Ein Fleischesser erklärt euch nun, weshalb Gemüse so richtig, richtig geil sein kann
14 Tipps bei denen jedem noch so heiklen Grünzeugsverweigerer das Wasser im Munde zusammen lauft.
Gemüse.
Hast du's wirklich nicht gern? «Spinat wääh» und so?
Vielleicht hast du's einfach bisher falsch zubereitet.
Ändere das Rezept!
Mmh.
Ein weiteres Beispiel: Rosenkohl. Naja.
Aber so?
Das hier, etwa, nennt sich Hot Brussels Sprouts Slaw, hat nebst Röseliköhl Zutaten wie Speck, frisch geriebenen Ingwer, Apfelessig und dergleichen und ist der HAMMER!
Oder:
Nie falsch: Schmeiss alles in den Ofen!
Und danach kannst du die ganze Woche lang davon essen. Oder alles pürieren und Suppe daraus machen!
Ja, genau:
Suppe ist super!
Von links: Spargel-Creme-Suppe mit pochiertem Ei und Toast, Apfel-Sellerie-Suppe mit knusprigem Salbei, minestra di piselli di Altamura und Pastinaken-Salbei-Cannellini-Bohnen-Suppe ... boah! Rezepte findest du alle bei Jamie.com.
Bild: jamieoliver.com
Und sowas von einfach zu machen! Es gibt kaum Herzerwärmenderes.
Hört auf, euer Gemüse zu Tode zu kochen!
Man kann sie nämlich grillen!
Oder (wiederum): Ab in den Ofen damit!
Selbstversuch: Spargeln, Datteltomaten, schwarze Oliven, etwas Chili und etwas Basilikum – mit Olivenöl und Zitronensaft beträufelt und im heissen Ofen gebraten. Es war super.
Pasta braucht eh kein Fleisch!
Abgebildet ist der sizilianische Klassiker Penne alla Norma, eine von Zigtausenden Pasta-Variationen – jede noch besser als die andere!
Und Pesto kann man aus fast allem machen.
Hier, guckt: Eine Variante mit Pistazien!
Wenn wir schon in Italien sind:
Eigentlich könnte man alles Grünzeugs immer auf die italienische Art zubereiten.
Cime di rapa, etwa! (Auf Deutsch nennt man das Stängelkohl ist halt nicht so hübsch). Leute, versprecht mir etwas! Das nächste Mal, wenn ihr eine Gemüsebeilage kochen wollt, macht bitte Folgendes: Cime di rapa grob schneiden, ganz kurz blanchieren (eine Minute genügt) und abtropfen lassen. In einer grossen Pfanne Knoblauch-Stücke (und fakultativ auch ein wenig Chili) in etwas Olivenöl anbraten. Die abgetropften Cime di rapa mit etwas Salz und Pfeffer und etwas frisch gepressten Zitronensaft dazugeben, vorsichtig mischen – und fertig ist die beste Gemüsebeilage der Welt. Dauert keine fünf Minuten.
Und mit anderem Grünzeugs klappt es genau so gut:
Alles selber ausprobiert: Barba di frate, grüner Blumenkohl, Federkohl ... anything goes!
Bild: watson/obi
Auf Chinesisch ist es noch einfacher: Pak Choi mit Austernsauce
Die grob geschnittenen Pak Choi in einem Wok in etwas Öl anbraten. Sobald sie zu welken beginnen, 1-2 EL Austernsauce dazugeben, mischen, 1-2 Minuten weiter braten, fertig!
Avocado und Toast haben da was miteinander; eine heisse Affäre, imfall.
Toast + Avocado + WAS IMMER DU WILLST = Miam miam!
Die Aubergine ist die Königin des Gemüses ...
... und Caponata ist besser als Heroin
Rezept hier.
Bild: Shutterstock
Ich bin kein religiöser Mensch. Aber falls das Paradies existiert, hat es dort garantiert Caponata auf der Speisekarte.
Und hier noch husch ein paar Gemüse-Rezepte, auf die Du IMMER Lust hast:
Frittelle di Zucchini
Byzantinisches gefülltes Gemüse FTW
Rezept hier.
bild: watson/obi
Die Griechen, die Türken, die Libanesen – eigentlich alle im östlichen Mittelmeer: Sie machen das beste gefüllte Gemüse der Welt.
Und im Zweifel etwas Speck dazu ...
... und alles wird gut!
Vom Fleischfresser zum Trend-Veganer in zwei Wochen – der Selbstversuch
Montag:
Frühstück: Kaffee. Hatte sonst nichts Gescheites im Haus.
Mittagessen: Pizza con mozzarella di bufala e pomodorini freschi und ein Salat (Restaurant Rosso, Zürich).
Abendessen: Bento-Box vegetarisch (Restaurant Samurai 2, Zürich). watson/obi / watson/obi
Dienstag:
Frühstück: Kalter Kaffee (weil ich nach dem Kaffee machen wieder eingeschlafen bin und bis ich wieder aufwachte, war er schon kalt und ich spät dran).
Mittagessen: Szechuan fried tofu (China Town Takeaway, Schaffhausen).
Abendessen: Fusilloni mit einer Art «alla Norma»-Sauce (ich habe noch Pinienkerne und Kapern beigefügt) und als Vorspeise gebratene Peperoni mit aceto balsamico (selbst gekocht). watson/obi / watson/obi Mittwoch:
Frühstück: Doppelter Espresso, Joghurt mit Granola und etwas Honig.
