Schweiz
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ZUM ZIVILDIENST TAETIGKEITSBEREICH “UMWELT- UND NATURSCHUTZ” STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DIENSTAG, 24. JANUAR 2017, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- The uniform of an alternative civilian service employee working for the Landschaftswerk Biel-Seeland, a social enterprise for sustainable services, whose tasks include the preservation of the cultural landscape, the natural habitats and biodiversity, pictured in Orpund in the Canton of Berne, Switzerland, on December 9, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wer von der Armeeuniform in dieses Outfit wechselt, soll nach dem Willen des Nationalrats in Zukunft mehr Diensttage leisten müssen. Bild: KEYSTONE

Diese Grafik zeigt, warum der Angriff auf die Zivildienst-«Abschleicher» scheitern wird

Wer von der Armee zum Zivildienst wechselt, soll einen längeren Restdienst leisten müssen. Das will der Nationalrat. Es ist nicht der erste Versuch der bürgerlichen Mehrheit, den Zivildienst unattraktiver zu machen, um so die Armee zu stärken. Doch ein Blick in die Vergangenheit lässt zweifeln, ob das Vorhaben erfolgreich sein wird.



Abschleicher, Drückeberger, Schoggi-Job: Auch mehr als 20 Jahre nach der Einführung eines zivilen Ersatzdienstes anstelle der Wehrpflicht gelten Zivildienstleistende vielen Bürgerlichen als suspekt. Zwar wird der Zivildienst von den meisten nicht grundlegend infrage gestellt. Doch die steigenden Zahlen der Zulassungen zum Zivildienst wollen sie nicht kampflos hinnehmen.

Deshalb nahm der Nationalrat heute eine Motion seiner sicherheitspolitischen Kommission (SiK) mit 110 zu 66 Stimmen bei 6 Enthaltungen an. Wer nach Beginn der Rekrutenschule oder noch später in den Zivildienst wechselt, darf sich nach dem Willen des Nationalrats nur noch die Hälfte der bereits geleisteten Diensttage anrechnen lassen. Damit, so die Hoffnung, werde sich der Abfluss von Armeeangehörigen in Richtung Zivildienst verringern.

Zusätzlich beschloss der Nationalrat, dass Zivildienstleistende im Einsatz als solche erkennbar sein sollen. Bundesrat und Ratslinke gaben zu bedenken, dass die Einsatzbetriebe der Zivis – etwa Spitäler – spezielle Kleidervorschriften hätten, die sich nicht mit einer Kennzeichnungspflicht vereinbaren liessen. Die bürgerliche Mehrheit befand jedoch, der Zivildienst tue Gutes, also solle er auch erkennbar sein.

Steiler Anstieg im Jahr 2009

Der Ansturm auf den Zivildienst nahm 2009 Fahrt auf, als die obligatorische Gewissensprüfung abgeschafft wurde. Seither reicht für einen Übertritt der sogenannte Tatbeweis aus – die Bereitschaft, im Zivildienst 1,5 Mal mehr Diensttage zu absolvieren als im Militär. Danach stieg die Anzahl Zivildienstleistender stark an.

2011 gab der Bundesrat Gegensteuer, indem er per Verordnung eine Bedenkzeit von vier Wochen und eine Kürzung der Spesenentschädigungen verfügte sowie die Wahlfreiheit bei den Einsatzmöglichkeiten einschränkte. Doch nach einer kurzen Baisse stiegen die Zulassungen zum Zivildienst schnell wieder an, wie unsere Grafik zeigt.

Zivildienst Zulassung

Bild: watson.ch / sven rüf

Ob der Nationalrat mit der angestrebten Gesetzesänderung dieses Mal längerfristig Erfolg hat? Der St.Galler FDP-Nationalrat Walter Müller, Mitglied der SiK, ist davon überzeugt: «Unsere Motion hat bereits erreicht, dass das Verteidigungs- und das Volkswirtschaftsdepartement über Massnahmen diskutieren, um das Abschleichen in den Zivildienst zu erschweren.» Zusammen mit der angestrebten Reduktion bei den anrechenbaren Diensttagen werden diese Massnahmen greifen, glaubt er.

