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Muslima Periode

Bild: shutterstock/twitter.com/stanakmu_

Perioden-Shaming im Ramadan – junge Muslimas haben genug davon

04.06.18, 07:01

Julia Dombrowsky / watson.de



Heimlich ein Brötchen im Zimmer reingewürgt? Eine Banane auf der Toilette gegessen?

Einige Muslimas kennen dieses versteckte Essen zum Ramadan ganz genau – und haben genug davon!

Auf Twitter entfacht derzeit eine Debatte unter jungen, muslimischen Frauen, die keine Lust mehr auf das Versteckspiel haben, denn – wer gerade seine Periode hat, ist eigentlich vom Fasten entschuldigt ... 

Darum geht es bei dieser Diskussion:

Was ist das Problem?

Der Fastenmonat Ramadan fällt 2018 auf die Zeit vom 16. Mai bis 14. Juni. Laut Koran sollen gläubige Muslime in dieser Zeitspanne von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten.

Es gibt allerdings einige Ausnahmen: Reisende und körperlich oder geistig kranke Menschen dürfen weiterhin essen. Dasselbe gilt für sehr alte und sehr junge Menschen (vor der Pubertät), sowie schwangere, stillende oder eben menstruierende Frauen.

Soweit so gut. Das Problem, das Muslimas jetzt im Internet beklagen?

Frauen, die zum Ramadan essen, würden häufig von Unbeteiligten gefragt, warum sie nicht fasten würden oder in ihrem Verhalten zurecht gewiesen. 

Da es vielen Frauen jedoch unangenehm ist zuzugeben, dass sie gerade ihre Periode haben oder sie von ihren Familien dazu angehalten werden, diese Tatsache für sich zu behalten, essen viele Frauen während ihrer Periode heimlich. 

Und einigen geht diese falsche Scham langsam auf die Nerven.

Die Erfahrungen der Frauen

Sabreen Imtair aus Kalifornien fragte die Twitter-Gemeinde am 29. Mai nach ihren Erfahrungen mit dem Thema und bekam erstaunliche Antworten.

«Es geht so ein Stigma mit dem Thema einher», erzählte die 18-Jährige bei BBC. «Einige Mädchen essen nicht vor ihren männlichen Verwandten oder fühlen sich während ihrer Periode dreckig, ganz besonders an Ramadan.»

Erin Clegg, eine Muslima aus Australien postete am 23. Mai ein Video mit dem Titel «Warum sich muslimische Frauen nicht schämen sollten, wenn sie während des Ramadans in der Öffentlichkeit essen, wenn sie ihre Tage haben.»

Auch in der Teen Vogue wurde das Thema aufgegriffen. Das US-Magazin sprach mit Yasmine Moussa, einer 21-jährigen Ägypterin, die ihnen erzählte, dass das Perioden-Problem besonders in der Pubertät unangenehm sei: «Du willst nicht, dass Männer dich an Ramadan essen sehen, weil sie dann wissen, dass du deine Periode hast. Also schmuggelst du heimlich Essen in die Schule oder die Arbeit, ohne dass Männer das sehen.»

Ähnliches Problem wie Stillen in der Öffentlichkeit?

Diese Theorie hat Bloggerin Hanan Issa in den Raum geworfen. Sie sagt, die Diskussion um das verschämte Essen während der Periode erinnert sie an die Diskussion um stillende Frauen in der Öffentlichkeit. In beiden Fällen soll etwas ganz Natürliches versteckt werden, weil es ein für Männer unangenehmes Thema ist.

«Solange etwas sexy ist und die Erwartungen der männlichen Lust erfüllt, ist das alles OK. Aber wenn es irgendwie unangenehm wird, soll es versteckt werden», schreibt sie.

«Die Periode, so wie Brust-Geben, ist nicht sexy.» 

Hanan Issa

«Es erinnert uns an die unangenehme Wahrheit, dass Frauenkörper nicht nur für die männliche Lust da sind.»

Es würde sie immer wieder überraschen, wie viele Muslimas, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen, an Ramadan vor männlichen Verwandten so tun, als würden sie fasten.

