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SARS-CoV-2, Coronavirus

Das neuartige Coronavirus ist erst seit wenigen Monaten bekannt. Die Forschung darüber läuft auf Hochtouren, doch die Ergebnisse tragen oft vorläufigen Charakter und können bald überholt sein. Bild: Shutterstock

Immunität, Tests und Neandertaler-Gene: 11 neue Studien zum Coronavirus



Die Forschung über das neuartige Coronavirus läuft weltweit ohne Pause. Hier sind einige neue Studien zu SARS-CoV-2 und der von ihm ausgelösten Krankheit Covid-19.

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Immunität könnte nur kurz dauern

Eine Studie von Wissenschaftlern um Jeffrey Seow vom King's College in London legt den Schluss nahe, dass Covid-19-Patienten mit milden Krankheitsverläufen weniger Antikörper bilden als solche mit schweren Verläufen. Zudem scheint der Spiegel an Antikörpern nach der Genesung schnell wieder abzufallen. Die Forscher untersuchten bei 94 nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierten Patienten während drei Monaten den Antikörpertiter. Auf dem Höhepunkt der Infektion besassen 60 Prozent der Testpersonen neutralisierende Antikörper, die das Virus an der Vermehrung hindern. Am Ende des untersuchten Zeitraums waren es nur noch 16,7 Prozent. Der Antikörper-Spiegel korrelierte zudem mit dem Schweregrad der Infektion: Er war bei jenen Patienten höher, die einen ernsten Verlauf erlebt hatten. Er blieb bei diesen Fällen auch länger hoch als bei den milden Fällen.

Antibodies attacking SARS-CoV-2 virus, the conceptual 3D illustration for COVID-19 treatment, diagnosis and prevention

Antikörper attackieren ein SARS-CoV-2. Bild: Shutterstock

Die noch nicht begutachtete Studie hat weitreichende Implikationen für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2. Ein Impfstoff, der den Körper zur Produktion von neutralisierenden Antikörpern bringen soll, müsste dann eventuell mehrmals verabreicht werden. Dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 möglicherweise nur zu einer kurzfristigen Immunität führt, wäre nicht erstaunlich: Auch gegen andere Coronaviren, die schon länger unter Menschen kursieren und oft Erkältungen auslösen, sind wir nur kurzzeitig immun.

Jeffrey Seow et al. Longitudinal evaluation and decline of antibody responses in SARS-CoV-2 infection. Medrxiv
https://doi.org/10.1101/2020.07.09.20148429

Immunsystem bildet stabile T-Zellen

Neben den Antikörpern spielen auch die sogenannten T-Zellen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Pathogenen. T-Zellen erkennen von einem Erreger befallene Körperzellen und vernichten diese. Neue Untersuchungen des Karolinska Institutet und des Karolinska University Hospital in Schweden zeigen, dass viele Covid-19-Patienten eine sogenannte T-Zell-vermittelte Immunität gegen SARS-CoV-2 aufweisen. Bei Patienten mit schwerem Verlauf trat diese T-Zell-Antwort auf die Infektion zusammen mit einer Antikörper-Antwort auf. Aber auch Patienten mit leichtem oder asymptomatischem Verlauf, die kaum Antikörper entwickelt hatten, zeigten eine T-Zell-Immunität.

T-Zellen des Immunsystems, die Krebszellen angreifen

Darstellung von T-Zellen (rot), die Krebszellen angreifen. Bild: Shutterstock

Die T-Zell-Antwort stimmte mit Messungen überein, die nach der Impfung mit zugelassenen Impfstoffen gegen andere Viren durchgeführt wurden. Unklar ist freilich noch, wie lange diese stabilen Gedächtnis-T-Zellen überleben. T-Zell-Analysen sind überdies komplizierter durchzuführen als Antikörpertests und werden daher derzeit nur in spezialisierten Labors durchgeführt.

Marcus Buggert et al. Robust T cell immunity in convalescent individuals with asymptomatic or mild COVID-19.
https://doi.org/10.1101/2020.06.29.174888

Neuer Schnelltest

Ein Forscherteam um Christian Kaltschmidt vom Lehrstuhl für Zellbiologie der Universität Bielefeld hat einen Schnelltest entwickelt, der in nur 16 Minuten eine SARS-CoV-2-Infektion feststellen können soll. Bei herkömmlichen PCR-Tests muss die RNA des Virus vervielfältigt werden, damit sie nachgewiesen werden kann. Dies geschieht in einem sogenannten Thermocycler, in dem die Temperatur in einem festgelegten Rhythmus verändert wird. Die Forscher aus Bielefeld haben nun einen besonders schnellen Thermocycler entwickelt, der überdies mehrere Proben parallel analysieren kann. Er kommt damit auf rund 570 Auswertungen pro Stunde.