Für Müller ist der Handlungsbedarf unbestritten – er geht im laufenden Jahr von einem erneuten Anstieg der Zulassungen zum Zivildienst auf über 7000 aus. Durch den Übertritt verliere die Armee das Know-how von Leuten, in deren Ausbildung sie Zeit und Geld investiert habe: «Die zu einfache Ausweichmöglichkeit in den Zivildienst destabilisiert die Armee und gefährdet deren Einsatzbereitschaft in Krisenzeiten.»

«Problem ist die unattraktive Armee»

Dieses Argument lässt die Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf nicht gelten. Die Abwanderung in den Zivildienst gefährde den Sollbestand der Armee nicht:  «Das hat der Bundesrat bei jeder Gelegenheit so betont.» Auch eine Expertengruppe des Bundes sei zu diesem Schluss gekommen.

Vielmehr sei der bürgerlichen Mehrheit der Zivildienst grundsätzlich ein Dorn im Auge: «Das hat man auch bei der heutigen Debatte wieder gemerkt.» Mit der geplanten Änderung solle den Leuten der Zivildienst «madig gemacht werden».

Aber wie in der Vergangenheit würden die Massnahmen ihre beabsichtigte Wirkung auch dieses Mal verfehlen – und keine längerfristige Reduktion bei den Übertritten zum Zivildienst bringen, glaubt Seiler Graf. Denn das Problem sei nicht, dass der Zivildienst zu attraktiv sei: «Das Problem ist, dass die Armee zu unattraktiv ist».

«Viele wechseln aus banalen Gründen»

Das hätten auch Bundesrat und Armee langsam gemerkt und versuchten, Abhilfe zu schaffen. Etwa dank verbesserter Vereinbarkeit von Militärdienst und Beruf oder durch die Möglichkeiten, sich Ausbildungskurse im Rahmen der Armee ans Studium anrechnen zu können.

FDP-Nationalrat Walter Müller widerspricht. Die Gründe für den Wechsel zum Zivildienst seien keinesfalls bei der Armee zu suchen: «Viele wechseln aus banalen Gründen, etwa weil sie nicht mehr länger das obligatorische Schiessen oder zum Zeitpunkt des nächsten WK in die Ferien wollen.»

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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • xFreedi EDM 19.07.2017 16:30
    Highlight Highlight Banale Gründe fürs Abtreten? Liegt meiner Meinung dran das anständig Denkende sich nicht gerne so unterbuttern, in Schubladen stecken und teilweise wirklich runtermachen lassen wollen wie es im Militär öfters der Fall ist, weil irgend welche Jungs mit Komplexen auch mal Chef spielen wollen.
  • El_Sam 16.06.2017 15:12
    Highlight Highlight Wie sieht eigentlich das Verhältnis von denjenigen, welche von Anfang an Zivi machen, zu jenen welche nach dem Einrücken wechseln aus?
    Sieht man aus der Graphik leider nicht ("Jährliche Neueintritte" sind wohl beides).
    Wer von Anfang an Zivi macht wird von dieser Regelung ja nicht tangiert
    • MadScientist42 17.06.2017 09:05
      Highlight Highlight Ichwar vor kurzem am Infotag . Dort haben sie gesagt, dass nur 2% der Tauglichen, Zivildienst wählen und 98% Militär. Die Mehrheit
      wechselt also vom Militär herüber.

      Die Regel führt wohl einfach dazu, dass weniger Leute dem Militär eine Chance geben.
    • El_Sam 17.06.2017 13:36
      Highlight Highlight So, hab auf watson den artikel aus diesem februar gefunden. Ca. 4600 personen wurden bei der Rekrutierung für den Zivi ausgewählt. Bleiben also noch 1200 als "wechselnde". Also ca. 20% der zivis sind von dieser neuen regelung betroffen.
    • Simon S. 08.08.2017 20:12
      Highlight Highlight Sorry, aber bei der Aushebung wird sicher niemand für den Zivildienst ausgewählt. Höchstens als Untauglich und später vom ZivilSCHUTZ aufgeboten.

