Schweiz
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ZU DEN JAHRESZAHLEN 2016 DER AIRLINE SWISS, AM DONNERSTAG, 16. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE THEMENBILDER ---- Passengers deposit their luggage at a baggage drop-off desk with the Swiss International Arilines Ltd. logo in the background in the check-in hall 3 at Zurich Airport, pictured in Kloten, Switzerland, on July 31, 2014.  (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bald ohne Laptop auf USA-Flügen: Der Bann von elektronischen Geräten könnte auf europäische Flughäfen wie hier im Bild Zürich ausgeweitet werden. Bild: KEYSTONE

USA wollen Laptops im Handgepäck auch für Europa verbieten – Zürich bereitet sich vor

Die USA prüfen eine Ausweitung des Verbots von Laptops in der Kabine auf Flügen von europäischen Flughäfen aus in die USA. Der Flughafen Zürich stellt sich auf Änderungen ein.



Das amerikanische «Department of Homeland Security» (DHS) könnte die Flugzeit für Schweizer, die in die USA fliegen, schon bald sehr viel langweiliger machen. Wie Reuters berichtet, könnten die US-Behörden heute eine Ausweitung des Verbots von elektronischen Geräten in der Kabine auf Europa ausweiten. 

Bisher war es Passagieren, angeblich wegen Terrorgefahr, verboten, grössere elektronische Geräte als Smartphones in die Kabine mitzunehmen, wenn sie von zehn Flughäfen im Nahen Osten oder mit Royal Jordanian Airlines, Egypt Air, Turkish Airlines, Saudi Arabian Airlines, Kuwait Airways, Qatar Airways sowie Emirates oder Etihad Airways in die USA reisten.

Gegenüber Reuters sagten sechs voneinander unabhängige Quellen in europäischen und amerikanischen Sicherheitsbehörden, dass sie mit einer baldigen Ausweitung des Verbots auf mehrere europäische Länder rechneten. 

Beamte des DHS wollen sich heute mit Vertretern der Luftfahrtbranche treffen, um Sicherheitsfragen zu erörtern. Ebenfalls heute wird der DHS-Chef John Kelly hinter verschlossenen Türen vor einem Ausschuss des US-Senat zu Sicherheitsfragen in der Luftfahrt Rede und Antwort stehen.

Flughafen Zürich trifft Vorbereitungen

Ein DHS-Sprecher teilte mit, dass Kelly noch keine Entscheidung getroffen habe, das Ministerium die Bedrohungslage aber weiterhin evaluiere. Gemäss den Insidern werde derzeit geprüft, wie sich verhindern lässt, dass die Lithiumbatterien von elektronischen Geräten im Frachtraum explodieren. 

Gemäss Swiss liegen derzeit keine neuen Anweisungen für Flüge in die USA vor. Die derzeitigen Sicherheitsabläufe blieben in Kraft, sagt Sprecher Stefan Vasic.

Seitdem die US-Behörden die Mitnahme grösserer elektronischen Geräten auf Flügen von gewissen Destinationen in die USA untersagt haben, habe die Swiss intern aber bereits verschiedene Szenarien für den Fall einer potenziellen Ausweitung des Verbots durchdacht. Denn grundsätzlich seien Fluggäste sowie Fluggesellschaften dazu verpflichtet, die hoheitlichen Vorgaben der Behörden einzuhalten.

Auch beim Flughafen Zürich weiss man nichts Konkretes über neue Anweisungen für USA-Flüge, sagt Sprecher Philipp Bircher: «Wir haben aber gewisse Infos, dass es möglicherweise bald zu Anpassungen kommen könnte.»

Der Flughafen Zürich treffe derzeit Vorbereitungen, um im Falle einer Regeländerungen möglichst schnell die betrieblichen, technischen und sicherheitsrelevanten Abläufe anpassen zu können. «Wir arbeiten mit verschiedenen Szenarien», sagt Bircher. Wegen der unklaren Lage kann Bircher keine weiteren Details bekannt geben.

Sollte das Laptop-Verbot tatsächlich auf die Schweiz ausgeweitet werden, könnten Swiss und der Flughafen Zürich auf die Erfahrungen der nahöstlichen Airlines zurückgreifen, die bereits vom Verbot betroffen sind. 

Verschiedene Airlines ermöglichen USA-Reisenden etwa, ihre Tablets und Laptops bis zum Boarding am Gate zu benutzen. Die Geräte werden erst kurz vor Abflug in speziell gesicherte Boxen verpackt und in den Frachtraum verladen. 

Qatar und Emirates bieten ihren Gästen in den Premiumklassen sogar die Möglichkeit, an Bord Laptops und Tablets von der Fluggesellschaft auszuleihen, wie aerotelegraph.com berichtet. Auch mit Gratis-WLAN versuchen die betroffenen Airlines, die Auswirkungen des US-Banns auf ihre Kunden zu minimieren.

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