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This composite image, made from nine frames, shows the International Space Station, with a crew of three onboard, in silhouette as it transits the Sun at roughly five miles per second, Sunday, Oct. 7, 2018 from Suffolk, Va. Onboard are Expedition 57 Commander Alexander Gerst of ESA (European Space Agency), Serena Auñón-Chancellor of NASA, and Sergey Prokopyev of Roscosmos. The trio will soon be joined by Nick Hague of NASA and Alexey Ovchinin of Roscosmos, who are scheduled to launch on October 11 from the Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan. Photo Credit: (NASA/Joel Kowsky)

Bildkombo: Transit der ISS vor der Sonnenscheibe.  Bild: (NASA/Joel Kowsky)

Und es ward Licht! Seit 20 Jahren sind Raumfahrer auf der ISS



Vor 20 Jahren legten die ersten Raumfahrer auf der Internationalen Raumstation den Lichtschalter um. Es war der Beginn einer überaus erfolgreichen internationalen Zusammenarbeit. Zumindest bis jetzt.

Es war ein kleiner Schritt für die beiden Raumfahrer, aber ein grosser für die internationale Kooperation im All. Denn vor 20 Jahren betraten der Kosmonaut Sergej Krikaljow und sein amerikanischer Kollege Robert Cabana erstmals die ersten Bauteile, die heute das Kernstück der Internationalen Raumstation ISS bilden. Mit dem heutigen Weltraumprojekt hat der kleine Rumpf nur wenig zu tun – aus zwei Teilen ist inzwischen ein Raum so gross wie ein Fussballfeld geworden.

Astronaut Sergei Krikalev, top, and commander Robert Cabana float in the Unity module, the American-made piece of the seven-story station in this view from televison Thursday, on December 10, 1998. Krikalev and Cabana were the first astronauts to enter the international space station. (KEYSTONE/AP Photo/NASA TV)        === IMAGE FROM TELEVISION ===

Sergej Krikaljow (oben) und Robert Cabana am 10. Dezember 1998 an Bord der ISS.  Bild: AP NASA TV

Heute ist die ISS eine hochkomplexe und gut ausgerüstete Weltraum-WG, in der zurzeit der deutsche Astronaut Alexander Gerst mit drei Kollegen und zwei Kolleginnen lebt. Am 10. Dezember 1998 war das noch ganz anders. Krikaljow und Cabana schwebten Hand in Hand als erste Menschen mit Taschenlampen durch die Luken der ISS. «Das war ein historischer Moment», sagte der Ex-Kosmonaut Krikaljow einmal in einem Interview. Erst wenige Woche zuvor war das erste Modul in den Orbit geschossen worden.

Die wichtigsten Ausbauschritte der ISS

Der symbolische Akt des russischen und des amerikanischen Raumfahrers am Aussenposten der Menschheit bedeutete den Startschuss für ein einzigartiges Projekt, schreiben Moskauer Weltraumexperten. Die gute und professionelle Zusammenarbeit auf der ISS werde derzeit zwar von dramatischen Schlagzeilen überschattet. Erst ein Leck, dann ein Fehlstart – sogar Sabotage-Gerüchte wurden in den Raum gestellt. Der erste Besuch auf der ISS war jedoch «ein guter Start einer Arbeit, die wir bis heute fortsetzen», resümierte Krikaljow.

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Zeitraffer-Animation: Der Aufbau der ISS.  Video: YouTube/Earth Station Alpha

Erst Bautrupp, dann Besatzung

1998 gehörte der Russe zu der sechsköpfigen Space-Shuttle-Besatzung, die die ersten Module im All in wenigen Tagen zusammenbaute: das russische Sarja-Modul und das Nasa-Modul Unity. Erst zwei Jahre später wurde dann eine Langzeit-Besatzung zur ISS geschickt. Auch damals war Krikaljow dabei. Seitdem ist die Weltraumstation etwa 400 Kilometer über der Erde rund um die Uhr besetzt.

Astronauts Jerry Ross, left, and Jim Newman prepare to unfurl an antenna on the Russian-made international space station module Zarya in this Dec. 9, 1998 image from NASA television.   (KEYSTONE/AP Photo/NASA VIDEO)

Die Astronauten Jerry Ross (l.) und Jim Newman entfalten am 9. Dezember 1998 eine Antenne am russischen Sarja-Modul.   Bild: AP NASA

Heute ist der 60-Jährige Leiter der russischen bemannten Raumfahrt und hat bereits das Ende der Einsätze auf der ISS im Blick. Bis 2024 stehen die Pläne der Amerikaner und Russen für das milliardenschwere Projekt. «Wir verhandeln aber bereits über eine Verlängerung der Einsatzdauer bis 2028», sagte der Ex-Kosmonaut der russischen Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta».

