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Rapperswils Cyrill Geyer feiert im siebten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem EHC Kloten und den SC Rapperswil-Jona Lakers, am Mittwoch, 25. April 2018, in der Swiss Arena in Kloten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Cyrill Geyer gab auf Ende Saison hin seinen Rücktritt. Auch sonst dürfte sich das Kader der Lakers bis zum Saisonstart noch verändern. Bild: KEYSTONE

Analyse

Nach dem Aufstieg der Umbau? So könnte Rappis NL-Mannschaft aussehen

Die SC Rapperswil-Jona Lakers spielen ab nächstem Herbst wieder in der National League. Damit sie dort konkurrenzfähig sind, müssen sie das Team aber noch gezielt umbauen und sich von Aufstiegshelden trennen.



Nach der Aufstiegsparty kommt die grosse Arbeit. Die SC Rapperswil-Jona Lakers haben ihr Saisonziel erreicht und den EHC Kloten nach 56 Jahren Erstklassigkeit in der Swiss League versenkt. Rappi kehrt dafür nach drei Jahren Absenz in die höchste Schweizer Spielklasse zurück.

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Die Lakers-Aufstiegsparty hautnah. Video: YouTube/MySports

Fragt man die Akteure der Lakers, hat vor allem ein Umstand diesen Erfolg ermöglicht: der unglaubliche Teamgeist. Aber reicht das auch, um nächste Saison eine Liga höher zu bestehen? Ja, glaubt MySports-Experte Sven Helfenstein. Er spricht sogar davon, dass die St.Galler bereits «National-League-ready» seien. Schliesslich habe man in dieser Saison nicht nur Kloten, sondern im Cup auch Lugano, Zug und Davos geschlagen.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Wie die Serie gegen Kloten gezeigt hat, hatten die Lakers selbst gegen das schwächste Team der National League doch einige Mühe und mussten sich phasenweise dominieren lassen. Verstärkungen sind also dringend nötig, zumal einige Teamstützen den Verein verlassen werden.

Routinier Cyrill Geyer hat während der Saison seinen Rücktritt angekündigt. Seine Rückennummer wird bei den Lakers wohl nicht mehr vergeben werden und dürfte im Lido bald unters Hallendach kommen. Michael Hügli und Rajan Sataric verlassen den SCRJ in Richtung Biel. Lars Frei wird sich dem HC Thurgau anschliessen und der Vertrag von Import Jeremy Morin läuft aus. 

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Melvin Nyffeler hofft, dass Geyer von Rappi geehrt wird.  Video: YouTube/MySports

Jeff Tomlinson braucht für seine Mannschaft so oder so die eine oder andere Verstärkung. Bestätigt sind erst die Zuzüge von Ron Martikainen (Fribourg-Nachwuchs) und Cédric Hächler (Biel). Die Transferkasse ist zwar nicht proppenvoll, aber das Budget wird auf die kommende Saison von 6,6 auf 10,7 Millionen Franken erhöht.

Suri? Richard? Koistinen?

Als die SCL Tigers vor drei Jahren in die National League zurückkehrten, holten sie 13 neue Spieler bei fünf Abgängen. Dabei bedienten sie sich grosszügig beim damaligen Absteiger, den SCRJ Lakers. Gut möglich, dass Rapperswil nun eine ähnliche Taktik fahren wird und versucht den einen oder anderen Klotener zu verpflichten.

Was die Lakers brauchen, ist Verstärkung in der Verteidigung. Da wären Tim Ramholt (Vertrag bei Kloten bis 2019) oder René Back (Vertrag läuft aus) vernünftige, erfahrene Optionen. Ob Timo Helbling seinen Vertrag beim EHC erfüllt, ist anzuzweifeln, unter Umständen wäre der 36-jährige Haudegen auch eine Möglichkeit für Rappi. 

Klotens Tim Ramholt, links, gegen Michael Huegli von Rapperswil im vierten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Kloten am Donnerstag, 19. April 2018, in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Trägt Tim Ramholt bald selbst die Farben der Rapperswil-Jona Lakers?  Bild: KEYSTONE

Im Sturm wären Roman Schlagenhauf, Robin Leone oder Patrick Obrist sinnvolle Zuzüge. Doch mit Spielern des Absteigers alleine ist es nicht getan. Es sieht so aus, als müsste Reto Suri den EV Zug verlassen. Der 29-Jährige hat schon während zwei Jahren für die Lakers gespielt. Eine Rückkehr an den Obersee könnte für beide Parteien Sinn machen. Entsprechende Gerüchte wurden unlängst von der NZZ eingebracht.

