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Abfahrt der Herren
Gold: Aksel Lund Svindal (NOR)
Silber: Kjetil Jansrud (NOR)
Bronze: Beat Feuz (SUI)
Das Podest in der Abfahrt: Svindal vor Jansrud und Feuz.
Das Podest in der Abfahrt: Svindal vor Jansrud und Feuz.
Bild: EPA/EPA

Bronze-Held Beat Feuz: «Die Fahrt war eigentlich nicht gut genug für eine Medaille» 

Beat Feuz verpasst den anvisierten Olympiasieg in der Abfahrt, aber hinter den Norwegern Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud holt er sich immerhin Bronze.
15.02.2018, 06:1415.02.2018, 09:14

Das Rennen:

So souverän wie im Training kam Beat Feuz nicht über die Runden. Es machten sich ein paar kleine Unsicherheiten bemerkbar. Trotzdem verpasste der Weltmeister von 2017 den Sieg nur knapp. Auf Svindal, den ersten Abfahrts-Olympiasieger aus Norwegen, verlor der Emmentaler lediglich 18 Hundertstel, 6 Hundertstel betrug die Differenz zum zweitplatzierten Jansrud.

«Meine Fahrt war zu wenig gut für eine Medaille.»
Feuz während dem Rennen

Feuz glaubte nach zehn gestarteten Fahrern nicht daran, dass er noch eine Medaille gewinnen würde. «Meine Fahrt war zu wenig gut», so seine Einschätzung während des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt standen noch alle vier Österreicher oben am Start. Aber schliesslich schob sich keiner mehr am Berner vorbei. So resultierte für Feuz am dritten Grossanlass in Serie eine Medaille in der Abfahrt. Dritter war er 2015 an der WM in Beaver Creek geworden, Weltmeister letztes Jahr und nun reichte es ihm zu seiner ersten Edelmetall-Auszeichnung an Olympischen Spielen.

Feuz kann sich doch noch freuen.
Feuz kann sich doch noch freuen.
Bild: EPA/EPA

Aksel Svindal sicherte sich seine vierte Olympia-Medaille, die zweite in Gold. 2010 an den Spielen von Vancouver war der 35-Jährige Olympiasieger im Super-G geworden. Hinzu kommen fünf WM-Titel. Svindal ist inzwischen 35 Jahre alt und damit der älteste alpine Goldmedaillen-Gewinner der Geschichte.

Auch der zweitplatzierte Kjetil Jansrud errang wie Svindal seine bereits vierte Medaille. Er war 2014 in Sotschi Olympiasieger im Super-G geworden und er schien auch in Südkorea auf gutem Weg zu weiterem Gold. Jansrud lag bei allen Zwischenzeiten vor Svindal, doch im Ziel fehlten ihm schliesslich 12 Hundertstel.

Beat Feuz' Teamkollegen konnten nicht mithalten. Der Bündner Mauro Caviezel beendete das Rennen als 13., der Obwaldner Marc Gisin wurde 21. und der Zürcher Gilles Roulin landete nur auf Position 33. 

Die Stimmen:

«Meine Fahrt war für eine Medaille eigentlich nicht gut genug. Vielleicht kam im Mittelteil etwas Wind auf, die nachfolgenden Fahrer verloren dort etwas gar viel Zeit. Aber auch schon vorher hatten alle Athleten so ihre Probleme mit den Verhältnissen. Schade natürlich, hat es nicht bis ganz nach vorne gereicht, es war knapp. Aber auch mit Bronze kann ich heute ganz gut schlafen.»
Beat Feuz
«Besser geht's nicht! Das ist ein Traum! Ich kann es gar nicht glauben, dass niemand mehr kommt und mich verdrängen kann. Man traut sich im Kopf einfach nicht, das zu realisieren. Aber klar, wenn Beat schon im Ziel ist und bei dir leuchtet es grün auf, dann weisst du schon, dass du schnell bist. Einfach nur schön!»
Aksel Svindal
«Svindal und Feuz sind in dieser Saison klar die Stärksten. Deshalb habe ich wohl eher Silber gewonnen, als Gold verloren. Aber im Ziel habe ich mich natürlich schon ein wenig geärgert. Vielleicht wäre mehr möglich gewesen. Aber ein Doppelsieg ist für das Team natürlich fantastisch.»
Kjetil Jansrud
«Im oberen Teil hat es eigentlich gut gepasst. Natürlich, den Sturz von gestern habe ich schon gespürt. Aber ich muss das jetzt abhaken. Ich kann nicht zufrieden sein. Ich weiss nicht an was es lag, ich hatte die ganze Saison nie so viel Rückstand.»
Mathias Mayer
«Ich habe alles gemacht was ich kann. Normalerweise reicht so eine Leistung in die Top 5. Aber bei so einer Piste können halt auch andere Athleten vorne rein fahren. Dass ich dann so weit hinten bin, hat mich doch etwas getroffen. An so einem Tag muss alles zusammenpassen. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, mit dem Resultat nicht.»
Hannes Reichelt

Die Reaktionen:

Team Schweiz reagiert auf die Bronze-Medaille von Beat Feuz

Video: srf

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quelle: ap/ap / michael probst
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