Schweiz
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35-Stunden-Woche, gleicher Lohn – wie sich die SP die Zukunft vorstellt



Die SP-Nationalraete Roger Nordmann, VD, Prisca Birrer-Heimo, LU und Beat Jans, BS, von links, aeussern sich zum Wirtschaftskonzept der SP-Schweiz fuer die Jahre 2019-2029, am Donnerstag, 22. November 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Beat Jans (links) mit Prisca Birrer-Heimo und Roger Nordmann. Bild: KEYSTONE

Die Einführung der 35-Stunden-Woche, das Ende der Abhängigkeit von fossilen Energien und eine aktivere Bodenpolitik: Das sind einige der Vorschläge des neuen Wirtschaftskonzepts der SP.

Das Wirtschaftskonzept trage den Namen «Unsere Wirtschaft», weil die SP überzeugt sei, dass sich eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik nicht durch ein höheres Bruttoinlandprodukt, steigende Aktienkurse und höhere Kapitalrenditen für die Reichen auszeichne, sagte Nationalrat und SP-Vizepräsident Beat Jans (BS) am Donnerstag vor den Medien.

Solange die Natur zerstört und das Klima überhitzt würden, der Stress am Arbeitsplatz wachse, die Arbeitszeiten zunähmen und der geringe Lohnanstieg von wachsenden Mietkosten und Krankenkassenprämien aufgefressen werde, habe die Wirtschaftspolitik versagt. Und das sei leider «das traurige Fazit der letzten zehn Jahre Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz», sagte Jans.

Die SP-Nationalraete Roger Nordmann, VD, Prisca Birrer-Heimo, LU und Beat Jans, BS, von links, aeussern sich zum Wirtschaftskonzept der SP-Schweiz fuer die Jahre 2019-2029, am Donnerstag, 22. November 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

«Erst eine Wirtschaft, die alle an den Gewinnen teilhaben lässt, in der alle vom technologischen Fortschritt und Produktivitätsgewinnen profitieren, weil alle mehr Erfüllung und Freizeit finden, ist eine gute Wirtschaft», sagte auch Fraktionspräsident Roger Nordmann (VD).

Arbeitszeit verkürzen

Das SP-Antragspapier basiert auf zahlreichen politischen Stossrichtungen: Zum einen ist da die Forderung für gute Arbeit für alle. Die Schweiz investiere zu wenig, sowohl in Ausbildung als auch in die Modernisierung der Infrastruktur, sagte Nordmann.

Doch Bildung und Forschung seien die wichtigsten Ressourcen der Schweiz. Die SP wolle deshalb dafür sorgen, dass die Schweiz über eine gute digitale Infrastruktur verfüge und beim Know-how eine internationale Führungsrolle einnehme.

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Ausserdem will die SP die 35-Stunden-Woche einführen, «nicht weil wir faul sind, sondern weil wir überzeugt sind, damit die Effizienz der Wirtschaft und das Wohl der Bevölkerung auf lange Sicht zu verbessern», sagte Jans.

Gegen steigende Mieten

Weiter müsse das «Kaufkraftproblem» des Mittelstandes angepackt werden. Jeder Haushalt, jede Familie bezahle zum Beispiel etwa einen Monatslohn zu viel für Mieten, sagte Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo (LU).

Der Markt versage in diesem Punkt und deshalb müsse der Staat eine aktivere Rolle spielen. Dazu müssten Bund, Kantone und Gemeinden den öffentlichen Erwerb von Liegenschaften fördern und den Besitz an öffentlichen Liegenschaften schützen.

Zudem müsse die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich umgesetzt werden. Es brauche mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit und die unbezahlte Care- und Sorgearbeit in der Kinderbetreuung, der Alten- und Krankenpflege sowie der Hausarbeit müsse aufgewertet werden.

Keine fossilen Energien

Auch müsse die Schweizer Volkswirtschaft ihren Beitrag gegen die Klimaerwärmung leisten: Bis 2050 müsse die Schweiz klimaneutral sein, bereits bis 2030 soll die Umstellung der Stromversorgung auf 100 Prozent erneuerbare Energien umgesetzt sein. Die SP stehe dabei für Lenkungsabgaben ein, die vollumfänglich an die Bevölkerung und die Firmen zurückverteilt werden.

