Schweiz
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Alle (Bürgerlichen) gegen die AHV-plus-Initiative



Plakate von Gewerkschaften stehen vor der Einreichung der Volksinititative

Geschlossene bürgerliche Front gegen die AHV-plus-Initiative Bild: KEYSTONE

In den Augen der bürgerlichen Parteien ist die Initiative «AHV plus» verantwortungslos. Die pauschale Rentenerhöhung koste Milliarden und gefährde die AHV, warnten sie am Montag vor den Medien in Bern.

Die Initiative des Gewerkschaftsbunds kommt am 25. September zur Abstimmung. Sie verlangt 10 Prozent höhere AHV-Renten. Nach Ansicht der Gegner steht diese Forderung quer zur derzeitigen Situation der Altersvorsorge und der demografischen Entwicklung. Die AHV schreibe schon heute rote Zahlen, heisst es in einer Mitteilung. Es brauche daher eine Gesamtreform der Altersvorsorge und keine Rentenerhöhung mit der Giesskanne.

Umfrage

AHVplus – Segen oder Fluch?

  • Abstimmen

6,634 Votes zu: AHVplus – Segen oder Fluch?

  • 37%Ich finde die Initiative sehr gut.
  • 45%Viel zu teuer!
  • 18%Keine Ahnung. Will nur das Resultat sehen.

Diese Reform ist derzeit im Parlament hängig und soll die Probleme von erster und zweiter Säule gleichzeitig lösen. Ohne Gegenmassnahmen würden bis 2030 jährlich rund 7 Milliarden Franken im AHV-Topf fehlen, heisst es in der Mitteilung der gegnerischen Allianz, der CVP, SVP, FDP, BDP, GLP und EVP angehören. Zusammen mit den Mehrausgaben für die Rentenerhöhung ergebe sich ab 2030 ein Loch von jährlich 12.5 Milliarden Franken.

Ein Ziel der Initiative ist es, die Renten der tiefen und mittleren Einkommen zu stärken. Die Gegner sind überzeugt, dass das nicht gelingt. Sie erinnern daran, dass die Initiative für zwei Drittel der Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen keine Vorteile bringe. Ein Teil von ihnen werde sogar benachteiligt, weil sie ihren EL-Anspruch verlieren.

Front gegen die Initiative machen auch der Wirtschaftsdachverband economiesuisse, der Arbeitgeberverband oder der Gewerbeverband. Derzeit scheinen die Gegner aber in Rücklage: Gemäss einer Umfrage von Tamedia aus der zweiten Augustwoche wollen 60 Prozent der Initiative zustimmen. Nur 32 Prozent sagten Nein. (sda)

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 16.08.2016 03:57
    Highlight Highlight Die geplante Volksinitiative „AHVplus“ kommt zum richtigen Zeitpunkt, müssen doch die Renten aus den Pensionskassen wegen der höheren Lebenserwartung und der geringeren Renditen gesenkt werden. In dieser Situation kann nur die AHV die Ausfälle bei den Pensionskassen kompensieren. Die Finanzierung der zusätzlichen AHV-Leistungen soll ausschliesslich durch Bundesbeiträge finanziert werden. In Frage kommen neben der Mehrwertsteuer z.Bsp. eine Umlagerung des Bundesbudgets, eine Kapitalgewinnsteuer oder eine Transaktionssteuer. Auf höhere Arbeitgeber- und Arbeitnehmerabgaben ist zu verzichten.
  • johannamiller 15.08.2016 19:22
    Highlight Highlight Eine passende Umfrage zu diesem Thema:

    http://www.survio.com/survey/d/K7Q5R4N5F5Q4L3T3B

  • Erode Terribile 15.08.2016 19:17
    Highlight Highlight Klar doch, dass die Bürgerlichen dagegen sind. Raffgier ohne Grenzen.
  • Hustler 15.08.2016 18:24
    Highlight Highlight Ich als junger Mensch bin gerne bereit für die Menschen in die Tasche zugreifen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und meiner Genaration viel ermöglicht hat.
  • ThePower 15.08.2016 17:49
    Highlight Highlight Naja, die Alten gönnen uns ja auch keine 6 Wochen Ferien. Ausserdem haben die meisten Pensionäre mehr als genug Geld und die anderen erhalten EL. Also: Nein.
    • TobaFett 15.08.2016 19:30
      Highlight Highlight Doch, echt gute Denkweise. Die gönnen mir nichts, also gönn ich ihnen nichts. Dann gute Nacht Solidaritätsprinzip...
    • ThePower 15.08.2016 19:54
      Highlight Highlight @TobaFett

      Das hat doch nichts mit mangelnder Solidarität zu tun, im Gegenteil. Ist es denn solidarisch, wenn der 18-jährige Lehrling höhere Lohnabgaben zahlt, die dann in die Taschen eines pensionierten Millionärs wandern? Denk nochmal nach. AHV heisst: Die Jungen schuften, damit die Alten Party machen können. Das sei ihnen gegönnt. Aber Junge, Junge, 12 Mrd😳Es gibt auch Grenzen..
    • ThePower 15.08.2016 20:10
      Highlight Highlight @Sille Vorneweg, sag ruhig "Du". Ich tue es auch, wir sind bei Watson.

