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Publiziert habe ich das Interview mit dem aufdringlichen Gesprächspartner trotzdem. Bin ich jetzt eine schlechte Feministin?   bild: shutterstock 

Journalistinnen küsst man nicht

Stell dir vor, du bist eine junge Journalistin, gehst zu einem Interview und wirst dort auf plumpe Weise angebaggert. Genau das ist mir vor einiger Zeit passiert. Besonders schlimm war für mich aber nicht der Vorfall, sondern was danach passierte. 



Ich sitze auf einem gepolsterten Ledersessel in einem schicken Sitzungszimmer mit Fensterfront und stelle meine Fragen. Mein Gesprächspartner, ein Mann in seinen Dreissigern, ist der Typ Mensch, dem alles gelingt. Er riecht nach Gewinn, Geld und Gier. Er steht Rede und Antwort – schmückt seine Sätze aber in regelmässigen Abständen mit anzüglichen Bemerkungen. Mit der Aussage «Ich bin zwar verheiratet, aber bei Frauen wie dir muss ich aufpassen» erreicht er zwischenzeitlich den Tiefpunkt. Minuten später, als er mich hinausbegleiten will, stehen wir ein­ge­pfercht in einem kleinen, dämmrigen Lift. Seine Gier bekomme ich nun am eigenen Leib zu spüren, als er sich zu mir rüberbeugt und flüstert: «Kuss»? Ich verabschiede mich mit spöttischem Blick und den Worten: «Das wird nicht passieren. Ade, merci.» Er bedrängt mich nicht weiter.

Ich empfinde eine tiefe Abneigung gegenüber diesem Typen, dessen Anonymität ich hier gewährleisten werde. Er ist kein Promi und keine Magistratsperson, bei der ich mich auf das öffentliche Interesse berufen könnte.

Meine Aversion hege ich aber nicht, weil dieser Mann mich verletzt oder ich mich durch sein Verhalten herabgesetzt gefühlt hätte, sondern weil er extrem dreist ist. Weil er dachte, er könne sich ein solches Verhalten leisten. Und auch, weil er mich in eine Situation brachte, in der ich mich tagelang rechtfertigen musste: Wie ich hätte reagieren sollen, was ich nun tun sollte und wie ich zu fühlen habe.

Nach dem Erlebnis war ich erst einmal baff ob der Arroganz meines Gesprächspartners und empfand das Bedürfnis, meinen Freundinnen, Arbeitskollegen, Familienmitgliedern und meinem Partner davon zu erzählen.  

«Du hättest das Interview abbrechen sollen.»

Die Rückmeldungen waren vielfältig und zeigen, wie sehr die Beurteilung des Vorfalls vom jeweiligen Umfeld abhängt. So bekam ich notabene zu hören, der Vorfall sei «nicht der Rede wert». Das entgegengesetzte Extrem, inklusive ungebetenem Ratschlag: «Du hättest das Interview abbrechen sollen.»

Überwiegend schienen sich meine Mitmenschen Sorgen um mein Befinden zu machen. Eigentlich nett. Sie gingen davon aus, dass mich das Geschehnis erschüttert hat. Und legten mir eindringlich nahe, den Artikel über den Herrn nun nicht mehr zu schreiben. 

Ich gelangte mit dieser Rückmeldung aber in eine belastende Negativspirale, aus der ich tagelang nicht mehr herauskam. Denn was, wenn die Anmache für mich nicht ganz so schlimm war, wie die meisten offenbar erwarteten?

Seit einiger Zeit scheint es in unserer Gesellschaft einen Konsens darüber zu geben, wie man sich als Frau in solchen Situationen zu fühlen hat. Und wie man darauf reagieren sollte. Ähnliche Situationen werden als gravierend beschrieben, als symptomatisch für eine sexistisch geprägte Gesellschaft. Auch der #Aufschrei entstand aus ähnlichen Situation. Die betroffenen Frauen fühlten sich dabei erniedrigt und verletzbar, heisst es. 

Bin ich jetzt eine schlechte Feministin?

Ich erlebte den Vorfall anders. Ich fühlte mich von diesem Mann weder in meiner Arbeit noch als Frau herabgesetzt oder eingeschüchtert. Mit diesem Standpunkt fürchtete ich aber, als Anti-Feministin oder Huscheli, das sich nicht getraut, die «Wahrheit» zu sagen, abgestempelt zu werden. 

Ich fand das Verhalten von meinem Gesprächspartner einfach ausgesprochen unprofessionell – und dumm. Wie kann sich jemand, der mit viel Geschick und Innovationsgeist Karriere macht, in Zeiten von #MeToo auf solch dünnes Eis wagen, noch dazu gegenüber einer Journalistin? Er konnte ja nicht ahnen, wie ich reagieren würde.

Was hasst das Ego sieggewohnter, arroganter Männer wie die Pest? Misserfolg und Spott.

Aber an meinem Selbstbild kratzt das nicht. Männer, die ein solches Verhalten an den Tag legen, respektiere ich nicht und so können sie mich auch nicht verunsichern. Ausserdem bin ich überzeugt, dass Männer wie er mit einer spöttischen Abfuhr vielmehr gestraft sind und ihr Verhalten überdenken als mit einem Vortrag über Sexismus. Denn was hasst das Ego sieggewohnter, arroganter Männer wie die Pest? Misserfolg und Spott.

Es irritiert mich jedoch, wenn meine Mitmenschen von mir erwarten, wie ich zu reagieren habe und sie mich in einen Opferdiskurs drängen. Ich fühle mich verunsichert, wenn mir eingetrichtert wird, ich als Frau werde ungerecht behandelt, müsse Angst haben, in der Nacht alleine unterwegs zu sein und dürfe mich ja nicht vom anderen Geschlecht «mansplainen» lassen. Ich bestreite nicht, dass viele Frauen mit diesen Problemen konfrontiert sind. Nur bin ich es eben nicht. Und ich mag es nicht, wenn mir das Gefühl gegeben wird, schwach und wehrlos zu sein, weil ich eine Frau bin.

Was ich auch schade finde: Als ich mit Männern über den Vorfall sprechen wollte, waren viele geniert. «Das wäre ja dann schnell Mansplaining, sprich lieber mit anderen Frauen darüber», so das Credo. Dabei macht es für mich auch bei einem solchen Thema keinen Unterschied, ob ich mit einem Mann oder einer Frau spreche. Ist nicht das auch Gleichstellung? Männer sind nicht Müll und Frauen nicht hysterisch. Die zwei Geschlechter gegeneinander auszuspielen, ist kontraproduktiv.

Im Zwiespalt 

Der zentrale Punkt ist aber, dass ich mich durch diesen latenten Druck auch in meiner Reaktion auf den anbaggernden Interviewpartner eingeschränkt fühlte. Ich hatte den Typen spöttisch abserviert, ihm später in einer E-Mail klargemacht, dass sein Verhalten ein No-Go war. Für mich war die Geschichte damit gegessen. Mehreren Personen in meinem Umfeld ging ich damit aber nicht weit genug. Das löste bei mir Schuldgefühle aus. Ich wollte ja niemanden enttäuschen oder mich unsolidarisch zeigen.

Wir sollten aufhören, Frauen vorzuschreiben, wie sie in solchen Situationen zu fühlen und verhalten haben.

So lebte ich eine ganze Woche lang in diesem Zwiespalt. Bis ich mich durchgerungen habe, den Artikel zu schreiben und zu publizieren. Denn in dieser Situation Stärke zu zeigen, bedeutete für mich, mir meine Arbeit und den bereits betrieben Aufwand nicht durch einen blöden Typen vernichten zu lassen. 

Ich plädiere deshalb für mehr Offenheit und Verständnis. Nachdem ich schon die plumpe Anmache auf mich nehmen musste, möchte ich mich nicht noch gegen meine Mitmenschen für meine Reaktion verteidigen müssen. Wir sollten aufhören, Frauen vorzuschreiben, wie sie in solchen Situationen zu fühlen und verhalten haben.

