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12 Fun Facts aus 50 Jahren Schweizer Hitparade



Am 2. Januar 1968 ging zum ersten Mal «Bestseller auf dem Plattenteller» über den Äther des Schweizer Radios. Die offizielle Schweizer Hitparade war geboren. 

Nun, man kann von der Hitparade halten, was man will. Die einen finden, dass sie sowieso manipuliert ist von den Major-Plattenfirmen, andere finden, dass sie keine Aussagekraft hat in Bezug was die Menschen wirklich hören mögen. Im Zeitalter von Streaming-Diensten und YouTube-Playlists hat die Schweizer Hitparade freilich sehr an Bedeutung verloren.

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Bild: Schweiz am Wochenende / Illustration Micha Wernli

Nichtsdestotrotz, die Hitparade hat ein Grossteil der Schweizer Jugend jahrelang begleitet und den Soundtrack zu deren Leben geliefert. Und: Der Blick zurück über 50 Jahre zeigt Faszinierendes noch und nöcher auf. Diese Soundtracks können erstmals auf der Website www.50-Jahre-Hitparade.ch gesichtet werden. 

Ziemlich abgefahren, übrigens: Es gibt weltweit kaum eine so grosse und so komplette Dokumentation über Musikcharts. Durch die Anreicherung der Daten über die Spotify-API (Spotify betreibt einen Vergleichsdienst und analysiert jeden Song in 16 Vektoren) können nun ganz neue Strukturen und Ordnungen geschaffen werden. Will heissen: Songs können nach Fröhlichkeit oder Tanzbarkeit gegliedert werden; nach Platzierung, Charts-Aufenthaltsdauer, Herkunft und und und.

Hier nun exklusiv eine Auswahl an Fun Facts aus 50 Jahren Schweizer Hitparade:

Insgesamt 10'939 Songs waren in den Charts

Bis 1976 existierten nur Platz 1 bis 10. Danach wurde nach und nach ausgebaut bis Platz 100.

Davon waren 564 Nummer-1-Hits

Macht durchschnittlich 11 Nummer-1-Songs pro Jahr.

Und davon waren gerade mal 30 Schweizer Songs

Tja, die Luft ist dünn für Schweizer Musiker: Von den insgesamt 912 CH-Songs, die während 50 Jahren ihren Weg in die hiesige Hitparade finden, kommen gerade 30 auf Platz 1.

lea senn 50 jahre CH hitparade facts

Bild: watson/lea

Das heisst, dass ungefähr jeder 30. CH-Song in der Hitparade das Zeugs zur Nr. 1 hat. Oder dass alle 18 Wochen ein Schweizer Song Nummer 1 ist. In der Praxis war die Verteilung aber alles andere als regelmässig. Zwischen 1977 und 1993, etwa, gab es keinen Nummer-1-Hit aus Schweizer Produktion. 

Und das sind sie: Die 30 Schweizer Nummer-1-Hits aus 50 Jahren CH-Hitparade

Die 912 Schweizer Songs kamen von 453 Interpreten – DJ Bobo lieferte dabei am meisten

35 Mal schaffte es der Kölliker Konditor in die CH-Hitparade.

Die 20 Top-Schweizer-Interpreten (nach Fleiss) und Anzahl Songs in den Top 100

- DJ Bobo: 35
- DJ Antoine: 33
- Gotthard: 24
- Gölä: 20
- Stress: 20
- Florian Ast: 18
- Remady: 18
- Manu-L: 17
- Baschi: 17
- Mr. Da-Nos: 16
- Yello: 15
- Bligg: 13
- DJ Energy: 13
- Mike Candys: 13
- Patent Ochsner: 13
- Pegasus: 12
- Peter, Sue & Marc: 11
- Züri West: 11
- Bastian Baker: 11
- Lovebugs: 10​

Die längste Pause in der Hitparade betrug 45 Jahre

45 Jahre, 10 Monate und 24 Tage, um genau zu sein: Joe Cocker feierte am 12 November 1968 mit «With a Little Help From My Friends» den Eintritt auf Platz 9 (am 3.12. dann war er auf Nummer 1). Und am 4. Februar 1969 war letztes Mal vertreten (Platz 10) ...

... bis er am 28.12.2014 auf Platz 45 wieder Einzug in die Schweizer Charts fand.

Übrigens war John Lennon 5 Mal mit dem gleichen Song in der Hitparade

Und dann gab es die Songs, die es gerade knapp noch in die Hitparade schafften ...

... aber nur für eine Woche. Und nur auf Platz 100. Es waren:

Nun zu etwas komplett anderem: Die häufigste Tonart ist ... 