Geneve-Servette's center Tanner Richard, left, is sitting on the boards, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Geneve-Servette HC and SC Bern, at the ice stadium Les Vernets, in Geneva, Switzerland, Saturday, March 3, 2018. (PPR/Salvatore Di Nolfi)

Tanner Richard ist in Rapperswil aufgewachsen. Kehrt er bald dorthin zurück? Bild: KEYSTONE

Ein weiterer Rückkehrer könnte Tanner Richard sein. Aus dem Rapperswiler Umfeld heisst es, nach dem Aufstieg werde der Center wieder zu seinem Jugendverein stossen. Das wäre ein geschickter Schachzug, der den Lakers nicht nur einen guten Spieler, sondern eine Rapperswiler Identifikationsfigur bescheren könnte. Der 25-Jährige war in diesem Jahr der Topskorer von Servette-Genf, sein Vater Mike beim SCRJ eine Legende.

Auf der Torhüterposition hat Rappi nur bedingt Handlungsbedarf. Melvin Nyffeler wird auch in der National League die unbestrittene Nummer 1 bei den Lakers sein. Doch zu seiner Entlastung brauchen die Lakers einen zuverlässigen Ersatztorhüter.

Auf der Ausländerposition sieht es derzeit so aus, als würden Dion Knelsen und Jared Aulin eine weitere Saison bleiben. Das bedeutet, dass sie noch zwei weitere Import-Spieler holen müssen. Einer davon wird wohl ein Verteidiger sein. Ex-Langnau-Verteidiger Ville Koistinen hat beispielsweise noch keinen Vertrag für nächste Saison. Bei den Stürmern wäre Robert Kousal, der bei Davos keinen neuen Kontrakt erhielt, eine Option.

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Sven Lindemann spricht über die Liga-Qualifikation. Video: YouTube/MySports

Gleichzeitig müssen sich Geschäftsführer Markus Bütler, Sportchef Roger Maier und Trainer Jeff Tomlinson die schwierige Frage stellen, wer von der aktuellen Mannschaft keine Zukunft hat in der National League. Was macht Oldie Sven Lindemann, der letzte Woche seinen 40. Geburtstag feierte? Und genügen Spieler wie Martin Ness, Josh Primeau oder Nico Gurtner den Ansprüchen auch eine Klasse höher noch? 

Aktuell darf die Lakers-Führung noch wohlverdient den Aufstieg feiern und geniessen. Bis am kommenden Montag ist die Geschäftsstelle jedenfalls geschlossen. Doch schon bald müssen sie sich wieder um die drängenden Fragen kümmern, die ein frischgebackenes National-League-Team plagen. 

Das sind die besten Jubelbilder der Rapperswil-Jona Lakers

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
mad_aleister
26.04.2018 14:29registriert January 2016
ich vermute das team wird im grossen und ganzen so bleiben. rappi hat seit dem abstieg immer punktuell und bedacht verstärkt. ein spieler muss auch immer ins team und das konzept von tomlinson passen.
ich vermute es werden noch 2 ausländer kommen. 3-4 erfahrene schweizer spieler. der rest wird so bleiben.
mit ness wird man sich wohl noch einigen...
und dann wird nächste saison den ligaerhalt zum ziel erklärt.
kleine brötchen backen und nie vergessen wo man herkommt...
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Sloping
26.04.2018 14:42registriert October 2014
Ville Koistinen wird nach dem Ausrutscher in Langnau abseits des Eises kaum je mehr ein Schweizer Hockeystadion betreten. Und es scheint mir keine ratsame Strategie zu sein, Auslaufmodelle anderer Klubs zusammen zu kaufen. Von dem her würde ich von Spielern wie Back, Ramholt oder auch Kousal tunlichst die Finger lassen. Auch erscheint mir eine Verpflichtung von Richard finanziell gesehen kaum stemmbar. Die SCRJ Führung hat über mehrere Jahre bewiesen, dass sie seriös arbeitet. Von dem her sind keine finanziellen Vabanquespielereien zu erwarten.
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Warumdennnicht?
26.04.2018 15:57registriert January 2016
Für mich die viel wichtigere Frage.
Was macht das Team, dass eine saison lang alles gewonnen hat, wenn sie dann plötzlich mehr verlieren als gewinnen? Ist dann der teamgeist immernoch so gut? Oder können die einzelnen Spieler damit umgehen, wenn die Euphorie weg ist?
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39

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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