Schweiz
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Martin Raess, links, und sein Onkel Karl Raess fachsimpeln an der traditionellen Viehschau auf dem Brauereiplatz in Appenzell, am Dienstag, 7. Oktober 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Appenzeller pflegen ihre Traditionen.
Bild: KEYSTONE

Der «Appenzeller Volksfreund» schreibt etwas vom Besten über die DSI und sorgt damit für einen Dorf-Knatsch

Im konservativen Kanton Appenzell Innerrhoden ist ein Streit entbrannt zwischen der lokalen Zeitung «Appenzeller Volksfreund» und der SVP. Grund: Die Redaktion schrieb wiederholt gegen die Durchsetzungs-Initiative. Eine Geschichte über Meinungsfreiheit, traditionelle Werte und Rassismus. 



Appenzell Innerrhoden ist ein malerischer Kanton. Mit seiner hügeligen Landschaft, mit dem Alpstein, mit den «gmögigen» Einheimischen. Von Fremden sind viele mässig begeistert. Touristen, die wieder gehen, sind gerne gesehen. Solche, die bleiben, eher weniger. Abstimmungen zeigen dies eindrücklich. Egal, ob es um Minarette ging, um die Masseneinwanderung oder um Ausschaffungen – Innerrhoden wehrte sich immer mit über 60 Prozent gegen «das Fremde». 

Jetzt geht es um die Durchsetzungs-Initiative (DSI) und es ist etwas geschehen, das die Idylle trübt. Die Zeitung Appenzeller Volksfreund, ein betont unabhängiges Blatt, mischt sich in den Abstimmungskampf ein und schreibt sehr deutlich gegen die DSI. Zuerst schrieb der Redaktor Toni Dörig, gleich nach der Hauptversammlung der Innerrhoder SVP, einen Kommentar. Er begann so: 

«Die Islamisierung des Abendlandes wurde an der SVP-Hauptversammlung wortreich beschworen, die Flüchtlingswelle rollt auf Europa zu. Dass diese Entwicklung Ängste auslöst, ist durchaus verständlich, man darf sie nicht leichtfertig abtun. Umso unmissverständlicher muss aber auch betont werden, dass die Durchsetzungs-Initiative der falsche Weg ist, um aus dieser Misere herauszukommen. Im Gegenteil, dieser Weg wäre brandgefährlich. Warum? Es geht um die Folgen, es geht darum, was ein Ja mit der Schweiz anstellen würde. Es geht um die extreme Härte, mit der Ausschaffung gefordert wird, und das völlig undifferenziert: kriminell, kriminell, alle raus!»

Toni Dörig, Appenzeller Volksfreund

Toni Dörig, Redaktor «Appenzeller Volksfreund».
Bild: zvg

Mit diesen Zeilen hätte die SVP leben können, wie Ruedi Eberle, Präsident der SVP Appenzell Innerrhoden, gegenüber watson sagt. Es war der letzte Abschnitt des Kommentars, den die SVP nicht so auf sich sitzen lassen will: 

Bild

Ruedi Eberle, Präsident der SVP Appenzell Innerrhoden, im TV-Interview.
bild: screenshot tvo

«Mit der Durchsetzungs-Initiative wird jetzt aber endgültig eine Grenze überschritten. Das Recht soll in der Schweiz auf unverkennbar rassistische Weise zweigeteilt werden: in Zukunft soll es Gesetze für Einheimische und Gesetze für Ausländer geben. Wo der eine mit einer Busse davonkommt, droht dem anderen bürokratisch verordnete Ausschaffung.» 

Toni Dörig, «Appenzeller Volksfreund»

Der Rassismus-Vorwurf geht der SVP zu weit. Sie beschwerte sich über den regionalen Fernsehsender Tele Ostschweiz über den «Volksfreund» und stellte in einem Leserbrief die Frage, ob die Zeitung mit solchen Inhalten ihre Macht missbrauche. Die Antwort gab Emil Nisple, VR-Präsident der «Druckerei Appenzeller Volksfreund Genossenschaft»: Es gebe Pressefreiheit und es könne in keiner Weise von einem Missbrauch gesprochen werden. 

