Fussball
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St. Gallens Cedric Itten, Mitte, erzielt sein viertes Tor per Hacke zum 0-5 gegen die Abwehrspieler von Ueberstorf, im Schweizer Cup Spiel zwischen dem FC Ueberstorf und dem FC St. Gallen, am Sonntag, 19. August 2018 auf dem Sportplatz in Ueberstorf. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Fussballzauber in der Provinz: St.Gallens Cédric Itten (Mitte) schiesst beim 6:0-Sieg in Ueberstorf fünf Tore, hier eines mit dem Absatz. Bild: KEYSTONE

Darum blicken wir an Cup-Wochenenden neidisch nach Deutschland

Die Schweiz ist kein Land vieler Cup-Sensationen. Das zeigte sich am Wochenende wieder: Alle zehn Super-League-Teams kamen weiter. Bundesligisten erwischt es viel häufiger. Und Frankreich scheint geradezu ein Eldorado für Unterklassige zu sein.

20.08.18, 13:39 20.08.18, 14:20


Ausgerechnet Meister YB hat's in der 1. Runde des Schweizer Cups am spannendsten gemacht. Gegen das viertklassige Biel retteten sich die Berner in der Nachspielzeit in die Verlängerung, in welcher sie kurz vor dem Penaltyschiessen zum 3:2-Sieg trafen. Nur Xamax (1:0 beim drittklassigen Yverdon) tat sich ebenfalls etwas schwerer, doch Fakt ist: Alle zehn Teams aus der Super League sind eine Runde weiter.

Enttaeuschte Bieler nach dem 2:2 von YB im Fussball 1/32 Finals des Schweizer Cups zwischen dem FC Biel und dem BSC Young Boys, am Samstag, 18. August 2018, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Daniel Teuscher)

Achtungserfolg, aber keine Sensation: Aussenseiter Biel verliert gegen YB. Bild: KEYSTONE

Business as usual. Denn das schöne Märchen von der Cup-Sensation in der Provinz findet in der Realität praktisch nie statt. Das zeigt der Blick auf die 1. Runde der letzten zehn Austragungen.

Diese Kleinen schlugen zu

In der 1. Runde des Schweizer Cups blieb seit 2009 nur drei Mal ein Super-League-Team hängen. Thun erwischte es 2016 bei Kriens (Promotion League), Servette scheiterte 2012 an Cham (1. Liga) und der FC Luzern im gleichen Jahr an Delémont (1. Liga Promotion).

Was haben wir angeschaut?

Uns interessierten nur die Teams der Super League und der 1. Bundesliga. Als Cup-Sensation werten wir es, wenn ein mindestens zwei Ligen tiefer spielender Klub gewinnt.

In 97 Spielen in den letzten zehn Cup-Austragungen feierten die Super-League-Teams zusammengezählt 94 Siege mit einem Torverhältnis von 435:49. Die Favoriten setzten sich im Schnitt mit 4,5 Toren zu 0,5 Toren durch.

Zu den Sensationen der 1. Runde gesellen sich solche in weiteren Runden. 2017 warf Stade Lausanne-Ouchy (PL) den FC Sion in der 2. Runde raus, Köniz (PL) schlug in dieser 2016 Lausanne und 2015 GC. Denkwürdig sind auch zwei YB-Pleiten: Im Achtelfinal 2013/14 verloren die Berner gegen Le Mont (1. Liga Promotion) mit 1:4, in der Saison darauf schieden sie beim SC Buochs aus der 2. Liga Interregional aus.

Le gardien bernois Marco Woelfli, a droite, reagit apres avoir encaisse un goal lors des 8eme de finales de la Coupe Suisse de football entre le FC Le Mont LS et les BSC Young Boys ce samedi 9 novembre 2013 au Centre sportif du Chataignier au Mont-sur-Lausanne. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Goalie Wölfli und seine YB-Kollegen sind bedient: 2013 gibt's bei Le Mont eine üble Pleite. Bild: KEYSTONE

Dass es so wenig Sensationen gibt, liegt wohl nicht nur daran, dass der Qualitätsunterschied zwischen Super League und tieferen Ligen grösser wird. Sondern auch daran, dass der Weg nach Europa nirgends kürzer ist als im Cup: Für den Titelgewinn benötigt man sechs Siege. Die ersten zwei gibt's in der Regel billig, danach wartet vielleicht noch ein Challenge-League-Vertreter und schon bist du im Viertelfinal.