Dann soll die aus mehr als einem Dutzend Modulen bestehende Station stufenweise zurück zur Erde gebracht werden. Die Teile sollen kontrolliert in den Pazifik stürzen. Ob der politische Streit zwischen Moskau und Washington der erfolgreichen Kooperation früher ein Ende setzt, ist offen.

epa04709644 A handout picture made available by NASA on 18 April 2015 and taken by Italian Expedition 43 Flight Engineer Samantha Cristoforetti of the European Space Agency (ESA) on 12 February 2015, shows the giant solar arrays on the International Space Station (ISS). The space station's solar arrays contain a total of 262,400 solar cells and cover an area of about 2,500 square meters, more than half the area of a football field. A solar array's wingspan of 73 meters is longer than a Boeing 777's wingspan. Altogether, the four sets of arrays can generate 84 to 120 kilowatts of electricity -- enough to provide power to more than 40 average homes. The solar arrays produce more power than the station needs at one time for station systems and experiments. When the station is in sunlight, about 60 percent of the electricity that the solar arrays generate is used to charge the station's batteries. At times, some or all of the solar arrays are in the shadow of Earth or the shadow of part of the station. This means that those arrays are not collecting sunlight. The batteries power the station when it is not in the sun.  EPA/ESA / NASA / Samantha Cristoforetti  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Die ISS im April 2015.  Bild: EPA/ESA / NASA

Geruch von Plastik und Metall

Oft denkt Krikaljow an die ersten Stunden der ISS zurück. «Es gab so viel Platz. Wir hatten ja noch nicht mal einen Tisch oder irgendeine Ausrüstung.» Beim ersten Durchgang mussten die beiden Raumfahrer zunächst das Licht anschalten, um dann mit Schraubenschlüssel zu hantieren und Halterungen anzubringen. Es habe nach Plastik und Metall gerochen. «Es war eine leere, jungfräuliche Station. Wir hatten ja gerade erst begonnen, dort zu arbeiten», erinnert er sich.

Von dieser Unberührtheit ist 20 Jahre später nichts mehr zu spüren. Bislang haben rund 230 Menschen aus mehr als 18 Ländern auf der ISS gelebt. Ausgestattet ist sie inzwischen mit einem Trainingsraum, zwei Badezimmern und sechs Schlafräumen. Auch Weltraum-Touristen können sich auf den Weg zur ISS machen – die Reisekosten inklusive Verpflegung belaufen sich auf etwa 17.5 Millionen Euro. Einmal war die ISS sogar überbelegt: 2009 hielten sich kurzzeitig 13 Menschen auf der Raumstation auf – es gab also nicht einmal genügend Betten.

Auch 20 Jahre nach dem Start werden auf der ISS zahlreiche Experimenten durchgeführt und sogar Blumen angepflanzt. Das nächste Projekt ist auch für die derzeitige Mannschaft ein Glücksfall: der Salat-Anbau. (sda/dpa)

Die Internationale Raumstation ISS

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    Alle Leser-Kommentare
  • Arthur Philip Dent 10.12.2018 20:46
    Highlight Highlight Fake News! Die Erde ist doch flach und Gravitation ein Märchen! #LügenNasa 🤣


    ...wissenschaft ist schon cool, wie gern hätte ich die Milliönchen um da hochzudüsen... 😅
  • Alpaka 8 10.12.2018 18:58
    Highlight Highlight Wie schön wäre es, wenn die Mächtigen auf unserer Welt die ISS als Vorbild nehmen würden. Friedliches Zusammenleben zwischen Amerikaner, Europäer und Russen scheint im Weltall kein Problem zu sein. :-)
    • stony1185 10.12.2018 22:30
      Highlight Highlight Es ist doch wie in der Schweiz, Kantönligeist bis zum abwinken, aber wenn dan jemand erfolg hat ist er ja auch schweizer unf man kann stolz sein^^ im weltall sind Bösen halt auch nur Menschen...
    • Unicron 12.12.2018 12:40
      Highlight Highlight Man findet immer einen Grund zum hassen.
      Weisse gegen Schwarze, Kontinent gegen Kontinent, Inländer gegen Ausländer, Deutschschweiz gegen Französische Schweiz, Kanton gegen Kanton, Dorf gegen Dorf, Siedlung gegen Siedlung, Strasse gegen Strasse, Haus gegen Haus, Stockwerk gegen Stockwerk, Bruder gegen Schwester, Katze gegen Hund.

      Wenn man wirklich sucht, findet man immer einen Feind. Man sollte sich halt mehr auf die Gemeinsamkeiten freuen statt sich über die Differenzen aufzuregen.
  • α Virginis 10.12.2018 18:57
    Highlight Highlight Nun sind es schon 20 Jahre... Ich kann mich noch gut an die Anfänge der ISS nach MIR und Spacelab erinnern.

    GW an die olle ISS^^

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