Mit einem «Zukunfts-Fonds» von 30 Milliarden Franken will die SP die Wirtschaft für eine nachhaltige Zukunft fit machen. Damit soll umweltbewussten Firmen günstiges Risikokapital zur Verfügung gestellt werden. Finanziert werden könnte es zum Beispiel aus freiwillig investierten Pensionskassengeldern.

Weiter brauche es auch einen Kurswechsel bei der Globalisierung: Denn «Freihandel ohne Schutz der Lohnabhängigen und der Natur erzeugt zu viele Verliererinnen und Verlierer», sagte Nordmann. Die positive Alternative liege in einem gerechten internationalen Handel, in international vernetzten und starken Gewerkschaften sowie in einem gerechten internationalen Steuersystem.

Eineinhalb Jahre Arbeit

«Unsere Wirtschaft» heisse das Konzept auch, weil die gesamte Partei dazu beigetragen habe, so Jans. Denn dessen Ausarbeitung dauerte fast eineinhalb Jahre. So wurden bereits im Sommer 2017 bei einer Tagung die ersten 150 Ideen vorgebracht.

Danach beugten sich Experten und Arbeitsgruppen über die Vorschläge, es folgte eine Diskussion an der Delegiertenversammlung im Dezember 2017, weitere Experten und Arbeitsgruppen und eine Vernehmlassung in den Sektionen. Am 2. Dezember soll der Parteitag darüber entscheiden. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Regentrockner 23.11.2018 15:31
    Highlight Highlight Kann man alles tun: Mehr Freizeit, weniger arbeiten, wie bedingungsloses Grundeinkommen oder tieferes Rentenalter auch möglich ist. Die Frage ist immer nur, wer das alles finanziert. Und die Weltgeschichte - auch die jüngste - zeigt, dass es immer die Schwächsten sind: Diejenigen, die an die wunderbaren Heilsversprechen glauben und danach ausgenommen werden, ohne sich wehren zu können. Das Kapital, das eigentlich nötig wäre, hat sich dann schon längst auf die Flucht gemacht.
  • Herbert Anneler 23.11.2018 10:37
    Highlight Highlight Es kommt nicht so sehr darauf an, wie lange man pro Woche arbeitet, sondern ob das, was wir tun, uns sinnvoll erscheint. Das scheinen die Materialisten und Quanten-Mechaniker der SP bis heute nicht begreifen zu wollen. Nicht primär weniger Büez, sondern zunächst sinnvollere - bessere! Es arbeiten nicht mehr alle auf dem Bau - echte Proleten war einmal.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.11.2018 10:23
    Highlight Highlight "Der Mietmarkt versage in diesem Punkt und deshalb müsse der Staat eine aktivere Rolle spielen."
    Der Staat macht Denkmalschutz, verhindert das Bauen in die Höhe mittels Wohnzonen, Mieten können nicht angepasst werden (eine kleinere Wohnung ist für ältere häufig teurer als die bestehende Wohnung, weshalb sie nicht umziehen), verdichtetes Bauen wird gesetzlich an einigen Orten verboten, Vorschriften Fassadenisolation usw.
    Bevor der Staat mit mehr Staat kommt, könnte er seine eigenen Vorschriften überdenken. Diese verhindern nämlich, dass das Angebot nicht mit der Nachfrage übereinstimmt.
  • Nik G. 23.11.2018 08:36
    Highlight Highlight Schlussendlich ist dies der Schritt in eine digitale Zukunft. Wir werden zukünftig weniger arbeiten weil immer mehr Roboter oder sonstige Automatismen Jobs entfernen. Viele haben das Gefühl, dass mehr arbeiten die Wirschaft ankurbelt. Nur hat man in vielen Studien herausgefunden das man nicht Produktiver ist. Aber das Argument die Firmen ziehen ab kann ich leider nicht akzeptieren. Die Firmen wählen die Schweiz weil es ein sehr sicheres Land, eine sehr gute Infrastruktur hat und es viele gut Ausgebildete Arbeiter gibt.
  • na ja 23.11.2018 08:16
    Highlight Highlight Vor 30 Jahren erzählte man sich diesen Witz:
    Der SP-Boss und der Gewerkschaftsboss treffen sich... sagt der SPler... nicht mehr lange, dann sind wir so weit und arbeiten nur noch am Mittwoch! Darauf der Gewerkschafter... jäh... am Vormittag oder am Nachmittag? 😉
  • Schneider Alex 23.11.2018 06:30
    Highlight Highlight Mehr Freizeit erhöht die Lebensqualität!