Einige haben die Scham schon hinter sich gelassen

Männer testen ein Schmerztherapiegerät für Frauen

Video: Angelina Graf

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71
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71Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sev Oz 06.06.2018 19:18
    Highlight So viele Kommentare - aber nur Abwertung gegenüber dem Islam.

    Ich schlage vor, Ihr beschäftigt euch ein bisschen mit der Thematik?
    1 0 Melden
  • FreePalestine 04.06.2018 17:55
    Highlight Wenn ich die Kommentare hier lese wird mir schlecht...Begreift ihr denn nicht, dass dieses Period-Shaming NICHT Teil der Religion, sondern ein Konstrukt der Gesellschaft ist? Der Islam verbietet es menstruierenden Frauen zu fasten, da es schlichtweg gefährlich und eine zusätzliche Belastung für ihr Körper wäre. Also bevor ihr alle Islam-Experten wieder zu einer Islam-Reformation aufruft bitte ich euch besser zu recherchieren...get your facts straight! Allen Muslimen Ramadan Kareem und schöne restliche 10 Tage für die Ibadah✨
    16 13 Melden
  • Toerpe Zwerg 04.06.2018 16:50
    Highlight Ähm, dieses Problem geht aber etwas tiefer, denn JEDE und JEDER sollte jederzeit selber und frei entscheiden dürfen, ob er oder sie irgendwelche religiösen Regeln einhalten will.
    17 4 Melden
  • Gzuz187ers 04.06.2018 15:24
    Highlight Erstens dieses Shaming ist einfach nur lächerlich, wieso sollte man jemanden für etwas Natürliches schlecht machen. Zweitens sollte man langsam aber auch begriffen haben dass Fortschritt in Genderfragen und Religion nicht unbedingt zusammen passen.
    28 4 Melden
  • Spama Lotto 04.06.2018 13:52
    Highlight Ich finde religiöse Rituale und Zwänge per se einfach Quatsch, aber rein interessehalber, liebe Frauen:
    Ist es notwendig, dass ihr während der Periode unter dem Tag essen könnt? Also im Unterschied zu den anderen Tagen? (wie gesagt, nicht dass es irgendwie notwendig wäre zu fasten, weil es in einem 1000jahre alten Buch steht...)
    25 4 Melden
    • Ms. Song 04.06.2018 15:30
      Highlight Das ist total individuell. Allerdings verändert sich während der Periode der Hormonspiegel. Das Prostaglandine steigt an, welches Krämpfe verursacht. Daher haben viele Frauen während der Periode Durchfall. Dann ist es natürlich wichtig, dass man viel trinkt. Generell ist man am Anfang der Periode oft matt, hat Kopfweh, ein bisschen Fieber, Durchfall und der Kreislauf macht nicht so mit. Sich da noch zusätzlich zu schwächen ist wahrscheinlich nicht so sinnvoll.
      32 0 Melden
  • wasdroht 04.06.2018 12:50
    Highlight Ein weiters Beispiel wie weltfremd Religionen sei können.
    Besser "Gottlos Glücklich"
    36 9 Melden
  • Edwin Schaltegger 04.06.2018 11:36
    Highlight Eine Reformation des Islam ist schon lange überfällig. Die heutige gelebte konservative Form ist eines der grössten Hindernisse zur einer fortschrittlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung dieser Länder. Dies betrifft auch das ganze Bildungswesen. Die islamischen Länder hinken in der technologischen Entwicklung und Naturwissenschaften den nicht moslemisch geprägten Industrienationen um Jahrzehnte hinterher.
    57 12 Melden
    • Benji Spike Bodmer 04.06.2018 15:58
      Highlight Allerdings hatten die christlich geprägten Länder auch 500 Jahre mehr Zeit "vernünftig" zu werden.
      6 16 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.06.2018 22:47
      Highlight Benji
      Nein, die Aufklärung war zu einer bestimmten Zeit. Wer damals nicht mitgemacht hat ist selber schuld und zeigt auch, dass es keine Aufklärung im Islam geben kann.
      Diese Verschiebung von 500 Jahren ist ein mageres Argument, das hier für uns keinerlei Bedeutung haben kann. Entweder Hü oder Hot.
      Un es klar zu machen, warum es schwach ist: Die christliche Welt hatte kein Vorbild für die Aufklärung, wie es schon seit Jahrhunderten für islamische Kulturen verfügbar wäre. Darum kann man getrost sagen, dass es nie eine Aufklärung IM Islam geben wird. Ohne Islam gäbe es durchaus Möglichkeiten.
      3 4 Melden
    • Benji Spike Bodmer 05.06.2018 09:06
      Highlight Die Aufklärung hier benötigte aber auch eine entsprechende Gesellschaft. (Und noch einige historische Voraussetzungen/ Initialzünder)

