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HOT HOT HOT – hier gibt's 5x Food, 2x Drinks und jede Menge Musik aus Jamaika

24.07.2021, 17:5029.07.2021, 09:03

Aktuell stimmen die sommerlichen Temperaturen schon mal, da könnte man doch kulinarisch etwas Karibik zu sich nach Hause holen, oder? Genauer: Jamaikanische Küche! Curries, Rice and Peas, Jerk und Rum, Rum, Rum!

Womit wir beim ersten Stichwort wären! Fangen wir doch gleich an mit dem – nebst Musik – wohl wichtigsten Exportgut Jamaikas:

Bild: shutterstock

Oh ja. White Rum, Golden Rum, Dark Rum ... gönn dir was! Genauer: Mach' dir einen Drink, während du kochst!

Etwa:

Rum and Coke

Jaja, von mir aus könnt ihr Cuba Libre sagen. In Jamaika nennt man den etwas lapidarer Rum and Coke.

Bild: facebook

Zutaten:

  • 5 cl Dark Rum
  • 10 cl Coca-Cola

Zubereitung:

  • Alle Zutaten in einem Longdrink-Glas mit Eiswürfeln vorsichtig mischen; mit Limetten- oder Zitronen-Schnitz garnieren.

Oder probier' mal diesen spritzigen Cocktail hier:

Old Jamaican

Zutaten:

  • 2 Zweiglein frische Minze
  • 3 cl frisch gepresster Limettensaft
  • 5 cl Appleton Estate Reserve Rum
  • 2 cl Zuckerrohr-Sirup (oder Zuckersirup)
  • 1 Schuss Angostura Bitters
  • Champagner

Zubereitung:

  • 1 Minzezweig und Limettensaft in einem Cocktailshaker mit einem Barlöffel sanft verrühren.
  • Mit Eiswürfeln füllen, Rum, Zuckersirup und Angostura beifügen und energisch schütteln.
  • In ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas abseihen und mit Champagner auffüllen. Mit dem übrigen Minzezweig garnieren.

Aber kommen wir zum Essen! Wichtige Gewürznoten der jamaikanischen Cuisine sind Muskat, Thymian oder Piment. Letztere, auch allspice oder Jamaican pepper genannt, bilden eine der Geschmacksnoten, die jamaikanische Curries von den südasiatischen Rezepten unterscheiden.

Und vor allem: Scotch Bonnet Peppers!

Bild: shutterstock

Ähnlich scharf wie Habañeros, sind die runden, gelben Chilischoten mit grosser Vorsicht zu rüsten und noch grösserer Vorsicht zu essen. Es muss gleich von Anfang an konstatiert werden: In Jamaika mag man es hot, hot, hot.

Kommen wir also zu einer Auswahl an Rezepten! Jedes einzelne würde die Bezeichnung «jamaikanisches Nationalgericht» verdienen. Jedes ist superfein.

Jerk Chicken

Eher eine Marinade als ein eigentliches Gericht, gibt es jerk seasoning sowohl als dry rub als auch als die hier gezeigte Marinade.

Bild: shutterstock

Zutaten:

  • 225 g Zwiebeln, geschält und geviertelt
  • 2 Scotch Bonnet Chilis oder Habaneros, halbiert und entkernt
  • 50 g frischer Ingwer, geschält und grob gehackt
  • ½ TL gemahlener Piment
  • 1 EL frische Thymianblätter
  • ½ TL Muskatnuss, gemahlen
  • ½ TL Zimtpulver
  • 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 120 ml Weissweinessig
  • 120 ml dunkle Sojasauce

    Marinade für:​
  • 1-2 Poulet, in je 8 Stücke zerteilt. Schenkel- und Bruststücke 2-3 Mal auf der Hautseite angeschnitten.
  • Pork Chops gingen auch imfall.

Zubereitung:

  • Alle Zutaten in einem Mixer pürieren und mit dem Fleisch in einen Ziplock-Beutel geben. Mindestens 4 Stunden marinieren, besser gleich über Nacht.
  • Unter mehrmaligem Wenden grillieren, dabei mit der übrig gebliebenen Marinade glasieren.

Zwischendurch nochmals etwas Musik? Ach, why not?

Curry Goat

Gitzi, Leute! Gitzi, das stundenlang – oft über Nacht – geschmort wurde zu einem ungemein scharfen, herzhaften Eintopf.

Bild: shutterstock

Zutaten:

  • 4 EL Pflanzenöl
  • 6-8 EL Jamaican Curry Powder
    ODER:
  • 6-7 EL Currypulver (Madras o.Ä.) plus 1 EL Piment, gemahlen
  • 1,25 kg Gitzi-Voressen. Falls noch ein paar Knochen dabei sind, ebenfalls benutzen
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 1-2 Scotch Bonnet oder Habanero-Chilis, entkernt und gehackt
  • 5 cm frischer Ingwer geschält und fein gehackt
  • 1 ganze Knolle Knoblauch, Zehen geschält und gehackt
  • 400-800 ml Kokosmilch
  • 1 Dose (400g) Pelati
  • 1 EL Thymian
  • 3 bis 4 Tassen Wasser
  • 5 grosse Kartoffeln, geschält und in ca. 3-cm-Stücke geschnitten

Zubereitung:

