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Mikes Sohn Noel von Grünigen debütiert im Ski-Weltcup – ohne Schnauz



Am Sonntag wird ein bekannter Name in der Startliste des Weltcup-Slaloms in Levi auftauchen: von Grünigen. In Finnland bestreitet Noel von Grünigen aus Schönried BE sein erstes Rennen auf höchster Stufe.

Noel von Gruenigen in Aktion waehrend dem Slalom an den Alpinen Ski Schweizermeisterschaften, am Sonntag, 9. April 2017, in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Mit 23 Jahren im Weltcup angekommen: Noel von Grünigen. Bild: KEYSTONE

Noels Vater ist kein Geringerer als Michael «Mike» von Grünigen. Um die Jahrtausendwende wurde er zwei Mal Weltmeister und gewann vier Mal den Riesenslalom-Weltcup. «MvG» ist einer der erfolgreichsten Schweizer Skirennfahrer der Geschichte.

Der neue Weltmeister im Riesenslalom, der Schweizer Michael von Gruenigen, freut sich mit seiner Frau Anna und  Kind Noel im Ziel am Mittwoch 12. Februar 1997 im Ziel von Striere ueber den Sieg an der Ski-WM 1997. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Mutter Anna und Söhnchen Noel (knapp zwei) beim ersten WM-Gold von Vater Mike von Grünigen 1997. Bild: KEYSTONE

«Ich habe ihn nie forciert, sondern ihn in der sportlichen Betätigung lediglich unterstützt», sagte Vater Mike einst über den ältesten seiner drei Söhne. Auch der 17-jährige Lian strebt eine Ski-Karriere an.

Michael von Gruenigen of Switzerland, winner of today's Ski world cup giant run greets his son Noel, before climbing onto the podium, in Val d'Isere, France, on December 14, 1997.  (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Freude in Val d'Isère: «MvG» feiert einen seiner 23 Weltcupsiege. Bild: KEYSTONE

Mike von Grünigen holte 1997 und 2001 WM-Gold im Riesenslalom. Er gewann in dieser Disziplin 23 Weltcup-Rennen und er stand 25 weitere Male auf dem Podest.

Noel von Gruenigen, links, geniesst am Mittwoch, 10. Februar 1999 in Vail CO bei dichtem Schneetreiben einen Moment mit seinem Vater Michael, den er an die alpinen Skiweltmeisterschaften begleitet hat. ELECTRONIC IMAGE (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

1999 darf Noel mit an die WM in den USA. In Vail verpasst der Vater die Medaillen. Bild: KEYSTONE

Sohn Noel ist anders als der Vater Slalomspezialist und noch nicht ganz so erfolgreich wie sein berühmter Vater, den er natürlich auch als sein Idol bezeichnet. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften wurde «NvG» vor zwei Jahren Sechster im Slalom. Im Europacup, der zweithöchsten Stufe, ist ein 10. Platz sein Bestresultat; er wurde zwischen den Kippstangen zweifacher Schweizer Junioren-Meister und gewann zwei FIS-Rennen.

RECROPPED VERSION OF STA151-- Switzerland's Michael Von Gruenigen, right, is greeted by his son Noel  after winning the gold medal in the men's giant slalom at the World Alpine Ski Championships in St. Anton, Austria Thursday Feb. 8, 2001. (AP Photo/Thomas Kienzle)

2001 wieder Gold-Jubel: Mike von Grünigen wird in St.Anton zum zweiten Mal Riesenslalom-Weltmeister. Bild: AP

Auf das Markenzeichen des Vaters, den Schnauz, verzichtet Noel. Und beim 49-jährigen Mike ist der mittlerweile schon ziemlich grau, wie sein Instagram-Post von einem gemeinsamen Training im Spätherbst zeigt …

Der Weltcup-Debütant, der als Zweijähriger erstmals auf Ski stand, hat eine Matura und eine abgeschlossene Lehre als Zimmermann im Sack. Seine Familie spielt nach wie vor eine grosse Rolle in seinem Leben. Von Vater Mike hole er sich sportliche Ratschläge, Mutter Anna sei für ihn eine Art Mentaltrainerin.

Michael von Gruenigen, rechts, seine Frau Anna, Mitte, und Sohn Noel, vorne, starten zum  Rivella Family Contest, am Sonntag, 22. Februar 2004, in Saanenmoeser. (PHOTOPRESS/Yoshiko Kusano)

Von klein auf skibegeistert: der neunjährige Noel mit den Eltern an einem Familien-Skirennen. Bild: PHOTOPRESS

15 Jahre und 246 Tage liegen zwischen dem letzten Rennen von Vater Mike und dem ersten von Sohn Noel von Grünigen. «Auf diesen Tag habe ich seit vielen Jahren hingearbeitet», sagt der Berner Oberländer, der dem C-Kader von Swiss-Ski angehört. «Die Freude ist natürlich riesig.»

Die 21-jährige Freundin Raphaela Suter ist ebenfalls Skirennfahrerin.

Von Nervosität wollte er gegenüber skinews.com noch nichts wissen. «Aber wenn ich dann am Start stehe, wird der Puls dann schon etwas erhöht sein.» Bestimmt nicht nur bei ihm – sondern auch beim berühmten Papi.

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