Nisple

Emil Nisple, VR-Präsident der «Druckerei Appenzeller Volksfreund Genossenschaft».
bild: screenshot tvo

Eigentlich könnte die Geschichte hier enden, doch die Redaktion legte nach. Am letzten Samstag schrieb «Volksfreund»-Redaktionsleiter Rolf Rechsteiner einen Leitartikel mit dem Titel «Ein brandgefährliches Experiment». Rechsteiner bedankt sich darin bei der SVP für den Steilpass und erklärt den Rassismusvorwurf vertieft: 

«Der Rassismusvorwurf gründet auf der Tatsache, dass die SVP Schweiz einen Viertel der Bevölkerung – das sind rund zwei Millionen Menschen – unter Generalverdacht stellt und für sie ein strenges Regime fordert. Für ein Vergehen, das einem vorbestraften Schweizer ein paar Tagessätze Strafe einträgt, soll der vorbestrafte Einwohner ohne Schweizer Pass zusätzlich ausgeschafft werden – möglicherweise in ein Land, das er noch nie gesehen hat. Das reisst Familien auseinander und zerstört Arbeitsverhältnisse. Wer behauptet, die Durchsetzungs-Initiative sei nötig, um dem Volkswillen von 2010 Nachachtung zu verschaffen, unterschlägt die unsägliche Liste von rund 40 so genannten Bagatellvergehen, die dem Volk untergejubelt werden soll.»

Rolf Rechsteiner, «Appenzeller Volksfreund»

Rechsteiner sagt, weder bei der Initiative gegen Minarette, der Ausschaffungsinitiative, noch der Initiative gegen Masseneinwanderung habe sich der «Volksfreund» aktiv in den Abstimmungskampf eingeschaltet. Jetzt sei dies anders, «weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Propaganda von Rechts nicht unwidersprochen hingenommen werden darf.» Rechsteiner ruft vor allem jene 49,4 Prozent der stimmberechtigten Innerrhoderinnen und Innerrhoder auf, die 2010 nicht abstimmten. «Es liegt an ihnen, die eigene und die Ehre des Vaterlandes zu retten.» 

Bild

Rolf Rechsteiner, Redaktionsleiter «Appenzeller Volksfreund».
Bild: zvg

Die SVP hat Rechsteiners Leitartikel zur Kenntnis genommen und wird nichts weiter unternehmen. Eberle dementiert, dass für Journalisten des «Volkfreunds» künftig ein Hausverbot an SVP-Versammlungen gelte. Aber: «Toni Dörig wollen wir an unseren Anlässen nicht mehr sehen, der ‹Volksfreund› soll in Zukunft bitte andere Redaktoren schicken.» 