PCR-Test Covid-19, SARS-CoV-2

Bei herkömmlichen PCR-Tests muss die RNA des Virus vervielfältigt werden. Bild: Shutterstock

Der Schnelltest würde sich für Alltagssituationen eignen, beispielsweise im Tourismus. «Wenn beispielsweise Kreuzfahrtschiffe ihren Betrieb wieder aufnehmen, könnten sie in kurzer Zeit jede Person testen, bevor sie an Bord geht», stellte Kaltschmidt in einer Mitteilung der Hochschule fest. Noch ist nicht klar, wann solche Tests zu welchen Kosten verfügbar sein werden.

Christian Kaltschmidt et al. Ultra-fast one-step RT-PCR protocol for the detection of SARS-CoV-2. https://doi.org/10.1101/2020.06.25.20137398

Alltagsmasken schützen Mitmenschen

Christian J. Kähler und Rainer Hain vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr in München haben mithilfe der Particle Image Velocimetry bestimmt, wie sich Luftströme und Partikel beim Husten mit oder ohne Maske verhalten. Zusätzlich testeten sie die Durchlässigkeit bestimmter Stoffe für Partikel und bestimmten die Luftströme um die Maske herum. Ein einfacher Mund-Nase-Schutz oder eine OP-Maske konnten demnach die Verbreitung von ausgeatmeter Luft und Aerosolen effektiv verringern. Dies schützt Personen in unmittelbarer Nähe vor einer Tröpfcheninfektion.

FFP2-, KN95- und Stoffmasken im Überblick
Mund-Nasen-Schutz, Hygienemasken: Herkömmliche, grüne oder blaue Maske, die in vielen Einkaufsläden verkauft wird. Schützt den Träger etwas, schützt aber vor allem das Umfeld. Stoffmasken bieten von allen Maskentypen am wenigsten Schutz.

FFP2-Masken: FFP2 (Filtering Face Peace) filtern Bioaerosole wie zum Beispiel Viren, also auch das Coronavirus, aus der Luft. Geschützt werden sowohl der Träger als auch sein Umfeld. Die FFP3-Masken haben eine noch etwas höhere Filterleistung als jene des Standards FFP2. Jene Masken mit Ventil schützen das Umfelds nicht.

KN95-Masken, N95-Masken: Da FFP2-lizenzierte Masken derzeit sehr gefragt sind, steigen viele Personen auf KN95-, bzw, N95-Masken um. Sie bieten denselben Schutz wie FFP2-Masken.

CPA-Masken: Die CPA-Zertifizierung wurde extra für die Corona-Pandemie geschaffen, da eine herkömmliche FFP2-Zertifizierung zu lange dauert. Sie sollen den gleichen Schutz wie FFP2-Masken bieten.

Weitere Links:
» Wie trägt man eine Maske richtig? Hier eine einfache Anleitung.
» Wie gut schützen Masken wirklich? Neun Antworten auf die häufigsten Fragen.

Zum eigenen Schutz sind allerdings enganliegende, partikelfilternde Halbmasken erforderlich, da bei den normalen Masken Luft um die Ränder eindringen kann. Solche Masken können aber zumindest verhindern, dass sich der Träger dauernd ins Gesicht fasst. Haushaltsmaterialien, aus denen einfache Masken selber hergestellt werden können, filtern Luftpartikel und Tröpfchen von 0,3 bis 2 µm Grösse nicht sehr effizient. Lediglich Staubsaugerbeutel mit Feinstaubfilter zeigten einen vergleichbaren oder sogar besseren Filtereffekt als kommerzielle FFP2-, N95- und KN95-Halbmasken.

