Olympia
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Abfahrt der Herren

Gold: Aksel Lund Svindal (NOR)

Silber: Kjetil Jansrud (NOR)

Bronze: Beat Feuz (SUI)

epa06526768 (L-R) Silver medal winner Kjetil Jansrud  of Norway, gold medal winner Aksel Lund Svindal  of Norway and bronze medal winner Beat Feuz of Switzerland pose during the venue ceremony of the Men's Downhill race at the Jeongseon Alpine Centre during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 15 February 2018.  EPA/FILIP SINGER

Das Podest in der Abfahrt: Svindal vor Jansrud und Feuz. Bild: EPA/EPA

Bronze-Held Beat Feuz: «Die Fahrt war eigentlich nicht gut genug für eine Medaille» 

Beat Feuz verpasst den anvisierten Olympiasieg in der Abfahrt, aber hinter den Norwegern Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud holt er sich immerhin Bronze.



Das Rennen:

So souverän wie im Training kam Beat Feuz nicht über die Runden. Es machten sich ein paar kleine Unsicherheiten bemerkbar. Trotzdem verpasste der Weltmeister von 2017 den Sieg nur knapp. Auf Svindal, den ersten Abfahrts-Olympiasieger aus Norwegen, verlor der Emmentaler lediglich 18 Hundertstel, 6 Hundertstel betrug die Differenz zum zweitplatzierten Jansrud.

Feuz' Fahrt im Video.

«Meine Fahrt war zu wenig gut für eine Medaille.»

Feuz während dem Rennen

Feuz glaubte nach zehn gestarteten Fahrern nicht daran, dass er noch eine Medaille gewinnen würde. «Meine Fahrt war zu wenig gut», so seine Einschätzung während des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt standen noch alle vier Österreicher oben am Start. Aber schliesslich schob sich keiner mehr am Berner vorbei. So resultierte für Feuz am dritten Grossanlass in Serie eine Medaille in der Abfahrt. Dritter war er 2015 an der WM in Beaver Creek geworden, Weltmeister letztes Jahr und nun reichte es ihm zu seiner ersten Edelmetall-Auszeichnung an Olympischen Spielen.

epa06526767 Bronze medal winner Beat Feuz of Switzerland poses during the venue ceremony of the Men's Downhill race at the Jeongseon Alpine Centre during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 15 February 2018.  EPA/FILIP SINGER

Feuz kann sich doch noch freuen. Bild: EPA/EPA

Aksel Svindal sicherte sich seine vierte Olympia-Medaille, die zweite in Gold. 2010 an den Spielen von Vancouver war der 35-Jährige Olympiasieger im Super-G geworden. Hinzu kommen fünf WM-Titel. Svindal ist inzwischen 35 Jahre alt und damit der älteste alpine Goldmedaillen-Gewinner der Geschichte.

Svindals fahrt im Video.

Auch der zweitplatzierte Kjetil Jansrud errang wie Svindal seine bereits vierte Medaille. Er war 2014 in Sotschi Olympiasieger im Super-G geworden und er schien auch in Südkorea auf gutem Weg zu weiterem Gold. Jansrud lag bei allen Zwischenzeiten vor Svindal, doch im Ziel fehlten ihm schliesslich 12 Hundertstel.

Jansruds Fahrt im Video.

Beat Feuz' Teamkollegen konnten nicht mithalten. Der Bündner Mauro Caviezel beendete das Rennen als 13., der Obwaldner Marc Gisin wurde 21. und der Zürcher Gilles Roulin landete nur auf Position 33. 

Die Stimmen:

Bild

«Meine Fahrt war für eine Medaille eigentlich nicht gut genug. Vielleicht kam im Mittelteil etwas Wind auf, die nachfolgenden Fahrer verloren dort etwas gar viel Zeit. Aber auch schon vorher hatten alle Athleten so ihre Probleme mit den Verhältnissen. Schade natürlich, hat es nicht bis ganz nach vorne gereicht, es war knapp. Aber auch mit Bronze kann ich heute ganz gut schlafen.»

Beat Feuz

Bild

«Besser geht's nicht! Das ist ein Traum! Ich kann es gar nicht glauben, dass niemand mehr kommt und mich verdrängen kann. Man traut sich im Kopf einfach nicht, das zu realisieren. Aber klar, wenn Beat schon im Ziel ist und bei dir leuchtet es grün auf, dann weisst du schon, dass du schnell bist. Einfach nur schön!»

Aksel Svindal

Bild

«Svindal und Feuz sind in dieser Saison klar die Stärksten. Deshalb habe ich wohl eher Silber gewonnen, als Gold verloren. Aber im Ziel habe ich mich natürlich schon ein wenig geärgert. Vielleicht wäre mehr möglich gewesen. Aber ein Doppelsieg ist für das Team natürlich fantastisch.»

Kjetil Jansrud

«Im oberen Teil hat es eigentlich gut gepasst. Natürlich, den Sturz von gestern habe ich schon gespürt. Aber ich muss das jetzt abhaken. Ich kann nicht zufrieden sein. Ich weiss nicht an was es lag, ich hatte die ganze Saison nie so viel Rückstand.»

Mathias Mayer

«Ich habe alles gemacht was ich kann. Normalerweise reicht so eine Leistung in die Top 5. Aber bei so einer Piste können halt auch andere Athleten vorne rein fahren. Dass ich dann so weit hinten bin, hat mich doch etwas getroffen. An so einem Tag muss alles zusammenpassen. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, mit dem Resultat nicht.»

Hannes Reichelt

Die Reaktionen:

Die ganze Schweiz ist froh, dass es für Bronze gereicht hat.

In Schangnau wird bereits am frühen Morgen gefeiert.

Ein wahrlich würdiges Podest.

Monsterläufe haben die drei Podestfahrer gezeigt.

Frühaufsteher wurden mit einem tollen Rennen belohnt.

Team Schweiz reagiert auf die Bronze-Medaille von Beat Feuz

abspielen

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 15.02.2018 08:47
    Highlight Highlight Wir sind halt eher eine Tennis-Nation (und Segeln war auch mal) -:))
  • piedone lo sbirro 15.02.2018 08:23
    Highlight Highlight herzliche gratulation beat feuz für die bronze medaille!
  • länzu 15.02.2018 06:54
    Highlight Highlight Und was ist eigentlich mit den übrigen Schweizer Skifahrern los? An und für sich hat es nur Feuz verdient, an diesen Spielen dabei zu sein. Die anderen sollten bezahlen müssen, wie normale Touristen, denn was sie abliefern, ist unter jeder Kanone. Generell wurde bei den Schweizern sehr grosszügig selektioniert. Wenn ein 27. Rang in der Nordischen Kombination als *den Erwartungen entsprechend" taxiert wird, frage ich mich schon, wieso dieser Athlet überhaupt geschickt wurde.
    • Capodituttiicapi 15.02.2018 07:38
      Highlight Highlight Volksfahrräder
    • Patachon 15.02.2018 07:59
      Highlight Highlight Locker bleiben! Olympischer Geist und so! Die Athleten können nix für die Selektionskriterien. Ich würde auch gehen, wenn ich aufgeboten würde. Aber an eine Edelmetall-Flut bei den Alpinen glaube ich leider nicht mehr. Zu viele Mitläufer welche mich nicht an einen Exploit glauben lassen.
    • bokl 15.02.2018 08:03
      Highlight Highlight @länzu
      Nach deinen Selektionskriterien hätten wir bei Olympiarennen wohl so 15-20 Athleten am Start.
    Weitere Antworten anzeigen

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