      Die Aufklärung in diesen Ländern muss meiner Meinung nach zwangsläufig von selbst und aus dem Inneren kommen- ansonsten wird es nur als "fremd" empfunden und abgelehnt. Abgesehen davon: Europa hat es trotz der Aufklärung immer noch nicht geschafft, Religion und Staat sauber zu trennen. Es braucht also auch bei uns immer noch Zeit...

      2 1 Melden
  • Ohniznachtisbett 04.06.2018 11:22
    Highlight Das Problem liegt doch wo anders: Wenn jemand während der Fastenzeit trotzdem isst, kann dies doch einem Anderen komplett egal sein. Das Problem ist nicht, dass es Fastenzeiten gibt, sondern dass eine soziale Kontrolle da ist, dass auch ja gefastet wird. Würde es nicht noch viel schlimmer sein, auf die Frage "Warum isst du?" zu antworten: "Weil ich will!", statt "Weil ich meine Tage habe", wäre das alles kein Problem. Aber in vielen Religionen wird man gesellschaftlich geächtet, wenn man die Gebote nicht einhält. Das ist der eigentliche Skandal.
    72 2 Melden
  • Diavolino666 04.06.2018 11:04
    Highlight "Period-Shaming" wurde mal als mitteleuropäisches Problem von den SJW-Kanälen verbreitet. Dass dies eigentlich ein muslimisches Problem ist, wurde dabei vornehm verschwiegen... - Ich kenne jedenfalls niemanden in meinem Bekanntenkreis, der einer Frau die Hand nicht reicht, wenn sie ihre Tage hat.
    Eine Frau als "unrein" zu bezeichnen, weil sie Monatsblutungen hat, ist an Idiotie nicht zu überbieten. Was ist mit anderen wichtigen Körperfunktionen, die man ebenfalls als "unrein" bezeichnen könnte? Ich krieg' das Kopfschütteln nicht mehr weg...
    59 8 Melden
    • Luca Brasi 04.06.2018 12:26
      Highlight Das Thema wäre doch mal einen Artikel in Hugo Stamms Sektenblog wert. Aber irgendwie beschränkt der sich häufig auf Katholiken-Bashing.
      38 9 Melden
    • Spama Lotto 04.06.2018 13:47
      Highlight Ich habe bis jetzt kein SJW-Heftli zu diesem Thema gefunden.
      Und ich kenne in meinem Bekanntenkreis (nicht zu verwechseln mit dem Freundeskreis) durchaus Leute, die finden, dass Frauen in erster Linie zum gebären da sind. Dass Frauen durchaus weniger Lohn erhalten sollen als Männer. Dass es reicht, wenn Väter bei der Geburt 2-3Tage anwesend sind, der Rest der Erziehung ist dann Frauensache.
      Ah sorry, das trifft ja alles auf das gewählte CH-Parlament zu. Die scheinen ja von Muslimen geradezu unterwandert, so rückständig sind die.
      Ich krieg' das Kopfschütteln schon lange nicht mehr weg
      24 16 Melden
    • Diavolino666 04.06.2018 14:37
      Highlight @Spama Lotto
      Du hast wohl nur am falschen Ort und dem falschen Stichwort gesucht...
      Ja, das mit dem Relativieren hast du gut verstanden. In einem Artikel, in dem es um Perioden-Shaming bei muslimischen Frauen geht, auf Lohnungleichheit und Vaterschaftsurlaub umschwenken, ist auch eine Leistung.
      18 2 Melden
    • Bonjourayn 04.06.2018 14:44
      Highlight Lieber Diavolino, "Period-Shaming" ist nicht ein "muslimisches Problem", sondern ein kulturelles. In Nepal zum Beispiel gibt es teilweise immer noch Frauen und Mädchen die während der Menstruation aus ihrem Heim verbannt werden. Und doch würden Sie ja kaum von einem "hinduistischen Problem" reden, richtig?
      22 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.06.2018 15:25
      Highlight Bonjour
      Da liegst du falsch.