    Mehr Freizeit ist heute für viele Leute mehr wert als mehr Einkommen. Das erklärt auch die relativ vielen freiwilligen Frühpensionierungen. Null-Wachstum des BIP/Kopf ist sicher kein eigenständiges Ziel, aber möglicherweise das Ergebnis einer menschlich und umweltmässig vernünftigen Lebensweise, bei der auf „Immer-mehr-Konsum“ verzichtet wird. Mit Romantik hat das gar nichts zu tun, sondern mit Vernunft und Lebensweisheit.
  • Schneider Alex 23.11.2018 06:26
    Highlight Highlight Weil Risikokapital knapper ist als Arbeitskraft, ist der Anteil am Produktivitätsgewinn beim Kapital grösser als beim Lohn. Ein sog. "Investivlohn" wäre ein erster Schritt in Richtung bessere Verteilung des Produktivitätsgewinns. Ein Teil des Lohnes soll obligatorisch in einen persönlichen Kapitalfonds gelegt werden.
  • Troxi 22.11.2018 23:42
    Highlight Highlight Es ginge noch radikaler. Eine Deutsche Firma hat sogar den 25h-Betrieb und erhöht die Arbeitszeit nach der Testphase nicht. Es gibt aber gewisse Situationen, welche die 25h Woche übergeht. Dass dies nicht in jeder Brache und Beruf möglich ist, ist einleuchtend, aber es geht in den meisten bestimmt.

    https://www.merkur.de/leben/karriere/deutsche-it-firma-fuehrt-25-stunden-woche-ein-zr-9432757.html
  • piatnik 22.11.2018 22:02
    Highlight Highlight heiei kommt von dieser partei auch mal was realitisches?
    • Oigen 23.11.2018 16:55
      Highlight Highlight Stimmt, da bin ich doch lieber bei den bürgerlichen die die kk franchisen wieder erhöhen wollen und steuersünder schützen...
  • Roman h 22.11.2018 20:42
    Highlight Highlight Mal angenommen der Chef kann seinen Arbeiter für 100.- die Stunde verrechnen.
    Das macht bei 42 Stunden 4200.-
    Wenn der Arbeiter aber nur 35 Stunden arbeitet gibt das nur noch 3500.-
    Um auf den selben Betrag zu kommen muss der Chef den Arbeiter für 120.- die Stunde verrechnen.
    Pro geleistete Stunde muss also der Kunde 20.- mehr bezahlen.
    Schon jetzt jammern alle das alles viel zu teuer ist und in Deutschland alles billiger.
    Das Beispiel in Schweden hat auch gezeigt das es zu teuer ist.
    Und kommt jetzt nicht mit den Millionen boni die es überall gibt.
    Die meisten Firmen sind KMUs
    • Richu 22.11.2018 21:34
      Highlight Highlight @Roman h: Sehr gut analysiert. Man braucht kein Universitätsstudium, um die Kostenproblematik bei einer event. Einführung der 35 Std. Woche zu verstehen.
      Aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass die zuständigen SP-Politiker keine Wirtschaftsexperten sind. Die SP-Nationalräte wären sicher auch nicht geeignet, einen KMU-Betrieb oder eine grössere Firma zu führen. Eine Ausnahme ist Frau Jaqueline Badran.
    • Roman h 22.11.2018 23:01
      Highlight Highlight Man kann auch noch weiter machen.
      Die Krippe im Dorf braucht dadurch mehr Leute.
      Mehr Leute heisst mehr Löhne bezahlen.
      Mehr Ausgaben heisst man braucht mehr einnahmen
      Die Krippe wird also teurer und die junge Familie kann sich den Krippenplatz nicht mehr leisten.
      Jemand muss also zuhause bleiben und Mama oder Papa spielen.
      Die moderne Welt der SP
    • ThePower 22.11.2018 23:21
      Highlight Highlight Als ob die Löhne für unsere Hochpreisinsel verantwortlich wären. Dieses Märchen ist längst widerlegt. Davon abgesehen: Diese Rechnung ginge so auch nur auf, wenn die erbrachte Leistung pro Stunde Arbeit bei der 35- und 42-Std-Woche exakt gleich hoch wäre, von weiteren Kosten durch übermässige Arbeitsbelastung und Stress ganz zu schweigen. Aber eben, die Mehrheit denkt halt nicht soweit. Schade😔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Sieber 22.11.2018 19:52
    Highlight Highlight Und die Detailhändler haben dann alle kürzere Öffnungszeiten?
  • Hayek1902 22.11.2018 19:48
    Highlight Highlight Klassische SP Wirtschaftspolitik: das Problem beim Effekt, statt der Ursache anpacken. Ein Papier für die Biotonne. Aber auch nicht schlimm. Das Papier ist gut genug, dass die eigene Basis nicht zu den sexy Grünen wechselt, aber wird grundsätzlich fett abgelehnt von allen nicht-roten. Siehe mindestlohn, 1:12, bge, etc. Die 1.5 Jahre hätte man sinnvoller verbringen können. Im balkan kann man bsp. Den müll tonnenweise neben der strasse und im wald auflesen.
    • Platon 22.11.2018 21:05
      Highlight Highlight @Hayek
      Versuchs doch das nächste mal mit einem Argument. Ein ökonomisches wäre doch toll, wenn du dich schon mit diesem Namen schmückst.
  • Richu 22.11.2018 19:37
    Highlight Highlight Solche unrealistische Wirtschaftskonzepte in einem Land, wo die Löhne bereits sehr hoch sind, "vertreiben" viele Firmen ins Ausland! Dass NR Nordmann nicht viel von Wirtschaft versteht, ist schon lange bekannt. Aber dass nun auch andere SP Politiker wie beispielsweise NR Jans solchen wirschaftlichen Unsinn verbreiten, überrascht mich sehr.
    • Platon 22.11.2018 21:03
      Highlight Highlight @Richu
      Herr Nordmann und seine Gschpöndli haben sehr wohl Ahnung von Wirtschaft. Wikipedia definiert Wirtschaft wie folgt:

      "Wirtschaft ist die Gesamtheit aller Einrichtungen und Handlungen, die der planvollen Befriedigung der Bedürfnisse dienen."

      Eine bessere Work-Life-Balance für alle, ist also nichts anderes als eine gelungene Wirtschaftspolitik!

      Economiesuisse sagt: "Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts ist ein wichtiges Indiz für eine gelungene Wirtschaftspolitik."

      Das mag durchaus für Aktionäre so zutreffen, jedoch sagt das nichts über die Situation aller Menschen aus.
  • Rolf Meyer 22.11.2018 18:17
    Highlight Highlight Ich finde 35 Std. pro Woche noch immer zu viel. 30 Std. wären ideal. Eine Studie in Schweden (ja, ich glaube es war Schweden) hat gezeigt, dass der Mensch mit 6 Std. pro Tag am produktivsten arbeiten kann, weil dann genügend erholt und man sich nicht wirklich länger konzentrieren kann.
    • San Doro 22.11.2018 22:55
      Highlight Highlight Dann sollen alle nach 6 Stunden aus dem Büro verschwinden? Glaube nicht dass dies der hiesigen Wirtschaft hilft und persönlich doch eher zu mehr Druck führt "da sein" zu müssen.
  • Loeffel 22.11.2018 18:14
    Highlight Highlight Ich habe jetzt schon Mühe meinen Scheiss innert 42h zu erledigen.... dann habe ich ja nachher noch mehr Stress 😱😱😱
  • Charlie84 22.11.2018 17:50
    Highlight Highlight Weniger Arbeitsstunden, mehr Ferien und das bei gleichem Lohn. Tönt gut aber wird die Wirtschaft niemals akzeptieren.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.11.2018 10:33
      Highlight Highlight Wie soll das auch funktionieren? Auch Kapitalgeber erbringen einen Nutzen und deren Geld würde das Ausland gerne nehmen.
  • meine senf 22.11.2018 17:26
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl, 35 Stunden wird schon von vielen als zu extrem empfunden. Wenn auch viel weniger, als die 25 Stunden, die die Juso schon überlegte.