#RespectAriana – So fasst man keine Frau an!

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Video: watson/Emily Engkent

Sexismus in den Medien

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    Alle Leser-Kommentare
  • R. Peter 24.10.2018 23:21
    Highlight Highlight Ich habe gerade mit einer Freundin gesprochen, die findet, dass es doch bitte noch erlaubt sein soll, dass ihr im Club einer ungefragt an den Hintern fasst.

    Und genau darum ist die Debatte darüber, was geht und was nicht so sinnlos. Es gibt, abgesehen vom Konsens dass Zwang durch physische Gewalt nocht geht, keine gemeinsame Linie. Wir Menschen sind verschieden.

    Darum muss die Emanzipation auch bedeuten, dass Frau lernt autonom zu sich zu stehen, inkl. Inkaufnahme allfälliger Nachteile, die das Durchsetzen von autonomie immer mit sich bringt. Nicht dass Mann erahnen muss was gerade geht.
    2 0 Melden
  • Janis Joplin 24.10.2018 15:06
    Highlight Highlight Ich wurde mal im Zug von einem angegrabscht. Es war nicht Erniedrigung, Herabsetzung oder Verunsicherung die ich fühlte - nein, der Kerl irritierte mich eher, was mich dann dazu bewog, ihm die Hand wegzuschlagen und ihm zu sagen, dass er seine Finger von mir lassen sollte.
    Klar, Freude hatte er keine, "was denn mein Problem sei" wurde noch hinterhergeäfft - aber dann stand ich auf und es war Ruhe im Karton.
    8 0 Melden
  • Hintzman 24.10.2018 10:33
    Highlight Highlight Liebe Kollegin - frustriert? Enttäuscht?
    Wie kann ein Mann in solchen Zeiten nur in Reflexe zwischenmenschlicher Flirts und geschlechtsbewusster Kommunikation verfallen? Wieso können Männer, die sich nicht zu entmannen bereit sind, noch wagen, Lebensfreude zu vermitteln.
    Sie brachten es doch bereits auf den Punkt: "Er bedrängt mich nicht weiter." - denn alles, was über die verbale Kommunikation hinausgeht ist ekelhaft, nicht zu tolerieren und zu verurteilen. Aber Blicke, jugendfreie Bemerkungen und Kontaktversuche sind Ausdruck persönlicher Freiheit. Und das muss so bleiben.
    9 13 Melden
    • Ataraksia Eudaimonia 24.10.2018 14:30
      Highlight Highlight Zugegeben, 'steril' muss auch so 'ne Konversation nicht sein. Aber etwas mehr Geschick, subtiler, dürfte es durchaus sein. Dann versteht man die ausgesandten Signale als Kompliment oder Kreativität, Impuls des wachen Geistes im Manne und nicht als undifferenzierte, misslungene Anmassung...
      3 2 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 23:15
      Highlight Highlight Ataraksia, und wo ziehst du die Grenze, wo sie und wo er? Keiner verlangt dass dir oder sonst jemandem der Stil gefällt. „Man“ versteht ohnehin nichts, das kommt auf beide Gegenüber, deren Ideale, Erfahrungen, Stimmung, Wünsche, Vorlieben, die Situation, das Wetter etc. an und ist daher immer anders. Dass jeweils ein universelles Urteil gefällt werden muss, ob das nun okay war oder nie, werde ich wohl nie verstehen. Es braucht keinen öffentlichen Diskurs, welche Art Spruch in wie subtiler ind geistreicher Weise okay ist oder nicht.
      1 0 Melden
  • Astrogator 24.10.2018 09:18
    Highlight Highlight Natürlich gibt es Schweine unter Männern, aber es gibt eben auch die "Ladys" vom Bachelor die auf genau das Verhalten abfahren.

    12 3 Melden
  • yey 23.10.2018 20:51
    Highlight Highlight Kurzfassung:

    🔘 Person A ist notgeil und etwas zu mitteilsam.

    🔘 B ignoriert A und lacht sich ins Fäustchen.

    🔘 C findet B eine Mimose, weil sie später darüber spricht.

    🔘 D findet B eine Mimose, weil sie zu spät darüber spricht.

    🔘 E hat Mitleid, weil B plötzlich total verunsichert ist.


    Umfrage: Wer stehe jetzt blöd da?

    🔘 A

    🔘 B

    🔘 ABBA

    🔘 #MeeToo

    🔘 «äs Volch!»

    🔘 Bernie Sanders
    29 5 Melden
  • Favez 23.10.2018 19:39
    Highlight Highlight Finde deine Reaktion war gut und dein Kommentar dazu ist gelungen.
    Die lautesten und extremsten Meinungen erhalten oft zu viel Aufmerksamkeit. Du differenzierst und bleibst immer pfofessionell, Hut ab.
    28 2 Melden
  • Sherlock.H 23.10.2018 19:30
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel. Schön, dass Leute sich der Hysterie noch entziehen können.

    Aber es ist sehr bedenklich für eine Bewegung, wenn sie denen, die sie schützen will, ein Denkmodell aufzwingt. Religionen machen das, zum Beispiel.
    16 3 Melden
  • rsg3200 23.10.2018 19:13
    Highlight Highlight Tolle Reaktion - so soll es sein, nicht hinter dem Metoo-Zeug verstecken sondern einfach hinstehen. Idioten gibt's überall, stark bleiben und die eigene Meinung vertreten.

    Das einzig vernünftig, handeln - und nicht einen Artikel schreiben, wie schlimm alles ist. Danke!!
    7 5 Melden
  • rodolofo 23.10.2018 19:05
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • Stirber 23.10.2018 18:07
    Highlight Highlight Ich finde deine Reaktion absolut angemessen und sehr gut! Wichtig ist dabei doch nur, was du für angemessen hältst und nicht alle anderen!

    Zu anderen Kommentaren, die sagen alle Frauen sollten so reagieren, dann gäbe es kein #metoo: Ich finde man sollte da differenzieren zwischen Situationen wo sich Frauen wehren können und dies die Männer auch akzeptieren und Situationen wo der Mann seine Macht missbrauchte und sich die Frau nicht wehren konnte! Und dies ist leider auch Teil von #metoo, auch wenn es viele Vorfälle gab, die mit einem Auftreten wie von Camille Kündig gelöst wären.
    33 4 Melden
    • Garp 23.10.2018 22:55
      Highlight Highlight Danke Stirber, wohltuender Beitrag mit den Hinweis wo man sich wehren kann und wo nicht. Es ist nicht immer möglich und metoo darf man auch nicht einfach in die Tonne kloppen.
      3 2 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 10:39
      Highlight Highlight Doch Garps, metoo ist für die Tonne, gerade weil es nicht zwischen Vergewaltigung und einem unangebrachten Spruch wie im Artikel vorgestellt unterscheidet. Zudem fördert es eine Passivität in der Situation, solange sie aus einer Position der Stärke beeinflussbar wäre zugunsten einer prangerenden Aktivität im Nachhinein. Sobald Namen genannt werden wird es zum mittelalterlichen Pranger, der Existenzen (bes. in Kunst) allein aufgrund einer Anklage zerstört. Von Rechtstaatlichkeit keine Spur...
      3 4 Melden
    • Garp 24.10.2018 14:26
      Highlight Highlight Nein, für viele Frauen und einige Männer ist metoo nicht einfach für die Tonne. Für viele war es wichtig zu sehen, ich bin nicht allein, mit dem was mir passiert ist. Ich sage mit keinem Wort, dass a metoo alles gut ist. In meiner Welt gibt es nicht nur schwarz-weiss.
      3 2 Melden
  • skisandtrail 23.10.2018 17:17
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel! Genau das ist der Grund weshalb mich ein Grossteil der Sexismus / #metoo -Debatte stört.