      Das Period-Shaming gibt es wohl in patriarchalen Kulturen da und dort, aber im Islam wird das zusätzlich noch religiös aufgeheizt. Darum ist es eben ein muslimisches Problem.
      15 6 Melden
    • Maracuja 04.06.2018 20:07
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Nur im Islam religiös aufgeheizt? Dann lügt also dieser Ex-Hindu: „Während der Zeit der Menstruation sind dir Frauen sogar noch unreiner. In der Zeit ist es ihnen nicht einmal erlaubt den Tempel zu betreten. Nicht nur der Tempel ist während ihrer Periode tabu, auch ihre eigene Küche! Warum? Weil sie während ihrer Menstruation als unrein betrachtet werden. ... Männer glauben, dass ihr Essen beschmutzt und ungenießbar wird, ...“.
      http://www.jaisiyaram.de/blog/religion/8918-frauen-duerfen-keine-mantras-rezitieren-weibliche-unreinheit-im-hinduismus-16-sep-11.html
      11 1 Melden
    • Maracuja 04.06.2018 20:18
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Nur im Islam zusätzlich religiös aufgeheizt? Dann lügt also die ehemalige orthodoxe Jüdin Deborah Feldman in ihrem Buch „Unorthodox“, wenn sie über den Umgang mit Menstruation im ultraorthodoxen Milieu berichtet. Du musst einiges an Fakten ausblenden, wenn du den Islam in diesem Punkt als schlimmer als alle anderen Religionen darstellen willst!
      Hier nochmals ein Link zum Hinduismus:
      https://www.welt.de/gesundheit/article131521200/Menstruation-zwingt-Indiens-Frauen-in-die-Isolation.html
      Alles Fake news um den Islam zu entlasten?
      10 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.06.2018 21:18
      Highlight Maracuja
      Nö, ich hab ja erst fetgestellt, dass es patriarchal bestimmt ist. Und ich habe nicht gesagt, dass es ausschliesslich im Islam religiös aufgeheizt wäre.
      Zugegeben, ich hatte wohl eher die lateinamerikanischen Kulturen im Auge, wo quasi die "erste" Menstruation als extra grosses Fest (Debütantninnenball) gefeiert wird: Quinceañera u.a. in Mexico. Also der Übergang vom Mädchen zur Frau.
      Bis vor Kurzem jedenfalls waren das grosse Festivitäten. Es kann also auch anders gehen.
      2 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 04.06.2018 21:21
      Highlight Klar gibt es dort in gläubigen Kreisen gewisse Einschränkungen für Menstruierende. Die sind nicht halb so schlimm. Im Ramadan ist wohl fast jede Frau betroffen, ausser sie hockt die ganze Zeit zu Hause.
      Wusste ich nicht, dass das im Hinduismus auch ein so grosses Problem darstellt.
      3 1 Melden
    • Diavolino666 04.06.2018 21:23
      Highlight Ich frage mich gerade, ob Leute wie Bonjourayn oder Maracuja auf das Period-Shaming im Islam hinweisen würden, wenn es im Artikel um dieses Problem bei den Hindus ginge...
      4 1 Melden
    • FreePalestine 05.06.2018 03:31
      Highlight @Rabbi Jussuf checkst du‘s echt nicht? „Betrifft im Ramadan alle Frauen“ nicht weil sie unrein sind, sondern weil es eine zu grosse Belastung wäre während der Periode zu fasten!! Vielleicht würde mal ein ernster Blick in den Koran deine Misinterpretationen anhand von journalistisch mangelhaften Artikeln ein bisschen erweitern und gewissermassen wahrheitsgetreu werden :) Um etwas kritisieren zu können, muss man es auch sehr gut kennen und zwar nicht Infos von Drittpersonen...
      2 3 Melden
    • Maracuja 05.06.2018 06:46
      Highlight @Diavolino666