      Wer dem Zivildienst per Gesuch übertreten möchte, muss erst mal tauglich sein. Vorher kann man gar kein Gesuch senden...
  • Menel 16.06.2017 11:48
    Highlight Highlight Ich sehe den Sinn einer Armee überhaupt nicht. Wenn in was investiert werden müsste, dann in den Kampf gegen den Cyberwar.
    Des Weiteren bin ich dafür, dass jeder gesunde Bewohner der Schweiz ein Jahr vor Berufsantritt und ein Jahr nach der Pensionierung "Zivildienst" leistet; in Spitälern, Kindergärten, Altersheimen, Bergbauern und im Naturschutz/-erhaltung hilft.
    Nebennutzen: wenn alte Leute in Kindergärten/Schulen helfen und Junge in Altersheimen, schaffen wir auch noch zusätzlich ein Verständnis für die Generationen untereinander.
    • redeye70 16.06.2017 12:02
      Highlight Highlight Die Idee mit dem obligatorischen Zivildienst finde ich gut. Nur bei der heutigen Wirtschaft werden wir gewaltige Probleme haben dies zu finanzieren. Weil niemand angestellt wird wenn er vor dem Übertritt ins Berufsleben noch Zivildienst leisten muss. Das wird viele arbeitslose generieren! Und die abgehenden Rentner müssen auch fin. versorgt sein in dieser Zeit. Auch da wird die Wirtschaft kaum Hand reichen.

      Im Gegensatz zu dir befürworte ich eine Armee, modern und schlagkräftig aber nie mehr so gross und nur noch als Berufsweg. Cyberwar muss auch ein Schwerpunkt sein.
    • Telomerase 16.06.2017 14:06
      Highlight Highlight Ich frage mich, welches Geschichtsbuch man gelesen haben muss, um vom 1000jährigen europäischen Frieden auszugehen, sodass man den Sinn einer Verteidigungsarmee nicht versteht.
      Nur schon bei einem mittleren Notstand (Naturkatastrophe, mehrwöchiger Stromausfall) sind die Blaulichtorganisationen auf die Armee angewiesen, da sonst die Kapazitäten nirgends genügen.
      Die ewige "Cyberwar"-Leier nützt dann auch herzlich wenig, wenn's wirklich um einen Notstand geht.
  • Schlafwandler 16.06.2017 10:22
    Highlight Highlight (2) Besagter Arzt würde zwar immer noch 'seinen Beruf' ausüben, aber halt für einen viel kleineren Lohn. Warum werden solche Möglichkeiten nicht genutzt? Man hat lieber Ärzte und Pflegekräfte, die sich halb zu Tode schuften, weil man ums verrecken eine Milizarmee braucht um Buben zu Männern zu machen. It's 2017 ffs!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlafwandler 16.06.2017 10:20
    Highlight Highlight (1) Ich verstehe das alles nicht. Jahrgang um Jahrgang voller junger Männer und die Schweiz ist blöd genug dies nicht zu nutzen und baut beim Zivi Schikane um Schikane ein. Zur gleichen Zeit aber sind Spitäler etc unterbesetzt und können sich mehr Personal nicht leisten. Das ist doch widersinnig! Warum nicht eine allgemeine Bürgerdienstpflicht (m & w!), die Wahlweilse in der Armee, Zivilschutz oder Zivi absolviert werden kann? und zwar vollwertig auch z.B. im Spital. Warum soll ein junger Arzt ab Studium nur Betten schieben dürfen, während die anderen Ärzte 60+-Stundenwochen schuften.
    • Genti 16.06.2017 12:26
      Highlight Highlight Zivis im Spital geben dem Spitalwesen die falschen Anreize. Anstatt in die Effizienz zu investieren werden die Probleme mit zusätzlichem Personal erschlagen. Die Zeche zahlt der Steuerzahler.
    • Schlafwandler 17.06.2017 02:08
      Highlight Highlight Probleme werden mit zusätzlichem Personal statt mit Leistungskürzungen "erschlagen" und das soll in einem Spital falsch sein?