... C! Jap, die am einfachsten zu spielende Tonart auf dem Klavier – knapp vor G. Okay, ob nun Dur oder Moll ist hier noch nicht präzisiert, doch dazu mehr weiter unten ...

1995 gab man Gas, 2001 war eher gemütlich

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Bild: watson/lea

Während 50 Jahren bewegten sich die meisten Hitparadensongs stets um die 120 BPM (beats per minute) herum. Schön in der Mitte. Nicht gerade Slow Dance, aber auch nichts, was einem den Puls in die Höhe treiben müsste. 1995 wurde der Durchschnitt etwas angehoben – wohl wegen dem grauenhaften Happy-Techno-Eurodance, das damals in war. 2001, hingegen: Eaaaaasy monn!

1979 war das glücklichste Jahr, 2013 das traurigste

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Bild: watson/lea

«Valance» heisst das in der Fachsprache, wenn man die generelle Fröhlichkeit oder Traurigkeit eines Songs misst. Dur/Moll, Melodieführung, Geschwindigkeit u.A. kommen da ins Spiel. Demnach war 2013 so richtig Depro-Stimmung.

Aha! Kombiniert man also Tempo- und Valance-Werte, kommt man auf ... Tanzbarkeit?

Okay so einfach ist es nicht. Jedenfalls kann man aber Tanzbarkeit eines Songs erstaunlich präzis eruieren. Dabei fällt auf: 1968 hat man vielleicht Love, Peace and Happiness und freie Liebe gefeiert, aber nicht gross getanzt.

lea senn 50 jahre CH hitparade facts

Bild: watson/lea

1979, auf der Höhe der Disco-Welle, wurde ordentlich das Tanzbein geschwungen, klar. Doch Spitzenreiter war das Jahr 2004.

«Du» bist wichtiger als «Liebe»: die häufigsten 121 Worte in den Song-Titeln

wortnennungen hitparade 50 jahre schweiz https://50-jahre-hitparade.ch/analysis/

Bild: 50-jahre-hitparade.ch

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es um «dich» und «mich», «me» und «you», um «my» und «yours» geht. Also uns zusammen. Irgendwie. Und «love» und so. Und das meist besungene Körperteil ist das Herz (107 Mal). «Girl» (74 Erwähnungen) schlägt «Boy» (40). Und «Night» (91) ist beliebter als «Day» (73). 

Transparenzbox

Die fachgenaue Extrahierung obiger Daten wurde auf Anfrage von watson durch Christian Erni der Data Analytics Consultancy D ONE vorgenommen.  
50-jahre-hitparade.ch
ist ein Projekt von D ONE in Zusammenarbeit mit der Webagentur Hinderling Volkart.

Mehr zum Thema: Musik

Und hier noch: 15 legendäre Dance-Moves, die früher noch richtig cool waren

Play Icon

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • Käsebrötchen 22.02.2018 14:07
    Highlight Highlight Auch wenn ich heute vermutlich keinen einzigen Song aus der vermeintlichen Hitparade kenne (Radioabstinenz verschon einem von schlechter Musik), finde ich hitparade.ch eine sehr unterhaltsame Website und Ressource. Man kann ewig drin wühlen, die Songs kurz anspielen, unterhaltsame Kommentare zu den Titeln lesen/schreiben usw. Schon alleine mal zu sehen, was am eigenen Geburtstag Nr1 war (Mull of Kintyre...) oder sonst so gehört wurde, ist toll. Da ist auch Musik drin, die man nicht auf einer Hitparaden Seite vermuten würde.
  • Bert der Geologe 22.02.2018 09:23
    Highlight Highlight Kürzlich ist mir in den Sinn gekommen, dass in Deutschland mal den Radiostationen verboten wurde, einen Song von Heintje zu spielen, weil der zu oft gespielt wurde. Oder habe ich da was falsch im Kopf? Ich fand das jedenfalls gut, weil meine Oma den Heintje fast lieber hatte, als mich.
    • henkos 22.02.2018 10:06
      Highlight Highlight Wer soll das verboten haben? Der Bundeskanzler? :D
    • Bert der Geologe 22.02.2018 10:50
      Highlight Highlight @henkos: Nein, der Radiochef wahrscheinlich. Bin mir aber echt nicht mehr sicher. Ich glaube bei der Frau Stirnimann gab es in der Schweiz radiointern auch eine Regelung. Nur einmal pro Tag oder so. Wäre auch heute eine gute Regelung, gäbe etwas mehr Abwechslung.
  • Gimml 22.02.2018 07:25
    Highlight Highlight Erstaunlich, wie einige Songs erst Jahre, oder sogar Jahrzehnte später in den Charts auftauchen.
  • Pingupongo 22.02.2018 07:16
    Highlight Highlight Bei 5 steht doch in Klammer “am 3.12. dann war er auf Nummer 1“, wieso ist joe cocker dann nicht in der slideshow mit den 30? Sind es in dem Fall 31?