Da die meisten Super-League-Teams im Kampf um den Meistertitel aussen vor bleiben, nimmt der Cup eine grosse Bedeutung ein. So spielte beispielsweise der FC St.Gallen beinahe in Bestbesetzung, um gegen Ueberstorf (2. Liga Interregional) das Risiko so minim wie möglich zu halten.

So sieht's in Deutschland aus

Auch im DFB-Pokal fand am Wochenende die 1. Runde statt. Und dort gab's die erhofften Sensationen, die massgeblich zur Popularität dieses Wettbewerbs beitragen. Mit Eintracht Frankfurt erwischte es den Titelverteidiger im zweiten Pflichtspiel unter YB-Meistertrainer Adi Hütter: Es scheiterte beim viertklassigen SSV Ulm mit 1:2. Mit dem VfB Stuttgart (0:2 beim drittklassigen Hansa Rostock) scheiterte ein weiterer Bundesligist.

Das Scheitern hat System. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass anders als in der Schweiz 18 statt 10 Teams aus der höchsten Liga Gefahr laufen, auszuscheiden. Der Blick auf die letzten zehn Austragungen des DFB-Pokals ist auch ein Beleg dafür, dass das Gefälle zwischen den Ligen in Deutschland weniger gross ist als hierzulande.

Die Liste der Sensationen:

2018/19:
1. Runde: SSV Ulm (4.) – Eintracht Frankfurt 2:1
1. Runde: Hansa Rostock (3.) – VfB Stuttgart 2:0

Die grössten Sensationen im DFB-Pokal

2017/18:
1. Runde: VfL Osnabrück (3.) – HSV 3:1
1. Runde: Magdeburg (3.) – Augsburg 2:0

2016/17:
1. Runde: Sportfreunde Lotte (3.) – Werder Bremen 2:1
2. Runde: Sportfreunde Lotte (3.) – Bayer Leverkusen 4:3 n.P.
2. Runde: Astoria Walldorf (4.) – Darmstadt 1:0

2015/16:
1. Runde: Carl Zeiss Jena (4.) – HSV 3:2 n.V.
1. Runde: Unterhaching (4.) – Ingolstadt 2:1
2. Runde: Erzgebirge Aue (3.) – Eintracht Frankfurt 1:0​

2014/15:
1. Runde: Chemnitzer FC (3.) – Mainz 5:4 n.P.
1. Runde: Magdeburg (4.) – Augsburg 1:0
1. Runde: Dynamo Dresden (3.) – Schalke 04 2:1
2. Runde: Arminia Bielefeld (3.) – Hertha BSC 4:2 n.P.
Achtelfinals: Arminia Bielefeld (3.) – Werder Bremen 3:1
Viertelfinals: Arminia Bielefeld (3.) – Mönchengladbach 5:4 n.P.

BIELEFELD, GERMANY - OCTOBER 28:  Players of Bielefeld celebrate winning the DFB Cup match between Arminia Bielefeld and Hertha BSC at Schueco Arena on October 28, 2014 in Bielefeld, Germany.  (Photo by Thomas Starke/Bongarts/Getty Images)

Bielefeld hatte einen Lauf: Die Arminia warf gleich drei Bundesligisten in Folge raus. Bild: Bongarts

2013/14:
1. Runde: Saarbrücken (3.) – Werder Bremen 3:1 n.V.​

2012/13:
1. Runde: Berliner AK (4.) – Hoffenheim 4:0
1. Runde: Havelse (4.) – Nürnberg 3:2 n.V.
1. Runde: Kickers Offenbach (3.) – Greuther Fürth 2:0
1. Runde: Karlsruher SC (3.) – HSV 4:2
1. Runde: Preussen Münster (3.) – Werder Bremen 4:2 n.V.
Achtelfinals: Kickers Offenbach (3). – Fortuna Düsseldorf 2:0

2011/12:
1. Runde: RB Leipzig (4.) – Wolfsburg 3:2
1. Runde: Heidenheim (3.) – Werder Bremen 2:1
1. Runde: Unterhaching (3.) – SC Freiburg 3:2
Achtelfinals: Holstein Kiel (4.) – Mainz 2:0​

2010/11:
1. Runde: Chemnitzer FC (4.) – St.Pauli 1:0
1. Runde: Elversberg (4.) – Hannover 5:4 n.P.
2. Runde: Kickers Offenbach (3.) – Borussia Dortmund
4:2 n.P.

