Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine Frau telefoniert an einer Radio- und Telefon-Anlage der Welti-Furrer AG in Zuerich, Aufnahme vom Juli 1949. (KEYSTONE/Schmidli) ===  ===

Das GFS setzt bei seinen Befragungen auf Methoden von Anno Domini. Bild: KEYSTONE

Die Wählscheibe lässt grüssen: Warum die VOX-Analyse zur DSI nicht überzeugt

Die SRG hat ihre politischen Umfragen neu vergeben. In Zukunft werden neben dem Festnetztelefon auch Online und Mobilfunk genutzt. Eine überfällige Massnahme. Das zeigt auch die VOX-Analyse zur Durchsetzungsinitiative.



Es ist etwas passiert am 28. Februar. Das Schweizer Stimmvolk verpasste der SVP mit dem Nein zur Durchsetzungsinitiative eine deftige Ohrfeige. Nicht allein die Niederlage beim Reizthema «Kriminelle Ausländer» überraschte. Sie kam zustande aufgrund einer Kampagne, wie sie die Schweiz noch nie gesehen hatte. Sie mobilisierte ungewöhnlich stark, die Stimmbeteiligung erreichte mit 63 Prozent den höchsten Stand seit der denkwürdigen EWR-Schlacht von 1992.

Das DSI-Nein war ein Sieg der Jungen und der Zivilgesellschaft. Sie hatten eine Initiative gebodigt, die aus ihrer Sicht unmenschlich war und einen Angriff auf den Rechtsstaat darstellte. So lauteten die Interpretationen im Nachgang zur Abstimmung. Oder war es doch anders?

Mitglieder des NGO-Komitee gegen die Durchsetzungsinitiative DSI, freuen sich ueber die Ablehnung der DSI am Sonntag, 28. Februar 2016 im Progr in Bern. Das eidgenoessische Stimmvolk hatte heute ueber vier Vorlagen, darunter die Durchsetzungsinitiative der SVP, zu befinden. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Jubel bei den DSI-Gegnern am Abstimmungssonntag.
Bild: KEYSTONE

Die kürzlich veröffentlichte VOX-Analyse des Instituts GFS Bern und der Universität Genf lässt diesen Schluss zu. Demnach war die Mobilisierung der jungen Stimmbürger ungewöhnlich stark, doch sie hätten «nicht mehr zur Ablehnung der Volksinitiative beigetragen als die übrigen Altersklassen». Mit anderen Worten: Es nahmen mehr Junge als üblich an der Abstimmung teil, aber eben nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter der Durchsetzungsinitiative.

Graue Haare statt junge Wilde?

Den Ausschlag gaben demnach die Sympathisanten der CVP und vor allem der FDP. Sie hatten 2010 mehrheitlich für die Ausschaffungsinitiative gestimmt, die «Vorläuferin» der DSI, schlugen sich nun aber «klar auf die Seite der Nein-Stimmenden». Zwar hält die Analyse auch fest, dass die Beteiligung von Menschen mit hohem Bildungsstand aussergewöhnlich hoch war. Trotzdem vermittelt sie den Eindruck, dass letztlich alles ziemlich konventionell ablief.

Die Medien nahmen den Ball auf. «Doch kein ‹Aufstand der Zivilgesellschaft›», titelte SRF Online. Die «Tagesschau» vermittelte den Eindruck, das Nein zur DSI sei grauhaarigen Akademikern und Alt-Bundesräten zu verdanken und nicht etwa den «jungen Wilden» um die Operation Libero. Deren Aushängeschild Flavia Kleiner bekam in der «SonntagsZeitung» ihr Fett weg. Sie sei «zum unfreiwilligen Covergirl linksliberaler Journalisten in der Midlife-Crisis» geworden. Dabei wäre die SVP «auch ohne den Einsatz von Kleiners Truppe gescheitert».

«Tagesschau»-Beitrag zur VOX-Analyse.
video: Srf

Alles paletti, die Kirche steht wieder im Dorf und die politische Schweiz ist wieder in Ordnung. Ernsthaft in Frage gestellt wurde die VOX-Analyse nicht. Dabei gäbe es dafür gute Gründe.

