Romandie
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20040404 - Austria -  - Vienne
LE MUSÉE

Kaiser Franz nimmt Abschied von seiner Sisi. Bild: DEADLINE

Ein Mann trifft Sisi auf der Strasse. Er sticht zu – der Mord von Genf erschüttert Europa

Das grösste Drama der österreichischen Kaiserin kommt in den «Sissi»-Filmen natürlich nicht vor: Ihr Tod durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni.



Als die Frau stirbt, ist sie erst 60 Jahre alt. Aber ihr lebenslanger Diätwahn lässt sie älter erscheinen. Sie ist 172 Zentimenter gross und hat nie mehr als 50 Kilogramm gewogen, sie lässt ihr Gewicht dreimal täglich messen, ihr Mittagessen besteht oft nur aus einem gesalzenen Eiweiss. In jüngeren Jahren war sie eine Sportfanatikerin und zählte zu den besten Jagdreiterinnen Europas. Wenn sie fastet, leidet sie unter Depressionen.

Ihr Lieblingscousin ist mit 40 Jahren ertrunken, ihr Lieblingssohn hat sich mit 30 Jahren erschossen. Von ihrem Mann hat sie sich schon lang entfremdet, sie versucht sogar, ihn mit einer Schauspielerin zu verkuppeln. Ihr eigenes Leben besteht seit vielen Jahren aus Reisen. Ist sie gesund, so reist sie zum Vergnügen, ist sie krank, reist sie zur Kur.

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Die Kaiserin als schöne Reiterin. Bild:  via wikipedia

Zum Zeitpunkt ihres Todes, am Nachmittag des 10. September 1898, hat Elisabeth, die Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn,  schon oft von ihrem Tod geträumt. In der Nacht und in ihren Gedichten. In ihrem Tagebuch heisst es:

Du bist so jung gestorben
Und gingst so rein zur Ruh’.
Ach wär’ mit dir gestorben,
Im Himmel ich wie du.

1890 schrieb sie «Dem Herrn Presidenten der Schweizer Eidgenossenschaft, Bern» einen Brief, in dem steht, dass alle ihre Gedichte «vom Jahre 1890 an in 60 Jahren» veröffentlicht werden sollen, «zum besten politisch Verurteilter u. deren hülfebedürftigen Angehörigen». «Denn in 60 Jahren so wenig wie heute werden Glück u. Frieden, das heisst Freiheit, auf unserem kleinen Sterne heimisch sein. Vielleicht auf einem anderen?» Unterschrieben war der Brief mit ihrem poetischen Pseudonym «Titania».

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Auszug aus dem Brief der Kaiserin an den Bundespräsidenten Eugène Ruffy, 1890. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

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Acht Jahre später wird Ruffy mit diesem Telegramm Sisis Tod mitgeteilt. Bild: Schweizerisches Bundesarchiv

Vielleicht hätte es geholfen, wenn sie mit dem 25-jährigen italienischen Anarchisten Luigi Lucheni über Glück und Frieden und Freiheit hätte diskutieren können. Vielleicht hätten sie sich irgendwo gefunden, in einer Utopie. Vielleicht hätte Lucheni dann nicht zugestochen, mit seiner um einen Holzgriff verstärkten Feile.

Aber so, wie sie einander begegnen, kann es keine Verständigung geben zwischen der Monarchin und dem Anarchisten, der ausgezogen ist zu töten. Nicht die österreichische Kaiserin allerdings, die war bloss sein Ersatzopfer, sondern den französischen Prinzen Henri Philippe Marie d’Orléans. Aber der Prinz hat seinen Aufenthalt in Genf kurzfristig abgesagt, und so sticht Luchenis Feile 85 Millimeter tief in die Brust der Kaiserin, sticht durch die Lunge und das ganze Herz, wie die Obduktion ergibt.

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Illustration aus «Le Petit Parisien». Von links: Lucheni, Sisi, Gräfin Sztáray.  Bild: getty

Gräfin Sztáray, die Begleiterin der Kaiserin, schildert der Genfer Polizei den Vorfall so: Die beiden wollten von Genf aus mit dem Schiff nach Montreux reisen, die Sonne schien, und auf dem Quai de Mont Blanc, vor dem Hotel Beau Rivage, rammte um exakt 13.35 Uhr ein Mann seine Faust in die Brust der Kaiserin. Elisabeth sank zu Boden, stand aber schnell wieder auf, und die beiden Frauen betraten das Schiff: «Als ob nichts geschehen wäre. Frisch und elastisch schritt sie neben mir her, meinen Arm lehnte sie ab.» Dann sank sie in sich zusammen: «Mit Entsetzen erblickte ich in ihren Augen den Tod.»

Lieber in Luzern geköpft werden

Zwei Männer trugen die Kaiserin aufs Oberdeck, Gräfin Sztáray öffnete ihre Bluse und ihre Mieder, und sah einen kleinen Blutfleck. «In diesem Augenblick stand die lähmende Wahrheit vor mir. Die Kaiserin war erdolcht worden.» Sie bat den Kapitän umzukehren. Drei Stunden nach dem Attentat war Kaiserin Elisabeth von Österreich, Königin von Ungarn, die damals – jedenfalls symbolpolitisch gesehen – mächtigste Frau der Welt, tot. Als ihr Mann von ihrem Tod erfuhr, soll er gesagt haben: «Sie glauben gar nicht, wie sehr ich diese Frau geliebt habe.» Am 12. September nehmen 15'000 Menschen in Genf von ihr Abschied, in einem Sonderzug wird ihre Leiche nach Wien transportiert.

Luigi Lucheni ist da schon längst verhaftet. Und stolz. Er hat seine Mission erfüllt, nämlich an den Ketten zu rütteln, «die eine verkommene Aristokratie und eine kapitalistische Bourgeoisie uns auferlegen». Erst im Mai hatte der italienische König Umberto I. in Mailand Hunderte von aufständischen Arbeitern massakriert. Lucheni bittet den schweizerischen Bundespräsidenten darum, nach luzernischem Recht verurteilt zu werden, weil die Todesstrafe im Kanton Luzern damals noch gültig, im Kanton Genf aber bereits abgeschafft ist. Er will enthauptet werden. 

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Die 29-Jährige wird zur Königin von Ungarn gekrönt. Bild: Emil Rabending via wikipedia

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Luigi Lucheni nach seiner Verhaftung in Genf. Bild: via wikipedia

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Das letzte Bild von Sisi (rechts), am Tag vor ihrem Tod in Territet bei Montreux. Bild: via wikipedia

Über sein Opfer sagte er: «Sie war nicht besonders schön. Schon recht alt. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung. Oder er lügt.» Danach liefert er der Genfer Polizei ein grossartiges Gefecht – aus lauter Lügen. Was er in einer Minute erzählt, dementiert er in der nächsten.

Hatte er Komplizen gehabt? Nein! Ja, klar! Kannte er die Kaiserin? Ja, er hatte sie vor vier Jahren in Budapest gesehen. Ach, die Kaiserin war damals gar nicht in Budapest? Was war seine Adresse in Genf? Keine Ahnung. Rue d’Enfer? Wirklich? Und er war wirklich dabei gesehen worden, wie er das Haus verliess? Nein, das konnte nicht sein, er hatte doch im französischen Evian übernachtet! Und wo in Evian? «Es war ein Café, und oben kann man schlafen. Es gibt davon mehrere in Evian. Den Namen der Strasse weiss ich natürlich nicht... wenn sie überhaupt einen hat.»

Womit hatte er die Kaiserin ermordet? Mit einem Dolch. Ach nein, einer Feile, klar! «Sie haben mir die Sache mit dem Dolch ja richtig in den Mund gelegt!» Wieso wusste er, dass sich die Kaiserin in Genf auf einem Erholungsurlaub befand? «Aus der Zeitung!» Nein, doch nicht: «Ich habe nichts Derartiges gesagt.» Was hatte er vor kurzem in Belgien gesucht? «In Belgien? Ich war nie dort. Nie im Leben.» Den völlig entnervten Beamten sagte er: «Warum sind Sie so böse auf mich? Sie haben mich doch! Und mein Geständnis haben Sie auch. Genügt das nicht?»

Eines der Ausstellungsobjekte im Genfer Hotel Beau Rivage, anlaesslich des 100. Todestags von Kaiserin Elisabeth I.: Polizeibild von Luigi Lucheni, dem Sisi-Moerder. Am 10. September 1998 jaehrt sich der hundertste Todestag von Oesterreichs Kaiserin Elisabeth I. In Genf, wo sie ermordet worden ist, finden Ausstellungen und Seminare statt. Sisi wurde auf dem Quai de Mont Blanc von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni ermordet. Bis anhin erinnerte nur eine schlichte Tafel am Tatort an das Unglueck. Doch auf den hundersten Todestag hin wollten Genfer Behoerden, Hoteliers und Tourismusverantwortliche der Bevolkerung etwas Besonderes bieten. Genf erlebte 1998 ein eigentliches Sisi-Jahr, das sich nun auf den Hoehepunkt zubewegt. (KEYSTONE/Patrick Aviolat)

Polizeibild von Luigi Lucheni. Bild: KEYSTONE

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Das Mordwerkzeug. Bild: via wikimedia

Was Lucheni damit bezweckt? Ein Spiel, einen letzten Spass natürlich, aber vor allem will er als reiner, heldenhafter Anarchist dastehen. Als Theoriegeborener quasi, der nicht aufgrund von Dritten, sondern aus allerfreistem Willen gehandelt hat, allein, autonom, einzig der Lehre verpflichtet. Er zeigt sich glücklich über seine Tat, triumphierend strahlt er für die Fotografen und nennt sich «Wohltäter der Menschheit». 

Natürlich ist seine Strahlkraft gross. Er erhält glühende Fanpost: «Alle, die für das Wohl der Menschheit kämpfen, bewundern Deine noble Tat. Diese Frau war durch ihre Geburt schon verbrecherisch. Sie hat niemals gearbeitet! Sie wollte nie arbeiten! Sie hat immer herrschen wollen. Sie ist schändlich, ebenso wie ihr schändlicher Mann», scheibt einer. Und ein anderer: «Der freigebige Stich, den Du der Repräsentantin der österreichischen Bourgeoisie versetzt hast, hat mir grossen Eindruck gemacht. Natürlich hat er für uns alle in der Schweiz schlimme Repressalien zur Folge gehabt.»

Beide ruhen jetzt in Wien

Denn die Romandie ist damals nicht nur ein begehrtes Ferienziel von Aristokraten, sondern auch eine Hochburg italienischer Anarchisten. Aus Neuchâtel publizieren sie die Zeitschrift «L’Agigatore» und verteidigen darin wortgewandt Luchenis Tat und zerpflückten vor allem den Vorwurf, dass die Kaiserin als Frau doch eigentlich ganz unschuldig an allen Vergehen ihrer Klasse sei. Eine Klasse, die im Krieg schliesslich auch nicht vor der Ermordung von Frauen und Kindern zurückschrecke. Die Schweizer Behörden verboten daraufhin die Zeitung und schoben 35 bekannte italienische Anarchisten ab.

Romy Schneider und Karlheinz Boehm in dem Ernst-Marischka-Farbfilm

Aus dem Leben der Sisi werden die «Sissi»-Filme, und der Mythos der lieblichen Kaiserin ist nicht mehr aufzuhalten. Bild: KEYSTONE

Nach 12 Jahren Haft, am 19. Oktober 1910, erhängt sich Luigi Lucheni in seiner Genfer Zelle. Und die Enthauptung, die er einmal so glühend verlangt hat, findet endlich statt: Die Schweiz schickt seinen Kopf nach Wien, wo er bis 2000 in einem anatomischen Institut aufbewahrt wird. Erst dann wird er auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Acht Kilometer von der Kaisergruft entfernt, wo der Sarkophag der Kaiserin steht. 

Da ruhen sie beide. «Glück u. Frieden» sind auf unserem kleinen Stern noch immer nicht so richtig zuhause, und der Kapitalismus schindet die Menschen noch immer zu Tode.

Dieser Artikel erschien zum ersten Mal 2014 bei watson. Weil sich der Tod der Kaiserin Sissi zum 120 Mal jährt, haben wir ihn wieder hervorgeholt.

Sehr zu empfehlen ist der Materialienband «Ob mit Dolch, Feile oder Revolver», erschienen bei Unruhen Publikationen.

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Video: srf

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ninjabonsai 11.09.2018 09:19
    Highlight Highlight Super geschrieben!
  • Neruda 10.09.2018 16:49
    Highlight Highlight "Danach liefert er der Genfer Polizei ein grossartiges Gefecht – aus lauter Lügen. Was er in einer Minute erzählt, dementiert er in der nächsten."

    Trumps Vorbild? 😁
    • Ruggedman 11.09.2018 04:46
      Highlight Highlight Egal zu welchem Thema, Hauptsache noch etwas gegen Trump einbauen. Ich bin übrigens kein Trump Fan aber das geht mir auf den Wecker.
  • SchweizAbschaffen 10.09.2018 12:57
    Highlight Highlight Ein besonders interessantes Detail, aus der Sicht unserer Epoche, ist, dass der Attentäter eine Feile benutzte. Und die hatte erstmal auch noch keinen Griff, sodass ihm ein Kollege am Vorabend einen dranbastelte.

    ... Heisst: Dass die damals so arm waren, dass sie nicht mal über ein entsprechendes Messer verfügten!
    Ein sehr viel sagendes Detail.

    Mord ist natürlich immer Schlecht.
    Um "Anarchist dazumal" besser einordnen zu können, steht im Text auch der Satz: "Erst im Mai hatte der italienische König Umberto I. in Mailand Hunderte von aufständischen Arbeitern massakriert."
  • El Vals del Obrero 10.09.2018 12:30
    Highlight Highlight "Diese Frau war durch ihre Geburt schon verbrecherisch."

    Genau das ist doch das Übel, das dieser Anarchist auch nicht bekämpfte:

    Niemand kann dafür, als was er oder sie geboren wurde. Weder Arme, noch rassistisch Benachteiligte, aber auch Adelsleute nicht (sofern man nicht an Karma glaubt).

    Man muss Geburtsprivilegien bekämpfen und für Chancengleichheit (das ist ungleich "alle müssen gleich sein") einstehen. Aber einfach jene, die privilegiert geboren wurden umbringen, ändert solche Systeme nicht oder stärken sie sogar.
    • Liselote Meier 10.09.2018 15:20
      Highlight Highlight Das kommt ganz drauf an. Zwei Beispiele

      1) Das Attentat auf die Tyrannen-Brüder Hippias und Hipparchos

      2) Das Attentat auf Reinhard Heydrich

      Ersteres gilt als Geburtsstunde der Demokratie in Athen. Initialzündung, Positiv von der Mehrheit aufgenommen, Umstände konnten geändert werden.

      Das Attentat auf Reinhard Heydrich hingegen. Initialzündung, Mehrheit blieb apathisch, Umstände verschlimmerten sich.

      Ein Tyrannenmord kann ergo durchaus etwas Positives bewegen oder eben das komplette Gegenteil. In einer Demokratie aber nicht legitim, da andere Mittel möglich um die Umstände zu ändern.

    • El Vals del Obrero 10.09.2018 15:37
      Highlight Highlight Der Unterschied ist aber, ob jemand aus eigenem Willen Tyrann wurde, oder ob er als das geboren wurde, ohne selber wählen oder davon abzudanken zu können.
    • Liselote Meier 10.09.2018 17:01
      Highlight Highlight Natürlich das gesellschaftliche Sein bestimmt massgeblich das Bewusstsein. Ist aber beim Tyrann "aus freien Willen" das selbe wie von Geburt. Hitler, Stalin, Mussolini wurden Führer der Umstände wegen, die sie auch geformt haben.

      Unter bestimmten Voraussetzung gibt es aber nur den Tyrannenmord, als gesellschaftsverändernde Möglichkeit. Früher nur schon um dem Volk (zu grossen Teilen Analphabeten) zu zeigen, dass die Machthaber nicht von Gott eingesetzt wurden und die Umstände nicht Gottgewolt und für die Ewigkeit so sind, eben die Intialzündung.









    Weitere Antworten anzeigen
  • Yelina 18.12.2014 17:11
    Highlight Highlight Wer auf unterhaltsame Weise die rosa "Sissi-Trilogie-Brille" loswerden will, dem empfehle ich das Musical "Elisabeth". Ein Totentanz von Anfang an, bis zum Attentat durch Lucheni. Und Sisi wird auch nicht als süsse nette Kaiserin dargestellt, sondern als egoistische Person, die gerade auch ihrem Sohn gegenüber oft sehr kalt auftrat, weil sie selbst in ihrer Rolle als Monarchin unglücklich war. Historisch wohl auch nicht ganz korrekt, aber sicher näher dran als die Filme.
    • Joe Smith 10.09.2018 14:53
      Highlight Highlight Allerdings nur musikalisch schmerzfreien Personen zu empfehlen.
  • unwissend123456789 18.12.2014 13:13
    Highlight Highlight Kleiner Schreibfehler im Titel. Bewusst die Sisi?
    • Simone M. 18.12.2014 15:07
      Highlight Highlight lieber unwissend, SISI ist historisch korrekt, so heisst sie nämlich schon immer, SISSI heisst sie erst seit den filmen.
    • unwissend123456789 18.12.2014 15:59
      Highlight Highlight achso. wieder was gelernt. danke simone m.
    • Simone M. 18.12.2014 16:49
      Highlight Highlight gern geschehen!
  • Preacher 18.12.2014 10:51
    Highlight Highlight Kleine Anmerkung. Sein Kopf war bis 1985 in Genf. Wurde erst 1985 nach Wien überführt. Da verschwand er im Narrenturm, da die Rückgabe die Klausel enthielt das er nicht publizistisch ausgeschlachtet werden darf.
    Das einzige mal das die Presse ihn sah war 1920.
    • Simone M. 18.12.2014 12:03
      Highlight Highlight Das mit der Klausel und 1920 wusste ich nicht, danke!

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