Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bündner Grossräte erhielten 15 Jahre lang fehlerhafte Lohnausweise



Grossrat Christian Mathis (SVP), Initiant der Sonderjagd-Initiative, vor der Debatte des Grossen Rates ueber die Sonderjagd-Initiative, am Montag, 9. Februar 2015, in Chur. Mit der Initiative, welche mit ueber 10'000 Unterschriften eingereicht worden war, soll unter anderem die Sonderjagd in den Monaten November und Dezember abgeschafft werden. Die Regierung hat dem Grossen Rat beantragt, die Initiative wegen Bundesrechtswidrigkeit fuer ungueltig zu erklaeren. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Bündner Grossrätinnen und Grossräte haben 15 Jahre lang fehlerhafte Lohnausweise erhalten. Reisezeiten-Entschädigungen waren falsch deklariert worden. Nun müssen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier für die letzten zehn Jahre Nachsteuern bezahlen.

Zudem werden für die letzten fünf Jahre die Sozialversicherungsbeiträge fällig, wie das kantonale Departement für Finanzen und Gemeinden am Donnerstag mitteilte.

Der Fehler passierte bei den Entschädigungen, welche die Politiker für die Anreise nach Chur erhalten. Entgolten wird damit die Reisezeit. Das kantonale Personalamt deklarierte diese Zahlungen auf den Lohnausweisen fälschlicherweise als Spesen und nicht als Lohn. Als Folge wurden die Beträge weder versteuert, noch wurden AHV- und IV-Beiträge verrechnet.

Der Fehler passierte bei der Einführung der Reisezeiten-Entschädigung im Jahr 2003 und wurde erst jetzt entdeckt, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Für das laufende Jahr werden erstmals korrekte Lohnausweise ausgestellt.

2.25 Millionen Franken falsch deklariert

Die Entschädigungen belaufen sich für alle Mitglieder des 120-köpfigen Grossen Rates auf insgesamt auf 150'000 Franken pro Jahr. Insgesamt wurde also eine Lohnsumme von 2.25 Millionen Franken falsch deklariert.

Nachsteuern werden nun auf 1.5 Millionen Franken fällig, 0.75 Millionen Franken werden nicht mehr besteuert. Sozialversicherungsbeiträge werden auf eine Lohnsumme von 0.75 Millionen Franken nachbelastet. Es handelt sich um 19'000 Franken im Jahr, insgesamt also knapp 100'000 Franken.

Die Politiker werden zur Kasse gebeten, obwohl sie keine Schuld am Debakel trifft, wie der Kanton betonte. Um für die Zukunft Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen, soll in der anstehenden Dezembersession die Geschäftsordnung des Grossen Rates angepasst werden. (aeg/sda)

So schnell ist dein Monatslohn verpufft – ein Szenario

abspielen

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Besser arbeiten

Löpfe gegen Strahm: «Mit dem BGE wird die Arbeit für alle geadelt» – «Das ist Voodoo-Ökonomie!»

Link zum Artikel

Dieser CEO ist auf der Couch eingeschlafen – und seine Mitarbeiter machen DAS mit ihm

Link zum Artikel

Der Fall Buchli – oder: Warum bloss müssen Mütter andere Mütter haten?

Link zum Artikel

Du willst produktiver sein? Dann solltest du diese 13 Fehler in deinem Büro-Alltag vermeiden

Link zum Artikel

«Wer mit 55 entlassen wird, dem hilft es wenig, wenn er vom RAV in Kurse geschickt wird»

Link zum Artikel

Wie schaffe ich das, was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe? Walter Mischel, Vater des Marshmallow-Tests, erklärt es uns

Link zum Artikel

Die Schweden sagen: Sechs Stunden Arbeit sind genug – das freut Arbeitnehmer wie Firmen

Link zum Artikel

Prokrastination ist die Krankheit unserer Zeit: Warum uns das ständige Aufschieben depressiv macht

Link zum Artikel

Ein notorischer Aufschieber erzählt: «Ich komme mir vor wie ein Drogensüchtiger» 

Link zum Artikel

Bloss keine Kinder jetzt: Apple und Facebook bezahlen ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren ihrer Eizellen

Link zum Artikel

Weil Studierende auch arme Säcke sind: 14 Lifehacks für Studis

Link zum Artikel

Wie du jemandem den dreifachen Mittelfinger zeigst – und 9 weitere unnütze (aber coole) Lifehacks

Link zum Artikel

Diese Comics über unsere Handysucht sind provokativ – aber leider auch sehr, sehr wahr

Link zum Artikel

«Die Produktivität der externen Mitarbeiter ist bedenklich tief»

Link zum Artikel

Ihr denkt: Dank Robotern produzieren wir alle viel mehr – schön wär’s!

Link zum Artikel

8 Grafiken, die zeigen, warum Studenten keine vorige Zeit zum Faulenzen haben (inklusive ETH-Bonus)

Link zum Artikel

Bist du ein Stehauf-Mensch? Lerne, wie du deine eigene Widerstandskraft stärken kannst

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 29.11.2018 17:06
    Highlight Highlight Ich dachte immer wir Berner seien langsam 🤔
  • Alteresel 29.11.2018 17:05
    Highlight Highlight Und keiner hats gemerkt! Geil.
  • Pasch 29.11.2018 16:42
    Highlight Highlight Aha und dies ist nie jemals jemandem aufgefallen! Ob Lohnrelevant oder nicht macht eben schon was aus!
  • Clife 29.11.2018 16:34
    Highlight Highlight Bin ja mal gespannt, was noch so für Skandale aufgedeckt werden. Kann man vielleicht doch noch in der Pharma-Lobby nachschauen, ob es nicht doch einen Anhaltspunkt gibt, dass Spielereien mit den KK-Prämien begangen werden?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 29.11.2018 17:06
      Highlight Highlight Oder die Krankenkassen selbst?

St.Galler Kita-Betreuer wird wegen Verdachts auf sexuelle Handlungen mit Kindern angeklagt

Im Juli 2018 eröffnete die Staatsanwaltschaft St. Gallen ein Verfahren gegen einen 33-jährigen Schweizer, der im Verdacht stand, sexuelle Handlungen an Knaben vorgenommen zu haben. Zudem soll er die dabei hergestellten Videos teilweise ins «Darknet» gestellt zu haben. Nach Abschluss der Untersuchungen hat die Staatsanwaltschaft St.Gallen Anklage beim Kreisgericht St. Gallen erhoben.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen eröffnete anfangs Juli 2018 eine Strafuntersuchung gegen einen 33-jährigen Schweizer wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie im «Darknet». Im Zuge der Ermittlungen entstand der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte sexuelle Handlungen an mehrere Knaben unter sechs Jahren vorgenommen und dabei Videos erstellt hatte, die er zum Teil im «Darknet» verbreitete. Diese Woche hat die Staatsanwaltschaft laut Mitteilung Anklage beim …

Artikel lesen
Link zum Artikel