      Schlussendlich ist die Frage, was uns wieviel Wert ist. Ich persönlich würde sagen, dass mir ein gut ausgebautes Gesundheitswesen wichtiger ist, als eine Armee mit Primatsanspruch auf die Dienstpflicht.
  • Telomerase 16.06.2017 09:39
    Highlight Highlight Haben die Zivis hier eigentlich alle einen Minderwertigkeitskomplex, dass sie unentwegt betonen müssen wie hart und viel sinnvoller der Zivildienst gegenüber dem Militärdienst ist?
    Fakt bleibt nun mal, dass die Milizarmee für ein kleines Land wie die Schweiz die kostengünstigere und effizientere Variante als eine Berufsarmee ist. Die Wichtigkeit des Zivildiensts bestreite ich nicht, aber viele Arbeiten (Bergbauern helfen, Neophyten ausreissen, Behindertenbetreuung etc.) könnten auch durch Ungelernte, Arbeitslose, Flüchtlinge ausgeführt werden.
    • goldmandli 19.06.2017 19:36
      Highlight Highlight Der Militärdienst könnte auch von ungelernten, arbeitslosen Flüchtlingen ausgeführt werden. Worauf wollen Sie hinaus?
    • Zap Brannigan 20.06.2017 09:50
      Highlight Highlight Genau. Für Arbeiten wie Festbänke an Schwingfesten aufstellen, Parkierordner an der Expo und Skipisten stampfen am Lauberhorn brauchts die hochausgebildeten Spezialisten der Armee.
  • Sheriff_Rooster_Cockburn 16.06.2017 08:54
    Highlight Highlight Ich bin für eine Berufsarmee.
    Dafür soll der Zivildienst obligatorisch sein.

