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bild: Shutterstock/watson

Krypto-Blog

Weshalb viele Marktführer die Blockchain verschlafen und daran zu Grunde gehen werden



2004 gehören Blockbuster-Filialen zum amerikanischen Stadtbild wie McDonald's-Filialen. Doch der führende DVD-Verleiher verschläft das Internet, schlägt gar mehrere Offerten für den Kauf von Netflix aus und geht 2009 bankrott. Über 9000 Filialen werden geschlossen.

Ähnliche Beispiele lassen sich für die Reisebranche finden, die Unterhaltungsindustrie, das Medienbusiness, den Grosshandel und so weiter und so fort. Die disruptive Technologie Internet fährt wie ein Schlachtbeil durch die Reihen gestandener Marktführer.

Von der Blockchaintechnologie und ihren Derivaten (z. B. dem Tangle) wird eine ähnliche Wirkung erwartet. Und das bei Weitem nicht mehr nur von Fans und Nerds.

Doch wie kommt es, dass scheinbar unantastbare Marktführer plötzlich in die Knie gezwungen werden? Wurden diese Firmen falsch geführt? Dumm geführt? Ignorant geführt? Nein. Das Gegenteil ist der Fall – weiss Clayton Christensen.

Von Festplattenherstellern und Fruchtfliegen

Wer Genetik studieren will, der tut das am besten am Beispiel der Fruchtfliege – und nicht am Menschen. Der Mensch bringt nur ca. alle 30 Jahre eine neue Generation zu Stande. Die Fruchtfliege schafft das jeden Tag.

Wer Bewegungen im Markt studieren will, tut das am besten am Beispiel der Festplattenindustrie. Alleine zwischen 1956 und 1997 wurde sie sechs Mal durch disruptive Technologien erschüttert. Nur gerade zwei Mal konnte sich der Marktführer behaupten. In vier Fällen setzte sich ein neuer Player an die Spitze.

«Studiere die Festplattenhersteller. Sie sind die Fruchtfliegen der Märkte», riet ein Freund Clayton Christensen. Der Harvard-Professor beherzigte den Tipp. Seine Analyse endete im Buch «The Innovator's Dilemma». Der renommierte «Economist» zählt es zu den sechs wichtigsten Business-Büchern, die je geschrieben wurden.

Was sind disruptive Technologien und ist die Blockchain eine?

Obwohl 1997 geschrieben, hat «The Innovator's Dilemma» auch heute noch seine Gültigkeit. Hinsichtlich der Blockchain erst recht.

Christensen unterscheidet zwischen «sustaining» und «disruptive technologies». Als «sustaining» bezeichnet er sämtliche Erfindungen, welche bereits bestehende Produkte verbessern, aber keine neuen Märkte schaffen. Die simple Vergrösserung der Speicherkapazität bei Harddisks gehört zum Beispiel dazu.

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Harddisks in verschiedenen Grössen. bild: wikicommons/Paul R. Potts

Bei den meisten Erfindungen handelt es sich um «sustaining technologies» – und sie führen nur ganz selten dazu, dass der Marktleader gestürzt wird.

Disruptive Technologien hingegen eröffnen neue Märkte oder revolutionieren bereits bestehende Produkte von Grund auf. Im Vergleich zu diesen performen sie, wenigstens zu Beginn, schlechter, sie verfügen aber über neue Features, mit denen es ihnen gelingt, Kunden zu gewinnen. Normalerweise sind disruptive Technologien kleiner, billiger und einfacher, manchmal auch praktischer als bisherige Anwendungen.   

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Digitalkameras waren den analogen Kameras lange Zeit deutlich unterlegen, trotzdem setzten sie sich durch.  bild:  wikicommons fir0002

Die Blockchain mit ihren Kryptowährungen fällt eindeutig in die Kategorie der «disruptiven Technologien». Bitcoin, die Mutter aller Kryptos, hat das Zahlungssystem von Grund auf revolutioniert – und wie von Christensen beschrieben, addiert die Blockchain gewisse Features, offenbart aber auch gewisse Schwächen. Neben dem Zahlungssystem hat die Blockchain das Potential, viele weitere Bereiche zu revolutionieren – dazu später mehr in einem eigenen Artikel.

Weshalb die Marktleader den Anschluss verpassen

Laut Christensen ist es nicht ignorantes Management, sondern paradoxerweise gutes Management, welches Marktführer gegenüber disruptiven Technologien verwundbar macht.

Dilemma 1: Die wichtigsten Kunden der Marktführer pfeifen auf die neuen Features

Christensens Analyse zeigt: Die erfolgreichsten Firmen sind diejenigen, welche über das beste System verfügen, von der Stammkundschaft nicht erwünschte Ideen abzuwürgen. Diese will «sustaining technologies» – also eine Verbesserung des bestehenden Produkts und keine «disruptive technologies», welche einen Rückschritt bedeuten würde.

Ein Beispiel: Die wichtigsten Bankkunden in den Teppichetagen  haben nicht auf ein Transaktionssystem gewartet, das unzuverlässig schnell ist, dafür transparent, äusserst gewöhnungsbedürftig in der Usability und gebunden an eine anstrengend volatile Währung.

«Disruptive Technologien werden als erstes von den unprofitabelsten Kunden übernommen», schreibt Christensen. Der Aufstieg von Kryptowährungen in der Notsituation von Venezuela bestätigt diese Behauptung.

Getreu dem Motto «bank the unbanked» glauben viele Blockchainfans, dass die Banken gewisse Schichten zu lange gemieden haben. Diesen werde der Zutritt zu den Märkten nun vereinfacht. «Ein Smartphone reicht, und du bist eine Bank», verkündet Bitcoin-Apostel Andreas Antonopoulos immer wieder.

Dilemma 2: Der Marktleader müsste bewusst Gewinneinbussen in Kauf nehmen

Zu Beginn bieten disruptive Technologien dem ursprünglichen Kundenstamm wenig bis gar keinen Mehrwert. Ein Umstieg bietet sich nicht an. Dem Marktleader fehlt demnach die Motivation, dafür Ressourcen einzusetzen. Ressourcen, die besser im angestammten Bereich eingesetzt werden, wo sie höhere Margen erzielen.

In den meisten Fällen bewegt sich der Marktleader in einem umkämpften Geschäftsfeld. In einem solchen Umfeld gehören bewusste Gewinneinbussen nicht zu den beliebtesten Strategien.

Derweil schreitet die Entwicklung der disruptiven Technologien fort. Sobald sie konkurrenzfähig sind, hat der Zug bereits derart viel Fahrt aufgenommen, dass ein Aufspringen nicht mehr möglich wird. Der Marktleader bleibt zurück.

Noch im Herbst stockten Bitcoin-Transaktionen. 3–4 Transaktionen pro Sekunde sind nicht konkurrenzfähig. Auch die 20 Transaktionen von Ethereum wirken im Vergleich zum VISA-System lächerlich. Doch die Entwicklung geht weiter. 

Bitcoin hat mittlerweile das Lightning-System aufgeschaltet und Transaktionen sind nun in Sekundenbruchteilen möglich. Das System ist zwar noch nicht frei von Problemen, aber in der Tendenz stimmt die Stossrichtung.

Auch Ethereum wird in absehbarer Zeit massiv schneller werden – und umweltfreundlicher. Ausserdem arbeiten diverse Projekte an userfreundlichen «Portemonnaies».

Wenn wir im Titel geschrieben haben, die Marktführer würden die Blockchain verschlafen, dann war das polemisch. Marktführer werden den Zug verpassen, weil sie mit traditionellem und bewährtem Management versuchen, ihre Stellung zu behalten. Und genau deshalb werden sie untergehen – es sei denn, sie versuchen es mit einer ausgegliederten Tochterfirma, welche sich nicht um das Kerngeschäft kümmern muss.

Dies ist laut Christensen die beste Möglichkeit, sich aus den Dilemmas zu winden. Doch das ist wieder ein anderes Kapitel – und ein anderes Buch: «The Innovator's Solution».

 

Der CO2-Fussabdruck von Herr und Frau Schweizer ist massiv

abspielen

Video: srf

Bitcoin und Co.: Das passiert in Krypto-Foren auf Reddit

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    Alle Leser-Kommentare
  • vescovo 03.05.2018 09:15
    Highlight Highlight Spätestens wenn Quantencomputer marktreif werden, gehört die Blockchain der Vergangenheit an, da nicht mehr sicher.
  • Gubbe 03.05.2018 09:13
    Highlight Highlight Im privaten Bereich werden diese Kryptos, Bitcoin, Blockchain, lightning-System und IOTA nie das sagen haben. Vielleicht in 50 Jahren, nicht vorher. Personen müssen mit diesen Dingen aufwachsen, nicht jeder ist ein "IT-Mechaniker". Selbst möchte ich das nicht mehr lernen, es interessiert mich einfach nicht. Wenn ich was kryptographieren will, schreibe ich mit dem Bleistift ;-)
    • trio 03.05.2018 14:55
      Highlight Highlight 50 Jahren?! 😂😂 Der war gut!
  • Ridcully 03.05.2018 08:57
    Highlight Highlight Theorieen sind immer gut um im Nachhinein gewisse Entwicklungen zu analysieren und erklären. Für einen Blick in die Zukunft taugen Theorien wenig. Märkte folgen keinen Regeln, sie agieren chaotisch. Es mag Megatrends geben, die wahrscheinlich sind, was aber nicht bedeutet, dass sie zutreffen. Niemand kann die Kursschwankungen mittelfristig voraussagen, Niemand kann das Wetter mittelfristig voraussehen, etc.
    Theorie und Praxis sind unterschiedliche Dinge, in der Praxis mehr als in der Theorie.
    • Gubbe 03.05.2018 16:52
      Highlight Highlight Genau so ist es. Zukunftsforschung und deren Auswertung ist Fiktion.
  • YvesM 03.05.2018 07:00
    Highlight Highlight Gibt es überhaupt einen sinnvollen Usecase für die Blockchain? Ausser Cryotowährungen. Die meisten Anwendungsfälle sind extrem konstruiert und lassen sich mit herkömmlicher Technik ebensogut lösen. Solange die Blockchain ein solcher energiefressen ist, wird das nichts. Und die Sicherheit ist im Moment auch mehr Mythos.
    • p4trick 03.05.2018 08:26
      Highlight Highlight Blockchain ist nicht gleich Cryptowährung. Die Blockchain ist nur das Anaeinanderreihen von Blöcken mittels Cryptographie. Alleine mit der Information die in der Blockchain gespeichert ist, ist derer Richtigkeit bestätigt, weil es unmöglich ist einen oder mehrere Blöcke zu verändern ohne den Endwert zu verändern. Wenn alle den Endwert kennen ist das der Beweis.
      Energie brauchts nur bei Cryptocurrency da ständig Blöcke generiert werden müssen um Transaktionen zu tätigen.
      In einer Buchhaltung was Blockchain auch abbilden könnte brauchts nicht ständig Transaktionen.
    • YvesM 03.05.2018 10:58
      Highlight Highlight Bei einem Grosskonzern entstehen tausende Buchungen pro Tag. Braucht schon etwas mehr Saft als ein herkömmliches System.
    • p4trick 03.05.2018 11:11
      Highlight Highlight @YvesM: Ich weiss nicht was du mit "Saft" meinst, aber jedes Ding das digital ist braucht irgendwie Strom :-)
      Evtl. hilft das weiter um zu verstehen was Blockchain ist:
      https://medium.com/crypto-currently/lets-build-the-tiniest-blockchain-e70965a248b
      Das läuft auf einem Raspberry Pi mit 3 AA Batterien

      Die "Sicherheit" bei Bitcoin z.B. die durch enorme Stromverschwendung erfolgt ist nur erforderlich da sonst neue Transaktionen gefälscht weren können und so Coins in ein anderes Wallet verschoben werden, da das ganze Netzwerk auf die Bestätigungen setzt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 02.05.2018 23:56
    Highlight Highlight Marktführer wie Visa oder Mastercard werden nicht untergehen wegen Krypto"währungen". Das ist doch nur ein Spiel einiger Zocker. Diese "Währungen" sind durch nichts gedeckt und weil jeder ganz einfach seinen eigenen Coin erschaffen kann, ist die potentielle Menge de Angebots unendlich. Das heisst der Wert ist null. Der Preis ist angestiegen, weil immer mehr auf steigende Preise gewettet haben - ein Schneeballsystem. Eine Währung ohne Zentralbank kann nicht stabil sein. Und ein wirtschafliches System bei solchen Kursschwankungen wäre nicht möglich.
    • The Destiny // Team Telegram 03.05.2018 01:33
      Highlight Highlight Weißt du überhaupt was ein Schneeballsystem ist?

      Beschreib das doch mal und ziehe dann einen passenden Vergleich.
    • PC Principal 03.05.2018 08:59
      Highlight Highlight @The Destiny: Wenn ein angebliches Geschäftsmodell sehr hohe Gewinne verspricht, aber kein wirtschaftlicher Nutzen dahintersteckt, dann ist es sehr wahrscheinlich eine Art Schneeballsystem. Die Gewinne der Bitcoin-Halter entstehen nur durch den Einstieg neuer Spieler und der Preis kann nur steigen, wenn noch mehr Leute einsteigen. Bisher hat Bitcoin noch keinen Nutzen gebracht. Ein paar wenige haben gewonnen, und diese Gewinne sind von einer grossen Anzahl Späteinsteiger gekommen, welche Verluste gemacht haben.
    • PC Principal 03.05.2018 21:17
      Highlight Highlight @Howard Marks Nein, die Börse ist eben genau kein Schneeballsystem. Unternehmen erwirtschaften reale Werte. Die Gewinne werden dann an die Aktionäre ausbezahlt. Ein Aktiengewinn entsteht, wenn ein Unternehmen Wertschöpfung erzielt. Bitcoint hat noch gar keine Wertschöpfung erzielt, die Gewinne kommen nur von Zockern, welche Geld investiert haben. Die allermeisten haben viel verloren und dieses Geld ist einerseits in die hohen Stromkosten des Bitcoin-Minings geflossen und andererseits and die wenigen früheinsteiger, welche tatsächlich gewonnen haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 02.05.2018 22:16
    Highlight Highlight Sorry, aber Blockchain ist keine disruptive Technologie. Ich kann dasselbe machen wie zuvor auch (zahlungen tätigen), vielleicht wird es irgendwann eine Verbesserung zu herkömmlicher Technologie sein, aber es schafft keine neuen Märkte. Kryptowährungen sind ein Betrug, ähnlich wie ein Schneebalsystem und werden irgendwann wieder verschwinden oder zumindest ein sehr unbedeutendes Nischendasein führen. Die Blockchaintechnologie könnte eventuell einst für andere Bereiche eingesetzt werden.
    • Der Tom 02.05.2018 23:44
      Highlight Highlight Gerade weil viele Politiker und Firmenleitungen genau so absolut keine Ahnung haben worum es überhaupt geht ist es disruptiv.
    • The Destiny // Team Telegram 03.05.2018 01:02
      Highlight Highlight Wenn einer die Profite verpasst hat und neidisch wird :3
      Da kann man nicht helfen ausser ihm ein paar bitconeeeeect zu spenden.

      PS: Viel Spass mit lyoness, ponzi ohne blockchain ;)
    • Ueli der Knecht 03.05.2018 01:42
      Highlight Highlight Spenden? Hier:

      BTC:
      12SpSRoGjGgKxKwYkqeMYtxnXx6JA9Tujx

      ETH: 0xb42b1ecbc95ce044248c60384032f261e0c5d923

      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter F. Sobchak 02.05.2018 21:52
    Highlight Highlight 1. Es kommt anders
    2. als man denkt
  • Phil B. 02.05.2018 20:57
    Highlight Highlight Es gibt gewisse Players, welche den Zug nicht verpassen, sondern voll in die Industrie 4.0 investieren.

    Z.B. Bosch, Fujitsu, VW, ... und die Liste wird immer länger und länger.

    Sie setzten schon heute auf eine next generation blockchain, nämlich IOTA.

    IOTA:
    - Keine klassische Blockchain sondern ein Tangle
    - Skalierbar
    - Keine Transaktionskosten
    - High Performance
    - Quantencomputer resistent

    Für mich eine der, wenn nicht die Nummer 1 Technologie der Zukunft im Cryptospace.
    • word up 02.05.2018 22:55
      Highlight Highlight naja, vw sehe ich nicht als wirklich innovativ ;)
    • Ueli der Knecht 03.05.2018 02:02
      Highlight Highlight "Quantencomputer resistent"? Das wage ich zu bezweifeln.

      Es wurden bereits Sicherheitslücken in IOTAs Hashfunktion aufgedeckt. Sogar ganz ohne Quantencomputer:

      https://medium.com/@neha/cryptographic-vulnerabilities-in-iota-9a6a9ddc4367

      https://github.com/mit-dci/tangled-curl/blob/master/vuln-iota.md

      Dann macht man einen Hardfork? Eine Todsünde! Das geht gar nicht.

      Und wie geht ein closed-source zentraler Coordinator (sic!) unter einen Hut mit Dezentralisation?

      https://domschiener.gitbooks.io/iota-guide/content/chapter1/current-role-of-the-coordinator.html

      Fazit: IOTA ist unreif.
    • Alice36 03.05.2018 07:12
      Highlight Highlight Toll was ihr alle für Begriffe drauf habt. Wenn ich mir jedoch so mal kurz die Geschichte des Menschen, des Tauschhandels und des Geldes anschaue bin ich doch der Meinung, wenn's mal hart auf hart kommt, da will der Bäcker Hartgeld für sein Brot. Habe noch keinen Bitcoins fressen sehen;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 02.05.2018 20:46
    Highlight Highlight Zurzeit braucht eine einzige Blockchain Transaktion extrem viel Energie und dauert sehr lange. Die ganze Finanzwelt oder gar die ganz Technikwelt auf Blockchain umzustellen ist jetzt schlicht noch nicht möglich. Man muss zuerst die Funktionsweise von Blockchain neu entwickelt werden.
    Bis Blockchain nicht massiv schneller und energieeffizienter wird, sehe ich keine mainstream Use-Cases. Aber Investoren und Analysten hypen dies zurzeit extrem. Leider auch, weil sie es nicht ganz verstehen.
    • Loeffel 02.05.2018 21:58
      Highlight Highlight Du hast noch den Wissensstand von Juli 2016.... mach mal ein Update 😜
    • _kokolorix 02.05.2018 22:35
      Highlight Highlight @Loeffel
      Das Problem jeder Blockchaintechnologie ist, dass der Aufwand exponentiell mit der Menge und Tiefe der Transaktionen wächst.
      Da kann optimiert werden soviel man will, die steigende Menge wird in kürzester Zeit wieder für Inneffizienz sorgen.
      Wird auf die komplette Rückverfolgung verzichtet, was die einzige wirkungsvolle Effizienzsteigerung ist, braucht es wieder vetrauenswürdige Institutionen im Spiel...
      Für überschaubare Systeme wie Wahlen und Abstimmungen in der Schweiz durchaus brauchbar, für das globale Finanzsystem eher weniger
    • Loeffel 03.05.2018 07:25
      Highlight Highlight Nein das stimmt eben nicht. Zb Cardano (blockchain) wird gar mit mehr Adaption und mehr Nutzungslast immer effizienter. Check it out...
  • Butzdi 02.05.2018 20:04
    Highlight Highlight Blockchain wurde für Bitcoin erfunden, dass aber Blockchain zur sicherheitstechnischen Revolution jeglicher Art von elektronischen Transaktionen werden kann, geht hier im Artikel sehr unter. Viele Firmen sind aktiv in dem Bereich am entwickeln und einführen und hier schon alles totschreien finde ich sehr verfrüht.
    • Alnothur 03.05.2018 10:51
      Highlight Highlight "Blockchain wurde für Bitcoin erfunden"

      Nur das Wort. Eine Blockchain ist nichts weiter als eine Linked List; sowas wird seit Jahrzehnten eingesetzt.
  • Ueli der Knecht 02.05.2018 19:21
    Highlight Highlight "Disruptiv" tönt toll, ist aber ein irreführender Begriff für das Wirkpotential von Distributed Ledger Technologien (DLT).

    Treffender wäre "substitutiv". Die Marktführer werden nichts verschlafen können. Sie werden nur einfach einschlafen. Es wird ihre Märkte (oder staatliche Hoheitsleistungen) nicht mehr brauchen, sobald sie durch Smart Contracts ersetzt und überflüssig werden.

    Für Blockchain-Evangelisten kann und darf es in einer vertrauenswürdigen DLT keine Marktführerschaft geben. Denn sonst stimmt etwas nicht. Daher stimmt etwas mit Bitcoin, Ethereum, Lightning usw. (noch) nicht.
  • Zeit_Genosse 02.05.2018 19:04
    Highlight Highlight Danke für die Inputs und Buchbesprechung. Letzlich dreht dich alles um Innovation, die durch Technologien und Ideen getrieben wird. Ja, Manager sind Weltmeister in Prosessführung und Optimierung um Kosten einzusparen und kurzfristige Gewinne zu realisieren. Innovationen kosten, stören Prozesse, binden Ressourcen. Das scheuen diese Gewinn-Bonus getriebenen Manager. Leader gehen Innovationen progressiv an. Sie lassen neben den Supertankern Schnellboote zu Wasser und lassen diese ziehen ohne an den Tanker zu täuen. Leader haben Visionen und denken weitsichtiger. Die Investoren sind entscheidend.
  • Posersalami 02.05.2018 18:31
    Highlight Highlight Der Artikel vermischt für meinen Geschmack viel zu stark Blockchain mit Kryptowährungen. Vor allem im Angesicht des Titels.

    Warum?

    Wieso nicht einfach mal in 2 Absätzen erklären, was Blockchain eigentlich ist? Mit Bitcoin & co hat das nämlich herzlich wenig zu tun.

    Viel Interessante wäre doch zu erfahren, wo sich das Notariatsgesetz mit dem Potential der Blockchain beisst und was für ein Strauss von Problemen auf uns zukommt, wenn zB. man Verträge nicht mehr notariell zu beglaubigen braucht. Im Prinzip müsste die Regierung da schon vorarbeiten..
    • Ueli der Knecht 02.05.2018 19:33
      Highlight Highlight In zwei Absätzen? ;))

      Natürlich kann man erklären, dass es eine verteilte Buchhaltung ist, die von allen gemeinsam und öffentlich geführt und geprüft wird. Bei Smart Contracts, welche dann den Notar überflüssig machen werden, wird's noch komplexer, weil das dann nicht nur eine Buchhaltung sondern sogar ein ausgewachsener Computer ist. Nicht zuletzt geht es vorallem um Vertrauen. Man muss erklären können, wie und warum die Technologie funktioniert, und warum sie fälschungssicher und nicht manipulierbar ist. Kein einfaches Unterfangen für zwei Absätze. ;)
    • G.Oreb 02.05.2018 22:08
      Highlight Highlight Geb ich dir vollkommen Recht. Die beiden Sachen gehören getrennt. Dass aber Bitcoin herzlich wenig mit Blockchain zu tun hat, das kann ich nicht unterschreiben. Das wäre wie zu behaupten, Google hätte herzlich wenig mit dem Internet zu tun. Ich nehme aber an, du hast das vereinfacht zwecks Zeichenbegrenzung.