Mittagessen: Pad Thai vegetarisch (Restaurant Bambus, Schaffhausen).
Abendessen ordentlich spät (erst um 22.30 Uhr): Frittata di Zucchini (selbst gekocht). watson/obi / watson/obi
Donnerstag:
Frühstück: Ein moralisch verwerflicher Nespresso-Espresso im Büro.
Mittagessen: Berkeley Vegetarian Burrito mit Nachos und hot Salsa (Burrito Brothers, Zürich).
Abendessen: Einen Gimlet zum Apéro und danach selbst gekochter englischer Veggie-Curry mit Spiegelei, Nan und Papadam. watson/obi / watson/obi
Freitag:
Frühstück: Doppelter Espresso. Joghurt mit Granola und etwas Honig.
Mittagessen: Die Resten des Abendessens vom Dienstag (Pasta mit Aubergine-Tomatensauce) mit Tortelloni vom Grossverteiler und Salat.
Abendessen: Spaghetti con salsa cruda (Eigelb, Parmesan, Prezzemolo und Basilikum, selbst gekocht) und als Beilage Tomaten und Mozzarella. watson/obi / watson/obi
Samstag:
Frühstück: Doppelter Espresso, Feta-Tomaten-Chili-Omelette (selbst gekocht).
Mittagessen habe ich ausgelassen, weil ich zu spät aufgestanden bin und danach zu tun hatte.
Abendessen war an einer Grillparty, ergo gab es für mich keine Würste, aber dafür tonnenweise Salate, Focaccia und noch und nöcher Zeugs vom Dessertbuffet. Ja, ich habe Bekanntschaft mit Quinoa gemacht.
Und um halb drei Uhr morgens noch etwas Whisky und Bier und Tortilla-Chips. Prost! watson/obi / watson/obi
Sonntag:
Frühstück: Der obligate doppelte Espresso, dazu Brot mit Butter und Gonfi.
Mittagessen: Picknick in der Badi mit den Resten vom Vorabend, also Kartoffelsalat und Linsen-Feta-Salat mit getrockneten Tomaten.
Abendessen: Zitronenrisotto (selbst gekocht) – yeah! watson/obi / watson/obi
Montag:
Frühstück – Kaffee. Danach noch einen zweiten in der Stadt, während ich auf den Termin beim DH wartete. Und etwas, das sich «vegan oat cookie» nannte (Babu's Bakery, Zürich).
Mittagessen _ Spaghetti aglio e olio (selbst gekocht). Mein Leibgericht!
Abendessen – Habe aus den Couscous-Resten einen ordentlich scharfen Tabbouleh gebastelt. watson/obi / watson/obi
Dienstag:
Frühstück – Doppelter Espresso
Mittagessen – Agenasu don, ein japanisches Reisgericht mit Auberginen (Takeaway von Miki's Ramen, Zürich).
Abendessen – Sautierte Zucchini mit etwas, das sich «Okara-Bällchen» nennt. Die gibt es beim Grossverteiler und die sind vertrauenserweckend angeschrieben mit «bio» und «vegan». Mit etwas zerstossenen Koriandersamen angebraten waren die ganz okay. watson/obi / watson/obi
Mittwoch:
Frühstück – Kaffee.
Mittagessen gab es im Elle'n'Belle, Zürichs neuem hippen veganen Restaurant. Das Quinoa-Hacktätschli ging ja noch, doch der Kartoffel-Kürbis-Ragout an Orangensauce war leider eine ziemliche Zumutung.
Abendessen – Seitan-Curry, Basmati und Papadams (selbst gekocht). watson/obi / watson/obi
Donnerstag:
Frühstück – Doppelter Espresso.
Mittagessen – Na versuch du mal, auf einer Autobahnraststätte etwas Veganes zu bekommen! Für mich gab's Chips und Cola.
Abendessen – Vegetarische Mezze (die mit Frischkäse gefüllten Krapfen habe ich nicht gegessen; Le Cèdre, Zürich). watson/obi / watson/obi
Freitag:
Frühstück – Kaffee.
Mittagessen – Nochmals Agenasu Don, diesmal mit einer Miso-Suppe (Miki's Ramen, Zürich).
Abendessen – Ich kam zu spät zum Grillfest und konnte mir ein paar wenige Salatreste zusammenklauben. Zum Glück gab's Bier. watson/obi / watson/obi
Samstag:
Frühstück – Doppelter Espresso mit einem Cantuccio.
Zum Mittagessen habe ich eine Art Pesto erfunden aus getrockneten Tomaten, schwarzen Oliven, Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch und Olivenöl. Es war super.
Fürs Abendessen habe ich zum ersten Mal Caponata gekocht. Dazu gab es Pita-Brot, Falafel und etwas namens «Quinoa-Tofu-Balls» vom Grossverteiler. watson/obi / watson/obi
Sonntag:
Frühstück: Der obligate doppelte Espresso, dazu getoastetes Brot, so wie es die Spanier machen, nämlich mit Olivenöl und eine halbe Tomate darauf geschmiert. Und noch ein Brot mit Erdnussbutter.
Mittagessen: Crostini mit Cannellini-Bohnen-Püree (selbst gekocht).
Abendessen – Einen Old Fashioned als Cocktail und danach vegane chinesische fried Noodles (selbst gekocht). watson/obi / watson/obi
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