2009/10:
1. Runde: Eintracht Trier (4.) – Hannover 3:1
2. Runde: Eintracht Trier (4.) – Arminia Bielefeld 4:2 n.V.​

In Deutschland gibt es mehr faustdicke Überraschungen als in der Schweiz. Das ist umso erstaunlicher, gilt doch der Pokal für fast alle Bundesligisten als einziger Titel, den es zu gewinnen gibt. Denn die Meisterschale ist für Bayern München reserviert und sollte der Serienmeister wieder einmal nicht reüssieren, dann wird sich ein Team aus einem kleinen Kreis von vier, fünf Mannschaften durchsetzen.

Bonus: Vive la France!

Im Land des Weltmeisters stossen Jahr für Jahr dritt-, viert- oder gar fünft- und sechstklassige Teams weit vor im Cup-Wettbewerb. Erst in der vergangenen Saison erreichte mit Les Herbiers ein Drittligist den Final – sensationell, aber nicht einmalig:

Les Herbiers' players acknowledge the applause from their supporters at the end of the French Cup soccer final against Paris Saint Germain at the Stade de France stadium in Saint-Denis, outside Paris, Tuesday, May 8, 2018. PSG defeated Les Herbiers 2-0. (AP Photo/Michel Euler)

Irgendwie auch Sieger: Die Verlierer von Les Herbiers im Stade de France. Bild: AP

2018: Les Herbiers (3.) verliert im Final 0:2 gegen PSG.

2012: US Quevilly (3.) verliert im Final 0:1 gegen Lyon.

2000: Calais RUFC (4.) verliert im Final 1:2 gegen Nantes.

1996: Nîmes Olympique (3.) verliert im Final 1:2 gegen Auxerre.

Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup

Von 0 auf ferienreif in 90 Sekunden!

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

25.05.2005: Liverpool schafft gegen Milan dank «sechs Minuten des Wahnsinns» und Hampelmann Jerzy Dudek die unglaublichste Wende aller Zeiten

09.10.1996: Schottland spielt in Estland gegen sich selber und wird von der «Tartan Army» lautstark gefeiert

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

Als der «entführte» Raffael zum Fall für die Polizei wurde und als Strafe einen Znacht ausgeben musste

08.09.1996: George Weah schnappt sich im eigenen Strafraum den Ball, dribbelt einfach alle aus und schiesst ein Wundertor

26.05.1999: Sheringham und Solskjaer – zwei Namen und alle wissen, um welchen historischen Match es hier geht

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

17.11.1993: Frankreich vergeigt in letzter Sekunde die WM-Quali und Sündenbock Ginola zieht gegen Trainer Houiller vor Gericht

27.04.1996: Basler lässt Wut an Torwand aus: «Wenn Sie ein drittes Loch in die Wand reinschiessen, gibt es 1000 Mark von mir» 

20.10.2000: Christoph Daums freiwillige Haarprobe ergibt, dass er doch kein absolut reines Gewissen haben darf

06.04.2002: Bundesliga-Goalie Piplica fällt der Ball von einem Kirchturm auf den Kopf und von dort fliegt er ins Tor

03.06.1997: Roberto Carlos scheint mit seinem Freistoss für die Ewigkeit alle Gesetze der Physik auszuhebeln

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

27.01.1994: Beim seltsamsten Fussballspiel aller Zeiten muss ein Team plötzlich beide Tore verteidigen

17.04.2004: Goalie Butt jubelt nach seinem verwandelten Penalty noch, als es in seinem Kasten klingelt

06.09.2003: Es gibt nur ein' Rudi Völler und der schenkt Weissbier-Waldi nach Deutschlands 0:0 auf Island so richtig ein

