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Captain Livia Altmann jubelt mit Torfrau Florence Schelling.
Captain Livia Altmann jubelt mit Torfrau Florence Schelling.
Bild: EPA/EPA

«Jetzt wollen wir auch Schweden schlagen» – Nati nach Sieg gegen Japan im Viertelfinal

Vier Jahre nach dem Gewinn der Bronzemedaille in Sotschi kann das Frauen-Eishockey-Nationalteam wieder mit den Viertelfinals planen. Die Schweizerinnen besiegen Japan trotz 18:38 Torschüssen mit 3:1.
12.02.2018, 12:2412.02.2018, 12:48

Zum Matchwinner avancierte Sara Benz. Die 25-jährige Winterthurerin verpasste seit Sotschi zwei Saisons wegen einer Hirnerschütterung. Sie schloss das Jus-Studium ab. Gegen Japan war sie aber wieder voll bei der Sache: Sara Benz erzielte nach Spielmitte innerhalb von 171 Sekunden die wegweisenden ersten zwei Tore. Beide Goals wurden im Powerplay erzielt.

Das 1:0 durch Sara Benz.
Video: streamable
Das 2:0 durch Sara Benz.
Video: streamable

Auch Alina Müller skorte wieder. Nach den vier Treffern gegen Korea gelang der Zürcherin gegen Japan in der 45. Minute das 3:0. Mit fünf Toren und zwei Assists hält Müller beinahe die Skorer-Kadenz aus der nationalen Meisterschaft, wo sie bislang in 17 Partien 57 Skorerpunkte sammelte.

Das 3:0 durch Alina Müller.
Video: streamable

Tadellos spielte auch wieder Goalie Florence Schelling. Nach dem 8:0-Erfolg über Südkorea kassierte die 28-Jährige erst nach 107:33 Minuten und insgesamt 34 Paraden das erste Gegentor. Bei den Schweizer Bronzemedaillengewinnen 2012 (WM) und 2014 (Olympia) ist Schelling jeweils als beste Torhüterin des Turniers ausgezeichnet worden; in Sotschi war sie sogar die wertvollste Spielerin (MVP) des gesamten Turniers.

Headcoach Daniela Diaz lobte ihre Torfrau denn auch explizit: «Wir hatten heute einen Weltklasse-Goalie.» Sie hätten erwartet, dass die Japanerinnen derart fulminant loslegen. Dennoch hätten sie einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Diaz sei stolz darauf, wie sich ihre Mannschaft in die Partie gekämpft hat. Das Ziel ist jetzt klar: «Wir wollen morgen auch noch Schweden schlagen», erklärt die Trainerin.

Schelling hielt das Team vor allem im ersten Abschnitt im Spiel, als Japan dominierte und die Schweizerinnen bloss zu einem Torschuss kamen (7:1). Das Duell der Torhüterinnen gewann sie gegen Nana Fujimoto klar. Beim ersten Schweizer Goal griff der japanische Keeper daneben.

Florence Schelling lässt sich feiern.
Florence Schelling lässt sich feiern.
Bild: EPA/EPA

Die Schweizerinnen spielen am Mittwoch gegen Schweden um den Gewinn der Vorrundengruppe B, was Platz 5 nach der Vorrunde bedeuten würde. Als Gruppensieger würden die Schweizerinnen auf den Letzten der Gruppe A treffen.

Das Telegramm

Schweiz - Japan 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)
Gangneung. - 4033 Zuschauer. - SR Gran/Hove (SWE/NOR), Heikkinen/Pagon (FIN/SVK).
Tore: 31. Sara Benz (Rüegg, Laura Benz/Ausschluss Yoneyama) 1:0. 34. Sara Benz (Meier/Ausschluss Hosoyamada) 2:0. 45. Müller 3:0. 48. Kubo (Hori, Toko) 3:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Japan.
Schweiz: Schelling; Bullo, Altmann; Gass, Meier; Zollinger, Laura Benz; Sigrist, Wetli; Staenz, Rüedi, Raselli; Sara Benz, Müller, Stalder; Isabel Waidacher, Rüegg, Forster; Monika Waidacher, Allemann, Nina Waidacher.
Japan: Fujimoto; Hosoyamada, Koyke; Toko, Suzuki; Hori, Takeuchi; Shiga; Kubo, Taka, Nakamura; Osawa, Yoneyama, Fujimoto; Shishiuchi, Adachi, Ono; Iwahara, Taka, Terashima.
Bemerkungen: Schweiz ohne Brändli (Ersatztorhüter) und Aller (überzählig). (abu/sda)

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