Schweiz
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Rail passengers walk through the shopping arcade at Loewenstrasse train station in Zurich Main Station, Switzerland, pictured on July 14, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Reisende gehen durch die Ladenpassage im Bahnhof Loewenstrasse am Hauptbahnhof Zuerich, aufgenommen am 14. Juli 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Läden im HB Zürich, Passage Löwenstrasse. Bild: KEYSTONE

Warum sich Coop und Migros um unsere Bahnhöfe reissen



Coop übernimmt die Aperto-Gruppe. Diese Schlagzeile vom Freitagmorgen ist eigentlich nicht aussergewöhnlich – sind wir es uns doch schon fast gewohnt, dass sich die Grosshändler Coop und Migros Kleinketten einverleiben. Doch ein Detail ist interessant: Es gehe Coop bei diesem Kauf, so heisst es in der Meldung, vor allem um die Aperto-Läden an den Bahnhöfen. Und genau deshalb ist die Meldung dann halt doch nicht eine ganz alltägliche. 

Denn der Schachzug von Coop zeigt einmal mehr: Der Kampf der Lebensmittelgiganten um die besten Plätze in den Bahnhöfen ist endgültig entbrannt.

Warum sind unsere Bahnhöfe eigentlich so beliebt? Sandro Graf, Marketing-Dozent an der ZHAW, nennt die wichtigsten Punkte: 

Mehr Leute

Der erste Grund liegt auf der Hand. «Es ist schlicht und einfach so, dass die Passagierfrequenz an den Schweizer Bahnhöfen nach wie vor zunimmt», sagt Graf. Unsere Gesellschaft wird immer mobiler, die Zahl der Pendler steigt und die Arbeitswege werden länger. Allein der Hauptbahnhof Zürich wird durchschnittlich von 441'400 Leuten pro Werktag frequentiert.

ZUR DISKUSSION DER UMSETZUNG DER MASSENEINWANDERUNGSINITIATIVE IM STANDERAT, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 30. NOVEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Pendler steigen am 29. September 2009 abends im Bahnhof Museumsstrasse im Hauptbahnhof Zuerich in eine S-Bahn ein. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Pendler im Bahnhof Zürich. Bild: KEYSTONE

Längere Öffnungszeiten

Die Shops in den Bahnhöfen haben länger offen. «Dadurch kann man auch Personen erreichen, die nur zum Einkaufen an den Bahnhof fahren», sagt Graf. 

ZUM ENTSCHEID DES BUNDESRATES ZUM SONNTAGS-SHOPPING IN TOURISMUSGEBIETEN STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH, 18. FEBRUAR 2015, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG  – Ein Plakat in der Passerelle im Bahnhof Basel informiert ueber die Ladenoeffnungszeiten im Bahnhof, aufgenommen am Sonntag, 16. Oktober 2005. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Passarelle Bahnhof Basel. Bild: KEYSTONE

Weil «convenient»

Convenient heisst das Zauberwort. Und das Essangebot in den Bahnhöfen ist «convenient» – also bequem. Man kann sich auf dem Nachhauseweg rasch mit dem Nötigsten versorgen. Das wird in Zukunft noch wichtiger werden. 

Coop und Migros haben das längst begriffen. Sie suchen im immer härter werdenden Konkurrenzkampf neue Möglichkeiten, sich zu entwicklen. Der «Convenience»-Bereich gehört dazu.

Kaufst du ein in Bahnhöfen?

Wie schwierig es ist, an die beliebten Ladenflächen ranzukommen, ist schwer zu sagen. Die SBB sagen auf Anfrage: «Selbstverständlich ist nicht nur die gute, sondern die richtige Durchmischung das A und O für ein attraktives Bahnhofsshopping.» Über 60 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens in den Schweizer Bahnhöfen geht schon heute auf das Konto von Esswaren. 23 Prozent davon betrifft den Bereich «Take-away/Restaurant». 

Konzentration auf die grossen Zentren 

Der Kampf beschränkt sich vorläufig auf die Zentren. Es müssen hohe Frequenzen vorhanden sein, sagt Graf. Die Neugestaltung des Bahnhofes Oerlikon sei ein guter Beweis dafür. Während es in Zürich in mehreren Bahnhöfen gleich mehrere Läden von Migros oder Coop hat, wird in den anderen Städten noch nicht ganz so hart gefeilscht. Der Berner Bahnhof ist ein Lebensmittel-Palast, nur schon in Basel oder Luzern ist das Angebot noch um einiges kleiner. Das könnte sich allerdings rasch ändern. (feb)

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