Auch diese Promis haben Stellung bezogen …

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73
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tito 25.02.2016 23:04
    Highlight Highlight Meine Hochachtung vor den Redakteuren Dörig und Rechsteiner, und auch der VR-Präsident Nisple von der Druckerei verdient das.
    Das ist unabhängiger Journalismus, das hat Charakter, das hat Mut.
    Die Reaktion der SVP ("den Dörig wollen wir an unseren Anlässen nicht mehr sehen) zeigt die Gesinnung dieser Rechten.
    Nach Abschaffungsversuchen des Rechtsstaates und der Menschenrechte gehen sie schon daran, die Pressefreiheit abschaffen zu wollen.
    Das werden wir verhindern. Wir, das Volk.
  • Schneider Alex 25.02.2016 11:00
    Highlight Highlight Super gemacht Mainstream! Nazi-Vorwürfe, Riesen-Inserate mit allem was Rang und Namen hat, jeden Tag einen neuen NEIN-Artikel in den Mainstream-Medien, Bagatell-Delikte zur Popanz aufgeblasen, Giacobbo/Müller gezielt instrumentalisiert, Angst geschürt vor EU-Retourkutschen. Vergessen wurden leider die Verletzungen und Traumas der Opfer und die Kosten des ganzen Polizei-, Justiz- , Gefängnis- und Sozialindustrie-Apparates zur Betreuung der Kriminellen.
    • smoenybfan 25.02.2016 12:55
      Highlight Highlight *Seufz* Auf ein Neues. Mit der DSI wird nicht gespart, im Gegenteil. Die Haftstrafe müssten die Verurteilten nach wie vor antreten und die zusätzlichen Ausschaffungen kämen teurer als die gesparte Sozialhilfe. Und abschrecken tut es auch nicht, denn ein Grossteil der Straftaten wird von Gewalttouristen begangen, also Leuten ohne festen Wohnsitz in der Schweiz.
    • Ridcully 25.02.2016 14:47
      Highlight Highlight Was für ein unsäglicher Dreck! Was hat die DSI mit den Opfern zu tun? Wir leben (noch) in einem Rechtsstaat! Die Verbrecher werden auch jetzt bestraft.
      Aber: die DSI zerstört den Grundsatz, das JEDER vor dem Gesetz gleich ist. Es ist der Anfang eines Staatsstreichs (im Namen des Pöbels, nicht des Volkes), nichts Weniger!
      Was kommt als nächstes? Separate Gesetze für SP und SVP-Wähler? Verstehen Sie überhaupt, wie unser Staat funktioniert??
    • Citation Needed 26.02.2016 00:43
      Highlight Highlight Alex Schneider, das ist nicht Mainstream. Das ist Vernunft und gesunder Patriotismus. Die DSI schadet dem Land, dem Zusammenleben in der Schweiz, und löst keines unserer Probleme.

      Die Kosten- und Opfer-Litanei wurde schon häufig genug widerlegt, deshalb halte ich mich hier zurück.
  • andyv 25.02.2016 10:40
    Highlight Highlight Komisch - in den letzten Wochen kommen praktisch in allen Zeitungen nur noch Artikel gegen die DSI... Ist das vielleicht politisch gesteuert?
  • VileCoyote 24.02.2016 23:00
    Highlight Highlight So viele unterschiede zwischen der Partei von dem mit der Schnauze und der SVP des 21 Jh. hat es nicht. Wissen wir noch was der Typ mit der Schnauze und seine Kumpanen angestellt haben?
    Toller Artikel!
  • oskar 24.02.2016 22:18
    Highlight Highlight RESPEKT!
  • Sorbitolith 24.02.2016 19:43
    Highlight Highlight Nun fehlen nur noch die Rausschmeisser im Publikum einer Parteiversammlung und schon könnte man meinen, man sei im Bürgerbräu, ein paar Jahre früher. Schön, dass bürgerliche erkennen, was Sache ist. Damals haben sies verschlafen...
  • max the mechanic 24.02.2016 18:29
    Highlight Highlight mir gefällt die gallisch anmutende Unverfrorenheit dieser Zeitung, sich den Mund von der SVP nicht verbieten zu lassen. Ich finde es durchaus erfrischend, wenn im zunehmend gleichgeschalteten Blätterwald von Ringier über TAmedia, Baz bis NZZ, ab und zu ein "fadegraades", bisweilen unbequemes Lüftchen weht.
  • SanchoPanza 24.02.2016 16:57
    Highlight Highlight ein Paradebeispiel wofür die SVP einsteht und wofür nicht, alles was nicht genehm ist wird via Initiativen ab-/ausgeschafft, wenn wer dagegenspricht verunglimpft, verboten oder nicht mehr zugelassen. Wie ist das nochmals mit der Pressefreiheit, Recht auf ein faires Verfahren usw. Die SVP will eine Diktatur und die weissen Schafe sind auf dem besten Weg diese auch noch zu ermöglichen.
  • Luz 24.02.2016 15:39
    Highlight Highlight Die Zeitung heisst ja eben nicht VolksParteiFreund, sondern Volksfreund :-)
  • Luz 24.02.2016 15:36
    Highlight Highlight Wahrlich wörtlich "Volksfreund"! Bravo!
  • Amanaparts 24.02.2016 15:34
    Highlight Highlight Die SVP wurde in dieser ganzen Debatte über die DSI so gut wie noch nie entlarvt. Hinter den Volchs-Verstehern stecken Anti-Demokraten, die angeführt werden von einem megalomanen Despoten. Solche direkten Angriffe auf Presse und die Meinungsfreiheit kennt man nur aus totalitär geführten Staaten.

