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Die Rapperswil Fans unterstuetzen ihre Mannschaft und jubeln zum 1:0 im Final des Swiss Ice Hockey Cups 2017/18 zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos, am Sonntag, 4. Februar 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Die Eishockey-Euphorie ist zurück in Rapperswil. Bild: KEYSTONE

Wie Davos an der Hockey-Stadt Rapperswil zerbrach

Die SC Rapperswil-Jona Lakers gewinnen den Schweizer Hockey-Cup. Der grösste Erfolg der Klubgeschichte gelingt unter anderem deshalb, weil Mannschaft und Fans den Gegner gemeinsam zermürben. 



Die Freude war riesig in dem Moment, als die Final-Paarung definitiv feststand. Die Rapperswil-Jona Lakers würden das Endspiel des Schweizer Hockey-Cups gegen den HC Davos bestreiten. Eine Affiche mit Derby-Charakter. Und erstmals seit dem Abstieg in die Niederungen der Swiss League breitete sich in ganz Rapperswil grosse Eishockey-Euphorie aus. 

Tickets für die Partie waren innert 40 Minuten ausverkauft. Nach Angaben der Rappi-Verantwortlichen hätten Eintritte im fünfstelligen Bereich verkauft werden können. 

Am Matchtag warten 7500 Liter Bier, 2000 Würste und weitere Verpflegung auf die Fans. Bereits eine Stunde vor Spielbeginn bilden sich lange Schlangen vor dem Eingang der Rapperswiler Arena. Bilder, die man so in der Rosenstadt schon jahrelang nicht mehr gesehen hat.

Auch rund 1000 HCD-Fans haben die Reise an den Obersee mitgemacht. Doch sie mussten zusehen, wie ihre Mannschaft teilweise völlig überfordert war. Gegen einen Gegner, den ausgerechnet der eigene Klub noch aufgebaut hat. In einer Serie von eher peinlichen Einträgen in den sozialen Medien und auf der eigenen Homepage, betonte der Klub stets, wie müde die eigenen Mannschaft sei und schob die Favoritenrolle dem unterklassigen Gegner zu.

Ein Gegner, der – getragen von der Euphorie in der ganzen Stadt – durch die teilweise desolat stehende Davoser Defensive wirbelt. Früh gehen die Hausherren in Führung und geben diese nicht mehr aus der Hand. Und die Hockey-Stadt Rapperswil mit ihren lauten Fans geht Davos unter die Haut.

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Standing Ovation der Rapperswil-Fans während des Mitteldrittels. Video: streamable

Bezeichnend dafür eine Szene im Mitteldrittel: Enzo Corvi wird gelegt, doch statt im Powerplay zu spielen, wandert der Davoser Center wegen einer angeblichen Schwalbe auf die Strafbank. Corvi, sonst eigentlich sehr sanftmütig, legt sich sofort mit dem Schiedsrichter an. 

Auch die Rappi-Fans können kaum glauben, was da abgeht.

Die Nerven liegen blank und die Emotionen gehen nun nicht nur auf den Rängen, sondern auch auf dem Eis hoch. Davos kassiert weitere Strafen wegen unsportlichen Verhaltens und gerät so immer mehr in Rücklage. Die Lakers mit den eigenen Fans im Rücken tanzen zum Cupsieg.

Davos scheitert einerseits an einer taktisch und mental perfekt eingestellten Mannschaft. Andererseits aber auch an einem Rapperswil, das endlich wieder einmal als Hockey-Stadt aufgetreten ist. Und nun wird gefeiert, wie sich das für eine solche Hockey-Stadt gehört: Mit einer Freinacht.

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