  • Fleisch salzen und beiseite stellen, bis es Zimmertemperatur erreicht hat.
  • Öl in einem grossen Schmortopf auf mittelhohe Hitze erhitzen. 2 EL des Currypulvers einrühren und erhitzen, bis es duftet.
  • Fleisch trocken tupfen und portionenweise im Curryöl rundum scharf anbraten. Unbedingt portionenweise anbraten, damit die Bratfläche nicht überfüllt ist. Das angebratene Fleisch jeweils in einer Schüssel beiseite legen.
  • Zwiebeln und Chilis in den Topf geben und unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis die Zwiebeln anfangen, braun zu werden – ca. 5 Minuten. Etwas Salz darüber streuen, Ingwer und Knoblauch hinzufügen, gut verrühren und weitere 1-2 Minuten anbraten. Fleisch (und Knochen, falls vorhanden) zurück in den Topf geben, zusammen mit dem in der Schüssel verbliebenen Saft. Gut untermischen.
  • Kokosmilch, Pelati, Thymian und 5 EL des Currypulvers unterrühren. 3-4 Tassen Wasser hinzugeben (je nachdem, wie viel Kokosmilch verwendet wird). Aufkochen und danach auf kleiner Hitze mindestens 2 Stunden köcheln, bis das Fleisch butterzart ist. Es darf auch länger sein.
  • Sobald das Fleisch fast gar ist – zart, aber noch nicht am Zerfallen – die Kartoffeln zugeben und untermischen. Mit Salz abschmecken. Der Eintopf ist fertig, wenn die Kartoffeln gar sind.
  • Ev. muss vor dem Servieren etwas Fett abgeschöpft werden. Das macht man mit einem grossen flachen Löffel. Der Eintopf schmeckt am Tag nach der Zubereitung oder sogar mehrere Tage danach am besten. Mit Rice and Peas oder Roti servieren.

Ja, komm, ich liefere jetzt einfach jeweils einen coolen Soundtrack zwischen jedem Rezept.

Rice and Peas

Zum obigen Curry Goat wird traditionell diese Beilage serviert. Traditionell waren es pigeon peas (Straucherbsen), doch heutzutage werden solche öfters als nicht mit Kidneybohnen ersetzt.

Bild: shutterstock

Zutaten:

  • 300g Reis
  • 100g Kidneybohnen, getrocknet
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Prise brauner Zucker
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 20 ml Pflanzenöl
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 2 Chilischote, entkernt, fein gehackt
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 TL Thymian
  • 200 ml Kokosmilch
  • 600 ml Bouillon
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  • Die Kidneybohnen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser ableeren und die Bohnen in nochmals reichlich Wasser mit dem Lorbeerblatt, braunem Zucker und zerstossenem schwarzem Pfeffer weich kochen. Dies sollte ungefähr 40 Minuten dauern. Das Lorbeerblatt entfernen und mit Salz abschmecken.
  • Zwiebel, Knoblauch und Chilischoten im Pflanzenöl anschwitzen. Die Bohnen, den Reis und den Thymian zugeben und mit Kokosmilch und Geflügelbrühe aufgiessen.
  • Aufkochen lassen und bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Reis weich ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wieder so ein absoluter Hammer-Track!

Callaloo

Es ist das karibische Pendant zu den italienischen cime di rape. Oder zu den collared greens der US-Südstaaten. Aber eigentlich geht es auf ein westafrikanisches Gericht zurück. Gemeinsam haben alle, dass es sich um kurz blanchiert und angebratenes Grünzeugs handelt – im jamaikanischen Fall sind es die Blätter von Amarant-Pflanzen. Da man letztere hierzulande kaum findet, verwendet man Krautstiel oder Wasserspinat oder Ähnliches.

Bild: shutterstock

Ja, es gibt Rezeptvarianten mit den omnipräsenten Scotch Bonnets und diversen weiteren Zutaten bis hin zu Speckwürfeli. Hier aber ein simples Beilage-Rezept:

Zubereitung:

  • 400g Callaloo (oder Cime di Rapa oder Krautstiel oder Federkohl etc.), nach Belieben fein oder grob gehackt
  • 100g Butter
  • 3 Tomaten, grob gehackt
  • 1 EL Muskatnuss
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zutaten:

  • Butter bei mittelhoher Hitze in einer Pfanne schmelzen. Callaloo abspülen, etwas abtropfen und in die Pfanne geben. Dünsten, bis er anfängt zu welken. Muskatnuss und gehackte Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Ackee Salt Fish

Nun ... Klippfisch ist kein Problem, aber – sind wir mal ehrlich – Ackee-Früchte findet man hierzulande kaum. Wer es dennoch schafft, solche aufzutreiben, untenstehend das Rezept!

Bild: Shutterstock

Zutaten:

  • 1 EL Rapsöl
  • 1 EL Olivenöl
  • 3 Zweige Thymian, Blättchen gezupft
  • 1 Scotch Bonnet Chili, entkernt und fein gehackt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Scheibchen geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • ¼ Schalotte, längs in Streifen geschnitten
  • 80g vorgekochte Ackee (etwa 2 Minuten im Wasser blanchiert)
  • ¼ einer grünen Peproni, in Streifen geschnitten
  • 3 Cherrytomaten, geviertelt
  • 2 EL gewässerter Stockfisch (oder einfach etwas Kabeljau; passt auch)
  • Meersalz

Zubereitung:

  • In einer Bratpfanne die beiden Öle in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln dazugeben und kurz anbräunen.
  • Die restlichen Zutaten bis auf Fisch und Salz dazugeben und bei hoher Hitze etwa 1 Minute anbraten.
  • Fisch dazugeben und kurz weiter braten. Mit Salz abschmecken.
  • Mit Süsskartoffeln und/oder frittierten Kochbananen servieren.

Und nochmals ein Wenig Musik zum Abschluss!

Food! Essen! Yeah!

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