    PS: zugfahren kann manchmal recht langweilig sein und zum klugscheissen animieren...
    • obi 22.02.2018 08:45
      Highlight Highlight Weil er kein Schweizer Interpret ist.
  • crik 22.02.2018 00:41
    Highlight Highlight Total 30 Schweizer Nummer 1 Hits in 50 Jahren.

    "Oder dass alle 18 Wochen ein Schweizer Song Nummer 1 ist – oder knapp 3 Mal pro Jahr."

    Habt ihr da was verwechselt? Ist doch eher eine CH Song alle 18 Monate. Oder habt ihr schon eingerechnet, wie lange der Song auf Platz 1 blieb?
    • obi 22.02.2018 09:50
      Highlight Highlight Im Schnitt sind alle Nr 1 songs 4.5 Wochen auf Platz eins gewesen.
      (2600 Wochen --> 50 Jahre mal 52 Wochen geteilt durch 564 Nr 1-Hit)
      30 CH-Songs mal 4.5 =138 Wochen
      50 Jahre mal 52 Wochen = 2600 Wochen (Hitparadenausgaben)
      2600 durch die 138 Wochen macht alle 18.8 Wochen ein CH-Hit.
  • Supermonkey 21.02.2018 23:52
    Highlight Highlight Und wieviele der songs hatten wohl die Akkordfolge CGAF oder varianten davon?
    • Statler 22.02.2018 19:51
      Highlight Highlight Na, jedenfalls scheinen die meisten Hits von G.F. Händel geklaut zu sein ;)
      Play Icon
  • BoomBap 21.02.2018 22:35
    Highlight Highlight Haha "Grüezi Wohl Frau Stirnimaa". Also ich find das Lied super.

    Aber ja ich gebe zu, die Single hab ich mir auch wegen dem Cover gekauft. :D
    • obi 22.02.2018 08:49
      Highlight Highlight Und Mario Feurer war ein angenehmer Trinkgenoss in der Züribar...
    • sowhat 23.02.2018 18:17
      Highlight Highlight Dieses Cover wäre heut wohl politisch sehr inkorrekt ;)))
  • Lichtblau 21.02.2018 21:16
    Highlight Highlight Und der einzige Welthit, "The Captain of her Heart" (Double/1985) hat es bei uns nicht in die Top Ten geschafft? Seltsam.
    • obi 22.02.2018 08:50
      Highlight Highlight 1985 7 Wochen in den CH-Charts. Peak bei Nr. 11.
  • locheha1 21.02.2018 20:32
    Highlight Highlight Dann gab es noch, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, die groteske Situation, das ein Lied auf Platz 1 war aber nicht gespielt werden durfte (Je t'aime - moi non plus). So waren die Zeiten damals.
    • Sheez Gagoo 22.02.2018 01:37
      Highlight Highlight Der unvergessene und von mir hochverehrte Serge Gainsbourg. Ich liebe ihn abgöttisch und bin sein allergrösster Fan. Ein Gott.
    • Pedroraposa 23.02.2018 11:24
      Highlight Highlight Nicht ganz richtig. Mindestens einmal wurde der Song gespielt. Ich habe damals die neusten Songs der Hitparade immer mit dem Spulentonbandgerät meines Vaters aufgenommen und «je t' aime, moi non plus» war dabei. Leider sind die Aufnahmen verschollen (und könnten mangels passender Ausrüstung auch nict mehr abgespielt werden).
    • Statler 23.02.2018 18:27
      Highlight Highlight @Pedroraposa: ich hätte noch die original-Single ;)
  • Gar Manarnar 21.02.2018 20:19
    Highlight Highlight GUCCI!
  • undduso 21.02.2018 20:02
    Highlight Highlight Meine nur ich, dass der Qualitätsunterschied
    der 30 Schweizer Hits und den 27 Songs, die es nur knapp in die Hitparade geschafft haben, nicht gerade gross ist?
    • obi 21.02.2018 20:25
      Highlight Highlight Nein, nicht nur du ;-)
    • Hauswurz 21.02.2018 21:18
      Highlight Highlight Electric Avenue war gut. Sorry.

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