      Ich betrieb keinen whataboutism zum Artikel, sondern habe klar auf einen Kommentar reagiert, der eindeutig nicht korrekt ist - wenn sich ein Kommentator Rabbi nennt, sollte er eigentlich wissen, welchen Einschränkungen (Ultra)orthodoxe Jüdinnen während der Periode unterliegen und welche Reinigung am Ende dieser Zeit notwendig ist.
      1 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.06.2018 07:59
      Highlight Freeirgendwas
      Was schreibst du mich an? Keine Ahnung, was dein verwirrlicher Text mit mir zu tun haben sollte.
      Hab ich irgendwo etwas interpretiert?
      Oder bist es eher du, der was hinein interpretiert, wo was ganz anderes steht?
      3 1 Melden
    • Rabbi Jussuf 05.06.2018 14:01
      Highlight Mal einen Moment inne halten..
      Es geht hier doch gar nicht um die Periode, sondern um den gesellschaftlichen Druck, sich rechtfertigen zu müssen, wenn man eine religiöse Regel nicht befolgt.
      Dieser Druck scheint enorm zu sein und zwar nicht nur in den Gemeinschaften selber, sondern auch in der Schule und sonstigen Orten, an denen die Gemeinschaft eigentlich nichts zu sagen hätte.
      5 1 Melden
    • Bonjourayn 05.06.2018 21:54
      Highlight Lieber Diavolino, Sie haben es zum "muslimischen Problem" stilisiert und darauf habe ich reagiert. Und ja, hätte ich nicht getan wäre es andersum gewesen, was daran liegt, dass heutzutage gerne einfach mal pauschalisiert wird wenn es um den Islam geht. Beim Hinduismus ist mir dies bis jetzt noch nicht aufgefallen.
      1 2 Melden
    • Diavolino666 06.06.2018 09:07
      Highlight @Bonjourayn
      Hat der Islam irgendwie einen Schutzstatus, von dem ich offenbar nichts weiss? Pauschalisieren ist ein Problem, aber wenn man ein bestimmtes Problem anspricht, wird auch gerne mal die Diskussionsrichtung reflexartig gedreht und das geht mir gelinde gesagt "auf den Sack".
      Ich WEISS, dass das Problem nicht alle Muslime betrifft. Ich WEISS, dass es einen friedlichen Islam gibt. Ich WEISS, dass auch Muslime Opfer von muslimischen Anschlägen sind. Muss ich das nun jedes mal deklarieren, bevor ich ein Problem bei Muslimen anspreche?
      2 1 Melden
    • Diavolino666 06.06.2018 09:13
      Highlight @Bonjourayn
      Kleiner Nachtrag. Schön, wenn du davon schreibst, was DIR auffällt. Mit dem IS, den Salafisten und den Terroristen die sich auf den Islam beziehen, fällt der Islam nun mal auch allgemein etwas mehr auf. Also sollten wir somit mehr wegschauen, je mehr etwas auffällt und was nicht auffällt, genau unter die Lupen nehmen?
      3 1 Melden
    • Maracuja 06.06.2018 11:37
      Highlight @Diavolino666