Kähler CJ, Hain R. Fundamental protective mechanisms of face masks against droplet infections.
doi: 10.1016/j.jaerosci.2020.105617

Neandertaler-Gene erhöhen Covid-19-Risiko

Bei Europäern stammen etwa zwei Prozent des Erbguts vom Neandertaler. Die DNA dieses nahen Verwandten beeinflusst unter anderem Haut- und Haarfarbe, Stimmung, Rauchverhalten oder Nachtaktivität. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun in einer Vorabveröffentlichung die These vorgestellt, dass ein DNA-Abschnitt, den wir von den urzeitlichen Zeitgenossen geerbt haben, für ein erhöhtes Covid-19-Risiko sorgt. Es handelt sich um einen bestimmten Haplotyp – eine Kombination der Zustandsformen mehrer Gene auf einem Chromosom – auf Chromosom Nummer 3, der in Europa bei acht Prozent der Einwohner vorhanden ist.

Neandertaler Mädchen Gesicht

Neandertaler-Mädchen: Bei Europäern stammen etwa zwei Prozent des Erbguts vom Neandertaler. Bild: Anthropological Institute of the University Zurich

In Südasien ist der Abschnitt besonders häufig, in Afrika dagegen ist er nicht vertreten. Dass dieser Abschnitt erhalten blieb, dürfte daran liegen, dass er einen Vorteil hat – eventuell sorgt er für ein besonders aktives Immunsystem, wie Wissenschaftler spekulieren. Ein aktives Immunsystem kann im Fall einer Covid-19-Erkrankung aber für Probleme sorgen, wenn noch weitere Risikofaktoren hinzutreten.

Hugo Zeberg, Svante Pääbo. The major genetic risk factor for severe COVID-19 is inherited from Neandertals. https://doi.org/10.1101/2020.07.03.186296

SARS-CoV-2 Produkt eines Gen-Austauschs unter Coronaviren

Eine in der Zeitschrift «Nature Structural & Molecular Biology» erschienene Studie von Wissenschaftlern um Antoni Wrobel vom britischen Francis Crick Institute präsentiert Forschungsergebnisse, wonach SARS-CoV-2 das Ergebnis von Begegnungen zwischen zwei oder mehreren Coronaviren ist, bei denen genetisches Material ausgetauscht wurde. Der Vorläufer von SARS-CoV-2 könnte sich danach bei verschiedenen Wirtstieren zur heutigen Form entwickelt haben. Die Forscher richteten ihr Augenmerk besonders auf das «Spike-Protein» des Virus, das ihm ermöglicht, in menschliche Zellen einzudringen.

Struktur des SARS-CoV-2-Spike-Glykoprotein

Struktur des SARS-CoV-2-Spike-Glykoproteins. Bild: Shutterstock

Dieses Spike-Protein ist zu 97 Prozent mit jenem des nahe verwandten Coronavirus RaTG13 identisch. RaTG13 kommt in Fledermäusen vor. Signifikante Unterschiede fanden die Wissenschaftler an der Stelle, mit der SARS-CoV-2 sich an den ACE2-Rezeptor von menschlichen Zellen bindet. Die Änderungen im Vergleich zu RaTG13 machen SARS-CoV-2 stabiler und ermöglichen es ihm, sich 1000-mal leichter an eine menschliche Zelle zu binden als RaTG13.

Antoni G. Wrobel et al. SARS-CoV-2 and bat RaTG13 spike glycoprotein structures inform on virus evolution and furin-cleavage effects.
«Nature Structural & Molecular Biology» (2020)
https://www.nature.com/articles/s41594-020-0468-7

Grosse regionale Unterschiede bei Infektionsrate in Spanien

Wissenschaftler um Marina Pollán vom Instituto de Salud Carlos III in Madrid untersuchten zwischen dem 27. April und 11. Mai mehr als 61'000 Personen aus zufällig ausgewählten Haushalten in ganz Spanien auf SARS-CoV-2-Antikörper. Diese Antikörper werden vom körpereigenen Immunsystem als Reaktion auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 produziert. Die Studie ergab grosse geographische Differenzen in der Prävalenz dieser Antikörper: Während in zentralen Gebieten wie der Metropolitan-Region Madrid rund 10 Prozent der Personen einen positiven Test aufwiesen, waren es in den Küstenregionen weniger als 3 Prozent. Der nationale Durchschnitt lag bei 5 Prozent.

Von diesen positiv Getesteten war etwa jeder Dritte asymptomatisch. Die Forscher schätzen daher, dass in Spanien rund eine Million Personen, die sich mit SARS-CoV-2 angesteckt hatten, unentdeckt blieben, weil sie keine Symptome zeigten.