    Chapeau Appenzeller Volksfreund!
  • Rukfash 24.02.2016 15:14
    Highlight Highlight @phreko die Slowakei mit dem Balkan zu vergleichen ist das gleiche als man sagen würde die Schweiz ist wie.. naja gut die Schweiz kann man nicht vergleichen da sie einzigartig ist aber ich hoffe sie wissen was ich meine :D
  • Döst 24.02.2016 15:13
    Highlight Highlight Ein Sturm in Wasserglas. Innerrhoden wird wohl trotzdem mit ca. 60% ja zur DSI sagen.
    • SanchoPanza 24.02.2016 17:02
      Highlight Highlight 60% in Appenzell wär ja schon ein Erfolg für das Gegenkomittee 😔
  • malu 64 24.02.2016 15:07
    Highlight Highlight Frei Meinungsfreiheit ade! Erinnert
    an die Wahlkampfveranstaltungen
    von Donald Trump. Gewisse Leute
    verwechseln Politik mit einem
    Fußballspiel. Dieses pubertäre
    Verhalten könnte gefährlich werden, kann mir gut vorstellen,
    das SVP Anhänger gegen den Volksfreund und seine Angestellten pöbeln.
  • DailyGuy 24.02.2016 14:22
    Highlight Highlight Typisch SVP. Jedes Mal wenn sie einen krassen Kommentar abgeben: "Es gibt ja schliesslich noch Meinungsfreiheit im Land oder?"
    Wenn aber die anderen mit der selben Keule die SVP angreifen: "Die Macht wird missbraucht. Wir werden angegriffen."
    • tito 25.02.2016 23:28
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht!
  • saukaibli 24.02.2016 13:42
    Highlight Highlight Ist doch typisch SVP, wenn irgendwo etwas geschrieben oder gesendet wird, das der SVP-Doktrin widerspricht, wird Beschwerde eingelegt. Das SRF kann ein Lied davon singen. Wird gezeigt dass SVPler konsumentenfeindlich abstimmen: Beschwerde. Gibt es eine Dokumentation, bei der die SVP nicht gut aussieht: Beschwerde. Die Liste lässt sich noch weiterführen.
    Ich glaube die lieben Herren Blocher, Brunner und co. sollten mal einen Kurs in Demokratie und Pressefreiheit besuchen.
    • Schnabuliertier 24.02.2016 16:07
      Highlight Highlight @Giroud_9: Definitiv zu wenig...
    • Sorbitolith 24.02.2016 18:51
      Highlight Highlight @Giraud
      Und wieder mal die arme, unverstandene SVP! Das funktioniert aber einfach nicht mehr. Immer die "ich bin nur ein unverstandener Besorgter Bürger" Karte lässt sich nicht endlos ausspielen. Kritik zu üben heisst nicht Jemanden zu verreisssen. Das die SVP in Sachen Kritik ein Mimöseli ist, gibt ihr noch lange nicht recht.
      Die SVP treibt masslos nach rechts und dies wird klargestellt. Wenn Sie mit der SVP mittreiben wollen müssen Sie mit Ihrer rechten Gesinnung leben! Die Wahrheit ist kein Verriss!
  • Palatino 24.02.2016 13:33
    Highlight Highlight Im Selbstverständnis von Sekten und Diktaturen darf es nur eine Informationsquelle und nur eine von Autoritäten geäusserte Meinung geben. Warum wohl heulen SVP-Foristen so auf wenn sich alt-Politiker/Professoren/Staatsanwälte/Sportler/Kulturschaffende etc. anders äussern, als es der Guru/Strategiechef will? Es ist für diese Kreise eine Grenzüberschreitung, die quasi-religiöse Gefühle verletzt. Im Iran schreiben sie Fatwas gegen Rushdie, im Appenzell "muess nümm cho" gegen Dörig! Der Mechanismus ist überall der gleiche.
    • Markus86 24.02.2016 13:50
      Highlight Highlight Fatwas aus der Sektenzentrale in Herrliberg. Die Analogie gefällt mir.
  • miaumiau 24.02.2016 13:24
    Highlight Highlight Danke für den Artikel, Watson!
    Gemäss Prognosen ist es etwas wahrscheinlich, dass die DSI abgelehnt wird.
    Da die CVP-Ehe-Initiative wahrscheinlich angenommen wird, würde ich mich freuen, wenn ihr hierzu auch Artikel schreiben würdet: gegen die Initiative, falls ihr der Meinung seid.
  • tinmar 24.02.2016 13:11
    Highlight Highlight "... nichts weiter unternehmen" - sollte der Volksfreund klagen zu befürchten haben - ich spende sofort!

