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fisch besteck

Fisch mit normalem Besteck essen? Würde wohl auch funktionieren.
Bild: shutterstock

Hast du gewusst, warum es extra für Fisch ein anderes Besteck gibt?



Okay, wenn du dich heute in der Betriebskantine für die Fischknusperli entscheidest, wirst du dafür vermutlich nicht extra ein Fischbesteck hingelegt bekommen. Solltest du dir aber stattdessen in einem mehr oder weniger gehobenen Restaurant ein Stück Fisch gönnen, dann wird das sehr wohl der Fall sein.

Statt eines normalen Messers – mit einer scharfen Klinge – wird dir der Kellner ein mehr oder weniger stumpfes Esswerkzeug neben den Teller legen. Und du wirst es dir schnappen und damit genüsslich deinen Fisch verspeisen, ohne darüber nachzudenken, warum dieses Messer so anders aussieht.

fisch besteck

Schneiden kann man mit diesem Messer nicht wirklich.
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Damit du beim nächsten Mal Bescheid weisst und am Mittagstisch eine Runde angeben kannst, kommt hier die Auflösung: Ursprünglich war es ganz einfach eine Frage des Geschmacks. Denn die ersten Tafelbestecke wurden aus einer Stahllegierung gefertigt, die einen besonders hohen Kohlenstoffanteil hatten. Dummerweise reagiert dieses Material, wenn es mit Fisch oder Eiern in Kontakt kommt, wodurch ein unangenehmer Geschmack entsteht.

Aus diesem Grund hat man damals, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, ein eigenes Besteck zum Verzehr von Fisch entwickelt. Um das Problem mit dem Geschmack zu lösen, hat man die betreffenden Esswerkzeuge einfach versilbert.

Aber auch die Form wurde damals schon verändert: Weil man aus dem eher weichen Edelmetall Silber ohnehin keine scharfen Klingen fertigen konnte, entschied man sich für eine deutlich breitere Version, mit der man das Fleisch von den Gräten heben konnte.

Von der Notwendigkeit zum Statussymbol

Das heutige Tafelbesteck wird natürlich längst aus einem geschmacksneutralem Edelstahl gefertigt, welches nicht so einfach mit dem Essen reagiert. Doch warum sehen die Fischmesser auch heute noch so anders aus? Hätte man nicht einfach wieder dazu übergehen können, alle Gerichte mit der ein und selben Sorte von Messern zu essen? Nein, natürlich nicht.

Denn inzwischen war aus dem Fischbesteck eine Tradition – und vor allem ein wichtiges Statussymbol – geworden. Nach der Einführung des Fischbestecks schossen in der gehobenen Gesellschaft immer mehr «Extra-Bestecke» aus dem Boden: zum Beispiel für den Verzehr von Krebsen, von Hummern oder von Kaviar.

Wer im Besitz dieser zahlreichen Messer, Schaufeln und Gabeln war (und auch noch wusste, wie man damit umzugehen hat), war etwas Besseres. Das erklärt dann auch, warum die Erfindung des rostfreien Stahls, aus dem seit 1921 Messer und Gabeln gefertigt werden, keinen Einfluss auf die Tischmanieren hatte. Welcher Gang mit welchem Besteck verzehrt wird, ist seither ganz einfach eine Frage des Stils.

(viw via sz-magazin)

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