    Doch war ich nie im Militär, und habe deshalb keine grosse Ahnung.
  • Schneider Alex 16.06.2017 06:14
    Highlight Highlight Ja was denn? Wollen wir wirklich noch mehr unwillige und unmotivierte Soldaten?
  • Kstyle 16.06.2017 00:47
    Highlight Highlight Ich bin für eine top ausgerüstete kleine Milizarmee. Zivildienst oder Schutz für alle anderen auch Frauen. Frauen können natürlich auch in die Berufsarmee, wenn sie das wollen.
    Auch denke ich das viel mehr im Bereich Cyberwar gemacht werden soll. Wir sind ein kleines sehr reiches Land wir sollten uns mit hochmodernen automatischen Waffen, drohnen und robotern, schützen
    • ovatta 16.06.2017 08:54
      Highlight Highlight Ich wäre sogar dafür, dass (abgesehen vom Militärdienst) alle permanenten, körperlich und geistig fähigen Bewohner einen nicht finanziell abgeltbaren Dienst leisten sollten.
  • Tobi-wan 15.06.2017 22:47
    Highlight Highlight Das Thema zeigt, dass viele Politiker keine Ahnung von den Arbeiten eines Zivi hat. Oder hat einer der Nationalräte (typischerweise bürgerlich) schon ein Lager mit behinderten Menschen geleitet oder einfach einen Teilnehmer betreut? Sinnvoller geht gar nicht! Ich habe das 5 Jahre lang gemacht und hat mir menschlich mehr gebracht, als jeder Militärfurz während meiner RS und den 3 WKs, die ich miterlebt habe. Zudem werden so die Verbände wie Cerebral, Insieme usw. entlastet, die ihr Programm sonst kaum anbieten könnten.
  • henk 15.06.2017 21:20
    Highlight Highlight Wenn ich das letztes Jahr bei meiner Rekrutierung schon gewusst hätte, wäre ich schon von Beginn an in den Zivildienst. Man hat mich dann überredet und gesagt, dass ich jederzeit wechseln könnte, wenn es mir nicht gefällt. Durch diese neue Regelung werden meiner Meinung noch mehr sich für den Zivildienst enttscheiden also denke ich, dass es eher Kontraproduktiv ist. Für mich ist es leider schon zu spät, meine RS beginnt in 3 Wochen...
    • jonas3344 15.06.2017 21:44
      Highlight Highlight Der Nationalrat hat eine Motion angenommen. D.h. der Bundesrat wird beuftragt eine Gesetzesänderung auszuarbeiten. Aber nur wenn der Ständerat auch zustimmt. Bis das Gesetz in Kraft tritt vergeht sicher mindestens noch ein Jahr.
  • IHaveNoBetterName 15.06.2017 20:56
    Highlight Highlight Das Militär ist einfach nicht mehr attraktiv. Macht ein "Dienst fürs Land" wo jeder, Mann und Frau, für eine gewisse Zeit eine humanitäre oder soziale Aufgabe ausführen muss. Sinnlos Munition zu verschiessen ist einfach nicht mehr angebracht. Der nächste grosse Krieg wird eh nicht mehr mit Panzer und Grenadiere gewonnen.
    • eydrian 15.06.2017 22:18
      Highlight Highlight Genau, ich hatte einen schoggi job in der armee, keine chance bis 34 fertig zu werden und deshalb zum zivi gewechselt. Den zivi job macht sich super in meinen cv. Schade war nur, dass ich so spät realisiert habe, dass ich so coole bezahlte praktikas machen kann
    • ZaZaa 16.06.2017 09:09
      Highlight Highlight @raydirty
      Sehe ich auch so. Ein "soziales Jahr" wie in Deutschland für Frau und Mann (oder meinetwegen "Dienst fürs Land") wäre optimal. Man lernt fürs Leben und hilft der Gesellschaft. Ins Militär können diejenigen gehen, die wirklich wollen. Da dann dort nur noch die Motivierten zu finden sind, bringt es allen Beteiligten mehr.
    • karl_e 16.06.2017 11:23
      Highlight Highlight Das Militär war schon zu meiner Zeit, in den Sechzigern, nicht attraktiv und war es für die grosse Mehrheit noch nie, Genau darum wurde man dazu gezwungen.
  • Karl33 15.06.2017 20:43
    Highlight Highlight Wir brauchen endlich Gleichstellung der Geschlechter bei der Dienstpflicht. Alles andere ist Beilage.
  • LeChef 15.06.2017 20:30
    Highlight Highlight "Abschleichen in den Zivildienst"; schon diese Wortwahl ist respektlos. Als ob Zivis Deserteure wären. Auch sie leisten Dienst, sogar länger, und erfüllen so ihre Dienstpflicht. Und auch Untaugliche leisten durch die happigen Lohnabgaben und Zivilschutz ihren Teil. Als ob Armeeangehörige etwas Besseres wären, macht mich echt hässig, sowas.
    • goldmandli 19.06.2017 19:54
      Highlight Highlight Total. Warum soll ich für jemanden Dienst leisten, der mich nicht einmal respektiert? Diese arroganz ist so typisch und zeigt einmal mehr, dass diese Leute einfach nicht verstanden haben, warum das Militär immer unbeliebter wird.
  • Big-Blue 15.06.2017 20:11
    Highlight Highlight Man könnte auch das ganze System überdenken und anpassen. Alle (männlich und weiblich) müssen z.B. ein Jahr "Dienst am Land" leisten. Dabei soll man jedoch wählen können ob Armee, Zivilschutz oder Zivildienst.
    • manhunt 15.06.2017 20:17
      Highlight Highlight 👍
  • Dude 15.06.2017 20:10
    Highlight Highlight Ich hatte nach Abschluss der Diensttage in der Armee in den Zivildienst gewechselt. 0 Diensttage x 1.5 = 0 Zivitage (kein Obligatorisches schiessen und weg mit dem "Plunder") :-)
    Das scheint nun nicht mehr zu gehen...
    • megge25 15.06.2017 21:43
      Highlight Highlight Also wenn du sowieso fertig bist dann kannst du eigentlich denn Plunder so oder so abgeben. Muss halt einfach aus Eigeninitiative kommen, sie bieten dich nicht auf für die vorzeitige Abgabe.
  • Ruffy 15.06.2017 19:38
    Highlight Highlight Man könnte sich natürlich auch überlegen warum Leute die die RS absolviert haben dann in den Zivildienst wechseln...