    Weitere Bemerkungen zum Demokratieverständnis der SVP sind wohl eher überflüssig.
    • farbarch 24.02.2016 13:21
      Highlight Highlight "Beleidigt sein" markieren bzw. denunzieren des "Gegeners" und legitimieren, dass anders Denkende vom (demokratischen) Prozess ausgeschlossen werden hat nichts mit Demokratieverstnändnis zu tun. Eher mit Taktik eines Ohnmächtigen, der endlich auch mal an die Macht will.
    • Basubonus 24.02.2016 13:36
      Highlight Highlight In einer Partei, wo der Führer die Meinung vorgibt und Alles was nicht abnickt abgestraft und/oder ausgeschlossen wird (eine Alt Bundesrätin lässt zB grüssen) ist man sich halt den Umgang mit abweichenden Meinungen nicht mehr gewohnt. Und den Umgang mit Leuten, die sich ihre Meinung durch Denken bilden schon gar nicht.
  • m:k: 24.02.2016 13:08
    Highlight Highlight Es ist einfach beängstigend, dass die SVP für ihre Wähler eine Weltansicht geschustert hat, die absolut immun gegen Widerspruch oder Kritik ist. Das ist zwar fast schon beeindruckend, hat aber auch Züge einer Sekte (wie von Herr Stamm auf watson beschrieben).
    Sobald es jemand wagt, Kritik an der Parteidoktrin zu üben wird er als Landesverräter, Täterschützer und vor allem radikaler Linker verunglimpft. Ich bin froh, gibt es vernünftige Stimmen, die ruhig, sachlich aber bestimmt auf Missstände hinweisen - wie dies der Volksfreund macht. Man darf der Radikalisierung nicht tatenlos zusehen.
    • splatter 25.02.2016 10:40
      Highlight Highlight Fast noch besser finde ich die Verunglimpfung "Gutmensch"...
  • felixJongleur 24.02.2016 13:05
    Highlight Highlight Man hört ja das Appenzell City für Einheimische, dank der Fokussierung auf Gutverdienende, zum Wohnen teils unbezahlbar geworden ist. Ob damit nun auch ein weniger konservatives Gedankengut ins Reservat geholt wurde? Die Appenzeller wussten schon immer wie man Geschäfte macht, wenn sich das nur nicht rächt wenn die eigene "Seele" verkauft wird. Aber ich schweife ab..
    • JohnDoe 24.02.2016 13:33
      Highlight Highlight Komme aus der Gegend und selten so einen Müll gelesen...
    • felixJongleur 24.02.2016 15:59
      Highlight Highlight Also keine Probleme mit steigenden Immobilienpreisen in AI City? Keine grosse Anzahl gutverdienender Zuzüger? Die Appenzeller sind keine guten Unternehmer? Alles Müll? Da habe ich von Leuten aus der gleichen Gegend wie du demfall Unwahrheiten gehört..

      Der Zusammenhang Zeitungsredaktion - Zuzüger ist sicherlich keiner, das war etwas gar verkürzt formuliert.

