Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Aus 90 Tagen wurden über 5000 – NASA beendet Mars-Mission des «Opportunity»-Rovers



FILE - This illustration made available by NASA shows the rover Opportunity on the surface of Mars. The exploratory vehicle landed on Jan. 24, 2004, and logged more than 28 miles (45 kilometers) before falling silent during a global dust storm in June 2018. There was so much dust in the Martian atmosphere that sunlight could not reach Opportunity's solar panels for power generation. (NASA via AP)

Eine Illustration des Mars-Rovers «Opportunity». Bild: AP/NASA

Eigentlich sollte «Opportunity» nur 90 Tage auf dem Mars aktiv sein. Am Ende wurden es fast 15 Jahre. Der ausdauernde Roboter hat den Roten Planeten erkundet und Unmengen an kostbaren Daten geliefert. Doch ein Staubsturm im Sommer wurde ihm zum Verhängnis.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission des Mars-Rovers «Opportunity» offiziell für beendet erklärt, weil es seit Monaten kein Lebenszeichen mehr von dem Roboter gibt. Nasa-Experten erklärten am Mittwoch (Ortszeit) im Raumfahrtzentrum in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien, sie hätten trotz aller Bemühungen keine Signale mehr von dem Rover empfangen, ihr «geliebter» Roboter sei stumm geblieben. Die Mission werde daher beendet.

Am 10. Juni hatte «Opportunity» seine bislang letzte Nachricht geschickt. Danach überzog ein gigantischer Staubsturm den Planeten - und der Roboter verstummte und war für das Kontrollzentrum nicht mehr zu erreichen.

Die schönsten Bilder des Mars

Der Rover war im Juli 2003 an Bord einer Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida gestartet und rund ein halbes Jahr später, am 25. Januar 2004, auf dem Mars gelandet. Seitdem rollte der rund 185 Kilo schwere, sechsrädrige Rover über den Mars - nicht ohne Zipperlein, aber mit bemerkenswertem Durchhaltevermögen.

Rekord-Mission

Eigentlich war seine Mission nur auf 90 Tage angelegt gewesen. Am Ende wurden es rund 15 Jahre - laut Nasa ein Rekord. Sein Einsatz endete den Wissenschaftlern zufolge ausgerechnet an einem Ort auf dem Mars mit dem Namen «Tal der Ausdauer».

2007 hatte «Opportunity» (auf Deutsch: Möglichkeit) einen noch viel grösseren Sturm überstanden. Doch von dem jüngsten Staubsturm erholte sich der Rover nicht. «Opportunity» brauchte Sonnenenergie, um seine Batterien aufzuladen - und der Sturm liess so gut wie keine Sonne mehr durch. Deswegen versetzte sich der Rover in den Ruhemodus, aus dem er nicht mehr aufwachte.

In den vergangenen Monaten hatten die Wissenschaftler der Raumfahrtbehörde verzweifelt versucht, «Opportunity» wieder zu aktivieren. Doch alle Bemühungen liefen ins Leere. Am Dienstag hatten die Nasa-Experten den letzten Versuch gestartet, den Kontakt zu «Opportunity» wiederherzustellen - wieder vergeblich.

Projektmanager John Callas sagte, man habe jeden zumutbaren technischen Aufwand betrieben, um den Roboter zu retten. Doch die Wahrscheinlichkeit, noch ein Signal von ihm zu empfangen, sei bei Weitem zu gering, diese Bemühungen fortzusetzen.

Geiler Science Porn aus der scharfen Welt der Wissenschaft

Suche nach Hinweisen auf Wasser

Hauptaufgabe des Rovers auf dem Mars war die Suche nach Beweisen für die frühere Existenz von Wasser, die Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Über die Jahre lieferte er auch mehr als 217'000 Bilder von dem Planeten.

Unter dem Hashtag #ThanksOppy postete die Nasa am Mittwoch mehrere Tweets zum Abschied von ihrem Roboter. US-Vizepräsident Mike Pence schrieb bei dem Kurznachrichtendienst, der Rover habe die Schönheit und Wunder des Mars offengelegt. «Du hast das Land stolz gemacht!»

Zu ähnlicher Zeit wie «Opportunity» war ein baugleicher Rover namens «Spirit» auf dem Mars gestartet, quasi ein Zwilling. Dessen Einsatz endete allerdings schon 2011. Die Erkundung des Mars geht aber auch in Zukunft weiter. 2012 war dort der Rover «Curiosity» dazugekommen und erst im vergangenen Jahr hatte die Nasa einen weiteren Lander, «Insight», auf den Weg zum Roten Planeten geschickt, der Ende November dort ankam. Anders als die Rover bleibt «Insight» allerdings stationär. (sda/dpa)

20 offizielle, grottenschlechte NASA-Poster (oder bereits Kult?)

Nasa-Roboter «InSight» auf dem Mars gelandet

abspielen

Video: srf

Sterne, Planeten, Monde und noch mehr Weltraum-Stoff

Mysteriöse Radiowellen aus den Tiefen des Alls sind ein Rätsel für Astronomen

Link zum Artikel

Edelstein statt Eisenkern – diese Planeten bestehen aus Saphir und Rubin

Link zum Artikel

17 spektakuläre Weltraum-Bilder, die du gesehen haben musst

Link zum Artikel

Saturn verliert seine Ringe – und zwar schneller als gedacht

Link zum Artikel

Und es ward Licht! Seit 20 Jahren sind Raumfahrer auf der ISS

Link zum Artikel

Der Mars lockt – doch kann man da überhaupt leben?