    Mir gehts öfters so wie dir und zwar in Bezug auf deine Haltung: #metoo sagt mir nicht wie ich mich fühlen soll!
    Vieles das unter #metoo als Sexismus usw. abgestempelt wird, wärs für mich niemals - für diejenige Person schon. Deshalb sollte man auf beide Wege nicht urteilen. Was für die Eine Dame Sexismus ist, ist für mich zb bloss ein Kompliment.
    Wie man dann damit umgeht, ist wiederum etwas anderes.
    27 5 Melden
  • Timmy :D 23.10.2018 17:14
    Highlight Highlight War der Grundgedanke des Feminismus nicht, dass die Diversität der weichlichen Charakterzüge ausgelebt werden können? So muss (kann aber wenn gefällt) eine Frau nicht mehr zu Haus und Kind schauen und der Mann Einkommen generieren. Leider hat sich dann eine Splittergruppe gebildet, welche es Frauen verbieten will, keine berufliche Karriere zu erstreben. Dadurch wurde die Erwartung lediglich umgepolt ond so ist das Rollenbild dieser Splittergruppe: berufliche Karriere und jeder der nicht Romeo und Adonis gleichsam ist, abzulehnen unter Androhung von Hetze.
    Ein grosses Kompliment an Frau Kündig.
    18 4 Melden
    • Garp 23.10.2018 23:03
      Highlight Highlight Was sind denn weichliche Züge? Bitte um Aufklärung.

      Ich kann dir nicht folgen, du verballhornst so viele Sachen und Dein Fazit find ich nicht richtig. So mimen Frauen und Männer doch nicht ins Gespräch um sich gegenseitig besser zu verstehen. Kan. nicht sein, dass das manche gar nicht möchten. Mir ist es ein Herzenswunsch.
      4 2 Melden
    • Timmy :D 24.10.2018 16:52
      Highlight Highlight @Garp, Ich bitte um Verzeihung. Gemeint waren weiBliche Züge und sollte nicht negativ assoziiert sein. Ich hätte gerne ein wenig weiter ausgeführt die Zeichenbegrenzung hielt mich jedoch in Grenzen.
      Kurz gefasst bin ich der Meinung, eine Frau, wie auch ein Mann, kann ihr/sein Leben leben wie es gefällt und muss sich nicht schlecht fühlen weil man auf ein Ereignis nicht reagiert wie es andere tun würden und folglich anderen auch nicht vorschreiben wie sie sich zu fühlen haben.
      Ich bitte meinerseits um eine Aufklärung meiner vielen Verballhornungen.
      1 0 Melden
  • David Rüegg 23.10.2018 17:02
    Highlight Highlight Ich hoffe dass sich in einer solchen Situation heute keine Frau mehr fragen muss ob sie eine Mitschuld am schlechten Benehmen ihres Gegenübers trägt. Ob weitere Maßnahmen notwendig sind sollte die betroffene Person durchaus selbst entscheiden können, da dies vermutlich stark vom individuellen Empfinden abhängig ist.
    15 2 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 10:42
      Highlight Highlight Was hat diese Situation bitte mit Schuld zu tun?!
      2 5 Melden
  • suchti 23.10.2018 16:36
    Highlight Highlight mMn. war deine Reaktion darauf absolut korrekt.
    Was ich mich jedoch frage:
    Du hast mit deinen Mitmenschen darüber geredet und weder die eine noch die andere Reaktion hat dir gepasst. Welche Reaktion wäre den für dich richtig gewesen? Ich frage deshalb weil du offensichtlich eine Reaktion erwartet hast, bzw. einen Rat, aber keiner deinen Ansprüchen genügt hat. Und falls du tatsächlich kein Ratschlag erwartet hast, wärst du zufrieden damit gewesen wenn man deinem Verhalten einfach zugestimmt hätte?
    Mir erscheint es in dieser Situation als Bekannter schwierig angemessen zu reagieren.
    38 1 Melden
  • Tauriel 23.10.2018 16:14
    Highlight Highlight Finde es wirklich toll wie das auch mal eine Frau auf den Tisch legen kann. Ich dachte, ich sei mit dieser Denkweise die Einzige.
    13 1 Melden
  • paburk 23.10.2018 15:45
    Highlight Highlight Die hohe Kunst des Mannes ist es zu merken, ab wann er ein Grüsel ist.
    41 1 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 18:23
      Highlight Highlight Das hängt gemäss Aussagen diverse Kolleginnen aus Verein und Arbeite zu grossen Teilen davon ab, ob Mann für sie grundsätzlich attraktiv ist oder nicht...
      26 15 Melden
    • Garp 23.10.2018 23:16
      Highlight Highlight Der Mann sollte selber Verantwortung übernehmen R.Peter und das nicht den Frauen überlassen. Männer brauchen für sich selber doch einen Massstab oder heisst der, ich erlaube mir alles bis ich eine Frau treffe, die das gut findet?
      7 3 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 24.10.2018 09:28
      Highlight Highlight @peter danke! Sehe das gleich.
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 23.10.2018 15:40
    Highlight Highlight Bin sehr einverstanden. Fühl dich wie du dich fühlst und reagiere wie du es für richtig hältst. Allerding sollte dieses Recht auch für den Mann gelten: Er hat dich auf seine Art angebaggert, du hast auf deine Art abgelehnt, er hat akzeptiert. Alles palletti.

    Das die Anmache "plump" war ist eine (deine) Beurteilung. Warum soll das auch automatisch für andere gelten? Warum muss der Mann sein Verhalten anpassen? Genauso wenig wie wir Frauen vorschreiben sollten, wie sie sich in Situation XY zu fühlen und zu verhalten haben, sollten wir Männer das Männern vorschreiben.
    22 26 Melden
    • who cares? 23.10.2018 17:25
      Highlight Highlight Hm gehts noch? Es gibt Dinge, die sind gesellschaftlich akzeptiert und manche nicht. Im professionellen Kontext, den Gegenüber anzumachen ist zu Recht nicht akzeptiert.
      Wenn sie ihm eine gescheuert hätte, weil sie sich bedroht gefühlt hätte, wäre es auch okay gewesen? Oder plötzlich nicht mehr?
      In einem engen Lift nach körperlichen Gefälligkeiten zu fragen ist übrigens übergriffig.
      39 15 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 23:51
      Highlight Highlight Who cares, Warum sollte sie sich bedroht fühlen? Hat er sie bedroht?
      11 4 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 23:35
      Highlight Highlight Who cares,

      PS. Vor nicht all zu langer Zeit war es gesellschaftlich nicht akzeptiert, dass man unverheiratet zusammenwohnt, Kinder oder Sex hat. Ich flirte auch im professionellen Kontext gerne, wenn es sich ergibt, aber nett von dir, dass du mir das verbieten willst...

      Was sollte sonst noch gesellschaftlich nicht akzeptiert werden? Teilzeit arbeiten? Frauen im Beruf? Mehr als einen Beruf im Leben? Homosexualität? Bauern die Königstöchter heiraten? Weibliche Führungskräfte?

      Sorry aber was „gesellschaftlich“ gerade akzeptiert ist und was nicht geht mir gegrost am A*** vorbei.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 23.10.2018 15:35
    Highlight Highlight Genau das zeigt doch gelungene emanzipation wenn sich eine Frau nach so einem "versuchten übergriff" nicht als Opfer aufspielt. Sind wir ja auch nicht. Heutzutage haben wir hier in der westlichen Welt alle "tools" um uns gegen solche Schweinereien zu wehren, man muss sie nur benutzen wie Camille es gemacht hat- mein Kompliment an dieser Stelle für deine souveräne Reaktion!