    • NoraDrenalin 24.02.2016 19:44
      Highlight Highlight Ihre Behauptungen treffen nicht zu. Ich glaube Sie verwechseln hier den Kanton Innerhoden mit dem Kanton Ausserhoden. Ausser in Bezug auf den Unternehmergeist der Appenzeller - den haben wir in der Tat ;)
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  • pamayer 24.02.2016 12:58
    Highlight Highlight Na ja, der Rassismus definiert sich über 2 klassen, 'wir' contra 'die anderen'.
    Die DSI ist Rassismus in Reinkultur.
    Chapeau Volksfreund!!
    • Scott 24.02.2016 15:53
      Highlight Highlight Welche Rasse wird denn mit der DSI diskriminiert?
    • Parmelin Anderson 24.02.2016 15:58
      Highlight Highlight Alle ausser Schweizer?
    • Parmelin Anderson 24.02.2016 16:19
      Highlight Highlight Wenn man Schweizer als Rasse bezeichnen kann, was ja nicht ganz/wirklich stimmt. Aber Fremdenfeindlich ist es sicher.

      *Parmelin Anderson*
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  • Herbert Anneler 24.02.2016 12:52
    Highlight Highlight Hut ab vor Journis, die ihrem Gewissen folgen und nicht aus Angst, Abonnenten zu verlieren, ins feige Niemandsland der Gesinnungsneutralität flüchten. Das nenne ich Rückgrat, gerade in einer Zeit, wo Treten nach unten und Kotau nach oben immer mehr um sich greifen.
  • Triumvir 24.02.2016 12:52
    Highlight Highlight Ja so sind sie die lieben Vertreter/innen von rechtsextremen Parteien wie etwa der SVP. Selber teilen sie gerne gegen die vermeintlich bösen, fiesen Linken (und ihrer Medien) aus, sobald ihnen aber ein leichtes Kritiklüftchen entgegen windet, schalten sie auf Durchzug und sind nicht mehr in der Lage sachlich zu reagieren. Was für Mimosen...
  • Andre Schmid 24.02.2016 12:38
    Highlight Highlight Amnesty International bezeichnet sie DSI als Menschenunwürdig!!! Seit wänn ist Kriminalität Menschenwürde ???
    • jebbie 24.02.2016 13:19
      Highlight Highlight noch nie aber darum gehts amnesty nicht - einfach mal das gehirn einschalten wär doch mal was, oder?
    • Kyle C. 24.02.2016 13:37
      Highlight Highlight Erst einmal sollten Sie eine politische Initiative von einem gesellschaftlichen Problem unterscheiden, denn in dieser Satzkonstellation ergibt ihr Beitrag wenig Sinn. Sobald etwas Definitionsklarheit besteht, kann man die Sache mal sachlich hinterfragen: Wo wird behauptet, dass Kriminalität Menschenwürde sein soll?
    • dumdidumdidum 24.02.2016 13:37
      Highlight Highlight Da haben sie offensichtlich die DSI noch nicht vollständig begriffen.
      Amnesty International bezeichnet nicht die Kriminialität als ein Menschenrecht sondern das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Dies vor allem im Bezug von Verfehlungen, welche nicht mit Absicht verübt wurden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 24.02.2016 12:26
    Highlight Highlight Bestimmt hat Herr Eberle den Initiativ Text nicht gelesen resp. verstanden. Ich ahne, er ist somit unter geschätzten 75% ähnlich lesefaulen SVPler nicht alleine. Hier im TG reicht ja durchwegs ein Plakat mit "mehr Geld", " mehr Sonne", "mehr Nebel" oder so. Das Denken über lässt man andern und ist eh dagegen.
    • Chlinae_Tigaer 24.02.2016 14:45
      Highlight Highlight Ich behaupte jetzt mal aufgrund aller Kommentare, das 90% der Kommentarschreiber das Abstimmungsbüchlein NICHT gelesen haben. Und aufgrund von Manipulation kommentieren.

      Das betrifft LINKS wie RECHTS.

      P.S Nicht nur die Rechten haben ihren Guru, auch bei den Linken gibt's solche.

      Wie ich immer schreib, Rechts und Links... genau gleiches Verhaltensmuster.

      Auch wenn es denn wenigsten gefällt, und die Blitzchenklicker wieder aktiv werden im Anschluss.

      Ändert nichts dran, s'ist so.
    • Anam.Cara 24.02.2016 17:26
      Highlight Highlight @Tigaer: Und wo ist in Deiner Vermutung die (grosse) politische Mitte? Oder denkst Du auch, dass es neben dem rechten Flügel nur noch fanatische Linke gibt?