Link zum Artikel

NASA veröffentlicht erste Audioaufnahmen: So ausserirdisch klingt der Mars

Link zum Artikel

2018: A Mars Odyssey – die Geschichte der Mars-Expeditionen in Bildern

Link zum Artikel

Marssonde erfolgreich gelandet: Das erste Bild von InSight ist da

Link zum Artikel

Wird die Landesonde InSight die «7 Minuten des Terrors» überstehen und den Mars erkunden?

Link zum Artikel

War «Oumuamua» eine Alien-Sonde? Ein Harvard-Papier suggeriert es

Link zum Artikel

So nah wie nie zuvor: Astronomen haben (fast) in ein Schwarzes Loch geschaut

Link zum Artikel

Diese 5 Projekte bringen dich vielleicht bald ins All – etwas Kleingeld vorausgesetzt

Link zum Artikel

Das Kessler-Syndrom oder wie eine Kettenreaktion im All unser Leben verändern könnte

Link zum Artikel

So gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Aliens gibt

Link zum Artikel

So schön waren die Sternschnuppen-Nächte am Wochenende

Link zum Artikel

So beeindruckend ist ein Sandsturm auf dem Mars

Link zum Artikel

Wenn du nicht mindestens 7 Sternbilder erkennst, frisst dich der Grosse Bär 😱

Link zum Artikel

31 Dinge, die noch heisser sind als dieser Sommer (und nein, hier gibts keine nackte Haut)

Link zum Artikel

Darum ist das die längste Mondfinsternis, die du in deinem Leben sehen wirst

Link zum Artikel

Überraschung auf dem Mars: Forscher finden unterirdischen See

Link zum Artikel

Wo ist die Erde Nummer 2? Das sind die Top Ten der Kandidaten

Link zum Artikel

Forscher machen Zufallsfund und entdecken zwölf neue Jupiter-Monde

Link zum Artikel

Funktioniert der «unmögliche» Quantenantrieb EmDrive? Das sagt die Forschung

Link zum Artikel

Warum Weltraumkolonisierung katastrophal schiefgehen kann

Link zum Artikel

Wenn wir zu den Sternen reisen, brauchen wir ein Raumschiff, das es jetzt noch nicht gibt

Link zum Artikel

Aliens kontaktieren? Das sollten wir besser nicht tun

Link zum Artikel

Wenn es Aliens gibt, wie sehen sie dann aus?

Link zum Artikel

Den Mars besiedeln? Nein, es gibt ein besseres Ziel: Titan!

Link zum Artikel

Wir haben eine neue Erde gefunden – aber wie kommt man dahin? Und wie lange dauert die Reise?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Unicron 16.02.2019 06:37
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt dass all die alten Rover irgend wann mal in einem Museum stehen werden. Die gehen da ja nicht weg, die stehen alle noch dort, wo sie aufgehört haben zu funktionieren.
    Also kann man die auch wieder einsammeln, egal ob in 10, 100 oder 200 Jahren.

    Tschüss Oppy =(
  • Dogbone 14.02.2019 12:52
    Highlight Highlight Eine verrückte Geschichte, welche ich immer wieder interessiert verfolgt habe. Viele Schreckmomente, zB. als der Göppel im Sand stecken geblieben ist, der Kameraarm nicht mehr zu bewegen war oder ein Rädli gestreickt hat.
    Für die Technikerund die ganze Crew muss es hart sein, sowas nach 15 Jahren hinzuschmeissen. Vielleicht werden unsere Nachkommen Opportunity ja irgendwann im „Tal der Ausdauer“ unter einem Haufen Staub finden...
  • c-bra 14.02.2019 12:17
    Highlight Highlight 15 Jahre ohne MFK!

    Wurde auch Zeit, dass dieses gemeingefährliche Ding endlich aus dem Verkehr gezogen wird.
  • Nero1342 14.02.2019 11:57
    Highlight Highlight Jaja.. „Doppelkrater“ 😂😂😂
    Benutzer Bild
  • riqqo 14.02.2019 10:56
    Highlight Highlight Endet die Mission mit einer Rückkehr zur Erde oder endet sie mit dem Motto «Aus den Augen aus dem Sinn»?

    Ach, wieso frage ich sowas überhaupt…
    • Grave 14.02.2019 22:22
      Highlight Highlight Ich denke "Die Mission ist beendet" sagt wohl schon alles...

Diese Fehler sollten wir beim Erstkontakt mit Aliens vermeiden

Wenn wir auf ausserirdisches Leben treffen, müssen wir vorbereitet sein. Jeder Fehler ist dann einer zu viel, sagt der Exosoziologe Michael Schetsche. Er geht im Namen der Wissenschaft der Frage nach, was ein erster Kontakt für die Zukunft der Menschheit bedeuten würde. Denn: Das erste Aufeinandertreffen ist für Kulturen immer entscheidend. Wo und wie das erste Alien-Date am besten ablaufen sollte und warum wir erst Delfine verstehen lernen müssen, um richtig mit Ausserirdischen zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel