International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07132871 British Prime Minister, Theresa May, leaves her London residence, 10 Downing street in central London, Britain, 31 October 2018 to attend Prime Ministers Questions (PMQs) in the British Houses of Parliament.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

May sprach zuletzt davon, dass das Abkommen sogar schon zu «95 Prozent» fertig sei. Bild: EPA/EPA

Grösster Stolperstein der Brexit-Verhandlungen soll aus dem Weg geräumt sein



Die grösste Hürde bei den Brexit-Verhandlungen ist einem britischen Zeitungsbericht zufolge aus dem Weg geräumt worden. May habe die Zusicherung aus Brüssel erhalten, dass Grossbritannien auch nach dem EU-Austritt in der Zollunion bleiben könne.

Ein Regierungssprecher in London bezeichnete die Darstellung der «Times», wonach Premierministerin Theresa May der EU wichtige Zugeständnisse in der Irland-Frage abringen konnte, jedoch als Spekulation. «Wir haben gute Fortschritte bei unseren zukünftigen Beziehungen gemacht», sagte der Sprecher der Nachrichtenagentur DPA am Sonntagmorgen lediglich.

Nach dem «Times»-Bericht hat May bereits das Zugeständnis aus Brüssel, dass ganz Grossbritannien nach dem Austritt aus der Europäischen Union in der Zollunion bleiben kann. Auf diese Weise solle eine feste Grenze zwischen dem EU-Mitgliedstaat Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden. Die Mitgliedschaft in der Zollunion sei zeitlich befristet. Eine Extra-Klausel hierfür in der Vereinbarung soll auch die Brexit-Hardliner in London überzeugen.

Zeit wird knapp

Das Kabinett wird laut «Times» am Dienstag über den Plan beraten. May hoffe auf genug Unterstützung und Fortschritte bis Freitag. Möglicherweise kündige Brüssel dann einen Brexit-Sondergipfel an. Die Zeit wird knapp: Grossbritannien will Ende März 2019 die EU verlassen.

Insgesamt seien die Gespräche schon weiter fortgeschritten als bekannt, berichtete die «Times». Die bisherigen Ergebnisse seien auf einem mindestens 50 Seiten umfassenden Dokument festgehalten. Waren sollen demnach nicht an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland, sondern beispielsweise in Lagern und Geschäften kontrolliert werden können.

Nicht näher genannten Kabinettsquellen zufolge lese sich das Papier so, als sei es von dem Parlamentarier Jacob Rees-Mogg geschrieben, heisst es in dem Bericht. Der Hinterbänkler ist ein einflussreicher Brexit-Hardliner mit extrem konservativen Ansichten. Er ist einer der grössten Widersacher Mays.

Grösster Streitpunkt

London und Brüssel fürchten, dass eine feste Grenze auf der irischen Insel den brüchigen Frieden in der früheren Bürgerkriegsregion gefährden könnte. Sie waren sich bislang aber nicht einig geworden, wie das praktisch verhindert werden kann. Derzeit ist die Grenze in der hügeligen Region nahezu unsichtbar.

Grossbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen. Grösster Streitpunkt bei den Verhandlungen war bislang die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland. May sprach zuletzt davon, dass das Abkommen sogar schon zu «95 Prozent» fertig sei. (viw/sda/reu/dpa)

Theresa May hat sich wieder als Tänzerin versucht

Play Icon

Video: srf/SDA SRF

Mehr zum Brexit:

Der Brexit wird zum Zug-Unglück

Link to Article

Jetzt wird's hart: Grossbritannien verzichtet auf den soften Brexit

Link to Article

Ohrfeige für Brexit-Plan von Theresa May: EU-Botschafter tritt zornig zurück

Link to Article

Nach Brexit soll Grossbritannien (fast) nichts mehr mit der EU am Hut haben

Link to Article

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Die halbe Welt macht sich über Trump lustig – in 13 Karikaturen 

Das Treffen zwischen Trump und Putin am Montag in Helsinki schlug auf der ganzen Welt Wellen der Empörung. Darüber hinaus inspirierte es aber auch einige Künstler zu Karikaturen:

Die «New York Times» recycelte zum Anlass des Tages ein Video, das sie bereits im Juni verbreitet hatten. Dieses hatte bereits damals für viel Aufruhr gesorgt und war von mehreren Seiten als homophob betitelt worden. 

Artikel lesen
Link to Article