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Spengler Cup, 1. Runde

Torriani: Schweiz – Dinamo Riga 6:1 (3:0, 1:1, 2:0)

Cattini: Mountfield HK – Team Canada 3:5 (1:2, 1:1, 1:2)

Team Suisse Player Vincent Praplan celebrates after the 3-0 during the game between Team Suisse and Dinamo Riga at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Tuesday, December 26, 2017. (Keystone/Melanie Duchene)

Vincent Praplan bejubelt das 3:0 von Damien Brunner. Bild: SPENGLER CUP

Team Canada müht sich gegen Mountfield ab – die Schweiz schlägt Dinamo Riga deutlich

Das Eishockey-Nationalteam lancierte den Davoser Spengler Cup optimal. Die Schweizer besiegten Dinamo Riga 6:1. Im Abendspiel setzt sich das Team Canada knapp gegen Mountfield durch.



Schweiz – Dinamo Riga 6:1

Die Schweizer legten bei ihrer Rückkehr an den Spengler Cup nach 38 Jahren einen Blitzstart hin. Nach 90 Sekunden gelang Eric Blum das erste Tor. Nur zwei Minuten später erhöhte Captain Raphael Diaz auf 2:0. Und nach 13 Minuten und dem Goal von Damien Brunner stand es bereits 3:0. Dinamo Riga, der Vertreter aus der Kontinental Hockey League (KHL), wurde nicht nur in dieser Startphase regelrecht zerzaust.

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Eric Blum trifft zum 1:0. Video: streamable

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Raphael Diaz sorgt für das 2:0. Video: streamable

Spielten die Schweizer so gut oder Riga so schlecht? Die definitive Antwort auf diese Frage werden erst die nächsten Tage geben. Auf jeden Fall spielten die Schweizer effizient. Für die ersten drei Goals benötigten sie bloss sieben Torschüsse. Mit Tempo und Stocktechnik überforderte das Team von Patrick Fischer den Gegner, bei dem immerhin fast die Hälfte der lettischen Nationalmannschaft mitspielte.

Andererseits hinterliess Dinamo Riga in der Startphase einen miserablen Eindruck. Derart leicht wird es der Schweizer Nationalmannschaft in anderthalb Monaten am Olympiaturnier in Pyeongchang kein Gegner machen.

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Damien Brunner markiert das 3:0. Video: streamable

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Dominik Schlumpf sorgt für das 4:1. Video: streamable

Primär die Verteidiger skorten am Stephanstagnachmittag für die Schweiz. Die Backs Blum, Diaz und Schlumpf, die drei der ersten vier Tore erzielten, ernteten aber die Lorbeeren für starke Teamarbeit. Mit aufsässigem Forechecking kamen die Schweizer immer wieder in der Angriffszone an den Puck.

Vor dem siegsichernden 4:1 beispielsweise trug ein harter Check des 24-jährigen Kanada-Schweizers Tanner Richard den Schweizern den Scheibenbesitz ein.

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Luca Fazzini schiesst das 5:1. Video: streamable

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Lino Martschini mit dem 6:1-Schlussstand. Video: streamable

Mountfield HK – Team Canada 3:5

Das Team Canada wurde mehr gefordert als die Schweiz. Mountfield HK, das in der Meisterschaft den 2. Zwischenplatz belegt und in der Champions Hockey League Siege gegen Turku und Bern gefeiert hat, führte im ersten Abschnitt und hielten bis zur 30. Minute ein 2:2.

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Lukas Vopelka trifft zum 1:0 für Mountfield Video: streamable

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Ein kurioses 1:1 bringt Kanada ins Spiel. Video: streamable

Die kanadische «Berner Connection» wies dem Team Canada schliesslich den Weg zum Sieg. Mason Raymond brachte die Kanadier in der 30. Minute im Powerplay nach Vorarbeit von Maxim Noreau und Andrew Ebbett in Führung. Erst in den Schlussminuten fielen weitere drei Tore. Barry Brust, Gottérons Goalie, zählte mit 30 Paraden zu den Matchwinnern.

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Für das 2:1 sorgt Curtis Hamilton. Video: streamable

Der kanadische Trainer-Staff um Head-Coach Willie Desjardins kam bei der Suche nach Alternativen für das Olympia-Team trotz des Sieges vorerst nicht gross weiter. Knapp 50 Tage vor Beginn der Spiele ist die Verunsicherung bei Kanada gross. An den Länderturnieren in Finnland und Moskau resultierten in sechs Partien nur Siege gegen die Schweiz und Südkorea. Gegen die Topnationen setzte es teils klare Niederlagen ab.

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Mason Raymond trifft zum 3:2 für Kanada. Video: streamable

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David McIntyre sorgt mit einem Shorthander für die Vorentscheidung. Video: streamable