      Zum Thema: Ich gönne euch euren Ruhestand, aber ich will nicht noch mehr dafür bezahlen. Bei mir wächst das Geld auch nicht auf dem Balkon. Ist den das so schwer zu verstehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Christian Mueller (1) 15.08.2016 17:06
    Highlight Highlight Wir geben jährlich 5 Milliarden Franken für eine unnütze Armee aus, die auf Gefahren aus dem letzten Jahrhundert ausgerichtet ist. Würde man hier sparen (ausser beim Katastrophenschutz, was ca 2% des Armeebudgets sind) könnte man jährlich 500Fr jeden Bewohner der Schweiz auszahlen...
    • 7immi 15.08.2016 18:01
      Highlight Highlight und schonwieder das armeebashing. obwohl die dinge nichts miteinander zu tun haben.
      deine behauptung, dass die armee auf "gefahren aus dem letzten jahrhundert" ausgerichtet sei ist ausserdem falsch. darfst dich gerne an der veranstaltung "thun meets army" am 21./22.10. weiterbilden...
    • Froggr 15.08.2016 18:49
      Highlight Highlight Bin dafür dass man bei Bildung, Entwicklungshilfe und Beziehungen zum Ausland spart falls JA. So wie es die Linken immer wollen, falls die Armee mehr Geld bekommt. Also ein klares NEIN von mir.
    • Fabio74 15.08.2016 20:32
      Highlight Highlight @Froggr: Bei der Bildung sparen: Nein
      Die Beziehungen zum Ausland kosten aber sind was wert.
      Man könnte Geld sparen, in dem man den Reichen nicht noch mehr Geld hinterher wirft
    Weitere Antworten anzeigen
  • Christian Mueller (1) 15.08.2016 17:04
    Highlight Highlight Hört endlich auf dem SVP Newspeak zu glauben und die SVP als 'bürgerlich' zu bezeichnen. Das war sie vielleicht früher mal, heute nicht mehr. Nur weil es die SVP immer wieder und wieder wiederholt, wird es nicht wahrer. Die SVP ist etwa so bürgerlich oder für das 'Volk' wie die DDR demokratisch war...
  • exeswiss 15.08.2016 17:00
    Highlight Highlight würde man statt der wirtschaft dauernd geschenke machen, das geld in die AHV stecken, wäre "Die AHV schreibe schon heute rote Zahlen, heisst es in einer Mitteilung. " das nicht der fall.
    • Alnothur 16.08.2016 05:18
      Highlight Highlight Warum kommentieren eigentlich immer die am Meisten, die von der Sache die wenigste Ahnung haben?
  • 7immi 15.08.2016 16:56
    Highlight Highlight Da die Finanzierung nach 2025/2030 noch nicht klar ist und man das entstehende loch stopfen muss, sollte man nun nicht pauschal die ahv erhöhen. die leidtragende generation muss schon genug für die derzeitige AHV bezahlen. ich kann nicht verstehen, weshalb man noch mehr geld verteilen will, das nicht vorhanden ist... die geburtenstarken jahrgänge werden demnächst in pension gehen. das geld wird da besser gebraucht. profitieren ist immer schön, man sollte aber nicht egoistisch sein und die kommende generation noch mehr belasten.
  • atomschlaf 15.08.2016 14:15
    Highlight Highlight Eine zehnprozentige Rentenerhöhung würde eine Erhöhung des AHV-Beitrages für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um je ca. 0.4 Prozentpunkte bedingen.
    Soll mir niemand erzählen, dies wäre nicht verkraftbar. Insbesondere im heutigen Niedrigzinsumfeld, das vielen PKs Probleme macht, müssen wir die AHV stärken.
    Zudem ist eine Erhöhung um 10% eine moderate und realistische Forderung. Daher gebe ich der Initiative gute Chancen.
    Lasst Euch nicht wieder von der Angstkampagne der Arbeitgeber einschüchtern!
    • Lowend 15.08.2016 14:57
      Highlight Highlight Es geschehen noch Zeichen und Wunder, aber dass ist jetzt erste Mal, dass ich einen Kommentar von atomschlaf zu 100% einverstanden bin!
      Was ich aber nicht verstehe ist, warum Sie für eine derart linke, soziale Initiative sein können und als SVP-Sympathisant dann genau diejenigen wählen, die solche Anliegen im Parlament abschmettern?
    • 7immi 15.08.2016 16:58
      Highlight Highlight @atomschlaf
      hast du die geburtenstarken jahrgänge berücksichtigt, die demnächst in pension gehen? die "bezahler" seite wird massiv abnehmen, während die "bezieher" entsprechend zulegen. die finanzierung ist ohnehin nicht klar, dann sollte man nicht noch mehr geld verplanen.
    • ottonormalverbraucher 15.08.2016 17:29
      Highlight Highlight 10% mehr AHV Beiträge bezahlen ist doch kein Problem. Für niemanden.
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