30.06.1998: Mit einem Wundersolo geht Michael Owens Stern auf, der nur allzu schnell wieder verglüht

10.03.1998: Trap hat fertig – diese dreieinhalb Minuten Kauderwelsch bleiben für die Ewigkeit

03.10.2007: Milan-Goalie Dida zeigt in Glasgow den schönsten sterbenden Schwan der Fussball-Geschichte

10.05.1930: Der Beginn einer wunderbaren Hassliebe – die 7 denkwürdigsten Länderspiele zwischen Deutschland und England

14.06.2012: Die Iren haben gegen Spanien nicht den Hauch einer Chance, aber ihre Fans singen sich zum EM-Titel

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

01.04.1998: Diese 76 Minuten TV-Geschichte mit Günther Jauch und Marcel Reif lassen jeden Aprilscherz alt aussehen

28.10.1993: «Die Tragödie von Doha» oder wieso an der WM 2022 vielleicht doch alles gut wird

27.03.2011: Die «Mücke» sticht zum 100. Mal zu – Torhüter Rogerio Ceni wird für sein Jubiläumstor gefeiert wie vor ihm nur Pelé

01.03.1980: Everton trauert um Dixie Dean – die Klublegende war so gut, dass ihm ein hässiger Verteidiger einen Hoden zerstörte

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

14.11.2012: Zlatan Ibrahimovic schiesst gegen England nicht nur vier Tore, er trifft vor allem per Fallrückzieher aus 25 Metern

22.06.1986: Maradona schiesst das Tor des Jahrhunderts – aber in Erinnerung bleibt die «Hand Gottes»

29.03.1970: «Decken, decken, nicht Tischdecken, Mann decken» – so kommentiert der Moderator des «Aktuellen Sportstudio» einen Beitrag über Frauenfussball 

12.09.1990: Der Goalie mit der Pudelmütze sorgt für die vielleicht grösste Sensation der Fussball-Geschichte

09.11.2014: Der FC Aarau wird weltbekannt – und das alles wegen einer genialen Fallrückzieher-Rettungsaktion 

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

15.05.1974: Im Suff stecken schottische Natifussballer ihren Star in ein Boot – das sofort von der Strömung weggetrieben wird

18.07.2008: Ein Carlos Varela in Höchstform: «Heb de Schlitte, du huere Schissdrägg»

23.11.2002: Bei Luis Figos Rückkehr nach Barcelona wird der neue Real-Star mit einem Schweinekopf empfangen

11.04.2001: Steht's 31:0 oder 32:0? Australien schiesst so viele Tore, dass man mit Zählen nicht nachkommt

03.03.2010: Fussballikone Maradona erkennt Thomas Müller nicht – und bekommt wenig später dessen Rache zu spüren

08.01.2004: Kult-Goalie Jorge Campos hängt seine knallbunten Trikots an den Nagel

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

04.07.1999: Martin Palermo schafft's ins Guinness-Buch der Rekorde – weil er drei Penaltys in einem Spiel verschiesst

28.02.1999: Maradona stürmt im Letzigrund die Tribüne und darf als Belohnung ins Altersheim

08.11.1975: Weil er betrunken ist und sich so gut fühlt, pfeift Schiedsrichter Ahlenfelder schon nach 32 Minuten zur Halbzeit 

20.04.2011: Reals erster Pott seit drei Jahren geht in die Brüche, weil Sergio Ramos zu wenig Muckis hat

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

23.06.1990: Roger Milla gegen René Higuita – der Alte entzaubert den Irren

17.07.1994: «Eine Wunde, die sich niemals schliesst» – Roberto Baggios Penalty in die Erdumlaufbahn lässt ganz Italien weinen

09.11.1997: Der Windarsch kassiert in einem einzigen Fussball-Spiel gleich drei Rote Karten – und ist auch sonst ein liebenswerter Rüpel

Kultfigur Walter Frosch spielt mit einem Zigarettenpäckchen im Stutzen

29.10.1997: Im dichten Schneetreiben gibt der 19-jährige Gigi Buffon sein Länderspieldebüt