Der wichtigste ist die Erhebungsmethode in Form von standardisierten Telefoninterviews unter 1509 stimmberechtigten Personen. Das GFS Bern und sein Leiter Claude Longchamp vertrauen auf die gute alte Festnetztelefonie, und das in einer Zeit, in der das Kommunikationsverhalten gerade junger Leute von Smartphone und Internet bestimmt wird. Neue Zahlen aus den USA zeigen, dass eine Mehrheit der Jugendlichen kaum noch weiss, wie ein Festnetztelefon aussieht.

Longchamps Flops

Longchamp ist deswegen wiederholt in die Kritik geraten, erstmals bei der Minarettinitiative 2008. In der letzten SRG-Trendumfrage hatte er 53 Prozent Nein ermittelt, am Ende wurde sie mit 57,5 Prozent Ja angenommen. Online-Umfragen hatten eine deutlich bessere Trefferquote. Auch die VOX-Analyse zur Masseneinwanderungsinitiative vom Februar 2014 erwies sich als in einem Punkt zweifelhaft: Angeblich hatten nur 17 Prozent der Stimmberechtigten unter 30 Jahre teilgenommen.

Die Medien waren erschrocken. Der «Tages-Anzeiger» widmete der angeblich stimmfaulen und unpolitischen Jugend eine Doppelseite. Dann zeigten Daten aus mehreren Städten: Die 17 Prozent konnten nicht stimmen, die Beteiligung der Jungen war deutlich höher. «Etwas muss bei der Befragung schief gelaufen sein», hielten zwei Zürcher Politologen in der «NZZ am Sonntag» fest.

Umso erstaunlicher wirkt es, dass die VOX-Analyse zur DSI ein weiteres Mal kritiklos wiedergekäut wird. Der Verdacht drängt sich auf, dass das Stimmverhalten der Jugendlichen erneut nur ungenügend abgebildet wurde. Zwar scheint es durchaus plausibel, dass die intensive Nein-Kampagne in den sozialen Medien auch junge Befürworter der Initiative mobilisiert hat. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Jungen konservativer und ausländerkritischer sind als früher.

ZUM THEMA JUGENDLICHE UND MOBILTELEFON STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DONNERSTAG, 14.01.2016, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Adolescents use their smart phones while travelling by tram, photographed in Zuerich, Switzerland, on June 16, 2015. (Christof Schuerpf)

Jugendliche benutzten ihre Smartphones in der Tram fahrend, aufgenommen am 16. Juni 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Junge Leute kommunizieren fast nur noch via Smartphone. 
Bild: KEYSTONE

Es wäre eine Erklärung dafür, warum der Ja-Anteil mit rund 1,3 Millionen Stimmen praktisch gleich hoch war wie bei der Ausschaffungsinitiative 2010, trotz der «Überläufer» aus CVP und FDP. Die Zahl der Nein-Stimmen aber nahm massiv zu, von 1,25 auf fast zwei Millionen. Auf diesen Aspekt geht die VOX-Auswertung praktisch nicht ein. Genügt der Zuwachs bei den Bürgerlichen und den Jungen dafür als Erklärung? Wohl kaum, es muss einen zusätzlichen Mobilisierungsfaktor gegeben haben.

Neuartige Qualität der Mobilisierung

Zu diesem Schluss kommt auch Peter Moser, Leiter Analysen und Studien im Statistischen Amt des Kantons Zürich. Seine Auswertung der DSI-Abstimmung enthält interessante Erkenntnisse. So war entgegen der allgemeinen Annahme die Mobilisierung in der Stadt Zürich «trotz der starken Ablehnung unterdurchschnittlich». Der wesentliche Grund für das klare Nein sei die nicht nur quantitativ aussergewöhnliche Teilnahme der Gegnerschaft gewesen. Bemerkenswert sei «die eigentümliche, vielleicht auch neuartige Qualität der Mobilisierung», schreibt Moser.

