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epa07047305 Angelique Kerber of Germany in action against Ashleigh Barty of Australia during their match at the 2018 WTA Wuhan Open tennis tournament in Wuhan city, Hubei province, China, 26 September 2018.  EPA/WU HONG

Angelique Kerber hält nichts von der Sexismus-Debatte im Tennis. Bild: EPA/EPA

Angelique Kerber widerspricht Serena Williams: «Sexismus im Tennis war nie ein Thema»



Seit dem US-Open-Final vom 8. September läuft in der Tenniswelt eine Sexismusdebatte. Nach dem erwähnten Endspiel warf die unterlegene Serena Williams dem Schiedsrichter Carlos Ramos Sexismus vor, nachdem dieser ihr während des Spiels aufgrund verschiedener Regelverstösse zuerst einen Punkt und dann ein ganzes Game abgezogen hatte.

Williams hatte Ramos zwischen Ballwechseln als «Dieb und Lügner» bezeichnet. Die US-Amerikanerin rechtfertigte sich mit der Aussage: «Die Männer nerven die Schiedsrichter bei Seitenwechseln immer wieder und nichts passiert.»

Nun hat sich auch Angelique Kerber zu diesem Thema geäussert. Die frühere Weltranglistenerste aus Deutschland widerspricht Williams klar: «Sexismus war nie ein Thema für mich. Weil ich keine Benachteiligung erfahren habe als Frau», sagt die 30-Jährige Gegenüber «Focus». Die Geschichten rund um Williams und den Zwischenfall im Finale hätten Dimensionen angenommen, die Kerber nicht nachvollziehen konnte.

Der Deutschen ist es egal, ob der Schiedsrichter ein Mann oder eine Frau ist. «Das macht für mich keinen Unterschied. Es war ja auch vor diesen US Open nie ein Problem im ganzen Profitennis», sagt Kerber. Man habe vor dem New Yorker Finale gar nie darüber nachgedacht. 

Williams hat ihre Tennissaison bereits beendet. Kerber dagegen steht ab Sonntag bei den WTA Finals in Singapur im Einsatz. (abu)

Das Hut-Interview mit Stan Wawrinka

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Video: watson/Angelina Graf

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 19.10.2018 13:10
    Highlight Highlight Für mich ist Serena Williams insofern entschuldigt, als dass die Sexismus-Debatte schon wegen viel grösserem Mist bemüht wurde.
    Hier wird einfach ein weiteres Mal offensichtlich, welch absurde Formen diese an sich nötige Debatte zuweilen annimmt.
    30 4 Melden
  • Waedliman 19.10.2018 12:29
    Highlight Highlight Ich stelle mir gerade vor, ich bin eine lesbische, afroamerikanische Frau. Das bedeutet, dass ich gleich dreifach benachteiligt bin und jeder, der mich nicht mag, mindestens ein, wenn nicht gleich drei Vorurteile hat. Dass es daran liegt, dass ich einfach ein nerviges Etwas bin, kommt mir nicht in den Sinn, denn es ist viel einfacher, die Schuld beim Gegenüber zu suchen. Manche machen es sich halt ein bisschen sehr leicht mit der Leugnung eigener Fehler ;-)
    47 3 Melden
    • hiob 19.10.2018 14:24
      Highlight Highlight word! macht wird bekanntlich leider immer missbraucht, egal in welcher form.
      11 1 Melden
  • ræman 19.10.2018 11:23
    Highlight Highlight Ich finde es unmöglich, wie Frau Williams einen eventuellen Fehlentscheid des Schiedsrichters gleich als Sexismus aufbauscht. Zum Fakt, dass die Frauen an den US Open gleich viel Preisgeld verdienen, obwohl sie nur Best-of-3-Matches spielen, im Gegensatz zu den Männern, die Best-of-5 spielen, ruft sie umgekehrt bestimmt nicht nach Sexismus.
    88 5 Melden
    • hiob 19.10.2018 14:16
      Highlight Highlight und williams ist sehr wahrscheinlich kein einzelfall.
      6 0 Melden
  • Pegi9999 19.10.2018 11:11
    Highlight Highlight Kerber wurde mir gerade sympathisch
    99 5 Melden

Depressiv, oft verletzt und mit Rücktrittsgedanken – aber Del Potro ist wieder da

Auf dem Weg in seinen zweiten US-Open-Final in New York gegen Novak Djokovic profitierte Juan Martin Del Potro im Halbfinal von der Aufgabe von Rafael Nadal. Der Argentinier weiss, was es heisst, verletzt zu sein, und stand 2015 kurz vor dem Rücktritt.

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