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

06.05.2001: Inter-Fans stehlen den Feinden von Atalanta einen Roller und werfen ihn im San Siro über eine Brüstung

31.08.1993: Jay-Jay Okocha demütigt Oliver Kahn und drei KSC-Verteidiger mit einem Wahnsinnstanz in 11 Sekunden für die Ewigkeit

11.11.2011: Der estnische Ersatzspieler, der hier den Ball weiterreicht, ist in Wahrheit ein cleverer irischer Fussballfan

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • TanookiStormtrooper 20.08.2018 18:55
    Highlight Es gab doch diese Runde Cup-Sensationen! Gland hatte einen gepflegteren Rasen als den Kartoffelacker auf dem Luzern sonst spielt und die Grasshoppers haben diese Saison überraschend mal ein Spiel gewonnen... 😜
    20 4 Melden
  • leu84 20.08.2018 17:00
    Highlight Es bedingt auch der Grösse Deutschlands und die Verbreitung des Fussballs. Will man den Schweizer Fussball in der Breite mit Deutschland vergleichen, dann kann man dies nur mit Regionalverbände tun. In Deutschland ist auch bis 3.Buli oder in den Regionalligen viel los.
    7 0 Melden
  • DerRaucher 20.08.2018 15:19
    Highlight Joa, liegt an der breite der Schweizer vereine. Zu klein, zu wenige Städte die einen Profverein hervorbringen können. Selbst in der zweiten Buli sind die meisten der Städte noch grösser als in der Super League. Und auch in der dritten Liga wird vernünftiger Fussball gespielt. Kein Wunder bleiben die Überraschungen hier aus.
    30 3 Melden
  • insider 20.08.2018 15:16
    Highlight Ein weiterer Punkt ist aus meiner Sicht, die Setzliste im Schweizer Cup. Diese verhindert, dass die Super (2 Runden)- bzw. Challenge (1 Runde)-League Teams zu Beginn aufeinander treffen können. Somit sind Überraschung in späteren Runden seltener, da die Wahrscheinlichkeit für Unterklassige schon früh einen unüberwindbaren Gegner zugelost zu bekommen, grösser ist. Respektive ist der Anteil Oberklassiger in der 3. Runde in der CH höher, als im Ausland.
    25 9 Melden
  • LeMo 20.08.2018 14:12
    Highlight Meiner Meinung nach hat es auch damit zu tun, dass die Super League schon eine Weile läuft und die Teams so schon wieder Spielpraxis im Ernstkampf gesammelt haben.
    In Deutschland laufen die unterklassigen Ligen bereits, während die Bundesliga noch in der Sommerpause steckt.
    103 6 Melden
  • Max Cherry 20.08.2018 13:59
    Highlight Ich finde das überhaupt nicht erstaunlich, in Deutschland wird bis in die 4. Liga Profifussball gespielt, das lässt sich nicht mit dem Amateur- und Hobbyfussball vergleichen, der hier ab der 1. Liga (teilweise sogar Challenge League) gespielt wird.
    149 6 Melden
    • mob barley 20.08.2018 19:13
      Highlight Genau meine Meinung. Der 2-Ligen-Unterschied in D ist nicht so eklatant wie in der Schweiz, da dort alle Profis sind. Ebenso in in Frankreich übrigens. Drittligisten sind Profis.
      Wenn schon könnte man Regionalligisten-Siege oder noch tiefer erst als "Sensation" bezeichnen. Aber so ist das ein Äpfel mit Birnen-Vergleich.
      7 0 Melden
  • Entenmann 20.08.2018 13:56
    Highlight Der Hauptgrund für die festgestellten Unterschiede liegt meiner Meinung nach daran, dass das Leistungsgefälle zwischen den Ligen in Deutschland geringer ist als in der Schweiz und das hängt wiederum mit der viel grösseren Anzahl Einwohner und Fussballspieler zusammen. Zudem sind auch in der dritten und vierten Spielklasse richtig grosse Städte vertreten, die den Klubs entsprechend höhere Zuschauer-, Werbe- und Sponsoringeinnahmen ermöglichen.
    175 8 Melden
    • Jonas Schärer 20.08.2018 14:09
      Highlight Bestes Beispiel ist doch der Sieg der Ostseekogge gegen den VfB...
      13 8 Melden
    • The greatest man who ever inhaled oxygen 20.08.2018 15:02
      Highlight Natürlich, teilweise sind recht unterklassige Vereine in Städten beheimatet, die so gross wie die grösste Stadt der 🇨🇭Zürich sind, da gibts mehr Talent, mehr Zuschauer, mehr Einnahmen schon in Liga 3 oder 4.
      18 4 Melden
    • Cubbie 20.08.2018 15:53
      Highlight Könnt ihr mir bitte Beispiele von Vereinen bringen, die ganz dicke Einnahmen generieren können, in den Ligen 3 oder 4.