Es ist eben doch etwas passiert am 28. Februar. Was genau, bleibt unklar. Der Verdacht drängt sich auf, dass halt doch eine überdurchschnittlich grosse Zahl junger, gut ausgebildeter Menschen zur Teilnahme motiviert wurde. Abklären liesse sich dies mit einer umfassenden Studie, deren Methoden nicht aus der Zeit des Wählscheiben-Telefons stammen.

Aufträge neu vergeben

Die Bundeskanzlei hat das Problem erkannt. Im letzten Herbst vergab sie die Analysen der eidgenössischen Abstimmungen neu an die Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften (Fors). Claude Longchamp musste den prestigereichen Auftrag nach 28 Jahren abgeben, der Wechsel dürfte in der zweiten Hälfte 2016 stattfinden.

Auch die SRG hat ihre Umfragen neu vergeben. Jene vor Wahlen werden neu vom Politgeografen Michael Hermann und seiner Forschungsstelle Sotomo durchgeführt, und zwar in Form von Onlinebefragungen. Die Trendumfragen vor Abstimmungen verbleiben beim GFS Bern. Das Institut setzt weiter auf Telefonbefragungen, neu aber nicht nur via Festnetz, sondern auch mobil.

Willkommen im 21. Jahrhundert.

Internationale Presseschau DSI

Durchsetzungs-Initiative

7 Gründe, warum das Nein zur DSI ein historischer Entscheid ist

Link zum Artikel

DSI-Nein: Ein Stimmvolk, das sich schlau macht, ist ein übermächtiger Gegner für die SVP

Link zum Artikel

Die SBB erliegen dem heissesten Abstimmungskampf seit Jahren – wie jeden Winter dem ersten Schnee

Link zum Artikel

Der «Appenzeller Volksfreund» schreibt etwas vom Besten über die DSI und sorgt damit für einen Dorf-Knatsch

Link zum Artikel

DSI-«Arena»: Ein alter Berner Secondo sagt, wie's ist – und Guts und Amstutz' Abend ist gelaufen

Link zum Artikel

Tippspiel zur Abstimmung: 47,5 Prozent legen ein Ja zur DSI ein

Link zum Artikel

Das Hakenkreuz ist weg – dafür hat die SBB jetzt einen Shitstorm am Hals

Link zum Artikel

NEIN, NO, NON – die DSI-Gegner kaufen eine ganze Seite in der «Weltwoche» 

Link zum Artikel

Weil wir stimmen, wie wir liken: Siegt die Durchsetzungs-Initiative, dann auch wegen des Namens 

Link zum Artikel

21 aktive oder ehemalige SVPler, die sich nicht ans Gesetz hielten

Link zum Artikel

Die Eindrittel-Rösti: Der «Club» zur Durchsetzungsinitiative in Zahlen

Link zum Artikel

Von der Härtefall- zur Täterschutzklausel: Wie die SVP die Sprache instrumentalisiert

Link zum Artikel

SVP-Nationalrat Heinz Brand: «Die Durchsetzungs-Initiative ist möglicherweise nicht perfekt, aber ...»

Link zum Artikel

Durchsetzungs-«Arena»: SVPler amüsieren sich über hässige Sommaruga 

Link zum Artikel

Alles auf einen Blick: So verschärft sollen wir nach dem 28. Februar ausschaffen

Link zum Artikel

Staatsanwälte schalten sich in die Durchsetzungs-Debatte ein: «Die Initiative ist nicht praktikabel»​

