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Da ist mächtig was los im All: Japan-Sonde landet auf Asteroiden und Israel will zum Mond



Freitag ist offenbar Weltall-Tag. Mit Japan und Israel vermelden heute gleich zwei Länder den Start von für sie wichtigen Projekten, die beide nicht auf diesem Planeten stattfinden. Was ist da los?

Japan und der Asteroid

Die japanische Raumsonde «Hayabusa2» ist in rund 300 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. Das gab die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa am Freitag bekannt.

Die unbemannte Sonde soll Material von der Oberfläche einsammeln. Zu diesem Zweck feuerte «Hayabusa2» einen kleinen Sprengsatz ab, um einen künstlichen Krater zu formen. Dabei soll die Sonde Material von dem Asteroiden aufnehmen.

epa07386623 An undated handout artist's impression made available by Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) shows an illustration of JAXA's Hayabusa2 space probe approaching the Ryugu asteroid. According to JAXA on 22 February 2019, Hayabusa2 sent signals back to Earth showing it has landed on the Ryugu asteroid. Hayabusa2's mission is to collect samples from the asteroid to bring them back to Earth at the end of 2020.  EPA/JAXA / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Illustration zeigt, wie Japan sich die Landung von Hayabusa2 im Vorfeld so vorgestellt hatte. Bild: EPA/JAXA

Es werde jedoch noch einige Tage dauern, bis bestätigt werden könne, ob die ersten Proben wie geplant eingesammelt werden konnten, hiess es am Freitag weiter von der Jaxa. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen.

Ende nächsten Jahres soll die Sonde dann zur Erde zurückkehren

Ihr Vorgänger-Modell hatte bereits 2010 weltweit erstmals Bodenproben eines Asteroiden zur Erde gebracht. «Hayabusa2» startete im Dezember 2014 in Japan und erreichte nach fast vier Jahren im All Ende Juni vergangenen Jahres ihr Ziel.

Übrigens:

Israel und der Mond (und Elon Musk)

Israel hat erstmals eine Raumsonde zum Mond geschickt. Die kleine Sonde «Beresheet» begann ihre sieben Wochen lange Reise zu dem Erdtrabanten in der Nacht zum Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Dort startete pünktlich um 02.45 Uhr MEZ eine Falcon-9-Rakete von SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen gehört bekanntlich Tesla-Chef Elon Musk.

FILE - In this Feb. 6, 2018, file photo, Elon Musk, founder, CEO, and lead designer of SpaceX, speaks at a news conference from the Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Fla. Musk is set to unveil an underground transportation tunnel that could move people faster than subways. Musk plans to unveil the test tunnel Tuesday, Dec. 18, 2018, as well as the autonomous cars that will carry people through it. He's also set to show off elevators he says will bring users' own cars from the surface to the tunnel. (AP Photo/John Raoux, File)

Bild: AP/AP

Gut eine Minute nach dem Start hatte die Rakete bereits Überschallgeschwindigkeit erreicht und schoss als leuchtender Streifen durch den Nachthimmel. Bei dieser Beschleunigung kann nicht mal ein Tesla mithalten …

Befördert wurde die Rakete mit mehr als 450 Tonnen Treibstoff, einer Mischung aus Kerosin und flüssigem Sauerstoff.

Das Raumfahrt-Kommando der US-Luftwaffe gratulierte auf Twitter zum erfolgreichen Start.

Die erste Raketenstufe landete anschliessend wie geplant auf einer schwimmenden Landeplattform. Gut 30 Minuten nach dem Start dockte die Raumsonde von der Rakete ab.

«Beresheet» ist der hebräische Name des 1. Buch Mose in der Bibel. An Bord der unbemannten Sonde, die etwa die Grösse einer Waschmaschine hat, soll eine Zeitkapsel mit hunderten digitalen Dateien sein. Darunter ist auch eine hebräische Bibel, die auf einem Träger in Münzgrösse gespeichert ist.

Das kleine Israel will nach den Grossmächten USA, Russland und China das vierte Land werden, das mit einem Raumschiff auf dem Mond landet. Bei einer erfolgreichen Landung wäre «Beresheet» zudem das erste privat finanzierte Raumschiff, das die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers erreicht. Die Sonde hat zwar ein wissenschaftliches Gerät zur Messung des Magnetfeldes des Mondes. Hauptziel der Mission ist aber die Mondlandung als solche.

(hau/sda/dpa/afp)

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