      Mein Bsp.: Ulm, 123.000 Einwohner.
      SSV Ulm, ehemaliger BL-Verein, jetzt Regionalliga. Marktwert der Mannschaft etwa 2.08 Mio. Euro.
      Zuschauerschnitt letzte Saison 2171. Ticketpreise: Stehplatz ab 9 Euro, Sitzplatz ab 12 Euro. Jugendliche ab 4 Euro.
      Keine Ahnung, was diese Truppe für ein Budget hat.

      Und diese Truppe wirft den Titelverteidiger raus, weil Ulm ans grosse Geld kommt? Ach bitte.


      14 13 Melden
    • Jonas Schärer 20.08.2018 16:08
      Highlight Es redet niemand vom GROSSEN GELD... Diese Vereine (3. Liga, bessere Regionalligaklubs usw) haben aber locker Budgets die sich mit der Challenge-League vergleichen lassen oder diese sogar deutlich toppen.

      In der Schweiz sprechen wir dann zügig von Budgets die knapp einige hunderttausen Franken erreichen! Das ist in DE frühstens ab Stufe Regionalliga gegeben, sehr wahrscheinlich sogar noch tiefer...
      23 5 Melden
    • Entenmann 20.08.2018 16:43
      Highlight Von "ganz dicken Einnahmen" ist nicht die Rede, nur von besseren Möglichkeiten als die Vereine in der dritt- und vierthöchsten Schweizer Liga. Welcher Schweizer Verein in der Promotion League oder in der ersten Liga hat auch nur annähernd die Möglichkeiten des SSV Ulm? Der Sieg gegen Frankfurt bleibt natürlich dennoch eine Sensation. Es geht ja nur um mögliche Erklärungen dafür, dass solche Überraschungen in Deutschland häufiger vorkommen als bei uns.
      24 5 Melden
    • Cubbie 20.08.2018 17:02
      Highlight Wenn ihr jetzt aber beginnt, die Budgets der Regionalliga-Club, mit unseren CHL-Clubs zu vergleichen, dann darf ich auch auf die Finanzkraft der BL-Clubs verweisen.


      Dann treten wir auf der Stelle.

      Marktwert gesamte Super League: 284 Mio. Euro
      Marktwert RB Leipzig: 298 Mio. Euro

      Könnt ihr zugeben, dass allgemein mehr Geld im Deutschen Fussball steckt? Und es somit nicht an den sehr bescheidenen finanziellen Möglichkeiten der unterklassigen Mannschaft in D liegen kann?

      2 6 Melden
    • Jonas Schärer 20.08.2018 18:16
      Highlight Ja, aber Nein. Di verstehst den Mechanismus nicht! Dass ein Team wie Hansa Rostock sich Spieler leisten kann die in der Schweiz mindestens Ch-L spielen würden liegt an besagtem Fakt.
      Das Sensationspotential steigt mit steigender Qualität der Underdogs markant, hebt sich sber iwann wieder etwas auf.
      So wie Basel eben regelmässig gegen grosse Teams gut aussieht, da der Abstand zwar finanziell enprm, fussballerisch aber nicht mehr so gewaltig ist wie zwischen Amateur und Profifussball... letzterer zieht sich in DE eben wesentlich tiefer bis in die Regionalliga...
      10 4 Melden
    • Cubbie 21.08.2018 09:00
      Highlight "Ja, aber Nein. Di verstehst den Mechanismus nicht! Dass ein Team wie Hansa Rostock sich Spieler leisten kann die in der Schweiz mindestens Ch-L spielen würden liegt an besagtem Fakt."