    Das führt dann nur zu einer Abwehrreaktion. Worauf die Bürgerlichen dann sagen können, das Volk wünsche gar keine Verbesserung oder gar längere Arbeitszeiten (wie z.B. in Österreich).

    Besser wäre es vielleicht, erst mal 40 Stunden zu fordern. Für viele wäre das nur ein kleiner Unterschied und es würde eher als "vernünftig" angeschaut, aber denoch ein Schritt in die richtige Richtung. Ebenso wäre es vielleicht bei 5 (nicht 6!) Wochen Ferien.
    • einmalquer 22.11.2018 19:07
      Highlight Highlight 35 Stunden pro Woche wären sieben Stunden pro Tag.
      Dazu kommen ja auch noch die immer länger werdenden Arbeitswege.

      Nach dem Generalstreik wurde die Arbeitszeit weitaus stärker gesenkt, ohne dass die Wirtschaft zusammen gebrochen ist.

      Aber es ist natürlich schon so, dass sich bei ev. Abstimmungen die Mehrheit der Abstimmenden wieder gegen mehr Ferien und kürzere Arbeitszeiten aussprechen wird - wie immer.

    • Richu 22.11.2018 19:39
      Highlight Highlight @einmalquer: Die Mehrheit der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger können realistisch analysieren und sind keine "Dummköpfe"!
    • meine senf 22.11.2018 19:46
      Highlight Highlight 40 Stunden Arbeit ("8 Stunden Arbeit - 8 Stunden Muse - 8 Stunden Schlaf") war übrigends eine Forderung des Landesstreiks. Welche 100 Jahre danach noch nicht komplett erreicht ist.

      Und das hätte heute vielleicht eine Chance. Dass es früher laufend besser wurde, lag wohl auch daran, dass man lieber kleine Schritte ging, die aber dafür auch eine Chance hatten.
  • FS6 22.11.2018 17:23
    Highlight Highlight Wie eine 35h-Woche funktioniert, sieht man ja in Frankreich. Die Wirtschaft hat kaum eine Chance, Fortschritte zu machen.
    • FrancoL 22.11.2018 17:33
      Highlight Highlight Die Fortschritte macht man im Innovation und nicht mit langer Arbeitszeit.
    • Hashtag 22.11.2018 17:33
      Highlight Highlight Und inwiefern hast du einen Beleg, dass das einen kausalen Zusammenhang mit der wöchentlichen Arbeitszeit hat?
    • FrancoL 22.11.2018 17:39
      Highlight Highlight Die 35-Stunden-Woche funktioniert nicht, wenn man die alte Gewinnverteilung beibehält, dann wird die Wirtschaft unrentabel. Wenn man aber die Gewinne ETWAS flacher verteilt, also ALLE an den Früchten der Wirtschaft teilnehmen lässt, kann die 35 Stunden-Woche mit Erfolg verwirklicht werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ingmarbergman 22.11.2018 17:03
    Highlight Highlight 35-Stunden-Woche ist ein Schritt in die richtige Richtung.
    Menschen sollen ihre Produktivität fokussieren wollen. Dass jemand 8h am Stück produktiv ist sowieso eine Illusion. Elon Musk plant wichtige Meetings morgens zwischen 10-12 Uhr, weil sonst nichts daraus rauskommt.
    Gebt den Leuten, die wollen, die Möglichkeit, nur 5h am Tag zu arbeiten. Oder aber 10h dafür nur 3,5 Tage pro Woche. Je nachdem was das beste Modell für den einzelnen ist. So steigt letzlich auch die Produktivität für die Firmen.
    • FrancoL 22.11.2018 21:23
      Highlight Highlight Es lässt sich nicht alles mit der Produktivität erreichen und ist auch nicht der Sinn der Sache. Die Arbeit soll besser verteilt werden und dies erreicht man nicht durch eine grosse Steigerung der Produktivität, die in vielen Firmen schon am Schlag ist, sondern durch eine bessere Verteilung der Gewinne, ohne Gleichmacherei, aber mit einer flacheren Lohnpyramide.
      Richtig ist dass man flexibler die Arbeit einteilen müsste, doch dies ist in vielen Branchen schlicht nicht möglich, zumindest nicht wenn der Kunde sich nicht ändert.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 23.11.2018 10:45
      Highlight Highlight @ingmarbergman Elon Musk ist jetzt nicht das beste Beispiel. Er brüstet sich 120 Stunden pro Woche zu arbeiten und schläft anscheinen immer wieder am Arbeitsplatz ein. Dies ist sicher nicht optimal.
  • FrancoL 22.11.2018 16:59
    Highlight Highlight Der Ansatz ist gut, die Möglichkeiten alles so zu realisieren wäre auch kein Problem, doch die die diese flachere Gewinnverteilung mit einer Teilnahme ALLER an den Früchten der Wirtschaft akzeptieren müssten, werden sich mehr als nur quer stellen und mit Hilfe ihrer Gefolgschaften wird nur ein kleinster Teil dieses Ansatzes realisiert werden.

