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Bundesrat stoppt das Kochen lebender Hummer

Bundesrat stoppt das Kochen lebender Hummer

10.01.2018, 11:4414.01.2018, 11:14
FILE - In this Thursday, Dec. 10, 2015, file photo, live lobsters are packed and weighed for overseas shipment at the Maine Lobster Outlet in York, Maine. A trade deal between Canada and the European  ...
Heiss geliebt, aber tierquälerisch gekocht: Hummer.Bild: AP/AP

Wer frischen Hummer, Langusten oder Bärenkrebs essen will, wird künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Gegen den Widerstand von Gastronomen hat der Bundesrat beschlossen, dass lebende Panzerkrebse vor dem Töten betäubt werden müssen.

Heute werden die Tiere in der Regel lebend ins kochende Wasser geworfen. Mit diesem heftig umstrittenen, aber weit verbreiteten Umgang mit Panzerkrebsen ist nun Schluss. In Zukunft müssen die Tiere betäubt werden, zum Beispiel mit Elektroschocks. Restaurants, die Hummer anbieten, werden also ihre Küchen nachrüsten müssen.

In Gastrokreisen hat das bereits für rote Köpfe gesorgt. Trotz Kritik in der Vernehmlassung hält der Bundesrat aber daran fest, die bisher nur für Wirbeltiere geltend Betäubungspflicht auf Panzerkrebse auszudehnen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass diese ebenfalls leidens- und empfindungsfähig seien, schreibt er dazu.

Berlin wird von Krebsen überkrabbelt

Video: srf

Auch vor der Tötung müssen Panzerkrebse schonender gehalten werden. Sie dürfen zwar gekühlt, aber nicht mehr direkt auf Eis oder in Eiswasser transportiert werden. Zudem müssen im Wasser lebende Arten neu immer in ihrem natürlichen Milieu gehalten werden. (sda)

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