    Könnte es sein, dass ein WK meistens ein Riesenhaufen scheisse ist?
    • jjjj 15.06.2017 22:41
      Highlight Highlight Scharf kombiniert, sherlock! 🙌🏼🙃
    • El_Sam 16.06.2017 15:09
      Highlight Highlight Also bei mir waren die WKs eigentlich immer ertragbar und sogar einigermassen Sinnvoll.
      OK, ich war auch nicht im Schützengraben, sondern musste die Kommunikationsanlagen reparieren. Unsere Wks wurden nach Möglichkeit so gelegt, dass sie einen reellen Sinn hatten. (Kommunikationsbackup für Grossveranstaltungen oder Sicherstellung der Kom. Möglichkeiten nach Naturkatastrophen.)
    • jjjj 16.06.2017 15:31
      Highlight Highlight ich bin auf dem Simplon im Bunker gehockt und ab und zu sind wir rausgekrochen und haben mit Haubitzen und MGs in die gegenüberliegende Bergseite geballert... nun gut...
  • Skanking Bergschof 15.06.2017 19:34
    Highlight Highlight Ich habe selber Zivildienst gemacht und finde auch, dass jeder die Wahl haben soll ob er ins Militär will oder nicht. Auch sollten gleich viele Diensttage geleistet werden müssen. Der Militärdienst muss sicher attraktiver gemacht werden, aber genauso muss auch die organisation des Zivis im Auge behalten werden. Ich musste noch zur Gewissensprüfung und zu dieser Zeit waren fast alle Zivis motiviert und zuverlässig. Nach abschaffung der Prüfung habe ich viele Zivis erlebt die eifach nur stink faul waren und kein bock hatten.
    • Skanking Bergschof 15.06.2017 20:31
      Highlight Highlight Es gibt einfach jobs im Zivi bei welchen man die Zeit absitzen kann und kaum was tun muss wenn man nicht etwas eigeninitiative zeigt. Wer zivi macht, soll auch etwas leisten, und wer nichts machen will soll zahlen und nicht bezahlt werden.
    • Einstein56 15.06.2017 22:29
      Highlight Highlight Also ich habe im Militär weniger gemacht als der faulste Zivi
  • owlee 15.06.2017 19:31
    Highlight Highlight Ans Studium anrechnen? Wie bitte?
  • supremewash 15.06.2017 19:26
    Highlight Highlight Ich habe grundsätzlich kein Problem mit der Armee (kenne sie aber auch nicht von innen). Wäre aber doch stark für die allgemeine Dienstpflicht wie von der GSOA einst zur Abstimmung gebracht.
    Voten wie diese von Herrn Müller finde ich lächerlich. Das Militär hat ein Imageproblem; den (sinnvollen) Zivildienst zu unterminieren ist da kontraproduktiv.
  • Clank 15.06.2017 19:22
    Highlight Highlight Jetzt mal eine ernsthafte Frage: Wie lange dauert es bis dieses Gesetz tatsächlich in Kraft tritt? Gibt es eine Abstimmung?
    Denn ehrlich gesagt, weiss ich nicht, wieviele WK's ich mich noch antun will.
  • Majoras Maske 15.06.2017 19:20
    Highlight Highlight Das sorgt doch höchstens dafür, dass noch weniger Rekruten die RS überhaupt antreten und der Armee nicht mal eine Chance geben. Deutschland hat die Wehrpflicht schlussendlich auch abgeschafft, weil nur ein verschwindend kleiner Bruchteil überhaupt den Dienst geleistet hat. Und wegen der Uniformpflicht: Kontrolliert das denn irgendwer? Wenn das nicht kontrolliert und sanktioniert wird, wird das niemals durchgesetzt.
    • Schlafwandler 16.06.2017 10:31
      Highlight Highlight Dort wo ich Zivi war, hatte ich zwar nur Kontakt zu Mitarbeitenden und keine Uniformpflicht. Das tragen der Zivildienstkleider wäre trotzdem unzumutbar gewesen. (Gaggibruun ist einfach keine sinnvolle T-Shirtfarbe, sorry)
      Habe halt dann alle meine Punkte für die Zivihosen ausgegeben. Die sind zwar auch braun aber super, vor allem wenn man die Hosenbeine abschneidet. Kurze Arbeitshosen mit grossen Taschen, was will man mehr?
