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Jetzt liegt das schriftliche Urteil für Thomas N. vor – 20 Tage Zeit für Berufung



Die Chronologie des Vierfachmords von Rupperswil

Im Verfahren um den Vierfachmord in Rupperswil liegt nun das schriftliche Urteil vor. Das Bezirksgericht Lenzburg hat es bereits den Parteien zugestellt. Das teilt das Gericht am Mittwoch mit.

Ob die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau oder der mutmassliche Täter Thomas N. mit seiner Pflichtverteidigerin das Urteil mit einer Beschwerde weiterziehen und es zu einer weiteren Verhandlung von dem Aargauer Obergericht kommt, ist noch unklar.

epa06607723 A drawing shows Thomas N. (L) and his public defender Renate Senn (R) at the pronouncement of judgement in the court case of the quadruple murder of Rupperswil at the district court Lenzburg in Schafisheim (AG), Switzerland, 16 March 2018. Thomas N. has been handed a life sentence in prison for the murder of four people, a woman, two boys and a girl with a knife  on 21 December 2015 in a family home in Rupperswill.  EPA/ENNIO LEANZA

Thomas N. vor Gericht. Bild: EPA/KEYSTONE

Im Frühling, nach dem Erhalt des Urteilsdispositivs, meldeten sowohl Thomas N. als auch die Staatsanwaltschaft die Berufung an. Die Berufung ist damit aber noch nicht definitiv. Sie haben nun die Möglichkeit, innert 20 Tagen seit der Zustellung des schriftlichen Urteils beim Aargauer Obergericht die Berufung zu erklären.

Angehöriger Georg M. zum Urteil zum Fall Rupperswil

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Erst mit dem Eingang von zumindest einer Berufungserklärung würde das Verfahren am Obergericht weitergeführt. Verstreicht diese Frist ohne zumindest eine Berufungserklärung, wird das Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg rückwirkend auf den 16. März 2018 rechtskräftig.

Am 16. März fällte das Bezirksgericht Lenzburg im Vierfachmord Rupperswil das Urteil: Der 34-jährige Thomas N. sei schuldig des mehrfachen Mordes, der mehrfachen und teilweise versuchten räuberischen Erpressung, Freiheitsberaubung, Geiselnahme, der sexuellen Handlungen mit einem Kind, der sexuellen Nötigung, Brandstiftung, Pornografie, mehrfachen Urkundenfälschung und der mehrfachen strafbaren Vorbereitungshandlungen.

Verurteilt wurde N. zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe sowie einer vollzugsbegleitenden ambulanten Therapie wegen seiner Pädophilie. Zudem sprach das Gericht eine ordentliche Verwahrung aus. (az)

Staatsanwältin Loppacher zum Urteil von Rupperswil

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