    #Mee Too und #aufschrei haben in meinen Augen das Ziel total verfehlt. Anstatt Frauen aufzufordern sich zu wehren werden Männer pauschal als Triebtäter hingestellt was auch nicht fair ist...
    31 10 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 17:48
      Highlight Highlight Toller Kommentar! Nur „versuchter Übergriff“ finde ich dann doch sehr verfehlt.
      15 10 Melden
    • lily.mcbean 23.10.2018 18:26
      Highlight Highlight Erstmals vielen Dank :)
      Ja, ich gebe zu ich hätte es andwrs umschreiben können. Dann dachte ich, naja, VERSUCHT hat er es ja ;)
      4 10 Melden
    • Garp 23.10.2018 23:11
      Highlight Highlight Deine Kommentare lily find ich ja nicht grundsätzlich falsch, aber sehr grobschlächtig. Es ist nicht jeder so wehrhaft wie Du und die wenigsten spielen sich als Opfer auf, es gibt's sicher solche Dramaqueens und Boys. Du tust aber gern so, als ob es gar keine Opfer gäbe, das stört mich gewaltig.
      6 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • don_fabinio 23.10.2018 14:57
    Highlight Highlight Bravo. Genau meine Meinung. Du hast dich souverän verhalten und gehandelt in allen Belangen.
    17 4 Melden
  • lilie 23.10.2018 14:56
    Highlight Highlight Ich finde, du hast dich sehr professionell verhalten, deinen Job gemacht, den Typen abblitzen lassen und ihm nachher noch erklärt, was Sache ist.


    Wenn alle Frauen so souverän auf unangebrachte Avancen reagieren würden, hätten wir wohl keine #metoo-Debatte!
    27 33 Melden
    • who cares? 23.10.2018 16:41
      Highlight Highlight Ja, die Frauen sind schuld and der Debatte! Sollen doch einfach mal richtig reagieren!

      Leider haben nicht alle Frauen das Selbstvertrauen und das Durchsetzungsvermögen von Camille Kündig. Als ich noch jünger war, bin ich von meinem Chef an den Brüsten berührt worden etc. Ich wusste nicht, was machen, war wir gelähmt, konnte nicht reagieren. Bei wem liegt nun die Schuld?

      Wenn sich die Kotzbrocken wie der beschriebene Mann anständig verhalten würden, hätten wir wohl keine #metoo-Debatte!
      41 14 Melden
    • lilie 23.10.2018 21:19
      Highlight Highlight @who cares?: Eben, sag ich ja.

      Aber warum sich nicht von einem positiven Beispiel inspirieren lassen, anstatt immer auf den Kotzbrocken rumhaken?

      Diese Genderdebatte ist viel zu sehr von Negativität geprägt, mMn.
      7 4 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 00:00
      Highlight Highlight Who cares, du machst dich selbst zum schwachen Geschlecht, wenn du auf eine unangenehme Berührung deines Chefs nicht reagierst. Es geht dabei nicht um Schuld, sondern darum was Autonomie bedeutet und fordert: sein Recht durchzusetzen. Du hättest dich klar wehren können und wohl sollen -der Chef tut das auch, wenn ihmetwas nicht passt. Anderst kommst du nicht auf Augenhöhe. Nochmal: es geht nicht um Schuld, ich will den Grapscher auch nicht rechtfertigen. Es geht darum, dass du die Situation dort hättest ändern können, heute nicht mehr. Das wäre Emanzipation.
      6 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antidope 23.10.2018 14:10
    Highlight Highlight Frau wird von Mann angebaggert. Frau lehnt ab, Mann zieht sich zurück. Alles paletti würd ich sagen.
    53 13 Melden
    • Banksy 23.10.2018 17:08
      Highlight Highlight Ob das die Ehefrau des Mannes auch so sieht?
      23 16 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 17:49
      Highlight Highlight Banksy, das geht das Ehepaar etwas an, sonst niemanden.
      27 5 Melden
    • RichPurnell 23.10.2018 18:19
      Highlight Highlight Mann baggert Frau an Geschäftstermin an an dem er sich professionell Verhalten sollte. Mann sollte entlassen werden weil nicht tragfähig.
      28 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • JasCar 23.10.2018 13:56
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Er zeigt, wie vielschichtig dieses Thema doch ist.
    Ich war schon ein paar Mal in einer ähnlichen Lage, und ich habe jedes mal anders gefühlt. Das eine Mal konnte ich es locker wegstecken, ein anderes mal fühlte ich mich erniedrigt und bedrängt. Obwohl sich die Situationen ähnlich waren, waren es meine inneren Reaktionen nicht. Von cool über unwohl bis zu Angst war alles dabei. Genau deshalb finde ich es so wichtig, die Gefühle anderer Ernst zu nehmen, und ihnen nicht absprechen oder andichten zu wollen. Ich hoffe, dein Artikel wird Augen öffnen.
    31 2 Melden
  • Elke Wolke 23.10.2018 13:43
    Highlight Highlight Ich hätte es besser gefunden du hättest ihn damit konfrontiert, sprich klar gesagt: "Sorry ich muss das Interview abbrechen aufgrund ihrers unprofesionellen Verhalten. Wollen Sie, dass ich dieses Bild von ihnen und Ihrer Firma/Organisation so der Leserschaft, und somit der Öffentlichkeit, präsentiere?"

    Grund: es gibt zu viele Männer, die ihre Macht ausnutzen um ungeniert fast alle Frauen, die Ihnen über den Weg laufen, anzumachen. Sie werde viel zu selten in die Schranken gewiesen und machen unaufhörlich weiter. Trump ist das Paradebeispiel, welches auch hier zu finden ist - leider.
    32 34 Melden
    • Garp 23.10.2018 14:10
      Highlight Highlight Du bist auf Vergeltung aus. Camille hat das so gemacht, wie es für sie passt. Punkt. Du darfst gern in entsprechender Situation anders handeln, aber hören wir doch auf, anderen vorzuschreiben, wie sie handeln sollten.

      Jeder tut was er kann und wenn manche nicht können, wäre es gut, sich darüber Gedanken zu machen.

      Frau Kündig konnte ja.

      45 5 Melden
    • Schmirinskis 23.10.2018 14:24
      Highlight Highlight Es geht aber nicht um Sie. Lesen Sie doch bitte den Artikel nochmals. Es wird schön erklährt, warum man jemanden nach so einem Erlebnis nicht zu sagen hat, was er/sie zu tun hat.
      27 3 Melden
    • Natürlich 23.10.2018 14:26
      Highlight Highlight Aus Versehen geherzt!
      Jede Frau soll selber entscheiden dürfen wie sie mit einer solchen Situation umgehen will.
      22 2 Melden
  • Chili5000 23.10.2018 13:38
    Highlight Highlight Liebe Camille Küng, du hast eigentlich schon alles gesagt "das Verhalten von meinem Gesprächspartner (war) einfach ausgesprochen unprofessionell – und dumm". Du beschreibst das du nun nicht genau weisst ob und wie du dich verhalten musst um deinem Umfeld gerecht zu werden. Das gleiche Problem hat aber auch dein Umfeld, niemand weiss was du für eine Reaktion erwartest? Deshalb versucht jeder auf seine Weise eine Reaktion zu zeigen und hoft dabei dich damit zu unterstützen. In Zeiten von @metoo fallen die Reaktionen halt etwas Emotionaler aus als noch vor ein paar Jahren.
    26 4 Melden
    • Garp 23.10.2018 14:13
      Highlight Highlight Einfach zuhören! Man kann auch mal fragen, was wünschst Du Dir nun von mir. Man muss ja nicht immer den Hellseher spielen wollen. 😁
      13 3 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:21
      Highlight Highlight Einverstanden, Garp und Chilli. Nur genauso wenig wie Belehrungen, wie sie sich in dieser Situation zu verhalten oder fühlen habe unangebracht, wie es welche darüber sind, wie er sich zu verhalten oder fühlen hätte.
      5 8 Melden
    • Chili5000 23.10.2018 16:24
      Highlight Highlight @Grap: wenn dir jemand erzählt das er von einem arroganten Mann blöd angemacht wurde, fragst du was du nun was wünschst du nun von mir? Echt jetzt?
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lupa89 23.10.2018 13:29
    Highlight Highlight Starker Artikel über eine noch viel stärkere Haltung! Ich als Frau finde du hast alles richtig gemacht.
    31 2 Melden
  • RozaxD 23.10.2018 13:23
    Highlight Highlight Guter Artikel, bin völlig deiner Meinung.
    Sein Verhalten spiegelt ja nicht dich, sondern ihn wieder. Der/die Einzige, der sich dabei schlecht und ernidrigt fühlen sollte, ist er!
    18 4 Melden
    • Garp 23.10.2018 14:00
      Highlight Highlight Er muss sich nicht schlecht und erniedrigt fühlen ( das ist so Vergeltungsmoral) nur die Abweisung akzeptieren. Je öfter er abgewiesen wird, desto eher besteht die Chance, dass er sein Verhalten ändert.
      11 4 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:26
      Highlight Highlight Garp. Ich freue mich sehr, dass ich für einmal absolut mit dir einverstanden bin!