  • Yippie 15.06.2017 19:07
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man sich eher überlegen, wie man das Militär aufwerten kann bzw. weniger mühsam erscheinen lassen:
    - Entlassung jeweils am Freitag
    - Obligatorisches kann während dem WK geschossen werden
    - Bessere Entlöhnung für Studenten/Lehrnende
    • Eine_win_ig 15.06.2017 19:20
      Highlight Highlight Entlassung am Freitag: Da müsste man das Gesetz über die Diensttagezählung ändern. Denn mit der jeweiligen Entlassung am Samstagmorgen gehen bei 21 Wochen RS auch 20 Diensttage dazu.
      OP im WK: nichts dagegen auszusetzen.
      Bessere Entlöhnung:
      Ist halt leider auch eine Kantonsfrage, wieviel man erhält. Meine Kollegen aus dem Kt ZH erhielten jeweils mehr als ich (BE)... Mit der Einführung eines Ausbildungskontos wird hier immerhin für angehende höh Uof / Of etwas getan. :)
    • john benz 15.06.2017 20:00
      Highlight Highlight Das mit dem obligatorischen Schiessen im WK wäre eigentlich jetzt schon so: das komplette Schiessprogramm muss im WK einmal geschossen werden.
      Leider sind im Hintergrund zu viele Interessengemeinschaften die das Abschaffen verhindern werden: es gäbe kein Grund mehr für die Dienstwaffe Zuhause, Dutzende Schiessvereine müssten schliessen weil dieser Zustupf fehlen würde, ewig gestrige würden wegen der Tradition auf die Barikaden gehen.
      Ich stehe defintiv hinter der Armee, aber das Obli hat schon lange ausgedient.
    • Schema 15.06.2017 20:39
      Highlight Highlight @Eine_win_ig
      Im Zivi werden auch die Tage angerechnet an denen man nocht arbeitet. Sollte also im Militär auch möglich sein...
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  • Sir Konterbier 15.06.2017 19:00
    Highlight Highlight Also ich habe das schon auch so erlebt das Leute relativ spontan, als sie keine Lust mehr hatten, in den Zivieldienst gewechselt haben. Es müsste eigentlich im Interesse eines jeden Steuerzahlers sein, dass sich diese Leute von Anfang an für oder gegen das Militär entscheiden. Das mit den Uniformen finde ich unnötig.
  • midval 15.06.2017 18:59
    Highlight Highlight Ich bin sonst echt nicht so aber bei diesem Thema könnte ich echt ein paar Ohrefeigen verteilen. Wann kapieren die Bürger das es darum geht diese total überhöhte Budget zu rechtfertigen für Bünzlis die nur abzocken wollen und nicht des Volkes willen! Schweinerei! Krisenländer in denen viel mehr Risiko herrsht haben keine Wehrpflicht und hier schon. Investiert das Geld endlich sinnvoll und lasst die jungen Leute was soziales tun und nicht dieses Räuber und Poli gespiele!
    Warum ist das hier so? Warum steht man so sehr auf diesen Militärquatsch?!
    • Sir Konterbier 15.06.2017 19:19
      Highlight Highlight Ich finde es hat durchaus etwas wertvolles, dass Leute mit einem zivilen Leben, die keine Lust auf Rumballern haben, unser Land verteidigen. Sonst passiert ähnlich dummes Zeugs wie bei den Amerikanern. Es wird so eine demokratische Armee augebaut, die über gesunden Menschenstand verfügt und im Zweifelsfall nicht jeden Seich mitmacht. Also ich möchte, überspitzt formuliert, nicht von freiwilligen, "schiesswütigen Nazis" verteidigt werden. Ich beispielsweise habe jetzt noch Freunde mit italienischer oder französischer Muttersprache - ist also auch noch gut für den nationalen Zusammenhalt.
  • Mantarochen 15.06.2017 18:58
    Highlight Highlight Tja, dann warten die Wechselwilligen halt noch weniger lang und wechseln noch schneller :)