Die Telegramme

Schweiz - Dinamo Riga 6:1 (3:0, 1:1, 2:0)
Davos. - 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Salonen/Wehrli (FIN/SUI), Kaderli/Obwegeser (SUI).
Tore: 2. Blum (Hofmann, Fazzini) 1:0. 4. Diaz (Cunti, Praplan/Strafe angezeigt) 2:0. 13. Brunner (Hollenstein, Untersander) 3:0. 30. (29:44) Indrasis (Ausschluss Fora) 3:1. 31. (30:18) Schlumpf (Herzog) 4:1. 50. Fazzini (Genoni) 5:1. 58. Martschini (Herzog) 6:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Dinamo Riga.
Schweiz: Genoni; Geering, Diaz; Untersander, Blum; Fora, Genazzi; Schlumpf, Rathgeb; Praplan, Cunti, Hollenstein; Hofmann, Fazzini, Suter; Herzog, Richard, Martschini; Rod, Vermin, Brunner.
Dinamo Riga: Kalnins (4. Armalis); Redlihs, Galvins; Stollery, Salmelä; Alisauskas, Zile; Jerofejevs; Darzins, Redlihs, Indrasis; Kristo, McMillan, Jevpalovs; Kulda, Bicevskis, Lipsbergs; Batna, Skvorcovs, Razgals; Pavlovs.
Bemerkungen: Schweiz ohne Boltshauser (Ersatztorhüter), Bodenmann, Kreis, Schäppi, Scherwey und Sutter (alle überzählig). - Timeout Dinamo Riga (50./Coach's Challenge).

Mountfield Hradec Kralove - Team Canada 3:5 (1:2 1:1 1:2)
Davos. - 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Stricker (USA/SUI), Fluri/Kovacs (SUI/HUN).
Tore: 13. Vopelka (Gernat, Kukumberg) 1:0. 15. Bartley 1:1. 20. Hamilton (Davies, McClement) 1:2. 28. Cibulskis (Bednar, Zamorsky) 2:2. 30. Raymond (Noreau, Ebbett/Auschluss Planek) 2:3. 54. McIntyre (Ausschluss Goloubef!) 2:4. 59. Dzerins (Cingel) 3:4 (ohne Torhüter). 60. (59:25) Parenteau (McIntyre) 3:5 (ins leere Tor).
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Mountfield Hradec Kralove, 5mal 2 Minuten gegen Team Canada.
Mountfield Hradec Kralove: Rybar, Pavelka; Gregorc, Granak; Zamorsky, Cibulskis; Planek, Vydareny; Pavlik, Gernat; Koukal, Latal, Cerveny; Dzerins, Bednar, Smolenak; Kohler, Simanek, Dragoun; Cingel, Kukumberg, Vopelka.
Team Canada: Brust, Poulin; Noreau, Bartley; Hickey, Goloubef; Schultz, Davies; Kelly, Thomas, Sikura; Raymond, Ebbett, D'agostini; McIntyre, Parenteau, Evans; Hamilton, McClement, Lapierre.
Bemerkungen: 59. Timeout Mountfield Hradec Kralove (abu/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hallo22 26.12.2017 20:40
    Highlight Highlight War ein wahre Freude heute den Diaz spielen zu sehen. Hoffe er kommt mit ordentlich viel Selbstvertrauen vom Spenglercup zurük.
    • SalamiSandwich 27.12.2017 01:21
      Highlight Highlight Ohhh jaa bittee
      Aner auch Schlumpf, Lino und David dürfen stärker zurück kommen😍
  • plaga versus 26.12.2017 19:04
    Highlight Highlight Allzu viel kann sich die Nati auf diesen Sieg nicht einbilden. Ich habe immer noch etwas Angst davor, dass diese Vorbereitung zum Rohrkrepierer in Hinblick auf die Olympiade werden könnte.

    Wie oft kommt es vor, dass Nationalteams auf Klubteams treffen. Weiss da jemand abgesehen vom Spengler Cup etwas?
    • Potzblitz36 26.12.2017 19:17
      Highlight Highlight Nationalteams treffen praktisch nie auf Clubteams, daher ist das Resultat auch schwer einzuschätzen.

      Ich glaube dass der Spenglercup zum absoluten Glücksfall für die Nati werden könnte. Man kann sich Selbstvertrauen mit einigen Siegen holen und vor allem könnte ein ganz spezieller Teamgeist entstehen. Vielleicht brint uns der “Spirit aus Davos“ an Olympia plötzlich in Medaillennähe. Wäre doch toll...
    • plaga versus 26.12.2017 19:37
      Highlight Highlight Klingt toll @Potzblitz36! Aber was denkst du zum Leistungsgefälle zwischen der Nati und den Testgegnern? Einerseits wünscht sich die Verbandsspitze mehr Nähe zu den Spitzenteams, siehe Karjalacup, um Fortschritte zu erzielen. Andererseits testet man gegen Klubteams und hat erst noch nicht die ganze Nationalmannschaft beisammen, weil sie bei einem möglichen Gegner (HCD) spielen?! Läuft die Vorbereitung zu einfach, laufen die Eisgenossen Gefahr, bei den olympischen Spielen überrumpelt zu werden.
    • Hallo22 26.12.2017 20:39
      Highlight Highlight Grundsätzlich sollten Klubteams eher stärker sein als Nationalteams (natürlich gibt es auch Ausnahmen). Die Spieler kennen sich besser, weil sie schon die ganze Saison zusammen spielen und im Normalfall ist auch ein funktionierendes Spielsystem vorhanden ist. Daher stellt sich eher die Frage wie ernst nehmen die Klubteams den Spengler Cup? Die Letten sehen jedenfalls nicht überaus motiviert aus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • nJuice 26.12.2017 18:20
    Highlight Highlight Ein gutes Ergebnis gegen einen dürftigen Gegner.
    Man merkte dem Spiel der Nati aber auch an, dass sie erst einmal miteinander trainieren konnten. Es waren gute Ansätze zu sehen, an der Abstimmung und Präzision muss aber noch gefeilt werden, wozu dieses Turnier ideal ist.

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