      Auch gefallen hat mir deine Aussage zur Politik. „Im Prinzip“ ist daher leider das Stichwort. Ich bin schon überrasht dass in den letzten 20 Jahren nicht mehr passiert ist, so wie die Politik dem Technologiefortschritt hinterherhinkt.
    • Posersalami 02.05.2018 22:11
      Highlight Highlight @Ueli: Es ginge ja nur mal darum klar zu stellen was die Definition einer Blockchain und zB. einer Kryptowährung ist. Das geht durchaus in 2 Absätzen. Dazu braucht man ja nicht unnötig in die Details gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Crecas 02.05.2018 18:31
    Highlight Highlight Der Präfix stimmt nicht: Bitcoin hat das Zahlungssystem nicht von grundauf revolutioniert. Es ist ein Spekulationssystem, verwundbar und funktioniert als Zahlungsmittel sehr schlecht (sehr hohe Transaktionskosten, lange Abwicklungsdauer).

    Die Blockchain an sich wird sich aber durchsetzten. Wahrscheinlich sogar als Zahlungsmittel. Aber es werden neue Krypto-Tokens sein (von Banken, Zentralbanken, Kreditkartenherstellern, grossen Händlern).
    • FrancoL 02.05.2018 19:38
      Highlight Highlight Vermutlich ist Dein letzter Abschnitt nicht die Zielrichtung der Blockchain-"Idee".
    • Posersalami 02.05.2018 20:44
      Highlight Highlight Die Blockchain ist kein Zahlungsmittel..

      Blockchain ist eine Technologie, die Vertrauen zwischen unterschiedlichen Parteien schafft. Ob man damit Bitcoin, Grundstücke oder Brötchen verwaltet ist der Technologie erstmal egal. Damit könnten theoretisch Anwälte und Notare überflüssig werden.
    • Dory..hä? 02.05.2018 20:54
      Highlight Highlight Bei allem Respekt, aber du hast das Prinzip der Dezentralisierung überhaupt nicht verstanden.
      Banken gehören irgendeinmal der Vergangenheit an. Genauso wie die Briefpost.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 02.05.2018 18:28
    Highlight Highlight Die Blockchain ist momentan vor Allem eines: massiv overhyped. Und zwar massivst massiv.
    • PhilippS 02.05.2018 20:34
      Highlight Highlight Das hat ein gewisser Bill Gates übers Internet auch gesagt, den Rückstand hat MS teuer aufholen müssen, wohl nur dank der schieren Grösse und Marktmacht überhaupt geschafft.
      Oder der damalige CEO von Nokia zum iPhone.

      Natürlich beide nicht wörtlich, sicher aber sinngemäss. Nokia ist zudem ein Paradebeispiel zum Artikel in der jüngeren Tech-Geschichte.
    • Snowy 03.05.2018 09:29
      Highlight Highlight Die ausgeglichene Blitz/Herz Ratio spricht Bände...

      Time will tell.
    • Alnothur 03.05.2018 10:57
      Highlight Highlight PhilippS: da würde ich aber dringenst nochmal in die Geschichtsbücher gucken...

      Eine Blockchain ist nichts anderes als eine Schlüssel-Wert-Datenbank, die als eine unveränderliche, verkettete Liste implementiert ist. Durch die Unveränderbarkeit ist sie auch gut replizierbar. Das Problem ist, dass sie sehr schnell sehr gross wird; irgendwann hat man dann zu wenige Instanzen und braucht wieder vertrauenswürdige Unternehmungen. Bitcoin steht schon relativ kurz vor diesem Problem, niemand will die 120GiB grosse Blockchain auf der Platte horten ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Loeffel 02.05.2018 18:25
    Highlight Highlight Das ist ja per se nicht schlecht. Das gehört zur industriellen Evolution. Manche gehen, andere kommen. Oder wo ist das Problem wenn es in 10 Jahren kein AirBnb mehr gibt?
  • kebabverkaufer 02.05.2018 18:11
    Highlight Highlight nunja scheint mehr ein problem unseres systems zu sein. da man nur kurzfristig an gewinn denkt. aber zum was neues erhalten muss man halt investieren! m.E immer noch schlechtes management.

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