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • winglet55 16.05.2016 04:40
    Highlight Highlight Für meinen Teil sind Umfragen so unsicher wie nutzlos. Das ist Kaffeesatzlesen, Kartenlegen & Handlesen in einem. Weil die Institute annehmen, das Jedermann sein wahres Stimmverhalten offen legt! Zudem denke ich das das Stimmverhalten zwischen und jungen und älteren Stimmbürgern nicht à priori unterschiedlich ist. Höchstens ist der Anteil der eher links-liberal wählenden Bürgern bei den Babyboomern etwas höher. Die an die Wahlen anschliessende Warum-/Wieso so oder so gestimmt wurde, finde ich ebenfalls übertrieben, weil das Ergebnis steht, und das gilt es zu akzeptieren.
  • DonPedro 15.05.2016 13:19
    Highlight Highlight Es ist doch eigentlich gut, dass es keine Abstimmungspropheten gibt, da es bei Befragungen- wie immer sie im Voraus durchgeführt werden, viel zu viele Unsicherheitsfaktoren gibt. Auch muss ich bei einer Meinungsumfrage nicht sagen, ob ich dann wirklich ein Ja oder ein Nein in die Urne lege!
  • Herbert Anneler 15.05.2016 13:05
    Highlight Highlight Sozialforscher wissen schon lange um die Problematik von Telefon-Befragungen. Was aber Sotomo tut, ist der Versuch, den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Das wird jeder ernstzunehmende Politologe bestätigen. Online-Befragungen zu gewichten, ist eine Blackbox: Es lassen sich keine Irrtumswahrscheinlichkeiten berechnen, und die statistischen Unschärfen werden nach dem System Handgelenk Mal Pi ermittelt. Kurz: sie sind theoretisch nicht abgesichert. In der Branche würde man von "quick and dirty" sprechen. Das ist nicht a priori schlecht , dort, wo es aber um Meinungsbildung geht, ist dies fatal.
  • MissTreri 15.05.2016 12:35
    Highlight Highlight Dafür mag ich euch, Watson! Keine Wiederkäuerei, sondern kritisches Hinterfragen von Tatsachen und Methoden!
  • Kookaburra 15.05.2016 11:37
    Highlight Highlight Wieso jung und alt? Oder gebildet und ungebildet?

    Es ist doch so, dass alleine in den letzten 15 Jahren über eine halbe Million eingebürgert wurde. Also etwa 10% des Souveräns.

    Wahrscheinlich liegt der Anteil der Stimmberechtigten "Doppelbürger" unterdessen näher bei einem Drittel, als bei einem Fünftel.

    Willkommen in der "Schweiz" des 21 Jhds.
    • elk 15.05.2016 12:35
      Highlight Highlight Diese "Doppelbürger" stimmen aber laut älteren Erhebungen geraden in ausländer- und asylpolitischen Fragen eher konservativ bzw. svp-freundlich.
      Somit keine "einfache Erklärung" für das Nein zur DSI.
    • Kookaburra 15.05.2016 13:04
      Highlight Highlight @elk

      Das stimmt meiner Meinung nach nicht. Ich habe das so oft gehört, aber die einzige Studie zu dieser Sache (von der Uni Bern), die ich je gefunden habe, sagt das Gegenteil.

      Ich weiss auch nicht, wieso so viele Linke dies glauben, bzw. sich dies einreden.
    • Charlie Brown 15.05.2016 13:50
      Highlight Highlight @Ozelot: Das sind dann in deiner Welt Stimmbürger zweiter Klasse?

      Wilkommen in der Welt von Ozelot :-(
    Weitere Antworten anzeigen

Kampf gegen Food Waste: Löst «Verfallsdatum» «mindestens haltbar bis» ab?

Pro Person landen jedes Jahr 190 Kilogramm geniessbare Lebensmittel im Abfall. Jetzt prüft der Bundesrat, ob ein neuer Begriff auf Verpackungen das Problem lindern könnte. Doch der Konsumentenschutz ist skeptisch.

Ist das Joghurt noch essbar, der Käse in Ordnung, die Bratwurst unverdorben? Ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verschafft Orientierung – aber führt manchmal auch dazu, dass viele Lebensmittel im Abfall landen, obwohl sie noch einwandfrei wären. Auf jeden Fall lohnt es sich, die Geniessbarkeit selber zu testen. So zeigte zum Beispiel eine Untersuchung der Stiftung Konsumentenschutz, dass zwei Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums 92 Prozent der verpackten Milch- und …

Artikel lesen
Link zum Artikel