020 12:10
      Highlight Highlight Vor 10 Jahren hatten noch nicht alle Smartphones.
    • D. Saat 04.09.2020 13:07
      Highlight Highlight Kann ja auch sein, dass deine Wahrnehmung von deinen doch sehr festgefahrenen kinderfeindlichen Ansichten herrührt. Ist für mich jetzt plausiebler, denn ich nehme es anders wahr. Auch ist es für Kinder ganz wichtig, dass sie auch mal ohne Kontrolle und ohne Mami und Papi spielen dürfen. Ist sehr viel gesünder für die kondliche Psyche als das Gegenteil.
    • Max Demian 04.09.2020 13:33
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, wen du siehst: denn statistisch betrachtet ist es sehr unwahrscheinlich, dass du Kinder siehst, deren Eltern beide 100% arbeiten. Das hält sich im tiefen einstelligen Bereich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 04.09.2020 00:36
    Highlight Highlight Meine Frau hat ihre Karriere als Mutter, Hausfrau mit Putzen, Kochen usw., Erziehung, Geldverwalterin gemacht. Eine gewaltige Karriere. Ich hingegen habe nur gearbeitet. Ich bewundere meine Frau noch heute.
    Diese Karriere kann natürlich auch der Mann machen.
    • skisandtrail 04.09.2020 08:35
      Highlight Highlight Weshalb blitzt ihr ihn? Ich glaube er meint das wirklich ernst...

      Seid ihr alle so sehr in alten Rollenbildern stecken geblieben?
    • Commander Salamander 04.09.2020 10:23
      Highlight Highlight Nur nützt ihr deine Bewunderung im Scheidungsfall oder im Alter nichts. Solange alles gut geht, was ja bei euch der Fall zu sein scheint, passt diese Aufteilung ja... Aber leider sind da schon viele Frauen schlecht aus der Angelegenheit rausgekommen.
    • Irene Adler 04.09.2020 12:12
      Highlight Highlight Blitze bekommt er, weil diese Karriere alleine von ihm gesetzt wird. In den Augen von anderen ist seine Frau nur Hausfrau.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pikay 03.09.2020 23:01
    Highlight Highlight Wir sind im März Eltern geworden und für uns war klar, dass meine Frau nach der etwas verlängerten Babypause wieder Teilzeit arbeitet. Ich habe es mir auch überlegt, der finanzielle Verlust wäre aber ganz einfach zu hoch gewesen. CHF 1000 pro Monat weniger bei 90% Pensum hätte unserem Portemonnaie stark wehgetan.
    • Satanarchist 04.09.2020 09:04
      Highlight Highlight Also nur 9'000.- statt 10'000.- . Ja, das tut schon ziemlich weh.
    • Astrogator 04.09.2020 09:32
      Highlight Highlight Also 1000 weniger bei einem 90% tut dir weh?

      Das ist Einstellungssache, ich habe mehr "verloren" als ich aus der Privatwirtschaft zur SBB gewechselt habe. Und nun nochmals als wir Eltern wurden.

      Reicht trotzdem immer noch für ein alleinstehendes Haus mit 500m2 Garten, 2 Autos und einen vierstelligen Betrag sparen jeden Monat.

      Kommt ganz auf die eigenen Ansprüche an und wie man sich einrichtet, respektive wo man die Prioritäten legt.

      Aber wir machen viel selbst, haben einen Gemüsegarten den wir schlau bewirtschaften und keine teuren Hobbies.
    • Pikay 04.09.2020 10:54
      Highlight Highlight @Astrogator: Und weil wir eben für ein Haus sparen und dieses nicht bereits besitzen, haben wir uns gegen eine Reduktion meinerseits entschieden.
      @Satanarchist: Danke für den Kommentar
    Weitere Antworten anzeigen
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 03.09.2020 21:05
    Highlight Highlight Bei 8 Milliarden welche Grosseltern leisten habe ich als Grossvater der seine Grosskinder wöchentlich hütet, aufgehört zu lesen.
    Ich bekomme emotional so viel zurück das nicht in Geld aufzuwiegen ist.
    • Lioness 04.09.2020 07:09
      Highlight Highlight Danke für ihren tollen Job. Den Wert der Grosselternbetreuung auszurechnen, zeigt wieviel Grosseltern dazu beitragen, dass man sich die Kinderbetreuung in der Schweiz überhaupt leisten kann. Ohne den Gratisdienst der Grosseltern ginge es in vielen Familien nicht.
    • Einstürzende_Altbauten * 04.09.2020 08:49
      Highlight Highlight Danke für Dein/Euer Engagement, so haben alle Freude.

      Schwierig ist es für Familien, die keine Grosseltern/Verwandte (in der Nähe) haben, da muss externe Betreuung bezahlt werden und die unflexiblen Betreuungszeiten machen es nicht einfacher.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 04.09.2020 10:39
      Highlight Highlight Das Problem bei Kita und Hort ist doch, dass die Öffnungszeiten für Eltern die Schicht oder Wochenende arbeiten nichts taugen. Nicht mal im Verkauf mit Öffnungszeiten der Läden bis 19,30 funktioniert es, weil die KITA und Hort MA pünktlich 18.00 Feierabend möchten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GottaGetGoin 03.09.2020 21:04
    Highlight Highlight Hallo Olga
    Mir ist aufgefallen, dass du schreibst: 'So hat auch die Ausbildung einen Einfluss auf den Kinderwunsch der Frauen...' in der Quelle, die du oben angibst aber steht: 'Der Bildungsstand beeinflusst den Kinderwunsch von Frauen kaum.' Was denn auch in der Statistik sichtbar wird. Nur haben Frauen mit Tertiärabschluss weniger Kinder.
    Lieber Gruss
    • genauleser 03.09.2020 23:25
      Highlight Highlight Merci, Gotta - hab schon gedacht, ich schnalls nicht.
      Korrekt ist: Nur 8.8% kinderlose junge Frauen mit Tertiärabschluss wünschen sich keine Kinder.
      Dagegen hat ein Drittel der Frauen zwischen 50 und 59 Jahren keine Kinder.
    • OlgaMiler 04.09.2020 06:14
      Highlight Highlight Oh, vielen Dank für den Hinweis GottaGetGoin, dass sollte natürlich korrekt heissen von Männern kaum, gemäss Daten BfS: "Der Anteil kinderloser Personen ist bei den Frauen mit Tertiärabschluss besonders hoch (30%), während bei den Männern die Ausbildung nur einen geringfügigen Einfluss hat.". Werden wir korrigieren🙂
  • Blindschleiche 03.09.2020 20:21
    Highlight Highlight An Vorstellungsgesprächen nach 1 Jahr Mutterschaft: Wieso wollen Sie wieder arbeiten, Mutter sein ist das doch das Schönste! Ah was sie haben nur ein Kind und wollen wirklich kein zweites? Krippenmami? Unflexibel! Zu viel krank! Was hält ihr Mann davon das sie arbeiten wollen? Ist ihr Kind gesund?
    Um meine Qualifikationen ging es aber nie wirklich die waren irgendwie ausser Frage.
    • OlgaMiler 04.09.2020 06:26
      Highlight Highlight 🥺 🥺 Bist da nicht alleine Blindschleiche. Ähnliche Geschichten höre ich von Frauen und immer öfter auch von Männer in Familien mit geteiltem Arbeitspensum - scheint leider in der Praxis immer noch hin und wieder vorzukommen. Nicht wirklich zeitgemäss, oder?
    • Betty Valley 04.09.2020 08:34
      Highlight Highlight Das ist nicht nur bei Müttern so auch bei denen die keine Kinder wollen und zwischen 30 und 40 sind. Wieviele Male kommt die Frage nach dem Kinderwunsch. Irgendwannmal ist man so genervt das man sagt, man will keine Kinder. Was ja auch stimmt, ich finde aber das geht dem Arbeitgeber nichts an. Und wieviele Male kommt dann die Skepsis ob man auch wirklich ehrlich ist....
    • maddiepilz 04.09.2020 09:26
      Highlight Highlight Ist das nicht sogar illegal, solche Fragen beim Vorstellungsgespräch zu stellen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 03.09.2020 19:24
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel den sich alle zu Herzen nehmen sollten...

    Leider gibt es nach wie vor zu viele die ziemlich ungeplant / naiv / sorglos / hirnlos eine Familie starten...
    • Lebenundlebenlassen 03.09.2020 19:41
      Highlight Highlight Wenn man es plant kommt es oft anders als man will.. oder statt sorglos kann man auch unbekümmert sagen.. man folgt einfach dem Herzen und gründet eine Familie.. schlussendlich kann man so viel vorausplanen und organisieren wie man will.. es kommt wie es kommt.. ich denke keiner hat Corona miteinkalkuliert.. man soll es nehmen wie es kommt und das beste jeweils daraus machen. Am Schluss zählt einzig unf alleine die Liebe zu den Kindern.
    • hairypoppins 04.09.2020 11:44
      Highlight Highlight Kinder kann man schon planen @Lebenundlebenlassen. Wenn ein Paar kaum Geld hat, dann wäre es vielleicht schlauer mit dem Kinder kriegen zu warten statt in die Armut abzurutschen. Gewisse Dinge kann man schon planen, auch Kinder. Corona finde ich kein gutes Beispiel, da es kein erwartetes Ereignis darstellt, hingegen Familien schon.
    • Tonib 04.09.2020 14:51
      Highlight Highlight Ist doch kein Problem, Rethinking: Wenn's nicht reicht: Bezahlen tut eh immer die Allgemeinheit. Siehe kommende Abstimmung zu den Pappi-Wochen. Und nein, Kinder sind doch unsere Zukunft mag ich nicht mehr hören. Was aus nahen und fernen Ländern die Schweiz bereichert, gleicht das eine oder andere Kind schon aus, auf das wir verzichten. Und bei 50 % Scheidungsrate, wenn wir schon dabei sind, muss man schon sehr mutig sein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 03.09.2020 18:40
    Highlight Highlight Man sollte endlich davon abkommen, dass nur Frauen die Kinder grossziehen. Auch Männer können das.
    Wenn beide 60% arbeiten, zahlen auch beide in die Sozialwerke ein und sind abgesichert. Und wenn man gut plant, muss das Kind auch nicht ständig in der Krippe sein.
    • IsThatReallySo 03.09.2020 21:39
      Highlight Highlight Finde ich sehr gut. Da aber die Mütter meistens die Obhut bekommen (und dadurch vom höheren väterlichen Lohn zu profitieren), ist dies (und altn. Obhut) leider noch in weiter Ferne....
    • Ökonometriker 04.09.2020 07:54
      Highlight Highlight @IsThatReallySo: meistens wachsen die Kinder in einem zu Hause mit beiden Elternteilen auf. Da ist dann eher das Problem, dass die Arbeitgeber unflexibel sind und die Väter quasi zwingen, Vollzeit zu arbeiten.
      Natürlich schützen auch die Gerichte dieses konservative Weltbild und üben keinen Druck auf Paare aus, damit diese im Falle einer Scheidung eine sinnvollere Rollenteilung wählen.