      was nervt beim Thema „Islam“ ist der hohe Empörungsgrad der Kommentatoren und die unsachliche Diskussion. Wer an Islamkritik etwas mit Verweis auf andere Religionen berichtigt, wird des whataboutism und der Verharmlosung bezichtigt. Wer am Islam etwas kritisiert, wird sehr schnell in die rechte Ecke gestellt.
      3 2 Melden
    • Diavolino666 06.06.2018 14:52
      Highlight @ Maracuja
      Da bin ich mit völlig deiner Meinung (dafür ein Herzchen)!
      Es ist nun mal leider auch so, dass der Islam sehr viel Medienpräsenz hat. Zum einen durch die Skandale, Anschläge usw. und zum anderen natürlich auch, weil sich das Thema super ausschlachten lässt. - Der "Handschlag-Skandal aus Therwil" hat ja international Wellen geschlagen. Da prallen Weltanschauungen aneinander und jeder will die Wahrheit für sich gepachtet haben...
      3 1 Melden
  • Gummibär 04.06.2018 10:34
    Highlight Bevor jemand hier ins Muslim-bashing verfällt ein Blick in das Handbuch (AT) der christl. Kirchen :
    Wenn eine Frau ihre monatliche Blutung hat, ist sie sieben Tage lang unrein.
    Jeder, der sie berührt, wird unrein bis zum Abend.
    Auch alles, worauf sie während dieser Zeit liegt oder sitzt, wird unrein. Wer irgend etwas auf ihrem ihrem Stuhl liegendes berührt, ist unrein bis zum Abend.
    Wenn ein Mann währen dieser Zeit mit ihr schläft, wird er selbst für sieben Tage unrein.
    In Irland sagen junge Frauen heute noch "I have the curse".
    Misogynie und Religion scheinen immer Hand in Hand zu gehen
    53 38 Melden
    • Diavolino666 04.06.2018 11:08
      Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Maracuja 04.06.2018 13:39
      Highlight @Gummibär

      Wenn das AT einfach das Handbuch der christlichen Kirchen wäre, würden/dürften Christen kein Schweinefleisch essen und müssten sich auch an die anderen (über 600) Mizwot halten. Jesus selbst wurde gemäss NT mal von einer Frau mit Blutungen berührt und ist darüber nicht in Hysterie verfallen. Aber keine Sorge Misogynie gab/(gibt) es im Christentum genug auch ohne die strengen Vorschriften bzgl. Menstruation.
      17 1 Melden
  • Joe Smith 04.06.2018 10:24
    Highlight Die Diskussion geht wieder einmal komplett an der Sache vorbei. Die Sache ist, dass Religion Privatsache ist. Also geht es überhaupt niemanden etwas an, ob jemand fastet oder nicht und warum. Da müssen diese Frauen überhaupt nichts erklären.
    41 9 Melden
    • TheDude10 04.06.2018 11:27
      Highlight Wenn Religion Leute unfrei mach und sie zu Sachen zwingt, welche zt. sogar tödlich sein können, ist es durchaus im Interesse der Allgemeinheit, Rechte und Freiheiten von Individuen zu schützen.
      29 2 Melden
    • AdiB 04.06.2018 12:37
      Highlight @thedude. diese mädchen und frauen fssten von sich aus. es geht aber um ein gesellschsftliches problem, beim nicht fasten wegen periode, dies direkt zu komunizieren ohne jemanden gegen den kopf zu stossen. diese mädchen und frauen suchen keinen streit, weder wollen sie den islam ablegen. sie wollen nur klar komunizieren können ohne sich für ihre natur zu schämen.
      8 21 Melden
  • Schlingel 04.06.2018 10:00
    Highlight Das ist sowieso das, was mich an muslimisch Gläubigen Personen oftmals aufregt. Sie haben überdurchschnittlich oft das Gefühl, sich in die Angelegenheiten anderer einmischen zu müssen und ihre Aussagen mit ihrem eigenen Glauben zu begründen. Lebt doch euer Glauben so wie ihr wollt und lasst die Anderen in Ruhe, auch wenn diese ihren Glauben nicht so auslegen wie ihr selbst. (Gilt übrigens für jede Form der Religion)
    53 16 Melden
    • Fabio74 04.06.2018 10:56
      Highlight Wenns dich nicht betrifft warum regst dich auf? Ein Blick und Christentum werfen und die Ähnlichkeiten finden
      13 42 Melden
    • flausch 04.06.2018 11:03
      Highlight Falls es deiner Meinung nach wirklich für jede Form der Religion gelten würde hättest du ja einfach das Wort "muslimisch" im ersten Satz weglassen können.
      Hätte dann etwa so ausgesehen: "Das ist sowieso das, was mich an Gläubigen Personen oftmals aufregt."

