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Spotify wird 10 Jahre alt und verbrennt täglich Millionen – genauso wie diese Start-Ups



Wer erfolgreich sein will, darf keine Gewinne machen – so scheint es zumindest, wenn man sich die Umsätze von Spotify ansieht. Doch der Musik-Streaming-Dienst, der im Oktober zehn Jahre alt wird, ist nicht das einzige Start-Up, das Millionenverluste einfährt.

Spotify

epa06560994 Spotify logo is presented on a smart phone screen in Berlin, Germany, 24 February 2018. According to the media, Spotify co-founder Daniel Ek does not want to lose control of the upcoming IPO of the world's largest music subscription service. Investors who want to invest in the upcoming IPO of Spotify, apparently only get shares that give them less influence than Ek.  EPA/HAYOUNG JEON

Bild: EPA/EPA

Am 7. Oktober 2008 ging der Musik-Streaming-Dienst von Spotify in mehreren Ländern online. Seither hat das Start-Up aus Schweden die Führungsposition in diesem Markt erobert und selbst gegen Apple, Google und Amazon erfolgreich verteidigt.

Von den 180 Millionen Usern, die laut «The Verge» die Musik-App regelmässig nutzen, bezahlen immerhin fast die Hälfte für einen Premium-Account. Trotz dieser beeindruckenden Zahlen, reicht dies für Spotify nicht, um in die Gewinnzone zu kommen.

Jahr für Jahr vermeldete der Streaming-Riese Umsätze in Milliardenhöhe; doch unter dem Strich stand schlussendlich immer eine rote Zahl: Knapp zwei Milliarden Euro hat Spotify allein in den letzten drei Jahren Verlust gemacht.

Die Investoren glauben weiterhin an Spotify, wie der Börsengang beweist:

Dropbox

epa06624569 The Dropbox logo is seen at the Nasdaq Market site in Times Square in New York,  USA, 23 March 2018. Dropbox, a cloud storage company, priced its initial public offering at 21 US dollars (USD) a share raising 756 million USD in the process yesterday, it began trading at 29 USD a share today, a 30 percent increase over its IPO price. The stock quickly jumped above 30 USD in early trading.  EPA/PETER FOLEY

500 Millionen registrierte User soll Dropbox laut eigenen Angaben haben. Bild: EPA/EPA

Dropbox gehört schon länger zu den grossen Tech-Unternehmen. Im Jahr 2007 von zwei Studenten gegründet, erhielt das Start-Up schon zu Beginn über eine Million US-Dollar an Fördergeldern.

Über die nächsten elf Jahre wuchs das Unternehmen zu einem globalen Cloud-Anbieter. Immer wieder konnte Dropbox dabei Geldbeträge im dreistelligen Millionenbereich von Investoren einsammeln. Beispielsweise 2014, als man in einer Finanzierungsrunde 250 Millionen US-Dollar einsammeln konnte.

Profitabel ist Dropbox allerdings bis heute nicht. Zwar machte der Konzern 2017 einen Umsatz von 1,1 Milliarden US-Dollar, konnte damit aber keinen Gewinn erzielen. Vielmehr resultierte unter dem Strich ein Verlust von 111,7 Millionen US-Dollar.

Snapchat

epa05635065 A logo for Snapchat hangs on the front of the New York Stock Exchange in New York, New York, USA, on 17 November 2016. Snap Inc., the parent company of Snapchat, has filed for an initial public offering which could come in March of 2017 and be valued at 20 - 25 billion US dollars (USD).  EPA/JUSTIN LANE

187 Millionen User hatte Snapchat im Februar 2018. Bild: EPA/EPA

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat Snapchat einen traumhaften Aufstieg im Social-Media-Bereich hingelegt. Innerhalb der ersten zwei Jahre bot Facebook zuerst eine Milliarde, dann sogar drei Milliarden für das Startup. Snapchat schlug beide Deals aus.

Inzwischen wird der Wert von Snapchat sogar auf 19 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch obwohl das Unternehmen noch im Februar 187 Millionen User vorweisen konnte, gibt es scheinbar kein gutes Geschäftsmodell, um aus dieser grossen Userzahl Kapital zu schlagen.

Auch der Börsengang von 2017, der als grösster seit Facebooks Börsengang bezeichnet wurde, lief schief. Innerhalb von etwas mehr als zwölf Monaten fiel die Aktie von 24 Dollar auf unter zehn Dollar. Guckt man sich die Bilanz von Snapchat an, steckt das Startup tief in den roten Zahlen. Alleine im letzten Quartal 2017 fuhr Snapchat einen Verlust von 350 Millionen US-Dollar ein.

