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A Syrian girl waits to depart Madaya with her family, whose members say they have received permission from the Syrian government to leave the besieged town, after an aid convoy entered Madaya, Syria January 11, 2016. An aid convoy entered a besieged Syrian town on Monday where thousands have been trapped without supplies for months and people are reported to have died of starvation. Trucks carrying food and medical supplies reached Madaya near the Lebanese border and began to distribute aid as part of an agreement between warring sides, the United Nations and the Red Cross said. REUTERS/Omar Sanadiki

In Madaja gibt es bereits Dutzende Hungertote – die UNO will jetzt eingreifen.
Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

Gegen «barbarische Taktik»: UNO verlangt sofortigen humanitären Zugang zu Madaja



Die Vereinten Nationen haben sofortigen und vollständigen humanitären Zugang zu Madaja und anderen belagerten syrischen Städten verlangt. Die Belagerung von Städten sei eine «barbarische Taktik».

«Es kann keinen Grund, keine Erklärung und keine Entschuldigung dafür geben, Hilfe für Menschen in Not zu verhindern», sagte die UNO-Hilfsmitarbeiterin Kyung Wha Kang am Freitag bei einer Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats in New York. Frankreich und Grossbritannien hatten die Dringlichkeitssitzung nach Berichten über dutzende Hungertote in Madaja anberaumt.

Die Stadt in den Bergen nahe der Grenze zum Libanon wird seit sechs Monaten von der Armee belagert. Nach UNO-Angaben halten sich rund 4,5 Millionen Syrer in Gebieten auf, die für Hilfsorganisationen nur schwer zugänglich sind. Etwa 400'000 Menschen werden demnach von Regierungssoldaten oder Rebellen belagert.

Mobile Klinik ist auf dem Weg in die Stadt

Die UNO-Mitarbeiterin Kyung nannte die Vorgänge einen «schweren Verstoss gegen internationales Recht», der «sofort» enden müsse. Angesichts der Hungersnot in Madaja haben die Vereinten Nationen eine mobile Klinik und ein Ärzteteam in die von der syrischen Armee eingeschlossene Stadt im Westen des Landes geschickt. Die mobile Klinik wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem syrischen Roten Halbmond betrieben.

Am Montag hatte erstmals ein Hilfskonvoi die hungernden Menschen in Madaja und den von Rebellen belagerten Städten Fua und Kafraja in der nordwestlichen Provinz Idlib erreicht. Am Donnerstag traf ein zweiter Lastwagenkonvoi mit Nahrungsmitteln und Medikamenten in Madaja ein. (sda/afp)

Siehe dazu auch:

Das falsche Hungerbild aus Madaja und seine verheerende Wirkung auf die Solidarität mit der syrischen Zivilbevölkerung

Zum Thema Madaja, wo die Menschen verhungern, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht

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