      Aus diesem Grund sehe ich an dieser Situation auch nichts verwerfliches: Er hat sie angemacht, sie hat es als plump empfunden, sich nicht angesprochen gefühlt und auf ihre Art (in diesem Fall spöttisch) abgelehnt. Er hat akzeptiert. Weil Situationen wie diese unter #Aufschrei fallen, kritisiere ich das auch als negativen Hype. Es führt nicht zu Gleichberechtigung oder -stellung. Im Gegenteil.
      13 6 Melden
    • Garp 23.10.2018 18:08
      Highlight Highlight Die Freude wird sicher von kurzer Dauer sein. 😁
      6 3 Melden
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  • Garp 23.10.2018 12:41
    Highlight Highlight Viele Menschen scheinen zu vergessen, dass man etwas erzählen will, einfach um es zu erzählen und sein Erlebnis zu teilen, mehr nicht. Sehr empathisch hat Dein Umfeld nicht reagiert, Camille. Bewertungen haben nicht unbedingt mit Empathie zu tun.

    Jede Frau und jeder Mann reagiert in bestimmte bei Situationen anders, wenn es eine Situation ist in der man reagieren kann.

    Bleibe bei Dir nächstes Mal Camille, sag Deinen Bekannten und Freunden, dass Du nur erzählen willst und keine Bewertungen brauchst. Man darf auch bekannten und Freunden gegenüber bei sich bleiben.
    37 2 Melden
  • Follower 23.10.2018 12:40
    Highlight Highlight Manchmal will man/frau erzählen ohne beratschlagt zu werden. Die Reaktion war doch treffend. Der Typ hat einfach probiert und offensichtlich ist er auf eine Frau gestossen, die das Format hatte sehr dezidiert zu widersprechen.
    37 2 Melden
    • just sayin' 23.10.2018 17:33
      Highlight Highlight "dediziert"
      so ein schönes wort!

      ob es in diesem satz so sinn macht?
      eher nicht
      4 9 Melden
    • Follower 23.10.2018 18:46
      Highlight Highlight Wer lesen kann ist im Vorteil... Geschrieben wurde dezidiert, was entschieden, bestimmt, energisch bedeutet.
      3 1 Melden
    • Favez 23.10.2018 19:27
      Highlight Highlight Follower hat dezidiert geschrieben, nicht dediziert.
      Das macht durchaus Sinn und man könnte es mit 'entschieden', 'kurz entschlossen' oder 'bestimmt' übersetzen.
      Wenn du Besserwisser sein willst, musst du noch ein bisschen üben :)
      4 1 Melden
  • Matti_St 23.10.2018 12:23
    Highlight Highlight 1. Guter Artikel. Wie man sich in einer solchen Situation fühlt, kann man nicht voraussehen. Ich denke auch, eine starke Frau lässt sich durch eine plumpe Anmache nicht aus dem Konzept bringen.
    2. Der Typ hat wieder nichts gelernt, keine Konsequenzen aus seiner Handlung zu spüren bekommen. Der wird weitermachen.
    24 6 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:29
      Highlight Highlight zu 2.: Warum soll er etwas lernen? Er hat gelernt, dass diese Frau seine diese Anmache oder ihn mit seiner Art nicht toll fand. Ende. Welche Konsequenzen hätte er denn bitte zu spüren bekommen sollen? Warum soll er nicht weitermachen?
      5 12 Melden
    • Juan95 23.10.2018 18:14
      Highlight Highlight @R. Peter
      Weil er ein Ar***loch ist dass seine Machtposition ausnutzt?
      9 4 Melden
    • sowhat 23.10.2018 22:12
      Highlight Highlight Und warum soll es Aufgabe von Camille sein, ihn zu erziehen? Sie ist nicht dafür verantwortlich, dass er etwas lernt. Auch wenn es anderen Frauen denen er begegnen wird, helfen würde. Sie hatte einen anderen Job bei ihm.
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 23.10.2018 12:21
    Highlight Highlight Ich finde, Frau Kündig hat richtig reagiert. Weil sie genau so reagiert hat, wie sie es in dieser Situation wollte. Über die Rolle des Mannes nur so viel: Er hat es nicht anders verdient.

    Der Artikel ist übrigens stark. Wirklich mal ein Artikel (einer der wenigen), den ich voll und ganz unterschreiben würde. Mal ein Artikel, der einen Sachverhalt erklärt, ohne zu pauschalisieren, und aus dem zweifelsfrei hervor geht, dass der Autorin klar ist, dass sowohl Männer als auch Frauen Individuen sind, die es nicht verdienen, in Schubladen gesteckt oder unter Pauschalverdacht gestellt zu werden.
    82 5 Melden
    • honesty_is_the_key 23.10.2018 19:12
      Highlight Highlight Ich danke dir vielmals Bruno für deinen Kommentar. Sagt genau aus was ich auch empfinde, aber ich wohl nicht so klar und genau hätte ausdrücken können.

      Ich, als Frau, wurde leider auch schon Opfer von Uebergriffen durch Männer, die mich zum Teil sehr geprägt haben (auf negative Art und Weise).

      Aber trotzdem oder genau deswegen bin ich genau deiner Meinung. Pauschalisierungen, Schubladen, allgemeine Verurteilungen sind absolut falsch und unangebracht. Es gibt ganz viele wunderbare Männer (und Frauen). Und es gibt leider auch "hässliche" Frauen und Männer. So ist das Leben.
      4 0 Melden
    • Camillemarlene 23.10.2018 19:19
      Highlight Highlight Danke!
      7 0 Melden
  • EinePrieseR 23.10.2018 12:18
    Highlight Highlight Meine Güte.. Was hättest du denn noch machen sollen? Er hat dich plump angemacht und du hast ihm eine Abfuhr erteilt. Fall erledigt..
    72 4 Melden
  • Ironiker 23.10.2018 12:16
    Highlight Highlight Hier wird etwas ersichtlich, was die ganze Debatte so schwierig macht. Wir allem empfinden unterschiedlich und gehen auch anders damit um. Unseres eigenes Empfinden nehmen wir dann als Massstab und wenden diesen bei den anderen an.

    Was der Autorin passiert ist, löst bei der einen Person ein müdes Lächeln und Mitleid aus, eine andere reisst es in ein tiefes Loch.

    Wenn wir uns deren Unterschiede klar werden und so auch Reaktionen akzeptieren können, welche uns als Unter- oder Übertrieben erscheinen, haben wir schon viel Gewonnen. Das Opfer fühlt sich verstanden und ernst genommen!
    30 1 Melden
    • Garp 23.10.2018 13:16
      Highlight Highlight Der letzte Satz passt mir nicht.

      Ich würde ihn so schreiben: Das Gegenüber fühlt sich verstanden und ernst genommen und wahrgenommen.

      Wahrnehmen hat wenig mit werten zu tun.

      Es geht gar nicht so sehr um metoo und Opfer. Es geht um das Werten allgemein.