      Fakt ist auch, dass sich der FC Thun keinen Spieler des VfB Stuttgart leisten kann. Ist das so schwer zu verstehen?

      Das Niveau in der SL und CHL ist dermassen bescheiden, dass sich unsere 1.Liga-Mannschaften gar keine Spieler wie Hansa Rostock leisten müssten, um mal für eine Überraschung zu sorgen.

      -->Wenn du schon Concordia Basel mit Ulm vergleichst, dann bitte auch den FCZ mit Eintracht Frankfurt.
      1 0 Melden
    • Cubbie 21.08.2018 09:08
      Highlight "Das Sensationspotential steigt mit steigender Qualität der Underdogs markant, hebt sich sber iwann wieder etwas auf."

      Auch hier: vergleiche dann aber auch die Qualität der SL mit der BL, bzw. der CHL mit der 2.BL.

      Wäre es die selbe Überraschung, wenn Ulm den FC Thun schlagen würde?

      Das potenzial zieht sich in D in tiefere Ligen, dass aber mit den Grössen der Städte, oder den finanziellen Möglichkeiten zu verknüpfen, sehe ich nicht. Es ist das allgemeine Niveau, weil aus einem grösseren Reservoir geschöpft werden kann.

      Einwohner CH 8.4 Mio.
      Mitglieder DFB 7 Mio.
      0 0 Melden
    • Jonas Schärer 21.08.2018 12:55
      Highlight Ein letzter Versuch: Die Differenz besteht hauptsächlich im Bereich Profifussball vs Amateurfussball.

      In der CH:
      Biel vs YB = Amateure + einige Halbprofis vs Profis
      Buochs vs YB = Amatuere vs Profis

      In DE:
      Rostock vs Vfb =Profis vs Profis
      Ulm vs Frankfurt= einige Profis, grösstenteils Halbprofis vs Profis

      Um in DE das Sensationspotential von beispielsweise Buochs vs YB zu erhalten musst du wesentlich tiefer gehen als die Ulmer spielen!
      Der Ulmer Sieg gegen die Eintracht könntest du mit Abstrichen evt mit Biel vs YB Vergleichen, ABER in Biel spielt KEIN Profifussballer, in Ulm schon...

      2 4 Melden
    • Cubbie 21.08.2018 16:51
      Highlight Ich geb’s auf...
      Keine Ahnung, wieviele "Profis" beim SV Drochtersen/Assel spielen, scheinen allerdings einige WELTKLASSE-Profis dabei zu sein, wenn die Truppe in der 82.min. das 0:1 gegen, den in BESTBESETZUNG angetretenen FC Bayern kassiert.

      Wieder vergleichst du nur die Leistungsfähigkeit von bspw. Biel und Ulm. Meine Argumentation ignorierst du völlig....was solls. Wozu auch SL und BL vergleichen...

      Ich schaue gerne dem Dorfclub in meiner Nähe zu, darum verzichte ich darauf, weiter auf deinen Kommentar einzugehen, weil ich niemandem zu Nahe treten möchte.







      0 2 Melden
    • Jonas Schärer 21.08.2018 17:36
      Highlight Na da wären wir uns einig! Das Resultat von Drochtersen/Assel IST eine Sensation und es wäre eine Riesensensation gewesen wenn die Truppe die Bayern rausgekegelt hätte...

      Du hast dich bis jetzt allerdings auf Ulm und Rostock beschränkt und dort hast du denn Bögg leider nich gecheckt ;-)
      0 3 Melden
    • Cubbie 22.08.2018 12:01
      Highlight Drochtersen spielt genau wie Ulm in der Regionalliga.


      Bin sprachlos....

      0 0 Melden

Kein Scherz! Berner Stadtpräsident bittet YB um Namenswechsel

Die Berner Stadtregierung hat am Mittwoch den Fussball-Schweizermeister BSC Young Boys zum Empfang in den Erlacherhof geladen. Dabei bat den Stadtpräsident Alec von Graffenried den Hauptstadtklub, sich künftig «YB Bern» zu nennen.

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