      Im Kern ist die Ursache aber dieselbe: ein Weltbild, in dem die Anwesenheit des Vaters für die Entwicklung des Kindes unterschätzt wird.
    • Allkreis 04.09.2020 09:05
      Highlight Highlight Finde ich eigentlich auch. Nur scheitert das oft an der Lohnungleichheit. Wenn der Mann mehr verdient, ist es rein ökonomisch logisch dass die Frau eher zu hause bleibt. Deshalb ist Lohngleichheit so wichtig. Ebenso die Aufwertung von anspruchsvollen typischen Frauenberufen, oder das Schaffen von frauenfreundlichen Bedingungen in typischen Männerberufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pinot_Berlioz 03.09.2020 18:09
    Highlight Highlight Danke für den informativen Artikel!
    • OlgaMiler 04.09.2020 06:27
      Highlight Highlight 😊
  • In vino veritas 03.09.2020 18:07
    Highlight Highlight Bedenklich, wenn man sich stur auf die Kosten konzentriert. Schliesslich ist es wohl das grösste Glück im Leben, Eltern zu werden. Natürlich ist es nicht mit 18 Jahren oder während der Lehre/Studium/Weiterbildung empfehlenswert, da während dieser Zeit mit Liquiditätsproblemen gerechnet werden muss. Doch den Perfekten Zeitpunkt wird es nie geben!
    • Lami23 03.09.2020 19:46
      Highlight Highlight Davon spricht ja auch niemand. Ich weiss nicht, wo sie das gelesen haben.
    • Sternengucker 03.09.2020 20:33
      Highlight Highlight Ich weiss es ist bedenklich. Nur sehe ich in meinem Umfeld, wie viele Ehen geschieden werden und dann auf der Sozialschiene landen.Ich bin kinderlos, gewünscht. Noch nie bereut. Ich sehe bei meinen verheirateten und geschiedenen teilzeitarbeitenden Kolleginnen wie die am Limit laufen. Manchmal macht es mich auch „hässig“, dass ich immer die Überzeit leiste, weil Mami Kinder abholen muss oder Kind krank ist, etc. Den Mann resp. Ex-Mann kümmert das nicht. Beim Mann kommt immer, das ist geschäftlich nicht möglich. Ich denke das ist auch der Grund, dass eine Frau im Beruf kaum weiterkommen kann.
    • MCN1988 03.09.2020 20:50
      Highlight Highlight Ich denke man sollte den Kostenpunkt schon berücksichtigen! Wenn beide Elternteile 80-100% arbeiten gehen müssen, sollte man einfach keine Kinder in die Welt setzen. Man tut dem Kind keinen Gefallen, wenn man es ständig abgeben muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlaf 03.09.2020 17:58
    Highlight Highlight Heieiei, wer will denn da noch Mutter werden😉
  • bebby 03.09.2020 16:47
    Highlight Highlight Wie kann man den Koordinationsabzug in der PK reduzieren? Und wie verhindert man, dass bei Teilzeit die Einzahlungen einfach in den Ueberobligatorischen Bereich gehen?

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Wie viele Personen wurden positiv auf das Coronavirus getestet? Wie viele sind daran verstorben? Und wie ausgelastet sind die Spitalbetten in deinem Kanton? Ein Überblick.

Am 24. Februar 2020 fiel der erste Test in der Schweiz positiv aus: Eine Person im Tessin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. So hat sich die Kurve in der Schweiz seit Ende Februar entwickelt.

Anmerkung: Der Balken des aktuellen Tages enthält teilweise erst die Angaben von einigen Kantonen und kann im Verlauf des Tages noch grösser werden. Die Veränderung in Prozent im Titel bezieht sich daher auf die letzten beiden definitiven Fallzahlen.

Das Coronavirus hat inzwischen alle Kantone der …

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