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epa06960152 A man passes in front of a graffiti of tennis player Novak Djokovic in Belgrade, Serbia, 20 August 2018. Novak Djokovic became the first ever tennis player to win all nine Masters 1,000 tournaments with victory over Roger Federer in Cincinnati on 19 August 2018.  EPA/Andrej Cukic

Novak Djokovic hat sich in diesem Sommer nach zwei schwachen Jahren eindrücklich zurückgemeldet. Bild: EPA/EPA

Analyse

Djokovic befeuert die «GOAT»-Debatte von neuem – wer wird dereinst der Grösste sein?

Aus dem Zweikampf zwischen Roger Federer und Rafael Nadal um den Tennis-Thron ist wieder ein Dreikampf geworden: Novak Djokovic hat sich mit seinen Titeln in Wimbledon und Cincinnati eindrücklich zurückgemeldet – und mischt sogar im Kampf um den Titel des «Greatest of all Time» wieder munter mit.



Er ist wieder da! Novak Djokovic gewinnt nach Wimbledon auch das letzte in seiner Sammlung noch fehlende Masters-1000-Turnier. Durch seinen Triumph in Cincinnati schafft der 31-jährige Serbe das «Golden Career Masters» – etwas, das seinen langjährigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal bislang noch verwehrt geblieben ist.

Mit seinem zweiten grossen Sieg innerhalb von fünf Wochen bewies Djokovic, dass er nach seiner Krise definitiv wieder zurück ist. An dem am Montag beginnenden US Open gehört er selbstredend zu den ersten Anwärtern auf den Sieg – zusammen mit Federer und Nadal.

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Die 4 Grand Slams, die 9 Masters und das World Tour Final – Djokovic hat alles gewonnen. bild: reddit

Die drei erfolgreichsten Tennisspieler der Neuzeit haben in diesem Jahr je einen Grand-Slam-Titel gewonnen und liegen in der Jahres-Weltrangliste («Race to London») erstmal seit langem wieder geschlossen an der Spitze. Natürlich taucht da auch wieder diese eine Frage auf: Wer wird dereinst als GOAT («Greatest of all Time») in die Tennis-Geschichtsbücher eingehen, lautet sie.

Nadal ist Federer auf den Fersen – ausser im Nummer-1-Rennen

Natürlich kann diese Frage nie abschliessend beantwortet werden, solange die drei noch aktiv spielen. Und auch danach gibt's wohl keine endgültige Ranglisten. Denn die verschiedenen «GOAT»-Faktoren werden stets auch subjektiv gewichtet.

Noch hat Federer in allen wichtigen Statistiken die Nase vorn, doch der «Maestro» steht mit 37 wohl schon deutlich näher am Rücktritt als Nadal und Djokovic. Fünf bzw. sechs Jahre sind der Spanier und der Serbe jünger. Ein Zeitspanne, in der sie aufholen können. Derzeit scheint es fast unmöglich, dass Nadal und Djokovic bei den grossen Turnieren in Zukunft leer ausgehen. Auch eine mögliche, neue Weltnummer 1 ist momentan nicht in Sicht.

Die aktuelle Weltrangliste:

Für Federer wäre es also wichtig, noch den einen oder anderen grossen Titel seinem Palmarès hinzuzufügen, wenn er sein «Ziegen-Image» auch über seinen Rücktritt hinaus behalten will. Nadal hat ihn im Altersvergleich bei der Anzahl Titel bereits überholt und auch mit Djokovic ist nach seinem furiosen Comeback weiter zu rechnen.

Der grosse Altersvergleich

Gewonnene Grand-Slam-Titel nach Alter:

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Rafael Nadal hat mit 32 Jahren nun genau gleich viele Grand-Slam-Titel auf dem Konto wie Federer im selben Alter. Der «Maestro» hat aber just zu jener Zeit seine grosse Durststrecke. Djokovic hinkt bei den Majors mit 31 seiner «virtuell» gleichaltrigen Konkurrenz noch hinterher. bild: watson

Gewonnene Titel nach Alter:

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Mit 80 gewonnenen Titeln liegt Nadal in dieser Wertung knapp vor dem 32-jährigen Federer (77). Djokovic hinkt auch in dieser Statistik wieder leicht hinterher, obwohl er mit 29 noch gleichauf mit Federer war und nur einen Titel hinter Nadal lag. bild: watson

Anzahl Nummer-1-Wochen nach Alter:

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Wer Federer in dieser Statistik einholen möchte, muss sich sputen. Djokovic liegt 78 Wochen hinter dem «Maestro», Nadal gar 125 Wochen. Noch ganze zwei oder sogar drei Jahre müssten Federers Widersacher den Tennis-Zirkus dominieren. bild: watson

Die nackten «GOAT»-Zahlen:

Roger Federer (37)

Switzerland's Roger Federer kisses his trophy after defeating Croatia's Marin Cilic in the men's singles final at the Australian Open tennis championships in Melbourne, Australia, Sunday, Jan. 28, 2018. (AP Photo/Dita Alangkara)

Bild: AP/AP

Was für Federer spricht:

Was gegen Federer spricht:

Rafael Nadal (32)

epa06799093 Rafael Nadal of Spain celebrates with the trophy after winning his 11th French Open title against Dominic Thiem of Austria during their men’s final match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 10 June 2018.  EPA/CAROLINE BLUMBERG

Bild: EPA/EPA

Was für Nadal spricht:

Was gegen Nadal spricht:

Novak Djokovic (31)

epa06890894 Novak Djokovic of Serbia with the championship trophy as he celebrates defeating Kevin Anderson of South Africa in the men's singles final of the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 15 July 2018. EPA/NEIL HALL / POOL EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Bild: EPA/EPA POOL

Was für Djokovic spricht:

Was gegen Djokovic spricht:

Wer wird als «GOAT» in die Tennis-Geschichte eingehen?

Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
quelle: epa/epa / nic bothma
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«Chum jetz, Roger, tritt ändlich zrugg!»

Video: watson

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