2018 lief für Snapchat bisher auch nicht sonderlich gut:

Tesla

FILE- In this July 8, 2018, file photo, 2018 Model 3 sedans sit on display outside a Tesla showroom in Littleton, Colo. On Thursday, Aug. 9, Tesla shares have dropped back to near the level they were trading at before CEO Elon Musk tweeted Tuesday that he may take the company private. (AP Photo/David Zalubowski, File)

Das Tesla Model 3 (ganz links). Bild: AP/AP

Seit 2003 versucht Elon Musk mit Tesla die Autoindustrie aufzumischen. Obwohl Tesla mit seinen Modellen Elektroautos sexy gemacht hat, schafft es die Firma nicht aus den roten Zahlen.

Vor allem mit dem neuen Model 3 gibt es immer wieder Probleme. Die Produktion des Autos, welches Tesla eigentlich den Weg in den Massenmarkt – und damit in die schwarzen Zahlen – ebnen sollte, will einfach nicht richtig in die Gänge kommen.

Zwar konnte Tesla seinen Umsatz 2017 um 26 Prozent steigern, doch allein in den ersten drei Monaten 2018 verbrannte der Konzern 700 Millionen US-Dollar.

Tesla sah sich selbst dazu genötigt, Mitarbeiter zu entlassen, in der Hoffnung, die Firma endlich profitabel zu machen:

Uber

FILE - In this March 15, 2017, file photo, a Uber car drives through LaGuardia Airport in New York. New Mexico Attorney General Hector Balderas says the state will receive approximately $760,000 under a $148 million nationwide settlement between 50 states and Uber. The settlement announced Wednesday, Sept. 26, 2018, by Illinois Attorney General Lisa Madigan stems from the ride-hailing company's yearlong delay in reporting a data breach to its affected drivers about the theft of their personal information. The states sued Uber, saying the company violated laws requiring it to promptly notify people affected by the breach. (AP Photo/Seth Wenig, File)

Bild: AP/AP

2009 wurde Uber ursprünglich als Limousinen-Service gegründet. Bereits vier Jahre später belief sich der Umsatz des Startups auf 213 Millionen US-Dollar. Nur zwei Jahre später wurde Uber mit einem Wert von unglaublichen 50 Milliarden US-Dollar bewertet.

Unter anderem haben Google, Goldman Sachs und sogar der Autohersteller Toyota dreistellige Millionenbeträge in Uber investiert. Bis jetzt konnte das Start-Up sein Geschäftsmodell allerdings nicht in Gewinne ummünzen. Allein 2017 musste der Konzern ein Minus von 4.5 Milliarden US-Dollar vermelden.

Zuletzt hatte der Konzern vor allem auch mit Skandalen seines CEOs Travis Kalanick zu kämpfen. Technologiediebstahl, Sexismus- und Diskriminierungsvorwürfe führten schliesslich zu dessen Absetzung. Immerhin konnte Uber im ersten Quartal 2018 einen Gewinn von 2.5 Milliarden US-Dollar verbuchen – allerdings nur, weil Uber seine Geschäfte in Russland und China verkauft hat.

Mehr Hintergründe zu den gigantischen Uber-Problemen:

Darum löscht Spotify Musik von R. Kelly aus Playlisten:

abspielen

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • acvodad 02.10.2018 22:51
    Highlight Highlight Wofür verbraucht spotify denn all seine Einnahmen? Ich mein, für die Software-Entwicklung wohl nicht: Der shuffle Algorithmus kennt gefühlte 3.5 Variationen, mit den meistgehörten Liedern immer zuerst (weil man ja immer ständig hören will, was einem sowieso gefällt) und man kann nicht mal Alben abspeichern und in einer Alben-Ansicht auswählen a la iTunes.
    • rauchzeichen 03.10.2018 12:40
      Highlight Highlight komisch, ich kann das...
      Benutzer Bild
    • acvodad 03.10.2018 12:55
      Highlight Highlight Irren ist menschlich :/
      Aber der random generator ist und bleibt fragwürdig
    • rauchzeichen 03.10.2018 17:32
      Highlight Highlight klar doch ;) was dich am shuffel stört, weiss ich nicht, aber das albenproblem konnten wir lösen. ich pers. hatte nie das gefühl, dass der zufall bei spotify weniger zufällig ist, sls andere digital erzeugten zufälle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saul_Goodman 02.10.2018 22:05
    Highlight Highlight Jemand mit so einem gutem musikgeschnack wie ich braucht spotify premium 😅 *werbung off*
  • Beba 02.10.2018 21:37
    Highlight Highlight Entweder man bezahlt den Dienst, oder man verzichtet auf Funktionen und hört Werbung (Was der Firma auch Geld bringen sollte).
    Wenn das kein Gewinn ergeben sollte, ist das Angebot zu billig!
    Mit 180 Mio. Nutzern müsste eigentlich mehr als nur eine 0 Rechnung raus kommen!
    • Flötist 03.10.2018 03:47
      Highlight Highlight Wenn du 200 songs im Monat hörst und 40 Werbeunterbrechungen, dann kann ich dir sagen, dass das nie und nimmer 10 Franken einbringt.
  • Cityslicker 02.10.2018 17:03
    Highlight Highlight Wie heisst doch gleich noch mal das zweitwertvollste Unternehmen der Welt, das in seiner ersten Dekade nur rote Zahlen (und zwar massiv) geschrieben hat, um sein Wachstum zu finanzieren? Ich komm noch drauf ;-) , bin aber sicher, dass jede/r hier schon mal da bestellt hat. Fehlende Gewinne (in einer Aufbauphase) sind definitiv kein Kriterium für mangelnden Erfolg, sondern können Teil einer offensiven Wachstumsstrategie sein (ob die letztlich aufgeht, weiss man erst später - ohne überzeugte Investoren würden aber die nötigen Mittel gar nicht zur Verfügung sehen).
    • Rainbow Pony 02.10.2018 17:49
      Highlight Highlight Ich wäre sehr vorsichtig, amazon mit bspw Snapchat zu vergleichen. Bei Spotify kann mann evtl. noch diskutieren (obwohl auch der Service ersetzbar ist, siehe Deezer, lastfm, pandora etc.) und Tesla hat ein Produkt mit dem sie in einer der etabliertesten Branchen überhaupt eindringen wollen. Aber Snapchat? Really?
    • Ruffy 02.10.2018 18:33
      Highlight Highlight Amazon hat ein abenteuerliches kgv. Da muss sich der gewinn noch imens steigern, damit dieser kurs langfristig gerechtfertigt ist.
    • Klaus07 02.10.2018 18:41
      Highlight Highlight Amazon macht mit dem Kerngeschäft viel Umsatz, wenig bis keinen Gewinn. Der grosse Gewinn macht Amazon mit dem Cloude, dem vermieten seines Marktplace an Händler oder mit Amazon Prime.
  • martin krung (1) 02.10.2018 17:00
    Highlight Highlight Twitter: noch nie ein gewinn gemacht.
  • Nonchalant 02.10.2018 16:44
    Highlight Highlight In Tat und Wahrheit sind diese auf schnellem Wachstum basierenden Geschäftsmodelle höchst profitabel: und zwar für die Gründer/Eigentümer, welche Ihre Anteile zu horrenden Summen verkaufen und damit mehr verdienen als sie jemals mit Lohn generieren könnten. Das ist Unternehmertum im 21. Jahrhundert!
  • Thurgauo 02.10.2018 16:35
    Highlight Highlight Naja, bei Spotify gibts auch extrem viel Family-Benutzer. Wenn jeder ehrlich bezahlen würde, gäbs wohl fast ein Plus. P. S. Bin auch ein stolzer Schmarotzer-Family-Besitzer 😉😅
  • Lina-Lou 02.10.2018 16:07
    Highlight Highlight Oh mein Leben ohne Spotify?! Unvorstellbar! Hallo Premium-User!!
  • Scaros_2 02.10.2018 16:06
    Highlight Highlight Bis jetzt vielleicht Tesla sind alle Unternehmen doch klassische Beispiele für diese "Gratis und alles haben" Mentalität. Der User selbst will keine Einschränkungen in Kauf nehmen irgendwo auch nur im Ansatz was zu verlieren.
    • oliversum 02.10.2018 16:16
      Highlight Highlight Hä?
    • Gipfeligeist 02.10.2018 16:50
      Highlight Highlight Jap, und der Anbieter nimmt Millionenverluste in Kauf, nur um das Monopol halten zu können. Hätte man solch eine Idee vor 50 Jahren gehabt, wäre man ausgelacht worden
    • Scaros_2 02.10.2018 17:09
      Highlight Highlight @Oliversum

      Solche Dinge werden von Usern massiv Genutzt weil sie gratis sind. Sobald kosten entstehen fällt ein grosser Teil weg. Ebenso wenn die Werbung etc. zu aggressiv wäre. Dies ist aber Notwendig um Rentabel zu werden weil mit "nichts" verdient man nichts.
  • 45rpm 02.10.2018 15:54
    Highlight Highlight Wenn die genannten Startups früher oder später kein Geld verdienen, fällt das Kartenhaus zusammen.

    Geld verdienen ist nicht etwa ein Ziel, das man vielleicht anstreben möchte, sondern eine zwingende Voraussetzung.
    Und die Investoren wollen früher oder später wieder was von ihrem Geld sehen...

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