      Aber so habe ich das Gefühl das der letzte Satz nicht ganz ernst zu nehmen ist...
      12 31 Melden
    • Joe Smith 04.06.2018 11:25
      Highlight Erinnert mich an die Berichterstattung über Straftaten, die den «mutmasslichen Täter» nach allen Regeln der Kunst in wochenlangen Schlagzeilenkampagnen zum Abschuss freigeben und dann jeweils heuchlerisch den Satz anhängen «es gilt die Unschuldsvermutung».
      4 6 Melden
    • Schlingel 04.06.2018 11:40
      Highlight @Fabio74: Wenn du Fleisch isst und ich Vegi wäre, würdest du dich auch tierisch (höhö) aufregen, wenn ich jedesmal die Moralkeule schwingen würde, wenn du genüsslich in ein Stück Fleisch beisst.

      @flausch: Es regt mich auch bei allen auf. Habe nur gesagt, dass dies meistens bei Muslimen der Fall ist.
      24 3 Melden
    • AdiB 04.06.2018 12:34
      Highlight @schlingel. artikel lesen und verstehen. hier geht es um ein soziales problem unter den muslimen. keiner hier will dich zu was zwingen.
      es handeltum ein problem unter muslimen. was du hier tun kannst ist diese mädchen und frauen aufheitern und ihr selbstvertrauen fördern. mit ihrem kommentar helfen sie diesen betroffenen personen apsolut nicht, sondern machen es für sie nur schwerer.
      6 16 Melden
  • Domino 04.06.2018 09:57
    Highlight Und das alles nur um einer menschlich sehr umstrittenen Person zu huldigen?
    Dieser soziale Druck auf einzelne Personen von dieser Religionsgemeinschaft ist unmöglich. Wie stehts mit Religionsfreiheit?
    24 8 Melden
    • Domino 04.06.2018 16:33
      Highlight Okay, dann ist das ein verstoss gegen Artikel 15 in der Bundesverfassung und sollte verboten werden.
      2 0 Melden
  • Stachanowist 04.06.2018 09:37
    Highlight Ein Punkt, den der Artikel nicht erwähnt: Die wegen der Menstruation versäumten Tage müssen "nachgefastet" werden. Die Aufhebung des Fastengebots bei Menstruation bedeutet also nur einen Aufschub, keine echte Befreiung. Sie fasten dann nach Ende der Fastenzeit alleine nach, was wohl noch weniger Spass macht als in der Gruppe.
    54 0 Melden
    • Oh Dae-su 04.06.2018 10:43
      Highlight Der Koran erwähnt aber auch, dass man, sollte man das Fasten vergessen oder einfach nicht fasten wollen, als Ersatz auch "einen Armen speisen" kann. Das kann man in einem modernen Kontext wohl mit Wohltätigkeit im Allgemeinen übersetzen. Find ich persönlich sinnvoller, als den ganzen Tag zu hungern ;)
      40 2 Melden
  • studmed 04.06.2018 09:31
    Highlight Ziemlich mühsam, diese Regel.


    (Sorry für das dumme Wortspiel 😂)
    68 1 Melden
  • Paternoster 04.06.2018 09:23
    Highlight und warum essen sie dann einfach auch nicht während der Periode? Das sollte als gläubige Muslimin doch ein Bedürfnis sein. Da versucht doch jeder mit Kniffs und Tricks sich das zu holen, was einem wirklich wichtig ist.
    12 32 Melden
  • AdiB 04.06.2018 09:15
    Highlight wir männer füllen uns nicht unangenehm oder sonst was wenn frauen ihre periode haben oder stillen. ich glaube frauen denken dies so. an alle frauen ob jetzt muslima oder nicht, für natürliche dinge muss msn sich nicht schämen. der islam ist ja gottesfürchtig und wenn got euch frauen so geschaffen hat, dann müssen die männer dies akzrptieren. und für muslimas, der moslem der noch dumm tut, zu dem sagt ihr, er soll sich an den koran halten und sich nicht über ihn stellen, denn dies wäre eine grössere sünde.
    16 21 Melden
    • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 04.06.2018 10:42
      Highlight Schön, dass du keine Probleme mit natürlichen Vorgängen hast! Du solltest jedoch nicht von dir auf alle schliessen ;-) Auch einige Menschen in unseren Breitengraden habe Mühe damit.
      Wenn Menschen in einem
      Kontext der Tabuisierung aufwachsen, erstaunt es ja nicht, dass sie dann auch Schamgefühle entwickeln.
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    • Maracuja 04.06.2018 13:45
      Highlight @AdiB