      14 1 Melden
  • Asha 23.10.2018 12:11
    Highlight Highlight Hallo Camille, dass du so klar abgegrenzt bist, ist sehr positiv. Du hast viele Reaktionen erfahren, eine, die zerstörerischste von allen, war zum Glück nicht dabei: „Was hast du denn gemacht, um ihn zu ermuntern? Hast du zuerst aktiv mit ihm geflirtet?“ Ich glaube das Gefühl von Scham und Erniedrigung resultiert aus diesen Schuldzuweisungen.
    36 17 Melden
    • opwulf 23.10.2018 14:37
      Highlight Highlight Asha: Schade kriegst du so viele Blitze für diesen Kommentar! Ich finde unverdient, denn was du ansprichst ist wahrscheinlich eine gelebte Realität, eine Erfahrung derer viele Opfer von sexueller Gewalt zu teil wurde. Dem Opfer eine Schuld o. Teilschuld zuzusprechen, war vorallem früher häufig, ob von privater & auch behördlicher Seite. Der Artikel von Camille ist sehr gut geschrieben, stark & von einer vorbildlichen Differenziertheit, ohne die üblichen Rollenbilder, chapeau! Aber genauso spricht dein Kommentar einen wichtigen Punkt des Themas an, welcher gesellschaftlich immer noch nachhalt!
      15 4 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:32
      Highlight Highlight Asha und Opwulf. Es ist nichts passiert, weswegen man von Schuld, Mitschuld, Opfer oder Täter reden könnte. Deshalb der Blitz.
      10 10 Melden
    • opwulf 23.10.2018 18:27
      Highlight Highlight R. Peter: Ich verstand Asha‘s Kommentar nicht dahingehend mit direktem Bezug zu Camilles Artikel, sondern indirekt übergeordnet dem Thema der sexuellen Belästigung und den vorallem früher stark verbreiteten Victimblaming. Da das Thema verwandt ist und diese Denkmuster diesbezüglich noch existieren, fand ich diesen Kommentar richtig. Klar kann man blöde Anmachsprüche nicht mit sexuellen Übergriffen vergleichen und erwiese Opfern von Übergriffen damit einen Bärendienst.
      7 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 23.10.2018 12:04
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollten Dreistigkeiten und Rücksichtslosigkeiten jeglicher Art, auch jenseits der Gender-Debatte, sofort und umgehend in ihre Grenzen verwiesen werden, sonst machen sie Karriere.
    Leider passiert das zu wenig. Und wenn man bedenkt mit welcher Dreistigkeit und Unverfrohrenheit heutzutage auf oberster internationaler Politik-Ebene vorgegangen und agiert wird, haben wir heute nicht nur die schlechtesten aller möglichen Vorbilder im Amt, sondern eben auch Dreistigkeit und Unverfrohrenheit die Karriere machen konnte.
    27 6 Melden
  • Ravel 23.10.2018 11:59
    Highlight Highlight Ich finde es bedenklich, wie viele Menschen heute noch immer der Meinung sind, anderen vorschreiben zu müssen, wie sie mit einer bestimmten Situation umzugehen haben oder wie sie darauf reagieren sollen.

    Denn es ist doch so: Wie und wann man trauert, jubelt, kämpft, glücklich oder wütend ist, ist doch von Mensch zu Mensch verschieden und es ist schlicht anmassend, anderen deshalb Vorwürfe oder ungefragte Ratschläge erteilen zu wollen.
    25 2 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:34
      Highlight Highlight Einverstanden, Ravel. Das gilt sowohl für sie als auch für ihn in dieser Situation.
      4 5 Melden
  • fandustic 23.10.2018 11:48
    Highlight Highlight Du hast dich sicher richtig Verhalten in diesem Moment und auch danach. Ein Patentrezept gibt es aber sicher nicht. Wir sind alle unterschiedlich und somit auch unsere Reaktionen auf Vorfälle in unserem Leben. Im Endeffekt muss es für dich und nur für dich stimmen. Ist dies der Fall, dann hast du alles richtig gemacht.
    23 1 Melden
  • LeChef 23.10.2018 11:44
    Highlight Highlight Du hast gehandelt, wie jeder vernünftige Mensch an deiner Stelle, Camille. Warum lässt du dir ein schlechtes Gewissen einreden? Was hätten denn andere gemacht, ihn verklagt? Schwamm drüber und gut ist.
    32 1 Melden
  • BeWi 23.10.2018 11:27
    Highlight Highlight Hallo Camille, Kompliment, starke Reaktion von einer starken Frau! Ich kann dir nur sagen als Mann, ich kenne diese Typen auch - nicht auf der sexuellen Ebene - aber diese Typen zeigen auch den Männern in ihrem Umfeld, dass sie sich für unwiderstehlich halten. Sollte einer nicht ihrem "Charme" erlegen sein, so wird auch bei Männern mit Giftpfeilen geschossen. Meine Reaktion - ignorieren. Wie Du auch schreibst, das ist dann wohl das Schlimmste was dem Narzissten geschehen kann.
    43 2 Melden
    • Camillemarlene 23.10.2018 19:23
      Highlight Highlight 👍🏻 Danke.
      0 0 Melden
  • eBart! 23.10.2018 11:25
    Highlight Highlight Ich mag mich an eine Journalistin erinnern die Roger Federer ziemlich nahe gekommen ist. Sie hat sich dann zwar öffentlich entschuldigt - aber wurde von den Medien auch etwas "hoch gejubelt". So a la: "Awwww, das passiert wenn man sein Idol sieht" oder "sie süss ist das denn".

    Ich persönlich finde, dass beides nicht geht. Sie sind deswegen keine schlechte Feministin. Auch keine schlechte Journalistin. Aber man sollte mit gleichen Ellen messen.
    45 7 Melden
  • Alpha Kevin 23.10.2018 11:17
    Highlight Highlight Ich schäme mich als Mann, es gibt leider immer noch viel zu viele solcher Typen.
    27 24 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:38
      Highlight Highlight Meine Güte, er hat sie auf seine Art angebaggert, sie empfand es als plump und fühlte sich nicht angezogen. Sie hat auf ihre Art (in diesem Fall spöttisch) reagiert und abgelehnt. Er hat akzeptiert.

      Was ist bitte so schlimmes passiert? Was gibts hier zu schämen? Sollen Männer nun über "spöttische" Abfuhren #Aufschreien?
      13 16 Melden
  • swisskiss 23.10.2018 11:15
    Highlight Highlight Liebe Camille,

    Danke für den Artikel.

    Deine Reaktion war absolut gerechtfertigt und situativ verhältnismässig.

    Man merkt, dass Du im Kopf abgeschlossen hast.

    Aber offensichtlich noch nicht mit Herz und Bauch.

    Das Eine wird als Verletzung kaum so einfach "verarbeitet" werden können und für das "Bauchgefühl" solltest Du weniger den Ansprüchen und Vorstellungen Deines Umfelds mit gewünschter Reaktion entsprechen wollen.

    Ist dies nun mansplainning, was ich hier betreibe? Vielleicht, vermutlich...

    Doch gedacht ist es als Apell an Deine Selbständigkeit und Stärke als Mensch, nicht als Frau.
    14 14 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:39
      Highlight Highlight Es gibt kein mansplainning... Was für eine bescheuerte Wortschöpfung.
      7 12 Melden
  • Qui-Gon 23.10.2018 11:08
    Highlight Highlight Plumpe Anmache beim Interview, was für ein Volldepp; so richtig zum Fremdschämen. Immerhin hat er die Abfuhr anstandslos akzeptiert, Frau Kündig ist deshalb sicher kein Opfer. Sie hat souverän reagiert, scheint aber Freundinnen und Freunde mit seltsamen Ansichten zu haben.
    50 4 Melden
  • just sayin' 23.10.2018 11:05
    Highlight Highlight interessanter artikel und thema!
    der artikel beleuchtet (glücklicherweise) mal einen anderen oder neuen aspekt eines heiklen themas.

    die meisten von uns waren schon -oder werden in zukunft mal in eine situation geraten bei der sie nicht wissen wie genau sie "zu reagieren haben".

    hier bin ich der meinung, dass dies jede/jeder selber entscheiden muss und soll! es gehört zum leben sich zu behaupten und eigene entscheidungen zu fällen (egal ob frau oder mann).