Marina Pollán et al. Prevalence of SARS-CoV-2 in Spain (ENE-COVID): a nationwide, population-based seroepidemiological study.
«The Lancet»
http://doi.org/gg332t

Immunreaktion ist tödlicher als das Virus selbst

Eine autopsiebasierte Studie von Wissenschaftlern um Christopher Lucas und David Dorward vom Centre for Inflammation Research der Universität Edinburgh deutet darauf hin, dass bei schweren Verläufen von Covid-19 Immunreaktionen anstelle des Virus zum Tod führen. Die Forscher führten bei 11 Personen, die an Covid-19 verstorben waren, detaillierte Autopsien durch und suchten an 37 anatomischen Stellen, darunter der Lunge, nach Viruskonzentrationen und Organschäden durch Entzündungen.

Sie fanden lediglich eine geringe Korrelation zwischen den Viruskonzentrationen und den Entzündungen. Einige Gewebe enthielten das Virus, waren aber nicht entzündet, während andere geschädigt waren, aber keine hohen SARS-CoV-2-Konzentrationen enthielten. Zahlreiche frühere Studien haben bereits gezeigt, dass bei schweren Fällen einer Covid-19-Erkrankung das Immunsystem zur Schädigung der Organe beiträgt.

David A. Dorwand et al. Tissue-specific tolerance in fatal Covid-19.
Preprint: medRxiv.
http://doi.org/d27t

Blutspender-Tests: Bisher nur wenig Personen in Kontakt mit dem Virus

Eine breit angelegte serologische Untersuchung des Robert-Koch-Instituts in Deutschland an 12'000 Blutspendern hat festgestellt, dass lediglich bei 1,3 Prozent der Getesteten Antikörper gegen SARS-CoV-2 vorhanden waren. Dieses Ergebnis der nicht-repräsentativen Studie zeige, dass der Grossteil der Einwohner in Deutschland noch nicht mit dem neuartigen Coronavirus in Kontakt gekommen sei, sagte Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts. Dies bedeute umgekehrt, dass das Virus sich noch stark verbreiten könne.

Bei der serologischen Untersuchung wurden 12'000 Blutspender in Deutschland getestet. Bild: KEYSTONE

Ein weiteres Ergebnis der Studie war, dass Männer in der Blutspendepopulation signifikant häufiger von SARS-CoV-2-Infektionen betroffen waren als Frauen. Bei den Altersgruppen war jene der 40–49-Jährigen am wenigsten betroffen; dagegen waren die Altersgruppen 20–24 Jahre, 25–29 Jahre, 30–39 Jahre und 50–59 Jahre signifikant häufiger seropositiv.

Robert-Koch-Institut (RKI), Serologische Untersuchungen von Blutspenden auf Antikörper gegen SARS-CoV-2. Epidemiologisches Bulletin, 29/2020.

Testfrequenz ist wichtiger als Testempfindlichkeit

Tests, die auf der Technik der quantitativen Polymerase-Kettenreaktion (qPCR) beruhen, können sehr geringe Mengen von genetischem Material des neuartigen Coronavirus nachweisen, sie sind also empfindlicher. Allerdings sind sie teuer und es dauert lange, bis Ergebnisse vorliegen. Weniger empfindliche, dafür häufigere Tests könnten die Ausbreitung des Virus in Menschengruppen – etwa an Universitäten – offenbar besser einschränken.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Wissenschaftlern um Michael Mina von der Harvard TH Chan School für öffentliche Gesundheit in Boston. Die Forscher modellierten die Auswirkungen von wöchentlichen Überwachungstests zusammen mit Fallisolierung im Vergleich zu lediglich alle 14 Tage durchgeführten Überwachungstests. Im ersten Fall blieb der Ausbruch im Modell begrenzt, selbst wenn die Testmethode weniger empfindlich war als bei qPCR. Im Vergleichsfall nahm die Gesamtzahl der Infektionen fast so stark zu, als ob überhaupt keine Tests durchgeführt würden.