      Schwarz-Weiss reicht einfach nicht aus, um die Welt zu erklären...
    • Chlinae_Tigaer 24.02.2016 19:33
      Highlight Highlight @A.C Zitat; Schwarz-Weiss reicht einfach nicht aus, um die Welt zu erklären... Zitatende

      Dann solltest aufhören, in Schwarz-Weiss zu denken.

      Wär mal ein Anfang.
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  • zombie woof 24.02.2016 12:23
    Highlight Highlight Ich will mir gar nicht vorstellen, wie eine SVP Diktatur aussehen würde aber allzu schwer ist das nicht.....
  • Pinkes Einhorn 24.02.2016 12:18
    Highlight Highlight Diese Appenzeller haben Balls of Steel...... I like it 👌🏼
    • herschweizer 24.02.2016 12:43
      Highlight Highlight ja die svp hatte globs ein kurzes intermezzo im appenzell
  • Lowend 24.02.2016 12:12
    Highlight Highlight Es sollte zu denken geben, dass erzkonservative Zeitungen wie der Appenzeller Volksfreund inzwischen nach Lesart der svP wohl zu den linken Medien gehören, weil sie den Rassismus der svP klar anprangern und wenn die Reaktion darauf ist: «Toni Dörig wollen wir an unseren Anlässen nicht mehr sehen, der ‹Volksfreund› soll in Zukunft bitte andere Redaktoren schicken.», dann erinnert ein solcher Ausschluss eines kritischen Journalisten eher an totalitäre Diktaturen, als an unsere Schweizer Demokratie! Wehre den Anfängen ist da leider schon zu spät und heute muss es heissen: "Stoppt den Faschismus!"
    • Alex23 24.02.2016 12:50
      Highlight Highlight Es st durchaus bedenklich, wie die SVP versucht an der Pressefreiheit zu schrauben. Dass sie in anderen Momenten munter allen Haushalten Extrablätter zukommen lässt, was ich als Kontaminierung meines Briefkastens betrachte, ist natürlich überhaupt kein Problem. Wer hier nicht endlich erkennt, mit wem oder was er es zu tun hat, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.
    • Pipapo 24.02.2016 13:16
      Highlight Highlight Wie kommen Sie darauf, dass der 'Appenzeller Volksfreund' ein erzkonservatives Blatt sei? Spielt da eventuell ein Vorurteil von Ihnen mit? Oder kennen Sie das Blatt dermassen gut, um so urteilen zu können?
    • JohnDoe 24.02.2016 13:48
      Highlight Highlight Allen Haushalten? Ich fühle mich seit einiger Zeit von der SVP diskriminiert, da ausser einem weiteren Nachbarn alle "Fremde" Namen haben, erhalten sie das Altpapier der SVP nicht und es ist nur im Briefkasten von besagtem Nachbarn und mir zu finden.

      Was wenn nicht Rassismus ist das?
  • mxvds 24.02.2016 11:56
    Highlight Highlight die SVP hat das "geschick" Initiativen zu lancieren die leicht am Rassismus vorbei gehen aber wortwörlich kein "Rassismus" sind.

    ...oder anders ausgedrückt:

    Die SVP ist nicht rassistisch. Sie ist nur bei den Rassisten die Nummer 1 Partei ;)
    • Kyle C. 24.02.2016 12:22
      Highlight Highlight Frag mal die Kosovaren, ob sie die SVP-Kampagnen ("Schlitzer") nicht als diskriminierend/rassistisch empfunden haben....Ich habe so meine Zweifel an deiner Aussage ehrli gseit...
    • Der Kritiker 24.02.2016 12:58
      Highlight Highlight @stef2014: frag mal die kosovaren, wen sie wählen würden. die meisten würden EINE partei wählen: die SVP!!!
    • Rukfash 24.02.2016 13:21
      Highlight Highlight @Cassio da würden sich ja die Kosovaren in das eigene Bein schiessen, denn so viel ich weiss war die SVP die einzigste Partei der Schweiz die gegen die anerkennung des Kosovo war..
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