Sport
Tennis

Sexismus im Frauen-Tennis: Angelique Kerber widerspricht Serena Williams

epa07047305 Angelique Kerber of Germany in action against Ashleigh Barty of Australia during their match at the 2018 WTA Wuhan Open tennis tournament in Wuhan city, Hubei province, China, 26 September ...
Angelique Kerber hält nichts von der Sexismus-Debatte im Tennis.Bild: EPA/EPA

Angelique Kerber widerspricht Serena Williams: «Sexismus im Tennis war nie ein Thema»

19.10.2018, 10:3419.10.2018, 10:49

Seit dem US-Open-Final vom 8. September läuft in der Tenniswelt eine Sexismusdebatte. Nach dem erwähnten Endspiel warf die unterlegene Serena Williams dem Schiedsrichter Carlos Ramos Sexismus vor, nachdem dieser ihr während des Spiels aufgrund verschiedener Regelverstösse zuerst einen Punkt und dann ein ganzes Game abgezogen hatte.

Williams hatte Ramos zwischen Ballwechseln als «Dieb und Lügner» bezeichnet. Die US-Amerikanerin rechtfertigte sich mit der Aussage: «Die Männer nerven die Schiedsrichter bei Seitenwechseln immer wieder und nichts passiert.»

Nun hat sich auch Angelique Kerber zu diesem Thema geäussert. Die frühere Weltranglistenerste aus Deutschland widerspricht Williams klar: «Sexismus war nie ein Thema für mich. Weil ich keine Benachteiligung erfahren habe als Frau», sagt die 30-Jährige Gegenüber «Focus». Die Geschichten rund um Williams und den Zwischenfall im Finale hätten Dimensionen angenommen, die Kerber nicht nachvollziehen konnte.

Der Deutschen ist es egal, ob der Schiedsrichter ein Mann oder eine Frau ist. «Das macht für mich keinen Unterschied. Es war ja auch vor diesen US Open nie ein Problem im ganzen Profitennis», sagt Kerber. Man habe vor dem New Yorker Finale gar nie darüber nachgedacht. 

Williams hat ihre Tennissaison bereits beendet. Kerber dagegen steht ab Sonntag bei den WTA Finals in Singapur im Einsatz. (abu)

Das Hut-Interview mit Stan Wawrinka

Video: watson/Angelina Graf

Die grössten Tennis-Stadien der Welt

1 / 37
Die grössten Tennis-Stadien der Welt
Arthur Ashe StadiumOrt: New York (USA)Turnier: US Open (ATP und WTA)Kapazität: 22'547 Zuschauer
quelle: x02835 / robert deutsch
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pegi9999
19.10.2018 11:11registriert November 2016
Kerber wurde mir gerade sympathisch
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
ræman
19.10.2018 11:23registriert August 2015
Ich finde es unmöglich, wie Frau Williams einen eventuellen Fehlentscheid des Schiedsrichters gleich als Sexismus aufbauscht. Zum Fakt, dass die Frauen an den US Open gleich viel Preisgeld verdienen, obwohl sie nur Best-of-3-Matches spielen, im Gegensatz zu den Männern, die Best-of-5 spielen, ruft sie umgekehrt bestimmt nicht nach Sexismus.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Bruno Wüthrich
19.10.2018 13:10registriert August 2014
Für mich ist Serena Williams insofern entschuldigt, als dass die Sexismus-Debatte schon wegen viel grösserem Mist bemüht wurde.
Hier wird einfach ein weiteres Mal offensichtlich, welch absurde Formen diese an sich nötige Debatte zuweilen annimmt.
00
Melden
Zum Kommentar
3
Bereits das erste Job-Angebot für Patrick Fischer aus Amerika
Die Affäre um die verlorene Ehre (und den verlorenen Job) unseres Eishockey-Nationaltrainers ist wahrscheinlich noch nicht ausgestanden. Ja, sie kann die Medienlandschaft auf Jahre hinaus verändern. Eine poetische (nicht eine polemische) erste Zwischenbilanz.
Kommt noch etwas? Ist noch etwas nicht gefragt, behauptet, vermutet, gemutmasst, spekuliert oder unterstellt worden? Es gibt ein Gerücht, das leider wegen der Zeitdifferenz noch nicht überprüft werden kann: Donald Trump plane eine TV-Ansprache zur Lage der Nation und habe seinen Kommunikations-Direktor bereits in der Nacht auf Donnerstag angewiesen, abzuklären, ob in der Schweiz mit neuen Enthüllungen im «Fall Fischer» zu rechnen sei. Er habe gehört, Verbandspräsident Urs Kessler plane eine Medienkonferenz. Und wenn das der Fall sei, müsse herausgefunden werden, wann. Der US-Präsident will bei seinem Auftritt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit.
Zur Story