D. B. Larremore, Michael Mina et al. Test sensitivity is secondary to frequency and turnaround time for COVID-19 surveillance.
Preprint: medRxiv.
http://doi.org/d2gt

Contact-Tracing identifiziert Fälle bis zu 5 Schritte zurück

Kurz nach der Wiedereröffnung der südkoreanischen Nachtklubs am 30. April stellten die Gesundheitsbehörden des ostasiatischen Landes mehrere Covid-19-Erkrankungen fest. Die Infizierten hatten den Ausgangsbezirk Itaewon in der Hauptstadt Seoul besucht. Jin Yong Lee und sein Forscherteam vom Boramae Medical Center der Seoul National University verwendeten Standortdaten von Mobiltelefonen, Daten von Transaktionen mit Kreditkarten und weitere Informationen, um mehr als 60'000 Personen zu identifizieren, die Zeit in den Klubs von Itaewon oder in deren Nähe verbracht hatten. Bis Ende Mai waren rund 40'000 von ihnen auf SARS-CoV-2 getestet worden. Das Ergebnis: 246 infizierte Personen, von denen mehrere in der Übertragungskette 4 oder sogar 5 Schritte weit von den Klubbesuchern entfernt waren.

Cases related to the COVID-19 outbreak in nightclubs in Itaewon, Seoul, South Korea, that were diagnosed in major cities and provinces of South Korea as of May 25, 2020. A) Distribution of cases by city (n = 246). B) Distribution of primary and secondary cases contracted in nightclubs within the Seoul metropolitan area, by neighborhood in which the nightclubs are located (n = 118, of which 96 contracted the disease in Seoul nightclubs).

Verbreitung der Infektionsfälle ausgehend von den Nachtklubs in Itaewon in Seoul. A: Ausbreitung nach Städten, B: Ausbreitung in der Metropolitanregion Seoul. Grafik: Jin Yong Lee et al.

Jin Yong Lee et al. Coronavirus Disease Exposure and Spread from Nightclubs, South Korea.
http://doi.org/gg4fhj

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • yiheg 15.07.2020 22:39
    Highlight Highlight Neandertaler-DNA beeinflusst das Rauchverhalten? Was soll das denn bedeuten?
  • JP del Grano 15.07.2020 20:07
    Highlight Highlight Gibt es auch neue Erkenntnisse zu Überdispersion und "Superspreading" ? Siehe
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText9
    Demnach wären 10 bis 20% der Infizierten Quelle von 80% aller Infektionen, die Mehrheit der Infizierten wären demnach nur recht gering ansteckend. Das könnte auch erklären, weshalb nur ein sehr kleiner Teil der bisher in Qurantäne Gewesenen tatsächlich infiziert war.
    • JP del Grano 16.07.2020 12:12
      Highlight Highlight Aktuelle Darstellung auch hier: https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-welche-rolle-spielen-superspreader-bei-der.1939.de.html?drn:news_id=1150957
      Wichtige Aussage von Jamie Lloyd-Smith von der University of California: „Wenn man vorhersagen kann, welche Umstände zu diesen Ereignissen führen, zeigt die Mathematik, dass man die Fähigkeit der Krankheit, sich auszubreiten, wirklich sehr schnell einschränken kann... Reproduktionsfaktor R nur eingeschränkt aussagekräftig, denn die meisten Menschen übertragen die Krankheit nicht“.
    • JP del Grano 16.07.2020 12:14
      Highlight Highlight Das Superspreading fördernden Umstände sind: Geschlossene Räume mit wenig Frischluftzufuhr, laute Unterhaltung und Singen, eher kalt und feucht.
      Problem: Die meisten der unter solchen Umständen bereits Angesteckten sind danach, unter anderen Umständen, nicht mehr ansteckend. Sie auf Grund eines nachträglichen Tracings in Quarantäne zu setzen bringt also kaum etwas.
      Also: Kritische Umstände strikt meiden und Hygieneregeln einhalten ist weitaus wirksamer als das nachträgliche Tracing.
  • hgehjvkoohgfdthj 15.07.2020 19:55
    Highlight Highlight Echt übersichtlicher Artikel. Mal eine geballte Ladung Fakten. Das tut sicher gut, wenn man bedenkt, wieviel Fakenews zum Virus und zu den Schutzmassnahmen verbreitet werden.
  • Peter Vogel 15.07.2020 17:15
    Highlight Highlight Alle Menschen ausserhalb von Afrika haben Neandertaler Gene, nicht nur die Europäer.
  • Abu Nid As Saasi 15.07.2020 15:48
    Highlight Highlight Neanderthalgene, sehr interessant. Es gibt da einen EmWasseerfall im Norden der Schweiz
  • Saerd neute 15.07.2020 13:33
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • lilie 15.07.2020 14:37
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • lilas 15.07.2020 16:53
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • MartinZH 15.07.2020 17:12
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Gubbe 15.07.2020 12:51
    Highlight Highlight Ich möchte Daniel Hubers Arbeit würdigen. Was kommt jetzt, es ist mein Aber. Das Ganze ist doch auf Vermutungen, eventuell und auf könnte aufgebaut. Zu guter Letzt noch auf den Neandertaler, der erst kürzlich neu positioniert wurde. Auch die Leser hier, mich eingeschlossen, müssten sich ganz tief einlesen. Ich weiss was Polymere sind, von der Technik der quantitativen Polymerase-Kettenreaktion (qPCR) habe ich noch nie gehört. Es bräuchte für den eigentlich leicht zu lesenden Artikel profunde medizinische Kenntnisse.
  • 3klang 15.07.2020 12:35
    Highlight Highlight Was wäre denn der Plan, wenn sich bestätigt, dass die Immunität nach wenigen Wochen bis Monaten wirklich wieder verschwindet? Was ja bedeutet, das sich jeder jederzeit wieder anstecken kann.