    Aber es wäre ein richtiger Schritt in die richtige Richtung:

    Gewinne ETWAS ausgeglichener verteilen

    Die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern verteilen

    Der Umwelt mehr Sorge tragen

    Mehr Investitionen in eine nachhaltige Zukunft auf allen Ebenen.
    • El diablo 22.11.2018 17:54
      Highlight Highlight Was wäre für dich eine "etwas" flachere Gewinnverteilung? Also wie umgesetzt und woe viel soll wirklich verteilt werden?
    • Borki 23.11.2018 06:48
      Highlight Highlight Die Gewinne etwas flacher verteilen tönt vernünftig, die Frage ist für mich wie dass der Staat durchsetzen kann ohne zu grosse Eingriffe. Hast du eine Idee?

      Einen ähnlichen Effekt hätte aus meiner Sicht: Vermögen etwas stärker besteuern, Einkommen etwas weniger. Mit einer guten Regelung zu gunsten von (echten) Unternehmern. Das wäre von Seiten Bund schnell umsetzbar.
    • meerblau 23.11.2018 08:43
      Highlight Highlight Zusammengefasst: etwas reflektierter, sorgfältiger und rücksichtsvoller leben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nokom 22.11.2018 16:45
    Highlight Highlight Die reichen Wirtschaftsprofiteure werden sich mit Händen und Füssen wehren.
    • FrancoL 22.11.2018 17:34
      Highlight Highlight Sie sind aber klar in der Minderheit! und würde man etwas besser zusammenhalten könnte vieles erreicht werden ohne dass jemand wirklich zu Kurz kommen würde.
    • Hashtag 22.11.2018 17:34
      Highlight Highlight Eine Reduktion der Arbeitszeit ist keine Lösung?
    • Hashtag 22.11.2018 17:41
      Highlight Highlight Upps wollte eigentlich denn Kommentar unter dir kommentieren;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zauggovia 22.11.2018 16:41
    Highlight Highlight Die SP zeigt Probleme auf, aber Lösungen werden nicht geboten.
    • FrancoL 22.11.2018 17:36
      Highlight Highlight Sie zeigt Lösungen auf, die 35 Stunden-Woche ist eine Lösung und deren Umsetzung auch klar machbar. Es geht um eine FLACHERE Gewinnverteilung , KEIN Gleichmachen(!), aber eben etwas flacher die Gewinne verteilen und dann wäre eine 35 Stunden-Woche gut machbar.
  • -V- 22.11.2018 16:41
    Highlight Highlight und wer denkt an die armen armen armen Millionäre CEO's und diverse andere Wirtschafts bossen... meine güte die haben ja dann gleich NICHTS mehr .. sie können sich dann kaum noch ernähren ... und das flugzeug und die 3 villen und und .und ... BÄÄÄÄÄÄHHH

    und der Grossteil der Schweizer Bevölkerung gleich so ... oh nein dagegen müssen wir mehr freiehti aufgeben los ab an die Arbeit mindestens 60h wochen sonst haben die ja nichts mehr ...

    *Ironie off*
    mir kristallisiert das Blut wenn ich an die kommenden Abstimmungsresultate der "Schweizer-Bevölkerung"denke

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