    selbstständigkeit und eigenverantwortung finde ich ungemein wichtig und geht zum teil in unserer gesellschaft ein wenig unter.
    17 1 Melden
  • saukaibli 23.10.2018 11:05
    Highlight Highlight Ich finde deine Reaktion super und es zeugt mMn von Selbstvertrauen, dass du dich durch diesen Idioten nicht erniedrigt fühlst. Solche Typen behandeln vermutlich alle Mitmenschen als wären sie weniger Wert und merken selber gar nicht, dass die meisten sie für Idioten halten. So à la Trump: "Die lachen mit mir, nicht über mich". Wieso solltest du dich also schlecht fühlen? Nur weil jemand ein A...och zu dir war? Sieh's einfach so: Eine unverschämte Volltröte hat dich anziehend gefunden. Fertig. Gibt Schlimmeres, das einem passieren kann.
    5 5 Melden
    • R. Peter 23.10.2018 16:42
      Highlight Highlight "Idiot", "Volltröte", "A...loch". Deine Bezeichnungen sind klare Beleidigungen und deutlich schlimmer als dieser Vorfall... Er und sie haben beide nichts verbrochen oder falsch gemacht.
      9 10 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 23.10.2018 11:01
    Highlight Highlight Er wird noch erfolgreicher werden... spar's dir auf *evillaugh

    Und jetzt ernsthaft: Super Reaktion, super Artikel. Wird aber nicht für alle gleich sein und nicht alle "stecken" sowas so einfach weg. Zusammenleben ist ein stetes Aushandeln von Regeln. Diese Regeln sind sehr beweglich, sind nicht für alle gleich und nicht zu jeder Zeit die selben. Das macht es ja so schwierig.
    32 3 Melden
  • Will i will! 23.10.2018 10:47
    Highlight Highlight Mannumann! ehender frech der Typ... Finde, dass du gut reagiert hast.
    33 4 Melden
  • Achja 23.10.2018 10:45
    Highlight Highlight Wenn Man eine Frau nicht mal mehr Fragen darf, ob man sie Küssen darf. Frag ich mich schon wie unser zusammen leben noch funktionieren soll.
    Dass er ansonsten ein Kozbrocken ist, und diese Tour wahrscheinlich bei schwächeren Frauen schon funktioniert hat. gibt dem ganzen jedoch einen missen Unterton.
    119 624 Melden
    • HeroOfGallifrey 23.10.2018 10:54
      Highlight Highlight Naja, fragst du wahllos Frauen die deine Kundinnen, Arbeitskolleginnen oder Journalistinnen sind, die du vielleicht grad mal 1 Stunde kennst, nach einem Kuss? Komische Weltvorstellung...
      163 11 Melden
    • Snowy 23.10.2018 10:56
      Highlight Highlight Wenn er diese Tour bereits an einem Interviewtermin mit einer Journalistin durchzieht, kannst Du Dir in etwa ausmalen wie er sich mit Alk im Ausgang verhält...
      120 7 Melden
    • SaraSera 23.10.2018 11:33
      Highlight Highlight Wenn ein Mann das Feingefühl nicht besitzt, zu merken, dass es mehr als nur unangebracht ist, eine Journalistin zu küssen, frag ich mich schon, wie unser Zusammenleben noch funktionieren soll.
      112 14 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 23.10.2018 10:45
    Highlight Highlight Starkes Statement.

    Ja, dass den Frauen noch immer vorgeschrieben wird, wie sie sich als Opfer zu fühlen haben, ist falsch.

    Das Problem liegt tiefer: Ein solcher Fall mit vertauschten Rollen (Frau / Mann) findet (praktisch) nie statt.

    Wir sind leider noch viel stärker in unseren patriarchalisch geprägten Rollenbildern gefangen, als wir dies vermuten.

    P.S.: Ja, auch wir vermeintlich aufgeschlossen und urbanen Menschen.
    52 10 Melden
  • Trefle 23.10.2018 10:44
    Highlight Highlight Finde ich einfach top!
    23 8 Melden
  • leibea00 23.10.2018 10:41
    Highlight Highlight Ich finde Deine Reaktion und deine Denkweise richtig und sogar vorbildlich! Wir kommen aus der oft „sehr einfachen“ Gender Debatte nur raus, wenn wir falsches Verhalten klar abweisen und wie du den Menschen für sein Verhalten verurteilen. Egal ob Rassismus, Gender, Fussballclub usw. es wird immer versucht duch Gruppen Abgrenzung zu begründen wieso etwas negativ ist. Wir sind aber Individuen und Persönlichkeiten und selbstverantwortlich für unser handeln. Schlechtes handeln ist persönlich!
    296 14 Melden
    • Garp 23.10.2018 13:56
      Highlight Highlight Wir sind halt nicht nur Individuen, wenn dieses Denken heute auch sehr modern ist. Wir sind auch immer Teile von ganz verschiedenen Gruppen.
      1 0 Melden
  • Statler 23.10.2018 10:41
    Highlight Highlight Genau Deiner Meinung!
    Ohne gross Worte zu verlieren verlinke ich hier einfach eine Folge von «Precht» mit Svenja Flaßpöhler, die u.A. genau das sagt, was Du ansprichst, die Opferhaltung der Frauen ist z.T. kontraproduktiv und eigentlich unangebracht.

    https://www.zdf.de/gesellschaft/precht/precht-die-zukunft-von-mann-und-frau-richard-david-precht-im-gespraech-mit-svenja-flasspoehler-100.html

    Etwas vom Besten, was ich zu diesem Thema gesehen habe, seit es diskutiert wird.
    36 2 Melden
    • R. Peter 24.10.2018 00:20
      Highlight Highlight Sehr stark, und es zeigt klar auf das Problem des feministischen Stroms der auch auf Watson dominant scheint auf. Er hält die Frau klein und schwach, was sie nicht mehr sein müsste. Frauen sind heute absolut gleichberechtigt und hätten (von mit physischer Gewalt erzwungen Dingen abgesehen) all Möglichkeiten sich sofort zu wehren. Trotzdem bleiben sie in der passiven Klagehaltung (metoo z.B.) stecken.
      3 1 Melden
  • wydy 23.10.2018 10:40
    Highlight Highlight Willkommen im Jahr 2018 mit den Snowflakes, Mansplaning, MenAreTrash, MeToo...
    Die meisten Leute meinen es wahrscheinlich nicht böse. Für Sie bist du das arme Opfer, dass sich nicht wehren kann und das man beschützen muss. Also eigentlich wirst du in die Schublade arme wehrlose Frau gesteckt, von den Leuten die Gleichberechtigung schreien.
    Es ist deine Entscheidung wie du damit umgehst. Ob du es ignorierst, deinem Freund sagst, deinen Freundinnen erzählst, das Gespräch abbrichst... Von mir aus kann ich nur sagen: "Hut ab für dein professionelles Verhalten gegenüber deinem Gesprächspartner."
    60 19 Melden
  • HeroOfGallifrey 23.10.2018 10:39
    Highlight Highlight Ich als Mann muss leider sagen, dass es doch einige Männer gibt (leider) die Arbeitswelt (Professionalität) und Privates nicht wirklich trennen können, wo alles und jede angeflirtet werden muss um ihre Männlichkeit zu beweisen. Denn nur ein toller Hengst ist ein erfolgreicher Mann (leider). Zum Teil haben diese Männer eine Ehefrau und noch Kinder zuhause. Mich widern solche Menschen an.
    382 28 Melden
    • Snowy 23.10.2018 10:54
      Highlight Highlight Wie wahr.

      Besonders gut zu beobachten an Weihnachtsfeiern oder an sonstigen Anlässen wo Alkohol oder andere Stimmungsmacher konsumiert werden.

      Ich bin jedes Jahr wieder entsetzt, wie viele intelligente Männer jede Contenance vs Frauen verlieren... auch solche, die ich komplett anders eingeschätzt hatte.