    Müssen halt die Armee mal auf den Stand von 2017 bringen und attraktiv machen. Bin über mein doppel-ut nicht unglücklich, wusste schon nach 10 Minuten Propaganda am Orientierungstag, dass es zumindest ein untauglich sein wird ;)

    Und seien wir mal ehrlich, im Ernstfall würden bestimmt viele nicht ihren Kopf hinhalten, was ich verständlich finde.

    Macht eine Berufsarmee, das reicht. Wenn es wer ernst meint, braucht er eh nicht nur eines der maroden AKW's anzugreifen.
    • atomschlaf 15.06.2017 19:32
      Highlight Highlight Hmm... doch, ein AKW angreifen und das Land, das man erobern möchte, zuerst radioaktiv verseuchen. Sehr clever.
      Vielleicht besser, Du leistest keinen Militärdienst...
    • philosophund 15.06.2017 22:51
      Highlight Highlight @atomschlaf: Ein Land "erobern"? LooooL. Ich sehe da durchaus realistischere, asymmetrische Gefahren, als dass z.B. die Franzosen das Jura einnehmen..
      Manta hat mit den AKWs nicht unrecht.
  • Matrixx 15.06.2017 18:57
    Highlight Highlight Vorschlag:
    Anstatt aus einer Wehrpflicht einen "Wehrzwang" zu machen, könnte man die Armee, wenn sie denn unbedingt nötig ist, so attraktiv machen, dass die Leute nicht weglaufen.
    • atomschlaf 15.06.2017 19:33
      Highlight Highlight Was wären Möglichkeiten, die Armee so attraktiv zu machen? Hast Du ein paar Vorschläge?
    • Matrixx 15.06.2017 19:37
      Highlight Highlight Nein, habe ich nicht. Ich war nie in der Armee und habe bisher auch nie wirklich gutes darüber gehört. Aber die Zahlen sprechen ja für sich. Und deshalb will man junge Männer nicht verpflichten, sondern zwingen.
    • Ass 15.06.2017 19:46
      Highlight Highlight Zum Beispiel sehr gute Entlöhnung. Mindestlohn 10'000 CHF im Monat und dies nicht nur für Berufsmilitär. So könnte man auch auswählen und müsste nicht einfach jene nehmen die in der Privatwirtschaft niemand will.
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Millionen-Gewinn im Flüchtlings-Business: Asylfirma ORS legt erstmals Zahlen offen

Jahrelang hat sich die Flüchtlingsbetreuungsfirma ORS gegen Transparenz gewehrt. Jetzt gibt sie erstmals Geschäftszahlen preis.

Wie viel Geld die ORS Service AG verdient, beschäftigt seit Jahren Medien, das Parlament, den Bundesrat: Die Firma betreibt primär für die öffentliche Hand über 100 Asylunterkünfte mit fast 90'000 Schlafplätzen. Obwohl das Geld zu grossen Teilen vom Staat stammt, veröffentlichte ORS nie Gewinnzahlen. Die Firma gehört einer Beteiligungsgesellschaft in London. Die Schlagzeilen waren entsprechend: Von «verstecktem Profit auf dem Buckel von Flüchtlingen» oder «Profiteuren des Elends» war die Rede.

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