      Ich find es gut, dass sie diese Frauen in ihrem Bestreben mit einem Tabuthema offener umzugehen unterstützen.
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    • AdiB 04.06.2018 14:32
      Highlight es gibt ja gerade im islam eine einfache grundregel, alles was von der natur gewollt ist, ist von gott. dies gilt es zu akzeptieren, wer es nicht tut stellt sich über gott und somit begeht er eine schwere sünde.
      und ehrlich, wir männer wären ja auch froh wenn die frau direkt kommuniziert wan sie ihre tage hat. denn dann wiessen wir und sollten wir grosse rücksicht auf sie nehmen.
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  • elmono 04.06.2018 08:47
    Highlight Rückständig ist hier das treffende Wort.
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  • Roterriese 04.06.2018 08:46
    Highlight Cringe
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  • Zorulu 04.06.2018 07:57
    Highlight Keine Frau sollte sich wegen ihrer Periode schmutzig fühlen oder verstecken müssen! Schön, dass Frau sich langsam zu wehren weiss, denn nur so können solche "Probleme" beseitigt werden..
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    • E7#9 04.06.2018 10:05
      Highlight „Schön, dass Frau sich langsam zu wehren weiss,...“ Gegen wen weiss sie sich langsam zu wehren? Gegen ihr eigenes empfinden oder haben schon wieder die Männer Schuld? Welcher Mann schreibt vor, dass sie sich schmutzig fühlen muss? Ich glaube eher, viele Damen fühlen sich auch ohne männliches Zutun während der Periode unsexy und schmutzig.
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    • Zorulu 04.06.2018 10:40
      Highlight Ich denke nicht, dass die Frau von alleine drauf gekommen ist, sich dafür zu schämen, ihre Periode zu haben.

      Nein, ich möchte daraus kein Geschlechterkampf machen, aber von irgendwoher muss dieses Empfinden der Frau kommen, irgendwo hat es seinen Ursprung, schon mal daran gedacht?

      Aber jetzt hat dies nichts mehr mit den Männern von heute zu tun, mehr mit Traditionen und dem System.

      Wir müssen nicht die Männer verändern, nur die Denkweisen der gesamten Menschheit!

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    • E7#9 04.06.2018 11:45
      Highlight @nutshell: Aber bei uns ist es i.d.R. nicht so. Wir sehen Werbung für OB‘s und für Binden (mit Extraflügelchen und doppelter Saugkraft) etc. Ich kenne da einige Frauen, die während ihrer Mens mit sich selber ein Problem haben, obwohl von männlicher Seite auf das Gegenteil hin gearbeitet wird. Übrigens: Eine Ex von mir fühlte sich während der Mens immer unsexy und ich konnte ihr das nicht ausreden (also rein hormonell bddingt). Sie belastete also sehr wohl, dass sie sich unsexy fühlte. Woher nimmst du dir nun das Recht ihr vorzuschreiben, dass es darum nicht zu gehen hat?
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    • E7#9 04.06.2018 12:33
      Highlight @Zorulu: Wenn ich dich richtig verstehe sagst du zusammengefasst, dass sich die Frau bezüglich Mens gegen die heutige von Männern in der Vergangenheit geprägte Denkweise (sie sei während der Periode unrein) zur Wehr setzen muss. Mal ehrlich, glaubst du das wirklich? Meine Erfahrungen sagen mir eher, dass Frauen sehr unterschiedlich auf ihre Tage reagieren, aber das ganz viele Stimmungen und deren Schwankungen ganz einfach hormonell bedingt sind, auch das sich unrein Fühlen.
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    • Zorulu 05.06.2018 08:17
      Highlight @E7#9
      Jetzt hast du mir die Wörter im Munde verdreht und bist vom Thema abgekommen ;)

      Meine Aussage nochmal kurz, knapp und knackig: die wenigsten Frauen werden sich während ihrer Periode besonders sexy fühlen, aber deshalb sich aus dem sozialen Feld ziehen zu müssen (müssen, weil der Anstand/Tradition es ihnen befiehlt) ist auch nicht gerade Standard, oder?
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