      Häufig sind es nicht diejenigen, welche privat das Singleleben geniessen, sondern verheiratete Männer, welche glauben die "tolle" Chance wahrnehmen zu müssen.
      44 4 Melden
    • clint 23.10.2018 14:06
      Highlight Highlight lieber dr. who-fan, du provozierst (absichtlich?) mit deinen statements. warum nur müssen bei uns arbeit und privatleben so arg fest getrennt werden? das sieht schon bei unseren nachbarländern ganz anders aus, und ist wohl kaum das alleinseligmachende. weiter: was genau ist daran verboten, jmd. anzuflirten? und letztens: korrekt geflirtet verträgt sich sogar mit festem partner. einfach immer nur soweit, dass der partner dabei sein könnte, ohne stress zu haben. so, das musste raus.
      6 10 Melden
    • Der_Andere 23.10.2018 16:45
      Highlight Highlight @clint
      Weil die Arbeitswelt mit dem Privatleben nicht vergleichbar ist und man damit rechnen muss, dass es dem Gegenüber unangenehm sein kann.

      Im Privaten hat jeder bei solchen Avancen immer die Option einfach zu gehen und sein Gegenüber stehen zu lassen. Egal wo. Im Arbeitsumfeld ist es anders. Du kannst nicht einfach gehen. Es ist schliesslich dein Job. Zusätzlich gibt es im Beruf Hierarchien und Abhängigkeiten, die im privaten inexistent sind. Also was dann? Dem HR melden? Kündigen? Es direkt ansprechen? Auch wenn es der Vorgesetzte ist der Grenzen überschreitet? Über sich ergehen lassen?
      9 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 23.10.2018 10:39
    Highlight Highlight Als Frau und Feministin unterschreib ich die Aussagen im Artikel Punkt für Punkt.
    45 21 Melden
  • He nu.. 23.10.2018 10:36
    Highlight Highlight Hormone, Geld, Macht und anderes treibt die Männer vor sich hin. Eine Sauerei, sage ich als Mann und muss mich selbst an der Nase nehmen. Zwischen 20 und 45 ist der Mann schon stark Schw... gesteuert. Heute finde ich mich manchmal nicht gut, denke ich zurück. Obwohl, in den 60ern hatte man sich viel mehr unter der Kontrolle. Soweit hätte ich mich damals, wie hier im Bericht, nicht gewagt. Das ist MEINE subjektive Beobachtung.
    18 42 Melden
  • Caerulea 23.10.2018 10:33
    Highlight Highlight Ich denke sie haben gut reagiert.
    Klare Grenzen gesetzt und mit der E-Mail diese nochmals nachgezogen.

    Finde auch schade das man mit den meisten Männern nicht über solche Erlebnisse reden kann. Die Reaktionen waren bei mir meist total defensiv oder verlegen.
    Dabei wollte ich da doch meistens nur über diesen Idioten mit ihnen lachen
    42 5 Melden
    • Manfred the Fred 23.10.2018 11:08
      Highlight Highlight Ich denke viele männer fühlen sich halt irgendwie angegriffen bei diesem thema. Gerade auf social media wird oft verallgemeinert und von “den männern“ geschrieben.
      Ich denke das schreckt extrem ab und daher gehen viele männer in die devensive. (Ich will das thema natürlich nicht schlecht reden, nur sagen wie es manchmal ankommt).
      27 3 Melden
  • Uf em Berg 23.10.2018 10:32
    Highlight Highlight Wow! Super geschrieben. Du sprichst mir aus der Seele. Auch ich fühle mich teils von #metoo nicht unterstützt sondern herabgesetzt, als ob wir Frauen unsere Grenzen nicht selbstständig aufzeigen könnten.
    37 16 Melden
    • Rhabarber 23.10.2018 10:44
      Highlight Highlight Es gibt Frauen, die das aus verschiedenen Gründen nicht können. Daher bitte ich dich darum, nicht für alle zu sprechen. Von wegen "wir Frauen".

      Ich weiss z.B., dass viele Frauen, die schon als Kinder missbraucht wurden, jahrelang daran arbeiten müssen, sich in Fällen, wie im Artikel beschrieben, nicht schuldig zu fühlen. Sie müssen zuerst lernen, dass sie darauf reagieren und sich abgrenzen dürfen. Und das ist nur ein Beispiel unter mehreren.

      Also auch wenn du persönlich dich von metoo nicht unterstützt fühlst, hilft es aber vielen anderen. Denen darf man diese Hilfe jetzt auch gönnen.
      62 22 Melden
    • *klippklapp* 23.10.2018 12:41
      Highlight Highlight @ Rahbarber: Perfekt auf den Punkt gebracht, danke!

      Es geht doch darum, dass wir nach meetoo gemeinsam einen Schritt als Gesellschaft gehen. Dazu gehört: zuhören, ernst nehmen, diskutieren, uneinig sein, nachfragen, in Frage stellen, übers Ziel hinausgehen, ausprobieren, sich selbst reflektieren und und und…
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    • R. Peter 23.10.2018 18:01
      Highlight Highlight Rhabarber, genau dein Beispiel ist eines, für das der Mann im Beispiel nichts kann. Dennoch würde er via metoo oder Aufschrei zum Täter gemacht. Nein, die Debatte was Mann Frau zumuten darf und was nicht ist durch die genannten Hashtags weit abgerutscht und zeugt vom Gegenteil von Emanzipation und Stärke. Es beschreibt ein Bild der schwachen und zerbrechlichen Frau, die nichts aushält und sich auch nicht wehren kann. Der Mann muss von vornherein spüren, was geht und was nicht.

      Eine Anmache ist schnell plump und übergriffig oder witzig und mutig, je nach dem wie gut er ihr gefällt.
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  • DerSimu 23.10.2018 10:31
    Highlight Highlight Was mir meine Mama immer nahegelegt hat:

    "Lug Bueb, e Chapf im richtige Momänt het no niemerem gschadet."

    Mir such nicht. Die 2 Mal, wo ihr die Hand ausgerutscht ist, wusste ich genau wieso.
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    • Mr. Malik 23.10.2018 10:55
      Highlight Highlight Woher bist du dir so sicher, dass dir der "Chapf im richtige Momänt" nicht geschadet hat?
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    • DerSimu 23.10.2018 11:12
      Highlight Highlight Wie gesagt, ich wusste genau, was ich getan hatte und dass ich die grenze sehr krass überschritten hatte. Und ich bin weder gewalttätig, noch traumatisiert noch sonst was dadurch.
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    • Lolus 23.10.2018 14:28
      Highlight Highlight Passt jetzt nicht zum Artikel, muss es aber trotzdem los werden: Gewalt ist nie die richtige Lösung! Ich will damit nicht sagen das der "Chlapf" dir geschadet hat, aber es war meiner Ansicht nach falsch.
      Die Hand die ausrutscht zeugt davon das die Person(in diesem Fall deine Mutter) mit der Situation überfordert war und dies dann als Reaktion folgte. Ist meinem Vatetär auch einmal passiert, kann passieren aber trotzdem ist Gewalt NIE eine Lösung. Gewalt als gewolltes Erziehungsmittel kann nicht funktionieren! Respekt erhält mandamit definitiv auch nicht.
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  • Skeptischer Optimist 23.10.2018 10:25
    Highlight Highlight Wo kann man das Interview lesen?
    18 30 Melden
    • Statler 23.10.2018 10:52
      Highlight Highlight Netter Versuch ;)
      39 1 Melden
    • Skeptischer Optimist 23.10.2018 11:15
      Highlight Highlight Man wird doch mal fragen dürfen ;-)
      24 1 Melden

Männer sind kein Müll

Für Zuspitzungen sind Politiker immer zu haben – und wir Journalisten sowieso. Der Hashtag #menaretrash ist jedoch menschenverachtend und dient der Sache nicht.

20 Jahre, nachdem «Die Ärzte» mit «Männer sind Schweine» die deutschen Charts stürmten, ist die Parole nun auch in der politischen Debatte salonfähig geworden. Wobei die Wortwahl inzwischen noch eine Stufe drastischer ausfällt – man muss schliesslich mit der Zeit gehen: «Männer sind Müll», heisst es neu. Die Ironie ist weg, dafür geht die Alliteration wunderbar leicht von den Lippen.

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