    Beim Händewaschen und ins-Gesicht-fassen sehe ich ein Ändern der Gewohnheiten als Möglich an. Aber die akutellen Hygiene-Zwangs-Massnahmen (Maskenpflicht, Veranstaltungsverbote usw...) können wir ja nicht einfach für immer aufrecht erhalten. Irgendwie müssten wir uns dann ja an ein Leben mit SARS-CoV-2 gewöhnen.
  • Duca 15.07.2020 12:27
    Highlight Highlight Wer sich aktiv an der Bekämpfung des Virus beteiligen möchte, kann die Wissenschaft aktiv unterstützen. Forschungsprojekte brauchen viel Computerpower resp-. Rechenleistung um die notwendigen Protein-Simulationen zu berechnen. Mit der Software von https://foldingathome.org kann man an diesen Berechnungen mittels dem eigenen PC teilnehmen gegen eine kleine Entschädigung (cloud computing). Ungenutzte Rechenpower des CPU's wird somit für die Wissenschaft eingesetzt.
  • Vegetto 15.07.2020 12:19
    Highlight Highlight T-Zellen -> T-Virus -> Resident Evil -> Zombie Apokalypse!!
  • P. Meier 15.07.2020 12:09
    Highlight Highlight Punkt 11 ist noch interessant für alle die bei der Covid-App der Schweiz Bedenken betr. Datenschutz haben. Auch diejenigen, welche Südkorea als Vorzeigebeispiel für unsere "unfähigen" Behörden feiern, sollten den Text genau lesen.
  • swisskiss 15.07.2020 11:38
    • Fretless Guy 15.07.2020 20:16
      Highlight Highlight Hoffen wir einfach mal, dass sich das Ding bald zu einem normalen Erkältungsvirus entwickelt...
  • Dr. Unwichtig 15.07.2020 11:28
    Highlight Highlight Ergänzung: Antikörper bilden sich spezifisch auf einen Erreger und dienen einzig zur Bekämpfung dieses einen Virus-Typs.

    T-Zellen, die körpereigene Zellen angreifen und vernichten, sind wesentlich unspezifischer und werden nur schon dann aktiviert, wenn Teile eines bekannten Erregers erkannt werden.

    Die Eigenschaft der T-Zellen, Viren auch dann zu erkennen, wenn sie nur Ähnlichkeiten mit bekannten Erregern aufweisen ist der bisher einzig nachvollziehbare Ansatz, der erklärt, warum rund 80% aller Infektionen asymptomatisch oder mit nur leichten Symptomen verlaufen.

  • Lupe 15.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Also wenn ich das Partyvolk ansehe und so Ballermannleute, sture Maskengegner, Covodignoranten ect. dann denke ich schon dass gewisse noch mehr vom Neandertaler haben als normal.
    • Klirrfactor 16.07.2020 22:24
      Highlight Highlight Jetzt beleidigst du den Neanderthaler!
  • lilie 15.07.2020 11:16
    Highlight Highlight Danke, @Dani, für die tolle Übersicht zum neusten Forschungsstand! 😃👍

    Natürlich wäre das sehr enttäuschend, wenn die Immunität nur wenige Wochen anhielte, was sich aber ja schon abzeichnete. Das würde eine Impfung auch höchstens für sehr exponierte oder gefährdete Personen sinnvoll machen - z.B. Gesundheitspersonal, Altersheimbewohner oder allenfalls auch Profisportler, die ja ohnehin schon unter sehr enger ärztlicher Betreuung stehen.

    Sehr vielversprechend klingen für mich diese Schnelltests. Wenn jeder an der Grenze getestet werden könnte, würde das Reisen wieder viel sicherer werden.
    • achsoooooo 15.07.2020 13:27
      Highlight Highlight @lilie ich kann mir vorstellen, dass mit einer (ev. mehrfachen) Impfung schon eine längerfristige Immunität hergestellt werden könnte... Beim Beispiel Hepatitis B muss man ja auch einmalig einen genug hohen Antikörper-Wert im Blut haben, danach ist man lebenslang geschützt, unabhängig davon, wie hoch die Antikörper im Verlauf dann sind.
      Immunität über die T-Zellen statz die Antikörper wäre ev. auch möglich.
      Das sind aber natürlich nur Spekulationen (und Hoffnungen) meinerseits....

      Bei den Schnelltests ist das Problem, dass ein negativer Test heute keine Sicherheit gibt, dass ich 100% 1/2
    • achsoooooo 15.07.2020 13:28
      Highlight Highlight 2/2 bin - es kann sein, dass ich übermorgen positiv geteste würde, weil die Viruslast heute einfach noch nicht hoch genug ist.
      Ein Test kann eine Infektion nur bestätigen, aber nicht sicher ausschliessen.
    • lilie 15.07.2020 13:54
      Highlight Highlight @achsooo: Ja, bei den Impfungen dürfen wir noch hoffen, dass vielleicht eine etwas längere Immunität erreichbar ist. Lebenslang glaube ich eher nicht, auch nicht mit Mehrfachimpfungen.

      Derzeit gehts noch darum, ob man vielleicht trotz Antikörper doch wieder krank werden kann. Das braucht leider alles Zeit.

      Schnelltests an der Grenze: Selbst wenn der Test einige nicht anzeigt, wäre er um Längen genauer als nur Fiebermessen oder was wir sonst jetzt haben. Wo es wichtig erscheint, kann immer noch Quarantäne und Laborbestätigung angeordnet werden (Einreise aus Risikoland).
  • Sapientia et Virtus 15.07.2020 11:08
    Highlight Highlight Man könnte auch zwei und zwei zusammenzählen: Bei leichten Fällen keine nachhaltige Bildung von Antikörpern heisst, dass die Antikörpertests in Spanien die Zahl der Menschen mit überstandener Infektionen drastisch unter- und die Gefährlichkeit des Virus drastisch überschätzen!
  • Bee89 15.07.2020 10:50
    Highlight Highlight Was ist eigentlich mit den Bluttests von genesenen Personen? Hat nicht das Unispital Basel versucht herauszufinden ob man mit dem Blut von bereits genesenen Personen eine Art Antikörper Antwort in einem erkrankten Patienten auslösen kann?
    • Moglyy 15.07.2020 11:16
      Highlight Highlight Man kann den Patienten einen kurzfristigen Aufschub geben, die fremden Antikörper helfen für eine Zeit das Virus zu neutralisieren, in dieser Zeit kann der Körper einen eigene Immunantwort aufstellen. Klappte schon bei Ebola, und klappt auch bei COVID-19, muss aber genug früh eingesetzt werden.
    • lilie 15.07.2020 11:27
      Highlight Highlight @Bee: Das versucht man auch am Unispital Zürich und in Japan.

      Durch eine Plasmaspende wird aber beim Erkrankten keine Immunantwort ausgelöst, sondern die Antikörper des Spenders werden quasi als zusätzliche "Krieger" in die Schlacht geschickt.

      Hier ein kurzer Artikel vom April:

      http://www.usz.ch/news/Mitteilungen/Seiten/Passiv-Immunisierung-Corona.aspx?DeviceChannel=Mobile
    • Gopfidam 15.07.2020 11:28
      Highlight Highlight Das Schild hängt immer noch neben dem Unispital. Nehme an sie sind immer noch nicht fertig mit der Studie.
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